Küche

Gefahrenzone Nummer Eins

17. Mai 2011, 12:07
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    foto: apa/patrick pleul

    Tatort Küche: Hier passieren häufig Unfälle.

Hauptrisikogruppen für Haushaltsunfälle sind Kinder und Senioren - Bewusstsein für Unfallgefahren ist klein

Wien - Ein Drittel aller Österreicher erlebte in den letzten beiden Jahren einen Unfall in den eigenen vier Wänden. Knapp die Hälfte aller Haushaltsunfälle erfordert ärztliche Behandlung, jeder achte führt zu einem längeren Spitalsaufenthalt. Gefahrenzone Nummer Eins ist die Küche. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die die Allianz Versicherung im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierte.

"Alle zwei Minuten passiert in Österreich ein Haushaltsunfall, der medizinisch behandelt und somit in der Unfallstatistik erfasst wird. Die Dunkelziffer liegt aber noch weit höher", betonte Allianz Vorstand Johann Oswald anlässlich der Vorstellung einer aktuellen Studie zu den "Risiko-Hotspots" im Haushalt. Während die Zahl der Verkehrsunfälle in den letzten Jahren sinke, zeige der Trend bei Haushaltsunfällen in die Gegenrichtung. Pro Jahr verunfallen mittlerweile 280.000 Menschen in ihrer Wohnung, das sind rund 50.000 mehr als noch vor zehn Jahren. Hauptrisikogruppen, so die Allianz Studie, sind dabei Kinder und Senioren.

Kategorie Pech gehabt

"Haushaltsunfälle werden generell unterschätzt und in die Kategorie 'Pech gehabt' gereiht", so Oswald. Indiz dafür sei, dass selbst nach Unfällen kaum zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen im Haushalt getroffen würden. Nur wenn die Kinder vom Unfall betroffen waren, gäbe es eine Reaktion der Familie. Dann werden häufig Rutsch- und Treppensicherungen angebracht oder Steckdosen gesichert. Als Unfallursache orten die meisten Menschen in erster Linie Stress und Zeitdruck, seltener dagegen Unwissenheit.

Wirkliche Angst besteht bei vielen Personen lediglich vor Haus- und Wohnungsbränden durch schadhafte Leitungen und Elektrogeräte oder Explosionen durch Gasaustritt. "Diese Ereignisse treten Gott sei Dank jedoch selten auf", heißt es in der Allianz Studie. Für die zahlreichen kleineren Unfallgefahren des Alltags gäbe es indes nur sehr geringes Bewusstsein.

Gefährliche Küche

Risikofaktor Nummer Eins im eigenen Zuhause ist mit 32 Prozent aller Unfälle die Küche, gefolgt vom Garten, der vor allem für den Nachwuchs eine besondere Gefahrenzone darstellt. Vergleichsweise gut gesichert ist hingegen das Kinderzimmer, wo nur 1,8 Prozent der Haushaltsunfälle passieren. Die häufigsten kommt es zu Schnittverletzungen, gefolgt von Prellungen, Schürfwunden und Knochenbrüchen. "Jeder achte Unfall daheim führt zu einem stationären Spitalsaufenthalt, und in manchen Fällen drohen sogar dramatische Folgen bis hin zu dauernder Invalidität", warnt Oswald abschließend. (red)

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17 Postings
Ibsen
00
31.7.2011, 17:26
So ist das!

Also gestern hatte ich auf dem nassen Küchenboden wegen Aquaplaning so einen filmreifen Sturzfall gehabt...ca. wie die 2 Räuber im "Kevin - Allein zu Hause"... Habe große Angst bekommen, aber zum Glück bin ich mit blauen Augen
besser gesagt mit einem tiefblauen und sehr schmerzhaften Popo davongekommen...

Putzen gefährdet die Gesundheit!

gawi
 
00
18.5.2011, 14:44
Verpflichtende

AUVA-Schulungen!
Sicherheitsschuhe, Schutzbrillen, Helm, Warnwesten und Gehörschutz vorschreiben und schon ist das Unfallrisiko minimiert.
Es kann nicht sein, dass der enorme volkswirtschaftliche Schaden, der durch derartige Unfälle entsteht, in Kauf genommen wird!

