Mars500-Teilnehmer erlebten eine Woche totaler Isolation im All

16. Mai 2011, 17:27
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Härtetest: Projektleitung kappte für sieben Tage alle Leitungen ins Containersystem

Moskau - Bei der Raumfahrt-Simulation Mars500 in Moskau haben die sechs Teilnehmer einen weiteren Härtetest hinter sich gebracht: Die Projektleitung kappte für eine Woche alle Leitungen in das 180 Quadratmeter große Containersystem. Die Teilnehmer des aufwendigsten Mars-Experiments in der Geschichte der Raumfahrt hätten die Funkstille mit Mehrarbeit und ohne zusätzlichen Stress hingenommen, teilte am Montag die Europäische Weltraumbehörde ESA auf ihrer Internetseite mit. Die Männer befinden sich schon seit fast einem Jahr und noch bis Anfang November in dem "Raumschiff".

"Erfahrung nicht empfehlbar"

Der Italiener Diego Urbina bezeichnete den kalkulierten Blackout als "Erfahrung, die ich nicht wirklich empfehlen kann". Die Projektleitung im russischen Institut für biomedizinische Probleme (IMBP) stellt die Männer immer wieder vor Anforderungen, wie sie bei einem wirklichen Raumflug vorkommen können. Dazu gehören Pannen wie ein Stromausfall sowie simulierte Verletzungen.

An Mars500 beteiligen sich seit Juni 2010 auch noch die Russen Suchrob Kamolow, Alexej Sitjow und Alexander Smolejewski sowie Romain Charles aus Frankreich und der Chinese Wang Yue. Die Freiwilligen stellen in 520 Tagen einen Flug zum Mars und zurück nach. (red/APA)

  • Nach Angaben der Projektleitung hat das Team den künstlichen Kommunikations-Blackout gut überstanden.
    foto: esa

    Nach Angaben der Projektleitung hat das Team den künstlichen Kommunikations-Blackout gut überstanden.

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