Aus für Bahnlinie Oberwart-Friedberg - Bürger kämpfen für Erhalt

17. Mai 2011, 12:53

"Aktionstag Pro Bahn" am 27. Mai in Oberwart - Petition für Beibehaltung des Personenverkehrs von mehr als 2.000 Menschen unterschrieben - Linie droht Einstellung per 1. August

Der Personenverkehr zwischen dem burgenländischen Oberwart und dem steirischen Friedberg soll mit 1. August eingestellt werden. Um dies zu verhindern, wurde eine Petition gestartet, am 27. Mai gehen Bürger nun auf die Straße, um für den Erhalt zu kämpfen, teilte Dietrich Wertz, Sprecher der Bürgerinitiative "Südburgenland Pro Bahn" am Dienstag mit. Man sei optimistisch gestimmt, dass man noch etwas erreichen und somit das Aus für die Bahnlinie verhindern kann, so Wertz.

"Es ist laut unseren Informationen von den ÖBB technisch noch gar nichts umgestellt. Außerdem werden Betroffene, die sich informieren, ob es sinnvoll ist, ihre Vorteilscard überhaupt noch verlängern zu lassen, darauf hingewiesen, dass der Fahrplan bis Dezember fix ist", berichtete der Sprecher der Bürgerinitiative. Noch sei das letzte Wort seiner Meinung nach nicht gesprochen.

Protestmarsch

Wichtig sei nun, dass man viele Menschen mobilisiere, die sich für den Erhalt der Linie aussprechen. Aus diesem Grund findet am Freitag nächster Woche ein Protestmarsch vom Bahnhof in Oberwart zum Rathaus statt. Im Kulturpark werden die Teilnehmer des "Aktionstag Pro Bahn" dann über die aktuelle Ist-Situation aufgeklärt werden, so Wertz. Auf dem Programm stehe außerdem ein Impulsvortrag von "Verkehrs-Papst" Hermann Knoflacher.

Im Anschluss plant die Bürgerinitiative Landeshauptmann Hans Niessl die Unterschriftenliste der Petition - bisher hätten mehr als 2.000 Personen diese unterzeichnet - zu überreichen. Ob dieser auch wirklich kommt, sei noch nicht klar. "Wir wissen aber, dass er nur zehn Kilometer weiter in Bad Tatzmannsdorf bei einer Hoteleröffnung ist", sagte Wertz. Für die Podiumsdiskussion, die den Abschluss des Aktionstages bildet, haben Vertreter der Oppositionsparteien bereits ihr Kommen zugesagt. (APA)

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dieFrauHolle
00
20.5.2011, 09:13

wie kommt man dann von ow nach wien?

Proconsul
00
20.5.2011, 14:48

Na mit dem Auto! Oh, sie haben keins??

Warum man die Bezirksstadt Oberwart vom Bahnnetz abhängt, kann wohl nur ein Bolidiger erklären - Verkehrsexperten empfehlen schon längst, die alte Ausrichtung nach Steinamanger wieder zu reaktivieren. Die Wiederaufnahme nach Grosspetersdorf wäre eigentlich für 2011 geplant gewesen, ist damit natürlich hinfällig...

Andreeeas
00

Es gibt auch einen Bus nach Wien.

bormester
00
24.6.2011, 20:24
NA super!

Aufgrund der Baustellen bin ich letztens 3!! Stunden im Bus gesessn!! Ein Witz ist das! Sofern es geht nehm ich immer die Bahn = einzig Straßenunabhängiges Verkehrsmittel, außer vl. Flugzeug, aber des wird wohl kaum nach Oberwart kommen. ;)

Andreeeas
00
24.6.2011, 22:26

Ich sagte ja nicht, dass dieser Bus das non plus ultra ist.

Proconsul
01
18.5.2011, 18:29
Einfach die Strecke

einem anderen Eisenbahnunternehmen anbieten, Interessenten gäbe es genug, warum hat man Angst davor?

Dass den quersubventionierten Freunderl-Busunternehmen die Fahrgäste ausbleiben?

Weil man auf diese Private keinen pol. Druck mehr machen kann??

phorus
02
20.5.2011, 00:29

die ybbstalbahn hätte ein bahnunternehmen aus bayern gerne privat weitergeführt: die politik hat die bahn dennoch lieber zugesperrt. es geht also offenbar nicht um das "bessere" führen von bahnlinien.

clearlake
00
25.6.2011, 08:12
nein, es geht darum die subventionen statt der bahn den busunternehmen reinzuschieben...

im ybbstal wurde der kuchen an 3-4 busunternehmener verteilt. die spenden einen teil davon wieder zurück an die politiker, die das "verwirklicht" haben...
in NÖ Schwarze, in BGLD Rote.....
Das Ybbstal hat jetzt keine Radtouristen mehr, und 30% Rückgang beim Fremdenverkehr. Die Schüler werden in Busse gepfercht, in der Bahn konnten sie wesentlich sicherer zu ihren Schulen kommen...

der letzte leser
00
24.6.2011, 19:40

Das Angebot war aber wirklich etwas merkwürdig, derjenige wollte alle aufgelassenen Strecken kaufen, ohne irgendein Betriebskonzept zu haben.

clearlake
00
25.6.2011, 08:14
sind sie in Bayern schon mit privatbahnen gefahren??

das klappt dort wunderbar. die Züge sind modern, sehr gut ausgelastet, auch in Gegenden die etwa so "dünn" besiedelt sind wie das Südburgenland oder das Mostviertel, wo sich angeblich eine Bahn nicht rentiert....

