Sony solle zuerst alle Auflagen erfüllen
Die japanische Regierung erlaubt Sony nicht, sein Spielenetzwerk für PlayStation 3 und PSP wieder hochzufahren, meldet die NAchrichtenagentur Dow Jones. Am Sonntag wurden das PlayStation Network sowie weitere Dienste des Herstellers 24 Tage nach einem millionenfachen Datendiebstahl in den USA und Europa wieder in Betrieb genommen. Japanische Nutzer sollen laut einer Auflage der lokalen Behörden allerdings erst online gehen können, wenn Sony die Sicherheit seines Netzwerks garantieren könne.
Vorsichtsmaßnahmen
Einer Aussendung nach habe der Konzern neue Schutzmaßnahmen eingerichtet, die einen erneuten Angriff verhindern sollen. Allerdings würden noch einige am 1. Mai offiziell versprochene Maßnahmen nicht greifen. Aus Sicherheitsgründen wird nicht öffentlich erläutert, um welche Präventionsmechanismen es sich im Einzelnen handelt. Sony stünde aber im Kontakt mit den Behörden und wolle den Forderungen alsbald nachkommen.
Kritik am Netz
Im Vorfeld der Inbetriebnahme des PSN wurden neue Zweifel an der Sicherheit der Sony-Netze laut. Ein angesehener Fachmann für Internet-Sicherheit, John Bumgarner von der US-Forschungsgruppe Cyber Consequences Unit, fand bei einem Test über das Internet mit relativ einfachen Mitteln gleich eine ganze Handvoll von Sicherheitslücken in Sony-Netzwerken, die Hacker möglicherweise ausbeuten könnten. Bei seinem Test nutzte Bumgarner kaum mehr als einen Web-Browser und die Suchmaschine Google. Sony wollte sich nicht direkt zu den von Bumgarner entdeckten Sicherheitslücken äußern. Die Firma beseitigte jedoch innerhalb von Stunden drei von fünf Lecks, die die Nachrichtenagentur Reuters dem Konzern nannte.
Komplette Wiederherstellung bis Ende Mai
Zum Neustart des Netzwerks hat Sony zunächst Basisdienste wie Online-Gaming zur Verfügung gestellt. Das komplette Angebot inklusive des PlayStation Stores werde jedoch erst in den folgenden Tagen bis zum 31. Mai wieder nutzbar sein. (zw)