Privatschulen: Keine Budgetkürzungen und neue Förderkriterien

13. Mai 2011, 16:55

Künftig Öffentlichkeitsrecht, Gemeinnützigkeit, Höchstgrenze für Schulgeld und Mitgliedschaft in Dachverband Voraussetzung

Wien - Die Warnungen einer Elterninitiative, dass die Existenz der Privatschulen in freier Trägerschaft durch neue Regeln zur Einstellung von Lehrern und eine de-facto-Kürzung der Förderungen bedroht ist, haben offenbar Wirkung gezeigt. Bei einem Runden Tisch haben sich am Freitag Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) und Vertreter der nicht-konfessionellen Privatschulen nicht nur auf eine neue Qualitätssicherung geeinigt, das Ministerium hat auch mehr Geld zur Verfügung gestellt.

In einer Aussendung kündigte Schmied an, dass die Förderung pro Kind so hoch sein wird wie in den vergangenen zwei Jahren. Beatrice Lukas vom Förderverband Freier Schulen zeigte sich erleichtert, dass die Förderung pro Schüler für das Schuljahr 2010/11 (sie wird immer erst am Ende des Schuljahrs überwiesen) wieder 1.000 Euro betragen soll. Die Schulen in freier Trägerschaft, dazu gehören etwa Waldorf- oder Montessori-Schulen, bekommen laut Ministerium 2011 knapp 4,9 Mio. Euro. 2009 und 2010 waren es jeweils 4,5 Mio. Euro, damals gab es allerdings zwischen 1.000 und 1.500 Schüler weniger als heute.

Neue Kriterien für Förderung

Laut neuer Kriterien, welche Schulen förderungswürdig sind, müssen die Standorte nicht nur das Öffentlichkeitsrecht besitzen und Mitglied in einem Dachverband sein. Es gilt auch eine Höchstgrenze für das Schulgeld pro Kind und Jahr und die Schulen müssen gewisse Kriterien für die Qualität der Bildung erfüllen.

Angesichts des Lehrermangels dürfen die Schulen zudem vorerst weiter Personal einstellen, das nur eine alternativpädagogische und keine staatliche Lehrerausbildung hat, so Lukas. Für die Zukunft wurde aber laut Ministerium vereinbart, dass eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Dachverbände und des Bildungsministeriums Kriterien und Qualitätsanforderungen für die Ausbildung von Pädagogen an den privaten Schulen in freier Trägerschaft definiert. Die Ergebnisse sollen auch in die geplante neue Lehrerausbildung einfließen. (APA)

Kommentar posten
20 Postings
Hexe3000
12
18.5.2011, 02:39
Bitte aufwachen!

Ich bezahle mit meinen Steuern das öffentliche System und möchte mein Kind diesem keinesfalls aussetzen. Ich möchte daher dieses mein! Geld, um genau diese Bildung zu kaufen, die wirklich Sinn macht!
Geld für freie Schulen, die nicht der staatlichen Gehirnwäsche unterstellt sind, sind keine teuren Almosen für irgendeine dubiose Elite sondern jenes Geld, das verantwortungsbewußten Eltern selbstvertändlich zusteht!
Das bitte ich in dieser Debatte mal zu berücksichtigen! Danke!

ja aber
20
15.5.2011, 13:44
warum förderungen für privatschulen???

wenn schon privat, dann 100%.

der förderungsunsinn in österreich gehört ausgemistet!!! das geld kann sinnvoller eingesetzt werden.

Alfred Zopf
00
16.5.2011, 14:24

Dann müssten sie auch die öffentlichen Schulen privatisieren, frei nach ihrer Logik.

Natürlich sollte es umgekehrt sein, alle Privatschulen in freier Trägerschaft sollten genauso wie die konfessionellen privaten Schulen behandelt werden, dann würden auch massiv die Schulbeiträge der Eltern fallen, es werden in Österreich jene bestraft, die alternative Erziehungsmethoden für ihre Kinder haben wollen.

m kubik
00
15.5.2011, 16:23

Weil dort auch alternativpädagogische Lehre erprobt und entwickelt wird, die später ins Regelschulsystem einfließt. Wissen Sie eigentlich, dass zB. die "Schulglocke" aus der Militärschule stammt, alles straff gegliedert - Schule kann und soll auch Freude machen.

Freigeistin1
10
19.5.2011, 12:36

Aha - und daher keine "Schulglocke" mehr? Jeder kommt u geht wann er möchte/besucht die Fächer die ihm interessieren?
Oder wie darf man sich das vorstellen?
Viele Ex Schüler dieser "Alternativschulen" haben im Berufsleben massive Problem, weil sie eben Autorität nicht gewohnt sind.

aqualung
00
28.5.2011, 21:48
sie können es sich vielleicht nicht vorstellen

aber es ist durchaus möglich und in vielen alternativen schulen auch tatsache, dass schülerInnen auch ohne ein nerviges klingeln rechtzeitig in der schule erscheinen und angemessene pausen machen können.
dazu ist nur nötig, dass ihnen früh genug die möglichkeit gegen wird, selbstständig zu werden!

Alfred Zopf
11
14.5.2011, 21:56

Damit Schulen in freier Trägerschaft halbwegs finanziell durchkommen müssen die Eltern für ihr Kind 300/400 € monatlich bezahlen. die meisten LehrerInnen an diesen Schulen verdienen ca. 1500 brutto bei 20 Unterrichtsstunden, d.h. bei 40/60 Stunden inkl. Vorbereitung. D.h. im Vergleich zu den konfessionellen Privatschulen gehts diesen Privatschulen "voll beschissen", dieses Geld ist meines Wissens nur ein Trostplflaster, bei Wegefall dieser Mini-Unterstützung würden diese Schulen finaziell komplett in Konkurse kippen, wie Dominosteine.

