ÖVP-Chef Spindelegger

"Ich bin ja kein Autist"

13. Mai 2011, 18:29
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    Michael Spindelegger ist sich seiner Kritiker in der Partei durchaus bewusst. Seine Rede am Parteitag richtet sichauch an sie.

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    "An den Grundsätzen, Prinzipien und Werten, die wir vertreten, hat sich in Wahrheit nichts verändert"

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    "Man darf die Reisefreiheit zwischen den Schengen-Ländern nicht infrage stellen, das ist eine Errungenschaft."

Michael Spindelegger feilt noch an seiner Rede für den ÖVP-Parteitag - Er setzt auf Leistung und Familie - und auf Abgrenzung zur SPÖ

Standard: Nächste Woche ist Parteitag und Ihre Kür als Parteichef. Es wurde eine programmatische Rede angekündigt. Wie werden Sie die Rede anlegen?

Spindelegger: Ich hoffe gut. Aber ich brauche noch Zeit für meine Rede. Ich sammle jetzt Ideen. Ich fahre durch die Bundesländer und bekomme viele Anregungen, was die Leute vor Ort möchten, was die ÖVP zukünftig darstellen soll. Das werde ich mit meinen Ideen verknüpfen und dann versuchen, eine Positionierung der ÖVP für die nächsten Jahre festzulegen.

Standard: Ursprünglich war ein neues Parteiprogramm geplant, das müssen Sie jetzt durch eine einzige Rede ersetzen. Eine herausfordernde Aufgabe.

Spindelegger: Wir haben ein Parteiprogramm ...

Standard: Das ist von 1995.

Spindelegger: Aber es ist noch aktuell. An den Grundsätzen, Prinzipien und Werten, die wir vertreten, hat sich in Wahrheit nichts verändert. Es geht eher um die Ausformung, um das Tagespolitische, wo man manches wieder sichtbarer machen muss.

Standard: Wie viel Antichambrieren bei den Ländern und bei den Bünden wird denn Bestandteil Ihrer Rede sein? Sie müssen alle befrieden, oder?

Spindelegger: Ich habe meine Politik anders angelegt, und so möchte ich es auch beibehalten. Ich habe das Pouvoir bekommen, mein Team selbst auszuwählen, das habe ich in Anspruch genommen.

Standard: Und das gefällt nicht allen in der Partei, wie sich zeigt.

Spindelegger: Da gibt es auch Kritik, das ist richtig. Das nehme ich zur Kenntnis. Aber ich möchte als Parteichef zeigen, dass das, was ich für richtig halte, wesentlich zur Positionierung der ÖVP beiträgt: Leistung und Familie sind der programmatische Überbau, eine Vereinfachung des Steuersystems und ein klares Bekenntnis zu Europa als Abgrenzung zu den anderen Parteien. Aber natürlich rede ich mit unseren Leuten, ich bin ja kein Autist.

Standard: Die Salzburger und vor allem die Steirer scheinen sehr unzufrieden mit der Personalauswahl zu sein und murren auch über die Wahl von Johanna Mikl-Leitner zur ÖAAB-Chefin. Haben die Niederösterreicher in der Volkspartei die Kontrolle übernommen?

Spindelegger: So ist es nicht. Wir hatten in der Regierung, als Josef Pröll Parteiobmann war, ihn als Parteichef und einen weiteren Minister aus Niederösterreich, nämlich mich. Wir haben jetzt mich als Parteichef und eine weiter Ministerin aus Niederösterreich, mehr nicht. Wir hatten damals einen Wirtschaftsbundobmann aus Oberösterreich, einen Bauernbundobmann aus der Steiermark, und wir hatten damals einen ÖAAB-Obmann aus Niederösterreich, nämlich mich. Es hat sich eigentlich nichts verändert. Da sehe ich die Diskussion nicht.

Standard: Als Sie sich entschieden haben, Sebastian Kurz in die Regierung zu berufen, war Ihnen da bewusst, für welches Aufsehen diese Entscheidung sorgen wird?

