Placebos

Wirkung ohne Wirkstoff

17. Mai 2011, 08:56

Forscher untersuchen wie Placeo-Effekte gezielt hervorgerufen und maximiert werden können

Scheinmedikamente, sogenannte Placebos, können einen therapeutischen Effekt haben, obwohl sie keinen Wirkstoff im üblichen Sinne enthalten. Vielmehr aktiviert hier der Körper des Patienten Selbstheilungskräfte. Karin Meissner vom Institut für Medizinische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München und der Psychologe Niko Kohls vom Generation Research Program (LMU) haben gemeinsam mit  Luana Colloca (NIH, Washington DC) in der Zeitschrift „Philosophical Transactions of the Royal Society B" den Themenband „Placeboeffekte in der Medizin" veröffentlicht.

Weltweit führende Placebo-Forscher präsentieren hier die neuesten Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Hierzu gehören vor allem neurobiologische und psychosoziale Mechanismen, die das Wissen um die Wirkweise von Placebos grundlegend erweitert haben. Darüber hinaus werden die Konsequenzen der Ergebnisse aus der Placeboforschung für Wirksamkeitstests von Therapien und für die praktische Nutzung von Placeboeffekten im medizinischen Alltag beleuchtet. 

Spirtualität und Placebo-Effekt

Die neueste Placebo-Forschung ist sogar in die molekulare Ebene vorgedrungen und untersucht unter anderem die Frage, wie Placebo-Effekte gezielt hervorgerufen und maximiert werden können. So nimmt Karin Meissner Placebo-Effekte in der Lunge, dem Verdauungs- sowie dem Herzkreislauf-System unter die Lupe: „Die Tatsache, dass diese Körpersysteme autonom reguliert werden und damit der willentlichen Steuerung durch den Patienten entzogen sind, zeigt, wie essenziell Placebo-Therapien in neurobiologische Systeme eingreifen."

Eine ganz andere Ebene betritt wiederum Niko Kohls, indem er einen Zusammenhang zwischen Spiritualität, Glaube und Gesundheit postuliert und dabei der Frage nachgeht, ob sich bei spirituellen Menschen größere Placebo-Effekte zeigen. (red)

Publikation:
Placebo effects in medicine: mechanisms and clinical implications";
zusammengestellt und editiert von Karin Meissner, Niko Kohls & Luana Colloca;
Philosophical Transactions of the Royal Society B: Biological Sciences 2011, 366 (1572)

carbonara
30
17.5.2011, 14:53
Vorher eine ordentliche Gehirnwäsche...

.....dann klappt´s auch mit dem Placeboeffekt.

Rico Whatever
 
05
17.5.2011, 12:41
Gesetze der Medien

Artikel zum Thema Placebo -> 2 Postings
Artikel zum Thema Homöopathie -> 200 Postings

sachlich identisch: "... untersucht unter anderem die Frage, wie Placebo-Effekte gezielt hervorgerufen und maximiert werden können."

AlBundyFan
 
10
18.5.2011, 09:29
wahrscheinlich deshalb

weil der placebo-effekt ausreichend nachgewiesen wurde(und deshalb unzweifelhaft vorhanden ist)während bei homäopathie keine weitere verbesserung über den placebo-effekt hinaus jemals wissenschaftlich bewiesen worden ist.

und bei dingen über die man streiten kann gibts natürlich mehr postings.

Nick Knattertoni
21
17.5.2011, 18:57

bezahlt wird nur für postings zum thema Homöopathie..

Barbarin
40
17.5.2011, 12:18
Klar ist ob ich dran glaube oder nicht...

...wichtiger, als was drinnen ist.

Daher machen viele "Manager" Mental-training ...damit das mit dem Konzentrieren/Fokusieren gelernt wird....je stärker ich von etwas überzeugt bin, desto stärker wirkt/kommt es...

erich1963
10
17.5.2011, 16:24
Überzeugung und Konzentration sind nicht zufällig

zwei Paar Schuhe?

Barbarin
10
17.5.2011, 17:35
http://www.stmk.wifi.at/default.a... menuId=840

? Na, Sie sollten schon überzeugt sein, dass sie es bekommen, wenn Sie sich was wünschen (fokusieren)?

Link im Anhang...

Überzeugung=Konzentration...wo habe ich das geschreiben...oder wollen Sie mir einfach was unterstellen?

That Guy...
 
03
17.5.2011, 09:22

Placebo-Effekt steigert sich u.a. bei großen und farbigen Pillen - quasi das absolute Gegenteil von Globuli und das spannende: Placebos wirken auch, wenn man weiß, dass man ein Placebo einnimmt (Studie wurde letztes Jahr in "Scientific American" publiziert).

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