Proteste

Bis zu 13 Tote bei Demos an Israels Grenzen

16. Mai 2011, 09:03

Proteste gegen Staatsgründung Israels - Zusammenstöße auf Golanhöhen - Zahlreiche Verletzte im Gazastreifen

Ramallah/Gaza/Tel Aviv - Palästinenser trauern am Tag der Nakba (Katastrophe) um den Verlust ihrer Heimat vor 63 Jahren. Damals wurde der Staat Israel gegründet - Hunderttausende Araber flohen oder wurden vertrieben. Oft blieb es am 15. Mai ruhig - an diesem Sonntag war alles anders: Bis zu 13 Palästinenser wurden an Israels Grenzen getötet. Bei den Protesten gegen die israelische Staatsgründung kam es an der Grenze zu Syrien und Libanon zu den schwersten Zwischenfällen seit Jahrzehnten.

Die israelische Armee warf dem Iran vor, die Proteste der Palästinenser beeinflusst zu haben. Die Regierung in Damaskus verurteilte dagegen das Vorgehen der israelischen Armee als "kriminelle Handlung auf den Golan-Höhen, in Palästina und im südlichen Libanon".

Zivilisten durchbrechen Golan-Grenze

Erstmals seit Jahrzehnten durchbrachen am Sonntag Tausende Zivilisten von Syrien aus die streng bewachte Grenze zu den von Israel besetzten Golanhöhen, wie die israelische Armee mitteilte. Medienberichten zufolge sind dabei zwei Demonstranten ums Leben gekommen.

Zehn Tote an der Grenze zum Libanon

Auch an der Grenze zum Libanon wurden offenbar zwischen drei und zehn Palästinenser getötet und bis zu 112 weitere verletzt.

Die israelischen Tageszeitung Haaretz zitiert Quellen aus der israelischen Armee, wonach sowohl die israelische als auch die libanesische Armee auf die Demonstranten geschossen haben, um sie am Übertreten der Grenze zu hindern.

Tausende Palästinenser aus libanesischen Flüchtlingslagern waren an die israelische Grenze bei Marun al-Ras geströmt. Sie forderten ein Ende der Besetzung palästinensischer Gebiete durch Israel und das Rückkehrrecht für geflohene und vertriebene Palästinenser und ihre Nachfahren.

Tödlicher Zusammenstoß in Tel Aviv

Die neue Welle der Gewalt begann am Sonntagmorgen, als ein arabischer Lastwagenfahrer in Tel Aviv einen Israeli tötete und 17 weitere verletzte. Die Polizei ermittelte, ob der 22-Jährige sein Fahrzeug in einem Wohnviertel im Süden der Stadt gezielt auf Passanten und Autos lenkte.

Unruhen in Gaza und im Westjordanland

Im Gazastreifen durchbrachen palästinensische Demonstranten am Sonntag Absperrungen der dort herrschenden Hamas und drangen bis zu dem israelischen Erez-Kontrollpunkt vor. Bei Konfrontationen mit israelischen Soldaten wurden nach Angaben von Sanitätern knapp 82 Menschen verletzt. Die meisten von ihnen hätten Schusswunden erlitten, hieß es. Etwa 15 seien von Granatsplittern getroffen worden. Auch hier ist laut der israelischen Armee ein Todesopfer zu beklagen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Auch an einigen Militärsperren im Westjordanland und in Ost- Jerusalem kam es zu Krawallen. Am Kalandia-Grenzübergang bei Ramallah warfen palästinensische Demonstranten Steine auf Soldaten, diese setzten Tränengas und Gummischrot gegen die Menge ein.

Ruhe an der Grenze zu Ägypten

An Ägyptens Grenze zum Gazastreifen blieb es am Sonntag hingegen ruhig. Die Behörden hatten bereits im Vorfeld Kundgebungen am Grenzübergang Rafah oder dessen Überquerung untersagt.

Die zentrale Gedenkveranstaltung der Palästinenserbehörde von Präsident Mahmoud Abbas zum Nakba-Tag begann am Mittag in Ramallah. Tausende Menschen marschierten von dem Präsidentenamt zum zentralen Manara-Platz. Die Sirenen heulten im Gedenken an die palästinensischen Flüchtlinge, die vor 63 Jahren ihre Heimat verloren.