Spindelegger: Es war mir schon bewusst, dass es Kritik geben wird, wenn ein 24-Jähriger so eine Funktion einnimmt. Dem muss man sich stellen. Ich habe bei der Tour durch die Bundesländer aber auch gesehen, dass es sehr viel Zuspruch gibt. Ich bin überzeugt, jetzt werden auch die Inhalte kommen. Das Meinungsklima in der Bevölkerung wird sich schnell zu seinen Gunsten ändern.

Standard: Was sagen Sie zum Umgang der Medien mit ihm?

Spindelegger: Es war unfair, zu sagen, ein 24-Jähriger kann das nicht. Man darf einem jungen Menschen nicht gleich einmal etwas absprechen.

Standard: Die Kritik bezog sich nicht nur auf sein Alter, sondern vor allem auf seine Qualifikation. Kurz hatte zuvor mit dem Thema Integration, für das er jetzt als Staatssekretär zuständig ist, praktisch keine Berührungspunkte.

Spindelegger: Das ist bei Politikern oft der Fall. Ein Politiker, der in eine Regierung berufen wird, muss ein Ressort führen, da geht es um die politische Dimension, nicht nur um die fachliche. Sonst dürfte immer nur ein General Verteidigungsminister werden oder ein Polizist Innenminister.

Standard: Wird es mit der Volkspartei eine Volksbefragung zur Abschaffung der Wehrpflicht geben?

Spindelegger: Nein. Ich möchte gemeinsam mit der SPÖ ein spezielles Österreich-Modell entwickeln. Dazu haben wir Verhandlungen aufgenommen. Ich glaube, dass man auch einen Kompromiss erzielen kann und daher gar keinen Plan B braucht.

Standard: Aber ein Kompromiss zwischen Ja und Nein zur Wehrpflicht ist schwierig. Man kann auch nicht ein bisschen schwanger sein, wie der Verteidigungsminister sagt.

Spindelegger: Ein Kompromiss ist schwierig, das ist ganz richtig. Darum muss man auch weggehen von diesem plakativen Sätzen Wehrpflicht Ja oder Nein. Man muss auf die Details schauen: Wie stellen wir uns ein Bundesheer in der Zukunft vor, was bedeutet Sicherheit in diesem Zusammenhang, wie kann man jungen Leuten in einem reformierten Heer sinnvoll die Zeit gestalten, was muss ein Zivildienst leisten, was braucht es beim Katastrophenschutz. Dann werden wir einen Schritt weiter kommen.

Standard: Die Regierungsparteien sind sich in der Frage der Wehrpflicht nicht einig, auch eine Steuerreform wird sehr kontroversiell diskutiert: Die ÖVP möchte die Steuern senken, die SPÖ nicht. Gibt es eigentlich auch gemeinsame Projekte der Regierung?

Spindelegger: Bei den Steuern haben wir sehr unterschiedliche Positionen. Aber es steht ja unmittelbar keine Steuerreform an. Wir müssen mit dem Defizit runter, das ist unser gemeinsames Ziel. Aber in der Perspektive, wie das Steuersystem künftig ausschauen soll, darf auch ein parteipolitischer Wettbewerb stattfinden. Bei der Regierungsklausur Ende des Monats soll eine größere Logik aufgebaut werden, was wir bis 2013 erreichen wollen. Das werden wir auch gemeinsam präsentieren.

Standard: Wie viel Geld soll noch in die überschuldeten Staaten Griechenland und Portugal fließen? Sie werden nächste Woche im Parlament mit einem Antrag der FPÖ konfrontiert sein, die einen Stopp der Finanzhilfe für die "Pleitestaaten" fordert. Was halten Sie dem entgegen?

