Baustelle erschwert Öffi-Umstieg

13. Mai 2011, 19:53
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Lenker, die A23 meiden wollen, müssen Parkplatz suchen

Wien - Eigentlich könnte ja eine Baustelle auf der Südosttangente einen Lenkungseffekt ganz im Sinne der grünen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou haben. Wenn die genervten Autofahrer, die aus dem Süden nach Wien kommen, das Auto in Siebenhirten im 23. Bezirk stehen lassen und dort die U6 nehmen, um in die Stadt weiterzufahren. Bloß wird ihnen das derzeit nicht unbedingt leicht gemacht.

Wie der Kurier in seiner Freitagsausgabe berichtete, finden viele umsteigewillige Pendler keine Abstellplätze, weil die dortige Park-and-ride-Anlage saniert und erweitert wird. "Angenehm ist das nicht", räumt Vassilakou ein, deren erklärtes Ziele es ist, dass möglichst viele der 200.000 Menschen, die jeden Tag nach Wien pendeln, am Stadtrand auf Öffis umsteigen. Wobei Vassilakou weder für die Sanierung der A23 (Asfinag) noch für den Umbau der Park-and-ride-Anlage (Wipark) zuständig ist. Trotzdem verteidigt die Verkehrsstadträtin die Bauarbeiten. "Man kann eben nur in der warmen Jahreszeit bauen", außerdem sei die Situation in Siebenhirten nicht so schlimm wie geschildert. Zwei Drittel der 500 Stellplätze könnten weiterhin benützt werden. Es sei erfreulich, dass ausgebaut werden müsse, weil die Anlage gut genützt wird. Vassilakou: "Irgendwann muss es dann eben eine Baustelle geben."
240 zusätzliche Parkplätze

Dass die Park-and-ride-Garage an der U6-Endstation gut angenommen wird, bestätigt auch Wipark-Sprecher Wolfgang Richter. "Wir hatten bereits vor Beginn der Bauarbeiten immer wieder Tage, an denen Autofahrer keinen Abstellplatz mehr gefunden haben." Im Oktober soll es dann insgesamt 740 Plätze geben. Derzeit müsse man in der Woche 50 bis 100 Lenker abweisen, so Richter.

Insgesamt gibt es im Sommer in Wien 334 Baustellen, die Auswirkungen auf den Verkehr haben. Neben der A23 sind die Anschlussstelle am Landstraßer Gürtel sowie Baustellen am Wiedner Gürtel und am Matzleinsdorfer Platz wohl die größten Nervenproben für die Autofahrer. (fern)

Wien - Eigentlich könnte eine Baustelle auf der Südosttangente ja einen Lenkungseffekt ganz im Sinne der grünen Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou haben. Wenn die genervten Autofahrer, die aus dem Süden nach Wien kommen, Aus dem Süden mit dem Auto nach Wien zu fahren, ist derzeit noch mühsamer als sonst. Auf der Südosttangente wird seit Anfang April die Hanssonkurve saniert und auf der Triesterstraße werden die Wasserrohre ausgetauscht. Schließlich Die Wiener Linien haben Anfang April die U6 den staugeplagten Autofahrern als Alternative auf der Südosttangente (fern/DER STANDARD, Printausgabe, 14./15. Mai 2011)

  • Die Hanssonkurve auf der Südosttangente wird derzeit generalsaniert. Bis Herbst 2012 wird es dadurch immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen.
    foto: der standard/regine hendrich

    Die Hanssonkurve auf der Südosttangente wird derzeit generalsaniert. Bis Herbst 2012 wird es dadurch immer wieder zu Verkehrsbehinderungen kommen.

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