Grönlands Beitrag zum Meeresspiegel: Neun Zentimeter bis 2100

16. Mai 2011, 20:00

Neue umfangreiche Modellrechnungen zum Abschmelzen des Eisschilds

Washington/Wien - In seinem aktuellen Bericht aus dem Jahr 2007 hat sich der IPCC, der Weltklimarat der Uno, noch sehr zurückhaltend über den Beitrag der abschmelzenden Gletscher Grönlands zur Erhöhung des Meeresspiegels geäußert. Das lag vor allem daran, dass man die bisherigen Modelle für zu ungenau erachtete.

Eine Gruppe von US-Forschern um Stephen Price hat nun im Fachjournal PNAS neue umfangreiche Modellrechnungen vorgelegt, wie viel Eis aus Grönland abschmilzt und wie dieser Prozess verläuft. Demnach steuert das Abschmelzen des Eisschilds an der Oberfläche nur rund 50 Prozent des zusätzlichen Wassers aus Grönland bei. Die andere Hälfte würde von "ausgelagerten" Gletschern stammen, die ihr Wasser direkt abgeben.

Aus den Daten des vergangenen Jahrzehnts schließen die Forscher, dass dieser Prozess erstens für die nächsten Jahrzehnte unumkehrbar sein dürfte. Zweitens haben sie auch errechnet, um wie viel der Meeresspiegel durch geschmolzenes Eis aus Grönland bis 2100 steigen wird: nämlich um mindestens neun Zentimeter.

Die Wissenschafter betonen aber auch, dass dieser Wert höher ausfallen könnte, wenn sich das Abschmelzen beschleunigt oder andere unvorhergesehene Prozesse eintreten sollten. (tasch/DER STANDARD, Printausgabe, 17.05.2011)

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9 cm bis 2100 ?

Das erlebt der Durchschnittsmann nicht mehr. Gilt also max. für Neugeborene. Der Rest des Artikels ist geschaffen für den Rundordner oder das Finanzministerium c.o. Steuerfindungskommision.
Aus Terror und Klimawandel wächst sich ein Klimaterror heraus.

Sehen wir einmal nach,

was aus den Prognosen geworden ist, die wir mittlerweile überprüfen können:

http://stevengoddard.wordpress.com/2011/05/2... year-2000/

Bitte, erklaere mir, wo genau im 32 Jahre altem (!) Artikel wird behauptet, dass "Sea level may rise 15-25 feet before the year 2000"?

Also, sogar ein Blinder erkennt, dass die Ueberschrift des Blogs falsch ist und mit dem Artikel nichts zu tun hat, sondern groebstens falsch zitiert. Und so einen Blog liest du???

IPCC First Assessment Report, 1990:

"The predicted rise is about 20 cm in global mean level by 2030, and 65 cm by the end of the next century".

http://www.ipcc.ch/ipccrepor... _I_spm.pdf

der monatliche cherry-pick von steve goddard.

http://www.cmar.csiro.au/sealevel/... st_15.html

manchen wird dieses unsinnige spielchen nie zu blöd.

der titel ihres kommentars ist falsch.

ihr link vergleicht die raten des meeresspiegel-anstiegs in perioden der letzten ~20000 jahre mit möglichen zukunfts-szenarien, also *nicht* prognosen mit der realität, sondern vergangenheit mit möglicher zukunft. wollen sie tatsächlich aus den schmelzraten eines vergleichsweise kühlen planeten folgern, dass sie auf einem wärmeren nicht höher sein können? aufgrund welcher physikalischer überlegungen?

Klimamodelle neu

Seit ich die Klimamodelle von 1990 bis jetzt verfolgt habe, gibt es immer die extremen Varianten, die mittleren und die gemäßigten. Die Messungen wurden immer besser und auch die mathematischen Modelle genauer. Subjektiv kommt mir vor, dass selbst die extremen Klimamodelle sich als zu optimistisch herausgestellt haben.

Weiters kann ich mich erinnern, dass die meisten Klimamodelle sich ab 2010 zu unterscheiden begannen.

Wenn sich mein Eindruck bestätigt, dann wäre es sicher impressiv, alle Klimamodelle in ein Diagramm einzutragen und wie in einem Film ein sicher falsches nach dem anderen daraus zu eliminieren. Vielleicht könnten dadurch die Leute von der Dramatik überzeugt werden.

Selbst wenn Klimamodelle die Zukunft richtig prognostizieren,

kann man nicht sicher sein, dass sie tatsächlich stimmen. Auch die alten Griechen konnten schon Sonnenfinsternisse halbwegs korrekt vorhersagen ohne eine Ahnung von der astronomischen Realität zu haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Sonn... 85_v._Chr.

Es geht um die Prognose, welche von vielen Leuten bestritten wird. Also ist die Richtigkeit der Prognose zunächst einmal das Wichtigste.

Ihr Argument mit der Sonnenfinsternis ist völlig daneben. Da man nicht weiß, wie Thales die Finsternis berechnet hat, kann man auch nicht darüber spekulieren, was er gewusst hat und was nicht.

Sehe ich nicht so

Man kann eben auch mit falschen Modellen richtige Ergebnisse bekommen. Am schönsten hat das Roman Sexl mit seiner Version der Hohlwelttheorie gezeigt. Er hat einfach den mathematishen Formalismus so gewählt, dass die Ergebnisse passten. Sogar die Mondlandung funktionierte in seinem Modell, das er selbst so kommentiert: "Ich weiß eh, dass es Blödsinn ist, nur kann es mir keiner beweisen".