Spindelegger: Ziel ist es, den Euro stabil zu halten. Das ist auch unser Geld. Würden wir dem nicht eine solche Priorität einräumen, würde das eine Rieseninflation, den Verfall der Währung bedeuten, damit auch den Verfall eines jeden Sparguthabens. Das darf nicht passieren. Daher müssen die Instrumentarien in Anspruch genommen werden. In Griechenland gab es Direktzahlungen, in anderen Ländern haben wir ja den Rettungsschirm. Bei den Direktzahlungen müssen wir streng auf Konditionalität achten. Mit Griechenland war eine Liste vereinbart, was alles passieren muss. Das muss jetzt überprüft werden. Und dann muss man sich fragen: Warum besteht da schon wieder so ein Finanzbedarf? Sind das nur die Finanzmärkte, die keine neuen Geldmittel zulassen, oder hat man in Griechenland versagt?

Standard: Was kann es für Konsequenzen geben? Kann man einen Staat in den Konkurs schicken?

Spindelegger: Wir müssen auch in diesem Fall auf die Stabilität der Währung achten. Niemand hat etwas davon, wenn wir den Euro schwach machen. Es wurde auch darüber spekuliert, dass Griechenland aus dem Euro aussteigt.

Standard: Ist das denkbar?

Spindelegger: Aus der Sicht der Griechen wohl nicht: Das würde den totalen Verfall einer neu zu schaffenden Währung bedeuten.

Standard: Portugal soll jetzt noch einmal mit 78 Milliarden Euro unterstützt werden. Wir argumentiert man das in Österreich?

Spindelegger: Wir haben ein Instrumentarium, das ist der Rettungsschirm. Da werden keine Direktzahlungen geleistet, sondern Haftungen übernommen. Da fließt direkt kein Steuergeld. Es werden mit Haftungen Kredite finanziert, die dieses Land braucht. Durch diese gemeinsamen Haftungen werden bessere Zinssätze erreicht, damit erhält das Land auch die Chance, mit den Reformen, die angedacht sind, wieder auf den Boden zu kommen.

Standard: Ein anderes Thema, das in Europa derzeit sehr kontroversiell diskutiert wird, ist Schengen. Wird es wieder Grenzkontrollen geben? Und ist das nicht das Ende eines gemeinsamen Europa?

Spindelegger: Unsere Linie ist klar: Anlassbezogene Grenzkontrollen ja, aber nicht generell. Man darf die Reisefreiheit zwischen den Schengen-Ländern nicht infrage stellen, das ist eine Errungenschaft. Ich kenne niemanden, der in Österreich am Walserberg wieder zwei Stunden im Stau stehen möchte, um Richtung Deutschland zu rollen. Vorübergehend können Grenzkontrollen notwendig sein, wir machen das beim Weltwirtschaftsforum Davos, das in Wien stattfindet, aber nur für wenige Tage.

Standard: Wie sicher sind Sie, dass das Projekt Europa hält?

Spindelegger: Ich halte es nach wie vor für unglaublich wichtig, dass wir den Glauben an dieses europäische Projekt nicht verlieren. Es hat uns Frieden und Wohlstand gebracht, das darf man nicht außer Acht lassen. Es wird weitergehen. Wir müssen die Schwierigkeiten überwinden, aber das geht nur gemeinsam. Alle Propheten, die jetzt sagen, Europa ist am Ende, sind keine guten Ratgeber. Aber es ist klar: Wir haben eine Krise. Wir haben beim Euro Aufholbedarf, wir müssen dringend Maßnahmen setzen, damit er stabil bleibt. Aber ich halte das für machbar. (Michael Völker, DER STANDARD; Printausgabe, 14./15.5.2011)

MICHAEL SPINDELEGGER (51) ist Außenminister und Vizekanzler, seit April geschäftsführender ÖVP-Obmann. Beim Parteitag am kommenden Freitag muss er noch als ordentlicher ÖVP-Chef gewählt werden. Spindelegger kommt aus Hinterbrühl in Niederösterreich, er ist dem ÖAAB zugehörig, als dessen Chef ihn Johanna Mikl-Leitner ablösen wird.

Kommentar posten
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xxx...yyy...
00
16.5.2011, 13:01
er setzt auf leistung

und macht sebastian kurz zum staatssekretär.

wie passt das zusammen?

