Unwetter im Burgenland

Bis 80 Meter breiter Tornado fegte über Müllendorf

15. Mai 2011, 22:30
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    foto: apa/posch

    Aufräumarbeiten nach schwerem Unwetter im Burgenland.

Spur der Verwüstung im Ort - Zahlreiche Feuerwehreinsätze in den Bezirken Eisenstadt und Mattersburg

Eisenstadt (APA) - Im Burgenland hat am Samstagnachmittag ein Unwetter mit heftigen Regenfällen und teilweise auch Hagel die Feuerwehren auf Trab gehalten. Stark betroffen waren die Bezirke Eisenstadt-Umgebung und Mattersburg. Besonders schlimm erwischte es die Gemeinde Müllendorf (Bezirk Eisenstadt-Umgebung): Über den burgenländischen Ort fegte ein regelrechter Tornado hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung.

Um 15.28 Uhr wurden in Müllendorf die Feuerwehrleute über den stillen Alarm verständigt. Wenig später heulte die Sirene. Laut Sicherheitsdirektion Burgenland hatten sich zunächst bei Steinbrunn zwei deutlich sichtbare Windhosen gebildet, die dann über das Industriegebiet von Müllendorf und Richtung Nordost über das Ortsgebiet von Müllendorf fegten, wo sie sich vereinigten. Ein heftiges Gewitter und Hagel waren Begleiter des Sturmes.

"Wie wenn eine Bombe eingeschlagen hätte"

Den Einsatzkräften bot sich ein Bild der Zerstörung: Ein Tornado mit einem Durchmesser von 50 bis 80 Metern hatte seine Bahn durch das Dorf gezogen. "Man kann sich das nicht vorstellen, wenn man es nicht selber gesehen hat. Das hat ausgeschaut, wie wenn eine Bombe eingeschlagen hätte", so Karl Tinhof von der Feuerwehr Müllendorf. Teile von Dächern und Bäume lagen herum. Eternitplatten, die der Wind mitriss, steckten in Hausfassaden.

Bei mindestens drei Häusern sei der Dachstuhl samt den Mauerbänken ausgerissen, die Dächer saßen schief. Ein Blechdach sei 70 bis 80 Meter durch die Gegend geflogen und dann in einem Garten gelandet. "Alle miteinander sind wir froh, dass kein Personenschaden passiert ist", meinte Tinhof. Am Sportplatz stellten sich Leute in der Kantine unter, die von dem Sturm verschont blieb. 50 Meter daneben habe der Wind ein Dach abgedeckt. Dachziegel und ein etwa 20 Quadratmeter großes Blechdach seien durch die Luft geflogen.

Die in Mitleidenschaft gezogenen Häuser - laut Exekutive wurden in zwei Straßenzügen etwa 15 Anrainer geschädigt - wurden provisorisch mit Planen abgedichtet. Die Feuerwehr Müllendorf war mit 41 Einsatzkräften ausgerückt. Sie wurde von Kräften aus Neufeld und Eisenstadt unterstützt. Am Abend konnte der Einsatz beendet werden.

Eisenstadt: Kanaldeckel gehoben

Im gesamten Großraum Eisenstadt waren laut Landessicherheitszentrale (LSZ) Burgenland die Feuerwehren im Einsatz. In der Landeshauptstadt hoben die Wassermassen Kanaldeckel. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden. Auch in Großhöflein gab es Überflutungen. Auch der Bezirk Mattersburg blieb nicht verschont: In Bad Sauerbrunn standen das Lager und die Verkaufsräume eines Supermarkts unter Wasser. Auch hier rückte die Feuerwehr zur Hilfeleistung aus.

Noch schlimmer traf es laut Feuerwehr die Nachbargemeinde Pöttsching, wo Dutzende Haushalte Hilfe benötigten. Im neu errichteten Haus einer jungen Familie wurde der Keller mehr als einen Meter hoch von Schlamm überflutet. Der Wasserdruck riss Türstöcke aus den Wänden, die komplette Einrichtung wurde zerstört. Unwetter suchten Samstagnachmittag auch Forchtenstein heim: Neben der Landesstraße 327 riss der Sturm eine 40 Zentimeter dicke Weide um, die aufs Straßenbankett stürzte. Einen weiteren Baum, der umzustürzen drohte, schnitt die Feuerwehr um.

Am späteren Samstagnachmittag verlagerte sich die Schlechtwetterfront laut LSZ dann in den Landessüden. Auch in den Bezirken Oberwart und Güssing gab es Feuerwehreinsätze. Die Nacht auf heute, Sonntag, sei ruhig verlaufen, ehe wieder vereinzelt mit Pumparbeiten begonnen wurde. (APA)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 114
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Linek Karl
 
00
20.5.2011, 12:18
Tornado?

Was ist ein "regelrechter Tornado"? War es nun einer oder nicht.

schwadronowski
00
18.5.2011, 16:29
der darabos hat gepupst

pepe123
00
17.5.2011, 06:26

Wissen die Österreicher was ein Tornado ist !? Das war ein Wind nicht mehr !

Gegenflieger
22
16.5.2011, 16:19

Wäre es ein richtiger Tornado gewesen wie es sie in den USA gibt,gebe es kein Müllendorf mehr.

Gilgamesh
00
17.5.2011, 16:58

Nicht jeder Tornado in den USA hat die Größe wie bei Twister...

Weniger Filme gucken... ;)

s2011w
10
17.5.2011, 15:32

Ja.. in Amerika ist alles größer.. Größere Autos, Größere Häuser, Größere Staatsverschuldung, Größere Arbeitslosenquote, Größere Überschwemmungen, Größere Naturkatastrophen, Größere Umweltverschmutzung, Größere Tornados..