Ismail Hanija, Führer der radikal-islamischen Hamas im Gazastreifen, drückte seine Hoffnung auf ein "Ende des zionistischen Projekts in Palästina" aus. Hanija bekräftigte während einer Ansprache, seine Organisation werde den Staat Israel weiterhin nicht anerkennen.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu sagte während der wöchentlichen Kabinettssitzung: "Ich bedaure, dass es unter den israelischen Arabern und unseren Nachbarn Radikale gibt, die den israelischen Unabhängigkeitstag in einen Tag der Kriegshetze und des Zorns verwandeln." Am Abend erklärte Netanyahu, Israel werde alles tun, um seine Souveränität zu verteidigen. "Wir hoffen, dass bald wieder Ruhe herrscht", sagte der Regierungschef.

Israels Armee hatte das Westjordanland aus Furcht vor Anschlägen radikaler Palästinenser in der Nacht auf Sonntag abgeriegelt. Israel und die Palästinenserführung hatten bereits am Freitag die Sicherheitsvorkehrungen massiv verschärft, um Ausschreitungen zu verhindern. (APA/Reuters/sda)

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Fritz Wunderlich
11
17.5.2011, 20:07

die frage bleibt, ob damit der "waffenstillstand" gebrochen ist, oder nicht

beliar
32
17.5.2011, 19:57

lieber Herr wunderlich, ich bin alles andere als ein nazi, auch kein hitlerjunge auch nicht bdm, könnten sie das mal verstehen? :( ivh glaube nicht

Der Waehlerwille
 
01
18.5.2011, 16:46
wenn ihnen tote Araber nur dann wichtig sind wenn sie durch Juden zu tode kommen

nicht aber wenn sie durch andere Araber zu Tode kommen, muss man sich schon die berechtigte Frage stellen .. warum?

beliar
20
18.5.2011, 19:39

der tod ist für mich die nicht-mehr-existenz im leben, nun das trifft jeden, egal ob es araber juden oder sonstwer sind, christen anscheinlich nicht, nun ich glaube nicht dass sie das verstehen sonst hätten sie ihr post nicht losgelassen. und ich könnte ihnen mein wertestyem posten nur ob sies verstehen bezweifle ich aus dem grund tu ichs nicht

Fritz Wunderlich
21
22.5.2011, 19:16

jemand, der hh gepostet hat. weicht bei einer direkten frage ins allgemein menschliche aus
ein klassischer antisemit

Fritz Wunderlich
32
17.5.2011, 13:58

1.
die verlogenheit des antisemitismus
da werden in syrien seit wochen hunderte erschossen, zehntausende verwundet, tausende verhaftet
das postingaufkommen bleibt locker unter hundert, es interessiert nur spezialisten und wirklich human engagierte

kaum leitet das baathregime die palästinenser durch die syrischen minenfelder zur waffenstillstandslinie, explodieren die postingzahlen der heuchler

antisemitismus in österreich: der hass auf juden und die unterstützung von diktaturen gehen hand in hand, ob islamisten oder familienclans

für den webstandard ist das ein gutes geschäft, sichern sie doch werbeeinnahmen, die velen antisemiten

Anti Nazi
03
16.5.2011, 23:11
http://derstandard.at/130455205... b-in-Daraa

= bis 23:11 Uhr ganze 3 Postings

Timagoras
 
14
17.5.2011, 11:03
das selbe gilt für

"Demokratische Republik Kongo - Mehr als 1100 Vergewaltigungen pro Tag - Mehr als 400.000 Mädchen und Frauen betroffen" (7 Postings in 7 tagen)

"Algerien - Sicherheitskräfte verletzen 20 Studenten" (kein einziges posting in 14 tagen)

etc.

die prioritäten der meisten Österreicher liegen eben "woanders" ...

beliar
10
17.5.2011, 19:54

ja timagoras du hast recht, wenn ich meinen nordafrikanischen freunden sage oder über zeitungsartikel über google übersetze, weils einfacher ist c&p was rauskommt kann ich nicht beurteilen (manchmal im umgekehrten sinn schon , hmmm) sind sie erstaunt glauben es nicht und das ist der anfang, begin und arafat haben vielleicht einen anfang gemacht sind aber beide schon tot, wenn man rechtaussen kritisiert egal ob im namen von jhwh oder allah, verstehens die meisten nicht, und das macht mich traurig, jeder will leben und das in frieden und wohlstand, wie das auch immer definiert sein mag

Fritz Wunderlich
67
16.5.2011, 19:47

"Tausende Palästinenser aus libanesischen Flüchtlingslagern waren an die israelische Grenze bei Marun al-Ras geströmt"

da führt ein fluss zur grenze, oder wie sind sie dorthin gekommen?

