Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Der Küchenchef und "Sushi-Meister" fordert zum Kochen und Küssen auf.

Steffen Henssler
Hauptsache lecker!
240 Seiten
ca. 220 Farbfotografien von Marc Eckardt
Verlag Dorling Kindersley
25,70 Euro
"Wer die Vorstellung hat, dass man als Koch die Nächte durchfeiert, der liegt ziemlich falsch", sagt Steffen Henssler und offenbart in seinem neuen Buch, wie sich ein Tag in seinem Leben gestaltet: gut frühstücken, kochen, einkaufen, besprechen, laufen oder Krafttraining und am Nachmittag Zeit mit den Kindern verbringen.
Klare Linie
So durchorganisiert das Leben des Hamburger Spitzenkochs ist, so präzise sind seine Rezepte: strikt getrennte Komponenten, klare Farben und Linien. Henssler schließt sich dem aktuellen Trend an: Schnell muss es gehen und trotzdem "lecker" sein. Womit wir beim meist strapazierten Begriff in allen deutschen TV-Kochshows wären. Bei den zwei Silben, die Profi- und Hobbyköche in Deutschland und Österreich entzweien. Henssler hat sie zum Titel seines Buches erhoben: "Hauptsache lecker!" beinhaltet 118 Rezepte für leichte, raffinierte und - wie könnte es anders sein - leckere Gerichte.
Darüber hinaus erhebt Henssler Anspruch auf Spaß und Abwechslung, denn seit Leitspruch lautet: "Wer kocht, hat mehr vom Leben". Erst durch die Verbindung unterschiedlicher Geschmacksrichtungen werde das Essen interessant, so der Profi. Weshalb er auf kontrastreiche Kompositionen aus süß, salzig, bitter, sauer und scharf setzt.
Sushi-Schule
Mit Rezepten für einen erholsamen Feierabend beginnt Hensslers Sammlung - darunter Saibling im Knusperteig mit Apfel- Ingwermus oder Kürbiseintopf mit Lamm. Die Kapitel "Fitnessfood", "Asiatische Brotzeit", "Küchenparty" oder "Grillen" enthalten Gemüse-, Fleisch- und Fischgerichte mit asiatisch-kalifornischen Anleihen: Feigen in Honig, gefüllte Hähnchenbrust mit Couscous und Curryjoghurt, blanchierter Spargel mit Pinienkernbutter und Parmaschinken, Thunfischtartar mit Birne und Bohnen.
Natürlich spielt Fisch bei dem als "roher Fisch-Koch" berühmten Henssler eine tragende Rolle. Kabeljau in Wasabi-Senfsauce, Dorade mit Fenchelsalat, Zanderfilet mit Auberginentartar oder Marinierte Lachsforelle mit Kartoffelrösti und natürlich Sashimi und Sushi. Seit sich Henssler an der Sushi Academy in Los Angeles in die Geheimnisse der fernöstlichen Küche einweihen ließ, darf er sich "Sushi-Meister" nennen. Diese hohe Kunst bringt er in einem eigenen Kapitel unters gemeine Kochvolk.
Jasmintee-Granita und Mohn-Cheescake
Die süßen Genüsse halten sich zwar im Hintergrund, sind dafür aber umso stärker: Jasmintee-Granita, Mohn-Cheescake im Glas, Haselnusscrepes mit Zwetschkenkompott und Ricotta, Karamellisierte Panna Cotta mit Erdbeeren... Tipps und Tricks des Starkoches sowie ein hilfreicher Zutatencheck runden das Kochbuch ab. Draufgabe für alle Steffen Henssler-Fans sind die Featureseiten, die den ZDF-Topfgeldjäger Moderator sowohl privat als auch bei seiner Arbeit im Restaurant zeigen. (Eva Tinsobin, derStandard.at, 29.05.2011)
Zur Person:
Der gebürtige Schwarzwälder Steffen Henssler wurde in einem Sternelokal zum Koch ausgebildet und besuchte die renommierte California Sushi Academy in Los Angeles, die er als erster Deutscher mit Bestnote abschloss. 2001 eröffnete er in Hamburg gemeinsam mit seinem Vater das Restaurant Henssler & Henssler, 2009 folgte das Ono. Seit 2004 ist Henssler regelmäßig Gast in TV-Shows wie Die Küchenschlacht oder Lanz kocht . Seit August 2010 moderiert er das Koch-Quiz Topfgeldjäger im ZDF.
