Wie ist Liebe möglich?

20. Mai 2011, 14:22
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Rein in die Großstadt Sao Paulo: Hinter "Quanto dura o amor (Paulista)" verbergen sich drei Liebes- und Identitäts-Entwürfe, die durch unaufdringliche Bildsprache überzeugen

Im Großstadtdschungel von Sao Paulo befinden sich Marina, Suzana und Jay auf der Suche nach Liebe. Marina, gerade nach Sao Paulo gezogen, um als Schauspielerin Karriere zu machen, verliebt sich in Justine, eine Sängerin mit selbstzerstörerischen Tendenzen. Suzana, die sich mit Marina eine Wohnung teilt, steht am Anfang einer Beziehung zu ihrem Arbeitskollegen Gil und versucht dabei ihre transsexuelle Identität zu verbergen. Jay wiederum versucht alles Erdenkliche, um das Herz der Prostituierten Michelle zu erobern.

Frau wird zur Betrachterin dreier Handlungsstränge, die auch einzeln als Episoden funktionieren würden. Durch das Zusammentreffen von Marina, Suzana und Jay in der Avenida Paulista ergeben die Fragen nach Identität, Sehnsucht und den parallel erlebten Rückschlägen jedoch ein Gesamtbild der drei ProtagonistInnen und des pulsierenden Lebens in der Metropole.

Die unaufdringliche Bildsprache von Roberto Moreira (Regisseur), ein toller Soundtrack und die ewig aktuelle Frage "Wie ist Liebe möglich?" haben dem Film schon mehrere Auszeichnungen - etwa beim Internationalen LGBT Filmfestival in Montreal - eingebracht. (eks, dieStandard.at, 20.5.2011)

"Quanto dura o amor (Paulista)", 4.6.2011, 16:00 Uhr, Filmcasino, Margaretenstraße 78, 1050 Wien

dieStandard.at/Cineastische Weltreise gemixt mit Vielfalt

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Identities

  • Marina ist gerade in Sao Paulo angekommen und verliebt sich in Justine.
    foto: identities 2011

    Marina ist gerade in Sao Paulo angekommen und verliebt sich in Justine.

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