Erzmagier
00
16.5.2011, 12:45

Das Parteiprogramm von 1995 ist aktuell? Ewiggestrig sag ich dazu...

meresi
00
16.5.2011, 01:16
SELTEN SO EINEN SCHWACHSINN GEHÖRT WIE

Ein Politiker, der in eine Regierung berufen wird, muss ein Ressort führen, da geht es um die politische Dimension, nicht nur um die fachliche. Sonst dürfte immer nur ein General Verteidigungsminister werden oder ein Polizist Innenminister;
dieser Satz sagt ja wohl alles über die Qualifikation unserer Führer aus. Wenn ich als Arbeitnehmer eine Baustelle leiten muß, nur so als Beispiel, dann werden von mir nicht nur Führungsqualität, sondern auch grundlegende fachliche Kenntnisse sowie wirtschaftliches Denken verlangt. Und das zu einem Gehalt das vielleicht dem 2,5 - max 3- fachen dessen entspricht was ein Arbeiter auf so einer Baustelle erhält, ach ja, und dazu natürlich vielleicht noch 2 Fremdsprachen, verhandlungssicher.

Thieme_Wrobel
 
00
16.5.2011, 01:10

Tatsache ist, dass Autisten mit Sicherheit größere Schwierigkeiten haben, auf andere Menschen zuzugehen und zu kommunizieren.
Dass der Herr Spindelegger es so gemeint hat und mit Sicherheit keine Autisten beleidigen wollte, das weiß jeder von uns ganz genau.
Der Herr Spindelegger seinerseits sollte aber auch ganz genau wissen, dass er als Politiker ein bisserl aufpassen muss, wie er was sagt. Nur hat er – zumindest in diesem Interview, so mein Eindruck – das Problem, überhaupt irgendetwas zu sagen ...

john breinössl
10
15.5.2011, 11:55
"Europa ist ein nationalstaatlicher Autisten-Klub"

2Die europäische Gemeinschaft verkommt zu einem nationalstaatlichen Autisten-Klub" so lautet der Untertitel vo renomierten Chefredakteur Hubert Patterer in der heutigen Ausgabe der größten Bundesländerzeitung. Er hat also dieselbe Formulierung wie Spindelegger gewählt - die Bildsprache ist noch immer die deutlichste, keinesfalls haben Spindelegger wie Patterer einen Menschen beleidigen wollen. Oder haben die Poster noch nie in der Umgangssprache gehört "Freilich hab ich das gesehen. Ich bin ja nicht blind."

Litschi Monster
30
15.5.2011, 11:10
Was für ein Topfen, der da unten gepostet wird.

Diese ganzen vermeintlichen Autisten und Asperger haben noch nie mit einem echten Autisten zu tun gehabt. Im moment ist es halt hip Autist zu sein, weil die sind ja soooo intelligent und wer hält sich denn nicht gerne für besonders intelligent.

In Wahrheit ist Autismus eine schwere unheilbare Krankheit und bedarf einer lebenslangen Betreuung. Nur weil jemand ein paar autistische Züge hat, ist er noch lange kein Autist. Autismus geht in der Regel auch mit einer massiven Intelligenzreduktion einher, also darauf einbilden würde ich mir nichts.

An der Aussage von Spindelegger ist absolut nichts verwerfliches. Niemand würde sich über "ich bin ja nicht blind" aufregen. Pure Heuchelei hier.

spacedakini
00
15.5.2011, 18:56

Ich hab eine Diagnose von der Autistenhilfe.
Falls ihnen das nicht genügt...nun, ich muß es nicht beweisen, "genug autistisch" zu sein, dass es für Sie auch zählt.

Aspergerfrauen
02
15.5.2011, 17:54
Autismus ist keine Krankheit

und wie hoch der Anteil an autistischen Menschen mit einer tatsächlichen Intelligenzminderung ist, läßt sich auf Grund der üblichen Testverfahren nur schwer feststellen. Autismus zählt daher auch nicht zu den geistigen Behinderungen.

AspergerautistInnen sind auch keine vermeintliche AutstInnen, sondern haben laut ICD-10 genauso eine Autismusdiagnose wie Menschen mit frühkindlichem Autismus.