Rondo-Gartenkolumnist Gregor Fauma hat einen Ausflugsführer für den Wienerwald geschrieben - mit Gewinnspiel
Kochen für vegetarische Einsteiger, zukünftige Wenigfleischesser und Veganer + Gewinnspiel
Thomas Sixt steht regelmäßig mit der Kamera auf dem Kopf am Herd - Das Ergebnis ist ein bodenständig-erfrischendes Kochbuch
100 steirische Journalisten steuerten für "Hunger! Essen! Jetzt" ihre schnell zu kochenden Rezepte bei
Headcam Cooking-Chef Thomas Sixt will mit seiner E-Book-Publikation "Das neue Kochbuch" Lust am selber Kochen vermitteln - Dafür setzt er an der Basis an
Für ein Buch über das von ihm initiierte Koch-Treffen "Cook It Raw" hat René Redzepi seine Idee vom guten Essen zu Papier gebracht - Rondo bringt exklusiv eine Vorab-Veröffentlichung
Mit ihrem Buch "So macht Kochen Freude" haben sich Zipora Vogel und Thomas Voburka vom "Corbaci" im MQ Wien gänzlich der Retro-Küche verschrieben
Auf dem Weg zu einer neuen Hochküche: Severin Corti über das gastronomische Dokument
"Kochen und gemeinsam essen, das ist für mich Slow Food", sagt Bianca Gusenbauer von der Geheimen Schnatterei - Für ihr Buch hat sie zwölf Menüs in zwölf fremden Küchen gekocht
Die Linzer-Torten-Spezialistin Waltraud Faißner hat sich die Mühe gemacht, das Universum der süßen Linzer Bäckereien zu ergründen
25 Wiener Fleischerbetrieben widmet sich ein aktuelles Buch, und zeigt Menschen, die verschiedener nicht sein könnten. Eines haben sie dennoch gemein: Sie sind die letzten Vertreter ihres Berufs
Eine kulinarische Reise in eine Stadt, in der derzeit nur das Essen "die Grenzen niederreißen" kann + Rezept für Mejadra
Für vermeintlich unattraktive Wintergemüse ist Schluss mit dem Aschenputtel-Dasein - Dass Apfel und Zwetschke kulinarisch viel zu bieten haben, ist ohnehin nichts Neues
Die Jahreshighlights der Redaktion und weitere Bücher, die Kochinteressierten Freude bereiten werden
Zwei Kochbücher lassen auch im Herbst das italienische Urlaubsfeeling weiterleben
Schafsmagen mit Schafsinnereien: Das rutscht besser, wenn es von Robert Burns' "Address To A Haggis" begleitet wird, findet Gudrun Harrer. Ein Kochbuch würdigt den schottischen Nationaldichter
In ihrem "Buch der jüdischen Küche" wird die Vielfalt und Finesse der Diaspora-Küchen auf unwiderstehliche Art nachgezeichnet. Claudia Roden sprach mit Severin Corti unter anderem über das Wiener Schnitzel, das in weiten Teilen der Welt als unverwechselbar jüdisch gilt
Von Lafers Universal-Backbuch über das Mini-Gugelhüpfchen oder Süßes aus Kärnten, Friaul & Slowenien bis zum glutenfreien Retro-Buch
Die Erbinnen der sizilianischen Kräuterlikör-Dynastie "Averna" bringen das Rezepteheft ihrer "Nonna" an die Öffentlichkeit
Michael Langoth legt mit "Mekong Food" einen opulenten Prachtband über die Küchen des Mekong-Beckens vor, der neben tollen Fotos auch sehr brauchbare Rezepte bietet
Das Buch "Verrückt nach Cakepops" zeigt ausführlich, wie man die neuen Trendhäppchen selbst herstellt und gibt jede Menge Tipps zum Dekorieren
Wer Neapel sehen und genießen will, muss nicht zwangsläufig dort sein. Manchmal genügt auch ein Buch
In die weite Welt der Pfannkuchen, Palatschinken, Crêpes, Pancakes, Omelettes und Schmarren entführt Carmen Köper in ihrem Pfannkuchenbuch
Vegetarische Kochbücher, bei denen auch Fleischessern das Wasser im Munde zusammenfließt
Das Buch von Alison Walker widmet sich auf vielfältige Weise dem Konservieren von Lebensmitteln, dazu gibt es viele Rezepte
ist ein zweifellos sehr guter Koch der eben versucht, sich über den heutigen Mainstream und das TV als Kochentertainer zu vermarkten - und das gelingt ihm offenbar auch recht gut.
Das Kochbuch spiegelt auch exakt diese Einschätzung - nichts wirklich Besonderes oder Überraschendes, aber relativ unkompliziert in der Zubereitung und schmeckt auch recht gut - europäisierte, asiatische Küche eben. Allerdings kann man (nicht nur) in Hamburg durchaus bessere Fischgerichte bekommen, als bei "Henssler&Henssler"!
aber das titelbild suggeriert:
- das t-shirt wirkt nicht ganz frisch
- seine haare ebenso wenig frisch gewaschen
- die hände stecken in den hosentaschen? oder doch nicht? zumindest genau dort platziert, wo man sie bei einem koch nicht gerade wünscht...
- der grafiker hat ein merkwürdiges farbharmonie-konzept
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.