Regierung: Gbagbo-Milizen töteten 220 Zivilisten

15. Mai 2011, 08:23

"Mörder ohne Glauben und ohne Gesetz"

Abidjan - Kämpfer des ehemaligen ivorischen Präsidenten Laurent Gbagbo haben nach Angaben der Regierung rund 220 Zivilisten im Südwesten Cote d'Ivoires (Elfenbeinküste) getötet. Gbagbo-treue Milizionäre sowie liberianische Söldner, die Anfang Mai von den Truppen des ivorischen Präsidenten Alassane Ouattara aus der Metropole Abidjan vertrieben wurden, hätten "auf ihrer Flucht" "Gräueltaten im Südwesten" des Landes begangen, sagte Regierungssprecher Patrick Achi am Samstag im staatlichen Fernsehsender TCI.

Auf ihrem Weg in Richtung der liberianischen Grenze hätten sich "diese Mörder ohne Glauben und ohne Gesetz an allen vergangen, denen sie begegneten - an Frauen, Männern, Kindern", sagte Achi. Die "makabre Gesamtzahl" der Opfer liege bei 220 Toten und 17 Verletzten. Die meisten der Opfer seien aufgrund ihrer ethnischen Herkunft angegriffen worden.

Der Regierungssprecher kündigte eine verstärkte Sicherung der Grenze zu Liberia an, damit die Milizionäre und Söldner nicht zurückkehren könnten. Regierungschef Guillaume Soro habe Präsident Ouattara gebeten, in dieser Angelegenheit auf höchster Ebene mit Liberia zusammenzuarbeiten.

Gbagbo hatte sich nach der verlorenen Präsidentschaftswahl Ende November geweigert, sein Amt aufzugeben. Nach tagelangen schweren Kämpfen wurde er am 11. April von Ouattaras Truppen in Abidjan festgenommen. Die letzten verbliebenen Gbagbo-treuen Kämpfer wurden am 4. Mai aus ihrer Hochburg, dem Stadtteil Yopougon in Abidjan, vertrieben. Anschließend entdeckte das Rote Kreuz in dem Viertel dutzende Leichen. Die UNO entdeckte zehn Massengräber mit insgesamt 70 Leichen. (APA/AFP)

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21 Postings
Malkaye
00
19.5.2011, 16:08
Teil II.

"«Il a été arrêté par l’Onuci et cette dernière l’a remis aux forces d’Alassane Ouattara»"

--> er wurde durch uno kräfte festgenommen und an die miliz outtaras übergeben.

"Le «général de la rue», tombé entre les mains des Forces pro-Ouattara après l'arrestation de Gbagbo le 11 avril 2011, aurait été torturé à mort et enterré dans un lieu tenu secret. Une information confirmée par un diplomate de l’Onuci qui a requis l’anonymat"

--> der "general der straße", der nach der verhaftung Gbagbos am 11. april in die hände der FRCI [outtaras miliz] gefallen ist, sei zu tode gefoltert und an einem geheim gehaltenen ort verscharrt sein. die information stammt von einem anonym bleibenden diplomat der uno-mission in der elfenbeinküste.

Malkaye
00
19.5.2011, 16:38
Teil I. (zweiter versuch) - das nächste politische opfer der neuen putschregierung.

http://www.slateafrique.com/2025/dipl... -ble-goude

für alle die des französischen mächtig sind.
es geht um die ermordung des präsidenten der größten studentenbewegung der elfenbeinküste.
Charles Blé Goudé, der die regierung Gbagbo mit hunderttausenden jungen leuten unterstützte ist laut UNO von den truppen ouattaras zu tode gefoltert worden.

übersetzte zitate in Teil II.

Malkaye
00
19.5.2011, 16:06
Teil I. - das nächste politische opfer der neuen putschregierung.

für alle, die des französischen mächtig sind und die die rechtsstaatlichkeit der neuen französischen regierung der elfenbeinküste interessiert:
http://www.slateafrique.com/2025/dipl... -ble-goude

es geht um den tod von Charles Blé Goudé, führer der studentenbewegung, die gbagbo mit hunderttausenden unterstützte:

Barbarin
03
17.5.2011, 11:57
Noch einmal:

...Gbagbo hat nicht verloren, er wollte die Franzosen (aufgrund illergaler Atom-müll-lagerung in Küstennähe über Jahrzehnte...die Fischer haben es bemerkt) verklagen....einen "neuen" Präsi + Rebellen zahlen war billiger als den Dreck zu enfernen und die Wiedergutmachung zu zechen!