Thales hat sich vermutlich die Saroszyklen zur Prognose benutzt, die schon den Babyloniern bekannt waren.

Vom Modell auf die Realität zu schließen ist immer heikel.

sie brauchen dazu gar nicht die hohlwelt bemühen. sie selbst liefern weiter unten mit ihren hypothesen zur venus-temperatur ein paradebeispiel ab, wie man mit grundfalschen modell-annahmen zu einem scheinbar stimmigen ergebnis kommen kann.

Auch dieses Beispiel ist daneben. Die Hohlwelttheorie ist aus mathematischer Sicht keine Theorie, sondern nur eine Transformation in ein anderes Koordinatensystem - und zwar eine physikalisch unerhebliche Transformation. Genausogut könnte ich eine Danebentheorie aufstellen: Das Universum ist 5 m verschoben.

Modelle müssen falsifizierbar sein. Nicht nur das: Sie müssen auch noch zeigen, wie man sie falsifiziert. Genau das ist, was ich will. Wenn man zeigt, dass die optimistischen Klimaprognosen falsch sind, sollte die Nullhypothese erst recht wiederlegt sein.

ad "Vom Modell auf die Realität zu schließen ist immer heikel.": Ohne Modell auf die Realität zu schließen ist dumm.

Ich erzähle Ihen jetzt eine wahre Geschichte aus dem Waldviertel

Es war einmal eine Bäuerin, die bekam eine Gefriertruhe. Dort fror sie alle möglichen Lebensmittel ein, darunter auch Fisch.Bei Bedarf taute sie den Fisch auf, bereitete ihn zu, den Rest fror sie wieder ein. Das ging einigemale so weiter, bis die Familie furchtbar krank wurde. Die Bäuerin schloß messerscharf: "Fisch darf man nicht einfrieren."

Und sie könnten gar nichts schließen, da sie keine Theorie zulassen.

Nur weil es falsche Theorien gibt, heißt das nicht, dass man keine Theorien aufstellen soll. Ohne Theorie keine Prognose.

Quatsch!

Ich habe gar nichts gegen Theorien und Hypothesen. Ich habe nur etwas dagegen, wenn man mit Modellen, die sehr viele Annahmen enthalten, wieder einmal den Weltuntergang prophezeiht. Das ist einfach unseriös!

Wenn sie Seriosität wollen, sollten sie auch Seriosität vermitteln. "Quatsch" ist ein Nullargument.

Ich teile ihre Intention, nicht schon wieder einen Weltuntergang zu prophezeit haben zu wollen. Aber das kann man nur mit Modellen, welche man immer weiter verbessert.

Neben den Modellen stehen uns noch Messdaten zur Verfügung. Diese Messdaten wiesen den Weg zur Erwärmung - nicht die Modelle. Erst als die Entwicklung bekannt war, wurde intensiv an den Modellen gearbeitet.

Ich teile ihre Skepsis, jedem einzelnen Modell gegenüber, aber den Trend gänzlich zu bestreiten, erscheint mir wiederum unwissenschaftlich. Weiters denke ich, dass es große Veränderungen geben wird. Weltuntergang? - ja, wie letzten Samstag ;)

Es sieht aber ganz so aus, als wären die Modelle viel primitiver,

als uns vorgegaukelt wurde.

http://climateaudit.org/2011/05/1... s-model-e/

Lesen Sie die Posts von Willis Eschenbach und folgen Sie den links. Wenn man sogar mit Primitivprogrammen wie "Lumyp" eine hervorragende Abbildung der Daten erreicht, fragt man sich schon, was diese GCMs wert sind. Es hat wohl einen Grund, dass der Quellcode des von der Nasa verwendeten GCMs nicht verfügbar ist. Alleine dieser Umstand erscheint mir verdächtig.

seltsam. in dutzenden kommentaren sind sie bisher mit allen möglichen und unmöglichen argumenten gegen eine "globale temperatur" sturm gelaufen.

logischerweise müßten sie dann gegen das single-box-modell von willis eschenbach sturm laufen und nicht gegen die GCMs.

darf ich aus ihrem jetzigen kommentar schließen, dass sie ihre meinung grundlegend geändert haben, oder lediglich, dass ihnen nichts an logik und konsistenter argumentation liegt?

übrigens: eschenbach bringt nicht einmal das simple single-box-modell korrekt auf die reihe.
http://tamino.wordpress.com/2011/05/1... e-forcing/

Übrigens:

Warum legt Tamino alias Grant Foster bzw. sein Kollege Gavin Schmidtt nicht den Quellcode von seinen Klimamodellen offen?

Dann bräuchte Tamino nicht um den heißen Brei herumzuquatschen, sondern man könnte unmittelbar nachvollziehen, was das GMC tut.

Ich verwehre mich in erster Linie gegen den Begriff eines "globalen Klimas"

Das existiert nämlich nicht. Durchschnittswerte können Sie von allen möglichen Meßwerten bilden, es ist nur die Frage, was diese Mittelwerte für eine Bedeutung haben. Die globale Durchschnittstemperatur aller Planeten unseres Sonnensystems ist z.B.ein Wert, mit dem man nicht viel anfangen kann.

wer globale durchschnitts-temperaturen ablehnt, muss die rechnereien von eschenbach ablehnen. punkt.

(BTW, s. schwartz, r. lindzen und r. spencer verwenden den gleichen ansatz).

Ich lehne Durchschnittstemperaturen per se nicht ab

Ich halte es lediglich für unangebracht, einen einzigen Parameter (Temperatur) heranzuziehen und zu behaupten, das "globale Klima" wird wärmer oder kühlt sich ab. Das ist unsinnig.

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