Auch Lennon-Mörder saß in "Rikers Island"

17. Mai 2011, 14:28
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New Yorks Gefängnisinsel zählt immer noch zu den berüchtigsten Gefängnissen der USA

Berlin - "Nehmen sie keine Anhalter mit und steigen sie nicht aus" - so warnen Schilder entlang der einzigen Straße, die über eine 1,28 Kilometer lange Brücke zur Gefängnisinsel Rikers Island führt. In dem Komplex aus zehn Gefängnissen ist Platz für 17.000 Häftlinge. Jährlich 860 Millionen Dollar (etwa 606 Millionen Euro) kostet die Haftanstalt New Yorks Steuerzahler.

Berühmte oder berüchtigte Insassen von Rikers Island waren der John-Lennon-Mörder Marc Chapman, der Rapper Lil Wayne und der als "Son of Sam" bekannte Serienmörder David Berkowitz. Seit Montag gehört auch IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn dazu.

Die 168 Hektar große Insel im East-River ist etwa halb so groß wie der Central Park und befindet sich zwischen den Stadtteilen Queens und Bronx. Rikers Island ist nach Abraham Rycken, einem niederländischen Siedler, benannt. Dessen Nachfahren verkauften die Insel 1884 für 180.000 Dollar an die Stadt. Seitdem wird sie als Gefängniskomplex genutzt.

In den 1980er Jahren gehörten Gewalt und Prügeleien in Rikers Island zur Tagesordnung. Wegen der Haftbedingungen kam es zu mehreren schweren Häftlingsrevolten. Trotz Reformen gilt der Gefängniskomplex immer noch als einer der berüchtigtsten und gefährlichsten der USA. (APA)

  • New Yorks Gefängnisinsel Rikers Island (rot markiert): In den 80er-Jahren gab es hier schwere Revolten.
    screenshot: derstandard.at

    New Yorks Gefängnisinsel Rikers Island (rot markiert): In den 80er-Jahren gab es hier schwere Revolten.

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