Proconsul
00
20.5.2011, 14:34

GENAU das ist der Punkt, leider!

Scholem Alejchem
 
01
18.5.2011, 12:28
Es wäre interessant auch diesen Artikel zu lesen:

http://derstandard.at/130455190... fi-Umstieg

Wie kommen wir Wiener dazu, daß Hinz und Kunz jetzt statt mit der Bahn, mit dem Privatauto oder dem Dieselstinkerbus nach Wien gekarrt werden. Da ist es egal aus welcher Richtung das geschieht, aber es endet alles hier. Pendeln oder übersiedeln, das ist hier die Frage. Auf die Dauer wird es eh nur zum Übersiedeln reichen, außer die politisch Verantwortlichen denken mal darüber nach, Arbeitsplätze in ihren eigenen Regionen zu schaffen.
Gerade das Südburgenland ist eigentlich ein Entwicklungsland, oder besser ein reines Wohngebiet ohne jegliche Infrastruktur.

luke skywalker
142
17.5.2011, 23:24
Und wieviele der 2000 die unterschrieben haben

sind in den letzten 20 Jahren mit dieser Bahn gefahren ??

Waren es 50 ??

Die Bahn vernichtet 7 Mrd pro Jahr - d.s. fast € 900,00 pro Österreicher.
Die die unterschrieben haben, sollen einen Tauschender freiwillig spenden - das wäre echt angemessen.

othello
04
18.5.2011, 10:54

einfach mal die klappe halten, wenn man keine ahnung hat. den großteil des defizits fährt die öbb durch ihre cargo-sparte und die investitionen in ungarn/rumänien ein und nicht durch den personenverkehr. und zu deinem restlichen gefasel sei gesagt: würden die öbb die zugverbindungen attraktivieren, sprich direktverbindungen ermöglichen, würd sich keiner mehr ne busfahrt antun. was übrigens den tausender betrifft: der bezirk güssing ist österreichs einziger bezirk ohne zugverbindung (noch). die güssinger spenden daher bereits ihren jährlichen tausender um die bahn zu erhalten ohne dafür etwas zu konsumieren. du willst ein system totschlagen das bereits tot ist und sch... auf jene leute die genau das aufzeigen und zu ändern!! probieren.

der letzte leser
00
18.5.2011, 11:38

Sie müssen aber auch ergänzen, dass der Güterverkehr in wirtschaftlich besseren Zeiten den Personenverkehr querfinanziert.

clearlake
00
25.6.2011, 08:18
der personenverkehr wird immer subventioniert werden....

aber sehen sich gegenden an die von der bahn in den letzten jahren abgeschnitten wurden.... die verfallen zusehends, bsp. Triestingtal, zwischen Hainfeld und Weissenbach verfallen die Häuser, niemand will mehr dort wohnen, die letzten betriebe ziehen ab...
Mag sein dass eine Bahn allein das nicht ändern kann, aber es ist zumindest ein möglicher Weg den niedergang ländlicher regionen zu stoppen....

El Coyote
03
18.5.2011, 08:41
Danke, ich habe schon für die ASFINAG gespendet!

cyber ferkel
71
17.5.2011, 20:45

Die paar Hanslen die von Oberwart nach Friedberg mit der Bahn fahren, sollte man gratis mit dem Taxi nach Friedberg karren. Das käme wesentlich billiger als unzählige gähnendleere Zuggarnituren durch die Gegend zu schicken.

WLG
14
18.5.2011, 00:42

Die Züge sind nicht leer. Wenn Sie sich die von innen anschauen würden, würden Ihnen vielleicht auch die Leute auffallen.

Der Zug von Oberwart nach Friedberg ist ein Zubringer zu einem Zug nach Wien. Es gibt durchaus Leute, die von Oberwart nach Wien wollen - mich zum Beispiel.

cyber ferkel
121
17.5.2011, 20:28

Diese Linie gehört schon längst zugesperrt. Keinem vernünftigen Menschen würde einfallen mit der Bahn von Oberwart nach Friedberg zu fahren. Ich sehe auch ausschließlich Geisterzüge wenn ich beim Fenster hinausschaue.

W.Hammerl
12
17.5.2011, 20:10

Wenn die 2000 Menschen, die die Petition unterschrieben haben, regelmäßig mit der Bahn fahren würden, würde die Bahn wohl erhalten bleiben, aber wenn die Bahn nur mit leeren Zügen unterwegs ist, wird es wohl nichts helfen. Oberwart - Friedberg ist nicht gerade für seine überfüllten Züge bekannt.

R. Lexer
00
16.8.2011, 15:15

Was bei dem beknackten Fahrplan und Parallelangebot auch kein Wunder ist.

uabigboss
03
17.5.2011, 18:08
und..

wenn es der ÖBB-PV (Burgenland) nicht betreiben will - es gibt doch Alternativen, liebe Südburgenländer ...

GKB/LTE/adria, WLB, Stern&Hafferl, SVB, ... (Liste unvollständig) - warum dem (vermeintlichen) Monopolisten umhängen, unfähig zu sein!

ah geh - die wollen auch nicht?

phorus
00
20.5.2011, 00:31

es ist nicht der politische wille, dass die linien überhaupt betrieben werden, auch nicht von privaten.

der letzte leser
03
17.5.2011, 19:10

Zumeist sind es die Länder, die auf die Einstellungen von Bahnlinien drängen. Siehe NÖ.

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