Inwieweit ein autistischer Mensch eine Betreuung benötigt, hängt im Übrigen nicht von einer möglichen Einschränkung seiner kognitiven Fähigkeiten ab.

Auch ein Asperger-Autist mit einem überdurchschnittlichen IQ kann eine Betreuung - z.B. über das ambulant betreute Wohnen - in Anspruch nehmen.

Autismus ist übrigens nicht hip, sondern eine sehr große He

Aspergerfrauen
03
15.5.2011, 18:10
Autismus ist nicht hip

sondern eine sehr große Herausforderung im Alltag und auf Grund der permanenten Reizüberflutung anstrengend, zumal man ihn nicht einfach einmal ablegen kann wie einen Mantel.

Leider müssen wir immer noch mit Vorurteilen von Menschen kämpfen, die glauben, besser über Autismus Bescheid zu wissen als wir selber, weil sie mal irgendwo etwas über Autismus gelesen haben.

Rigor
02
15.5.2011, 12:58
@ Litschi Monster

Ich arbeite seit Jahren mit schwer autischtischen Menschen. Die meisten können sprechen und sind auch intelligent.
Nur weil jemand eine Wahrnehmungsstörung hat muss er nicht geistig behindert sein.

Herr Spindelegger unterstellt mit seiner Aussage, das Autisten nicht sprechen können, bzw. nicht auf andere Menschen zugehen können.
Das ist nicht richtig.
Fakt ist aber das blinde Menschen blind sind.
Daher ist seine Anmerkung fehl am Platz.

Im Übrigen ist Autismus keine Krankheit und noch nie eine gewesen!

Ich habe nach dem unqualifiziertesten Kommentar gesucht. Danke das sie es mir so einfach gemacht haben.

Lt K.....
01
15.5.2011, 10:33

Die ÖVP wäre ja soviel attraktiver, hätte man nicht immer den Eindruck, einige wenige (Bauernbündler z.B.) bestimmten durch die ÖVP die österreichische Innenpolitik.

Die ÖVP sollte die Bauern total fallen lassen. Sollen die halt ihre eigene 1,5%-Partei gründen.

spacedakini
16
15.5.2011, 10:07
Ich bin Autistin

Und eigentlich finde ich diese Aussage "Ich bin ja kein Autist" viel zu dumm, um mich darüber aufzupudeln...
Ich bin ja keine Politikerin!!!
Ich kann sprechen, sogar schreiben, bin akademisch ver/gebildet, bin nicht krank und nicht gestört.
Autistisch bin ich, und das ist gut so!

Rosa Stahl
10
16.5.2011, 13:29

also etweder haben Sie die Diagnose "Autist", dann haben Sie einer Krankheit. Oder sie sind nicht krank indiesem Sinne, dann können Sie aber auch keine Diagnose "Autist" haben. Oder aber, das fällt jetzt auch bereits unter Wahrnehmungsstörung.

spacedakini
01
16.5.2011, 21:39

Wieso sollte ich denn krank sein, weil ich Autistin bin?
Machmal hab ich Schnupfen, aber sonst bin ich recht gesund.
Und Autismus ist ja keine Krankheit.

Lupus67
00
15.5.2011, 10:00
wenn er nur autist wäre

dann würde der wenigstens noch irgendetwas mitbekommen.
aber die övp ist schon so abgehoben und lebt im elfenbeinturm, dass sie gar nicht mehr mitbekommt wie sie den bach hinunter geht.
GUT SO, leider ist zu befürchten, dass in unserer zeit, wo soziales verhalten überhaupt nicht gefragt ist, eher ein weiterer ruck nach rechts stattfindet, statt zu einem positiven und friedlichen zusammenleben, ohne diffamierung und ausgrenzung anderer. dieses böse "linke gedankengut" schadet ja "der wirtschaft". und die rechten merken gar nicht, dass sie an der nase herumgeführt werden, um noch faschistischere und asozialere systeme zu installieren.