IncontinentIceweasel
01
16.5.2011, 18:55
Bla, Bla, Bla

Richtiger gehts nicht. Stärker, ja, unbestritten. Häufiger, ja, natürlich.

...wenn sie ein richtiges Auto besitzen würden, so wie es sie in den USA gibt, dann...

...gäbs wirklich kein Erdöl mehr...
...hätten wir schon lange viel strengere Abgasnormen...

usw.
usf.

Whitey Whiteman
09
16.5.2011, 12:07
also langsam fällts auf?

lieber standard machen neuerdings krone redakteure praktikum bei euch?

Ruskij
00
16.5.2011, 17:32

APA-Meldung halt.

Jene Grüne Straßenkatze
06
16.5.2011, 17:27
...

Das ist ein APA-Artikel. Die wirken seit Jahren so, als würden sie von 14jährigen mit Lernschwäche verfasst.

suboptimal
 
01
16.5.2011, 20:50
:-)

Whitey Whiteman
00
16.5.2011, 19:38
naja schon klar aber irgendwer beim standard muß sich den mist ja wohl auch durchlesen oder?

ich mein hey...ach was solls... ^^

Wennso Weitergeht...
01
16.5.2011, 18:49
Und wenns so wäre,

Sie zahln ja nix für die Online-Zeitung.
Zum Artikel - ich dachte immer im Burgenland regnet es nie^^.

Whitey Whiteman
00
16.5.2011, 19:40
schon klar das die online zeitung nix kostet...

aber wenn sie dafür verantwortlich wären wär ihnen sowas nicht peinlich...nicht mal vor ihnen selbst? ganz ehrlich..

Gilgamesh
33
16.5.2011, 12:00

Daran sollten sich die USA eigentlich ein Beispiel nehmen.
Ein Tornado zieht über eine österreichische Stadt, die Schäden abgedeckte Häuser und umgefallene Mauern und zwei aus der Verankerung gerissene Dachstühle. Das in einem Gebiet, welches nicht auf solche Ereignisse vorbereitet ist. Passiert dies in den USA, sind alle Häuser eingestürzt und man beklagt Menschenopfer.
Eventuell sollte man die Bauweise in den USA doch einmal überdenken...

Bumo1
00
16.5.2011, 16:51
1:1 durch Erdbeben ...

denn wenn Wien von einem mittleren Kalifornischen Erdbeben getroffen würde, dass in den USA maximal eine Autobahnbrücke beschädigt, wäre wohl halb Wien eingeebnet ...

QUMI
05
16.5.2011, 13:40

Aber Ihnen ist schon klar, dass ein Tornado in den USA zum Großteil eine ganz andere Qualität hat, als das was im Burgenland war?

Gilgamesh
21
16.5.2011, 14:51

Aber es ist ihnen schon klar, dass ein gemauertes Haus in Österreich eine andere Qualität hat, als die Holzhäuser in den USA?

wuzel74
12
16.5.2011, 16:09

Na dann bauens mal heutzutage ein gemauertes Haus in Österreich, kann sich eh keiner mehr leisten. Ausserdem werden Häuser bei Tornados durch Unterdruck beschädigt, explodieren also sozusagen, da bringt ihnen ihr Mauerl auch nichts.

Gilgamesh
00
17.5.2011, 11:16

Danke für die Erheiterung... :D :D

opryde
12
16.5.2011, 16:18

hm, jein. das durchschnittliche us-amerikanische haus besteht im besten fall aus klassischen ziegeln, der rest ist (sperr)holz und blech. da brauchst keinen super-tornato, da reicht ein besserer wind um die dinger umknicken zu lassen. massiv gebaute häuser, die vernünftig im boden verankert sind, werden im "normalfall" eines tornados nie komplett zerstört werden.

supa
01
16.5.2011, 11:52
Im burgenland ist alles immer irgendwie gewaltig und monströs

nichts für Ungut liebe Burgenlandler ist eh schlimm dass ihr laufend von schweren Unwetter heimgesucht werdet.

Aber einen Tornado habt ihr zum glück wirklich noch nicht gesehen.

randolf
21
16.5.2011, 10:49
Ja ja

War der Feuerwehrman ein Berufsneueinsteiger...

Der hat ja grad so getan, als ob er noch nie zwei abgedeckte Häuser gesehen hätte... ich mein für den war das ja schon fast die Probe für den Weltuntergang...

Yashi Oshkosh
00
17.5.2011, 09:59

Naja

Ich gebe Ihnen recht, dass heutzutage die Dinge gerne schlimmer dargestellt werden als sie sind. Der Pressesprecher der FF übertreibt ein bissl, die Zeitung übertreibt dann die Übertreibung ein bissl, der Leser erzählts dem Nachbarn dann auch noch ein bissl ärger. Und schon ist aus einer Gatschlacke eine schwere Vermurung geworden.

Bzgl des Feuerwehrmannes:
Fast jede Einsatzsituation, in die man als Feuerwehr kommt, ist eine Neue, Einzigartige. In 95% der Fälle glücklicherweise leicht einzuschätzen und zu lösen.

Bei kleineren Feuerwehren mit wenigen Einsätzen (bei denen auch nicht immer alle Mitglieder dabei sind, weil freiwillig) kann es schnell einmal passieren dass Einige vor völlig neuen Situationen stehen.

Deep Sky
10
16.5.2011, 11:29

In unseren Breiten fliegen die Dächer ja auch nicht täglich davon. Das ist schon die Ausnahme.

Und was meinen sie mit "Berufsneueinsteiger"? Das sind alles Freiwillige.

cu

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