TU Wien macht 3D-Drucker erschwinglich

17. Mai 2011, 12:43
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Prototyp eines 3D-Druckers entwickelt - So groß wie eine Milchpackung, 1,5 Kilo schwer und kostet 1.200 Euro

Im Raumschiff "Enterprise" konnte mit dem Replikator jeder Gegenstand dupliziert werden. Eine ähnliche - reale - Technologie, sogenannte 3D-Drucker, wurde nun von Wissenschaftern der Technischen Universität (TU) Wien zum erschwinglichen Alltagsgerät weiterentwickelt. Sie haben ein Gerät zur Herstellung dreidimensionaler Objekte gebaut, das kleiner, leichter und billiger ist als gewöhnliche 3D-Drucker, teilte die TU am Dienstag in einer Aussendung mit.

Maßgeschneiderte Objekte selbst produzieren

Ziel solcher Drucker ist es, kleine maßgeschneiderte Objekte nach Bauplänen aus dem Internet selbst zu produzieren. Das Grundprinzip ist dabei einfach: Das gewünschte Objekt wird in einem Becken mit flüssigem Kunstharz erzeugt. Das Kunstharz hat die Eigenschaft, genau dort hart zu werden, wo man es intensiv mit Licht bestrahlt. Schicht für Schicht wird das Material an den richtigen Stellen beleuchtet. Verhärtet eine Schicht, wird an ihr die nächste angelagert, bis das Objekt vollständig ausgehärtet ist.

"Rapid Prototyping" nennt man dieses Verfahren. "Auf diese Weise können wir auch komplizierte geometrische Objekte mit einer genau definierten inneren Struktur herstellen, wie das etwa mit Gussverfahren niemals möglich wäre", erklärt Klaus Stadlmann vom Institut für Werkstoffwissenschaft der TU Wien. Für Massenproduktion von immer gleichen Objekten ist diese Methode nicht gedacht - dafür gibt es billigere Alternativen. Der Vorteil dieses Verfahrens liegt vielmehr darin, sehr einfach individuell angepasste, maßgeschneiderte Einzelstücke erzeugen zu können.

Nicht größer als eine Milchpackung

Die Wissenschafter haben nun einen Prototypen entwickelt, der nicht größer als eine Milchpackung ist, nur 1,5 Kilogramm wiegt und mit rund 1.200 Euro auch erstaunlich billig ist. "Wir werden den Drucker noch weiter verkleinern - und auch der Preis könnte sicher noch spürbar sinken, wenn man ihn in größerer Stückzahl erzeugen würde", ist Stadlmann zuversichtlich.

Im Gegensatz zu bisher erhältlichen Druckern verwendet das Modell der TU Wien Leuchtdioden als Lichtquelle, mit deren Hilfe hohe Lichtintensitäten auf sehr kleinem Raum erreicht werden können. Die Auflösung des Druckers ist nach Angaben der Wissenschafter exzellent: Es können Schichten von jeweils einem Zwanzigstel Millimeters gehärtet werden. Damit sei der Drucker auch für Anwendungsbereiche einsetzbar, in denen höchste Präzision erforderlich ist - etwa bei Bauteilen für Hörgeräte. (APA)

  • Szene aus der Serie "Star Trek": Weg zum persönlichen "Replikator" ist noch weit
    foto: star trek

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  • Markus Hatzenbicher (l) und Klaus Stadlmann (r) mit ihrem Mikro-Printer
    foto: tu wien

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  • Der 3D-Drucker der TU Wien
    foto: tu wien

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