Aspergerfrauen
05
15.5.2011, 02:11
Ich bin Autistin

und ich empfinde Ihre Aussage als unverschämt und diskriminierend, Herr Spindelegger und ich sage Ihnen einmal Folgendes - ich kann nämlich sprechen - auch zu und mit anderen Menschen:

Nein, Sie sind kein Autist - zum Glück. Denn mit Menschen, die solche unbedachten und diskriminierenden Äußerungen von sich geben, möchte ich keine Gemeinsamkeit haben. Wann hören Politiker wie Sie endlich auf, das Wort "Autismus" als Schimpfwort und Beleidigung zu benutzen? Und warum muss die Presse genau diese unqualifizierte Aussage dann gleich als Überschrift wählen? Schämen sollten sie sich.

living reef
11
15.5.2011, 09:21
er braucht sich nicht schämen

er geht als erzkathole ganz einfach am kommenden sonntag in die kirche. beichtet und alles ist wieder gut und vergeben. ach ja, vielleicht muß er ein paar ave maria beten und ein kerzl anzünden.

meresi
10
16.5.2011, 01:21
ja genau, und anschließend

geht er mit seiner Mistress ins Bett bevor er sich nach Hause begibt

Rosa Stahl
00
16.5.2011, 13:30

schauen Sie, man kann den Sager vom Spindelegger durchaus ablehnen und kritisieren. Das was Sie aber tun ist einfach nur eine völlig unqualifizierte Beleidigung.

meresi
00
17.5.2011, 02:10
SCHAUEN SIE, aber genau...ja?

man kann meinen Sager durchaus ablehnen und kritisieren, aber das was ich mache ist eine qualifizierte Aussage

Rigor
14
15.5.2011, 01:26
Ich bin Autist !!

Sehr geehrter Herr Spindelegger.
Autist ist doch kein Schimpfwort oder als Herabwürdigung einer Person zu sehen.
Eine unqualifizierte Äußerung ist das! Unverschämt. Und das von einem sogenannten Volksvertreter. Sie sollten sich was schämen!
Übrigens kann ich nicht nur schreiben, sondern sogar auch sprechen. Daher rede ich natürlich mit Menschen. Das nur zur Info.

U-Bahn Steuer
02
14.5.2011, 20:47

und! er kann sich nicht darauf ausreden, dass das ein ausrutscher war! wenn mir im interview auffällt, dass ich was so dermassen deppertes gesagt habe (weil müde oder unter drogeneinfluss), ersuche ich den redakteur um eine kleine korrektur.

wenn ich allerdings nicht den geringsten anstand habe, dann fällt mir das auch nicht auf... ein teufelskreis...

wenn es da kommende woche keine entschuldigung von ihm gibt UND eine saftige spende (sein 13. und 14.) an eine selbsthilfegruppe, z.b, dann kann der werte herr einmal kräftig sche!$$en gehn!

feueramdbach
02
14.5.2011, 20:12

wissen sie überhaupt, was für menschen "autisten" sind? vielleicht mal googlen und denken vorm reden.

mikromalist
 
01
14.5.2011, 20:10
..... Ende des Monats

soll eine grosse neue LOGIK aufgebaut werden ....
Wer so etwas sagt, möchte entweder UNSER Gehirn waschen, oder hat SEINES soeben aus der Miele geholt und zum Trocknen aufgehaengt.

Allmachtsphantasien. OeVP korregiert die Evolution. In einer Sitzung.
Ein würdiger Proellianer.

beauregarde
05
14.5.2011, 19:27
Musste das mit dem Autisten sein?

Ich weiß das hat der einfach so gesagt ohne zu denken, aber das ist ja das Blöde, es zeigt einfach seine dunkle Seite. Kein Respekt vor Behinderten, sind nur Minderleister und unwert. Ganz zu schweigen davon, das die meisten Menschen autistische Züge haben von denen sie gar nichts ahnen. Nicht jeder Autist redet nicht es gibt auch "normalere" Formen.
Der Spindelegger hat eine blaue Seite, fragt nur die Fpöler die mit ihm beim Militär waren.

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