Hershel S. Krustofsky
01
18.5.2011, 08:43
tapp, tapp, tapp...

...in die todesfalle haushalt!

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
00
18.5.2011, 08:10
Nummer eins und zwei

Nicht zu vergessen ist die von der Küche ausgehende Gefahr des ständigen Sich-Überfressens mit Übergewicht als Folge und allen daraus resultierenden Krankheiten!

Gerhard56
00
18.5.2011, 05:54
Pickerl würden helfen und alle Unfälle verhindern

Vielleicht könnten sich die Intelligenzbestien der Pickerlentwichlungsabteilung des Wiener Magistrats dieseer Problematik annehmen und Pickerl entwerfen, welche auf alle Gefahrenquellen in der Küche hinweisen, soferne sie auch dementsprechend überall in der Küche aufgeklebt werden. So z.B. 'Achtung - Gasflamme ist heiß', oder 'Achtung Gefrierschrank - Verkühlungsgefahr' oder 'Achtung - eckiger Schrank' etc. Dann kann man(n) oder frau einfach den Hausverstand ausschalten und nur mehr die Pickerl lesen (soferne diese Personen des lesens mächtig sind). Mehrsprachige Pickerl wären sowieso der Hammer, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Türkisch etc.!!

Odette
00
18.5.2011, 08:50
haha, solche hinweise hab ich in der schule noch

bei meinen arbeitsanleitungen geben müssen (Bügeleisen - Strom! Verbrennungsgefahr! Kabelverlauf!)
lang ist's her zum glück...

stoiker
01
18.5.2011, 00:29

jetzt wird die küche zugemauert.danke für den aufschlussreichen und äusserst wichtigen artikel.

Die Metaebene schützt man vor sich selbst.
01
17.5.2011, 22:25
Mein Klassiker.

Wie gewohnt zu vergessen, auf welcher Seite sich das Links- und das Rechtsgewinde beim Fahrradpedal abmontieren befindet. Dann muss ich nur noch einen möglichst langen Schraubenschlüssel zwischen die Speichen und der Kurbel stecken, um das Rad zu blockieren und schon hat es sich.

Oder allgemein: gegen einen großen Widerstand ankämpfen und auf den erlösenden Moment warten.

Thomas J Jackson
12
17.5.2011, 21:36

Bin für ein totales Küchenverbot für Männer. Auch der Umgang mit Bügeleisen, Staubsauger und Waschmachine gehört Männern unbedingt verboten. Wir sind dafür einfach vieeeeeel zu ungeschickt!

Doktor Leid
00
17.5.2011, 16:10
Noch gefährlicher als der Tatort ist das Produkt ...

der träumende hans
00
17.5.2011, 14:57

naja, ich laufe ja auch nicht im wohnzimmer mit dem scharfen messer herum...!
also dass die küche da ganz vorne liegt ist schon irgendwie logisch.

LordVetinari
12
17.5.2011, 13:55
Safety first

Ein Wahnsinn!!!
Ich bin für sofortige Helmpflicht in der Küche!

F.S.K
00
17.5.2011, 19:53

und wie hilft der bei schnittverletzungen, oder anderen küchentypischen verletzungen?

Senftube
01
17.5.2011, 13:57
nix da!

ein Betretungsverbot muß her - Kinder sollen nicht mehr in Küchen dürfen!

Wird ja in diversen Kindergärten - wegen angeblicher Hygienebedenken - auch so praktiziert.

qwertztt
01
17.5.2011, 15:13

Und für Lokale sollte auch ein totales Küchenverbot eingeführt werden. Zum Schutz der Gesundheit der Gäste und der Mitarbeiter

penguin1337
00
17.5.2011, 20:40

Nix generelles Küchenverbot. Um die anderen Gefahrenquellen auszuschließen darf man weder Häuser noch Gärten betreten.

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