"Erstmals seit Jahrzehnten durchbrachen am Sonntag Tausende Zivilisten von Syrien aus die streng bewachte Grenze zu den von Israel besetzten Golanhöhen"
ohne problem durch die syrischen minenfelder gekommen?

Mark_Anton
69
16.5.2011, 19:02
aus all den kommentaren wird klar

dass kaum jemand die grenzen israels oder die waffenstillstandslinien anerkennt und das auch ganz offen. ein sturm auf seine grenzen wird einfach als völlig normal hingenommen. man kann sich also in etwa vorstellen wie es um die friedenswilligkeit steht.

israel hat nur die chance sich konsequent zu verteidigen.

Mafiossi
 
21
17.5.2011, 09:25

Erst, wenn Israel die Grenzen anerkennt.

margit stangl
00
18.5.2011, 16:46
umgekehrt

syrien hat israel 1948 den krieg erklärt und seitdem gibt es keinen friedensvertrag.
nach jahrelangem beschuss israels(beinahe täglich) durch syrische artillerie am golan hat israel 1967 diese stellungen erobert und besetzt. folge: kein beschuss israels mehr durch syrische artillerie.

Haman Harascha
10
19.5.2011, 10:53
Na ja

So simpel, wie Sie es darstellen, war es auch wieder nicht.

Der Waehlerwille
 
610
16.5.2011, 17:48
Arabische Rollkommandos die nichts anderes veruschen Als Grenzposten zu überrennen.

Und die bösen sind wieder die Israelis.

Die Israelhasser wissen schon was sie tun .. hauptsache Propaganda gegen die Juden.

beliar
32
17.5.2011, 09:54

Vertreibung -> gewalt -> gewalt -> gewalt -> gewalt ->......... vielleicht sollten die israelis (nicht die juden) auch mal damit aufhören

Horst Holzinger
64
16.5.2011, 17:40
Eine Flugverbotszone würde sicher helfen.

Sarkozy, Cameron und Obama arbeiten sicher bereits daran, die Zivilisten zu schützen.

diamant
22
17.5.2011, 09:43
Meines Wissens sind die 'Zivilisten' ueber die Soldaten an der Grenze 'hergefallen' und nicht umgekehrt....

Horst Holzinger
33
17.5.2011, 13:39

Das sagen immer die "Sicherheitskräfte", wenn sie Schusswaffen gegen Demonstranten einsetzen: Sie wären Opfer und die Toten die Täter.

TrickkisteX
06
16.5.2011, 12:27
Geh bitte! Aber bitte nicht auf den Leim!

In einem Staat der gerade alles unter Kontrolle zu bringen versucht mit Armee, Polizei und Geheimdienst, schaffen es ganz unbemerkt ein paar 1000 Zivilisten bis zur Grenze zu Israel um zu protestieren und die Zäune einzurennen? Oder wollten die gar fliehen?

fahrenheit 451
12
16.5.2011, 19:17

tja, ohne israel hätten die nachbarstaaten ganz schöne probleme die dauernden panzereinsätze gegen die eigene bevölkerung zu erklären. ist doch fein wenn man ein paar tausend verrückte inklusive tv teams an die grenze transportieren kann um sie zu helden zu machen...

Fritz Wunderlich
52
16.5.2011, 14:25

und zu fuß sind die wohl auch nicht zur syrischen grenze gegangen

OhGee
00
16.5.2011, 23:53
die libanesen

haben ja wenigstens im voraus voller inbrunst angekündigt, 1000 busse einzusetzen um die menschen an die grenze zu karren.

Linus Tintifax
00
16.5.2011, 12:41
ad fliehen

da nimmt man aber weiße fahnen mit

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