Schei** Propaganda, widerlicher kleiner franz. Mafia-Ratte...auch genanntz Sarkozy! (bitte Trauzeugen und angeheir. Verwandtschaft vom franz. Präsi checken., verbändelt mit Drogen Mafia bzw. CIA!)

Spiritron
00
16.5.2011, 12:18

Freu mich schon auf die Presidenten Wahl 2012 in Kenia... (-_-)"

salman
 
36
15.5.2011, 21:57

Die afrikanischen Spitzenpolitiker sind entweder Erben der einheimischen Kolonialeliten oder ehemalige Warlords und Rebellenführer.

Das kommt dabei heraus, wenn die Entwicklung jahrhundertelang vor allem von außen beeinflusst wird und die angepasste endogene (einheimische) Politik, Wirtschaftsweise und Kultur entmüdnigt wird.

Schwarzafrika ist das traurigste Zeugnis dieser Entmündigung.

Fritz Wunderlich
30
16.5.2011, 09:15

das stimmt, arabische königreiche, osmanische herrschaft in nordafrika, der arabisch-osmanische sklavenhandel - alles von außen

salman
 
01
17.5.2011, 19:29
stimmt auch tw

Sie haben Recht, die Fremdbestimmung Afrikas begann nicht erst mit der Kolonisation

Fritz Wunderlich
00
17.5.2011, 19:56

na, jetzt haben sie mich mal überrascht

Malkaye
01
16.5.2011, 16:40
genau, und die edlen europäer kamen und die bloßfüßigen zu befreien, nicht wahr?!

Fritz Wunderlich
20
16.5.2011, 20:25

ach so?

Chien de Pique
11
16.5.2011, 03:10

In Äthiopien, wo staatliche Strukturen früh und konstant bestanden, mit minimaler kolonialer Unterbrechung, ist es nicht besser.
In Nordafrika, wo fast nur die Osmanen bestimmten, sofern die Staaten nicht autonom waren, auch nicht. Südafrika war am längsten und stärksten von (hochproblematischem) westlichen Einfluss geprägt, und hat doch die fast passabelste Demokratie und stärkste Wirtschaft. So eindeutig ist das wohl doch nicht.

Malkaye
00
16.5.2011, 16:43
rassismus kann geschichte schreiben, aber nicht verleugnen.

südafrika ist neben brasilien das land mit der größten spanne zwischen arm und reich - weltweit.

Käsebrötchen
 
00
15.5.2011, 22:22

Was verstehen sie unter "endogene Politik, Wirtschaftsweise und Kultur" der Subsahara region ?
und warum ist sie gegenüber unserer westlichen kultur überlegen?

salman
 
10
15.5.2011, 23:19

Von einer Überlegenheit habe ich nix gesagt, das haben Sie dazugedichtet.

Hofer1002
05
15.5.2011, 12:30
Der

Gewinner erzählt die Geschichte, alles andere wird mit mithilfe der Presse vergessen. So war es und so wird es für immer sein.

Chien de Pique
03
15.5.2011, 11:48

Ein Esel schimpft den anderen Langohr.

Momentan scheint Ouattara auch noch recht weit in Führung zu liegen.

el dus
 
03
15.5.2011, 10:46
Ohne Glauben?

Vermutlich ohne den "richtigen" Glauben, den Quattara Glauben.

BK W. Shoyssel
00
15.5.2011, 18:23

ja, so hab ich das auch verstanden

BK W. Shoyssel
17
15.5.2011, 08:58
Naja

wenn die Anhänger des Moslem Outtara den Leuten des Katholiken Gbagbo vorwerfen, Mörder ohne Glauben und ohne Gesetz zu sein, dann klingt das schon ein wenig nach religiöser Propaganda.

Fritz Wunderlich
05
15.5.2011, 10:37

und da auch verbündete quattaras massaker begangen, ist das eher als ablenkung zu verstehen

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