Bertel Mann
11
14.5.2011, 17:24
Die konservative Vorstellung von "Privat"schulen

Der Staat zahlt, aber die Gebühren sorgen dafür, dass man unter sich bleibt.

Privatschulen ja - aber keine öffentlichen Gelder!

Freigeistin1
10
19.5.2011, 12:37

Gerne - aber dann möchte ich auch eine Steuersenkung (denn warum soll ich öffentl. Schulen bezahlen die ich nicht nutze?)

JosyH1
32
14.5.2011, 22:04
Keine Ahnung haben aber Vorurteile posten

sonne-licht
 
34
14.5.2011, 09:03
privatschulen

ich schäme mich für unser bildungssystem das für eine gewisse klientel überhaupt privatschulen bestehen müssen!

meiner meinung kommt das einer ethnischen säuberung gleich, ja nicht mit andersartigem gut in berührung zu kommen!

JosyH1
14
14.5.2011, 22:09
Ich schäme mich für Mitbürger die Einheitsbrei für alle zwangsverordnen wollen

und neue Experimente (die unsere gesellschaftliche Evolution in allen Bereichen ausmacht) damit verhindern wollen.

-und warum sollen Eltern die der Meinung sind, ihren Kindern täte eine andere Form des Unterrichts als die über hundert Jahre alte theresianische Form des Frontalunterrichts, verboten werden die Mehrkosten für einen ihrer Meinung nach kindgerechteren Unterricht zu übernehmen?

Eine Frechheit ist vielmehr dass die Kinder an Privatschulen (die sind nicht immer "elitär" sondern oft einfach nur "alternative Unterrichtsformen") dem Bildungsministerium weniger wert sind wenn sie die selben Lernerfolge erzielen wie die Kinder an staatlichen Schulen.

sonne-licht
 
11
15.5.2011, 08:54
wenn es den so wäre

wer sagt das teurer privatschulen, was unterschiede macht wer sichs eben leisten kann, von nöten wären, wenn nicht generell am bildungssystem endlich was verändert wird?

dieser theresianische frontalunterricht kann auch im staatlichen unterricht verändert werden, dazu braucht es keiner privatschulen!

dazu wäre eigentlich ein bildungsministerium da um solche misstände zu ändern!

GoodieGoodie
22
14.5.2011, 12:14
Ich schäme mich für unsere Gesellschaft, die so neidzerfressen ist!

Es gibt auch Leute, die einen Mercedes fahren, eine 300 m2 Wohnung mit Dachterasse haben, 5x im Jahr auf Urlaub fliegen und Schmuck in einem Gesamtwert besitzen, den ich in meiner gesamten Berufslaufbahn nicht verdienen werden.
Ich habe all das nicht, vergönne es den anderen aber trotzdem. Ich möchte auch gar nicht mit ihnen tauschen.

Es wird NIE so sein, dass alle die selben Chancen, Voraussetzungen, Umfelder und Möglichkeiten haben. Es ist blauäugig, so etwas zu glauben.
Das funktionierte nicht einmal im Kommunismus!

Freigeistin1
00
19.5.2011, 12:40

DANKE! 100% ige Zustimmung!

Aber leider hat unser "Wohlfahrtsstaat" ja diesen Neid den Leuten anerzogen.

sonne-licht
 
11
15.5.2011, 08:50
neidzerfressen

ist ein modewort, um ja nicht eine überprüfung anzuberaumen, woher das geld kommt, nämlich von jedem öster. bürger der ärmer wird!

dieses fremde anhäufen von besitztümern ohne leistungserbringung wird österreich noch in einen starken gewissenskonflikt stürtzen.

edelmut akzeptanz zu verwechseln mit dummheit ist nicht wirklich fördernd für das allgemeinwohl in österreich.

jeder mensch hat das recht sich finanziell zu verbessern, jedoch nicht durch raubrittertum am allgemeinwohl.

Freigeistin1
01
19.5.2011, 12:42

#dieses fremde anhäufen von besitztümern ohne leistungserbringung#

Wie kommen Sie darauf, dass dies ohne Leistung geschieht?
Sie glauben wohl das Geld kommt aus dem Bankomat. Die oben genannten Beispiele sind klassisch, für Menschen die hart arbeiten, auf viel verzichten (auch wir waren über 15 J. nicht auf Urlaub u heute sollen wir uns genieren weils uns sehr gut geht? Aufgrund unserer Arbeit?).

Also - nur kein Neid!

sonne-licht
 
00
20.5.2011, 08:01
ein weiteres problem

der österreicher, wennst kritik übst, dass die kritik nicht verstehen, weils sich jeder angegriffen fühlt, und denen die es betrifft oder die ungeniert weiter abcashen am armen volk, ist es egal.

natürlich kriegens für sich ein lob wie GUT DASS SIND als paradeauslaufösterreicher!

jedoch wer weiss schon wieviele leichen solche österreicher im keller liegen haben!

sie meinen alle die gearbeitet haben und sich nichts leisteten wie sie sich angeblich, haben jetzt ihre prunkvilla rechtmäßig erworben.

typisch österreicher realitätsverweiger!

damit ich neid hege, sollte sich das gegenüber das was er sie hat erst nachweisen können, ob es rechtmäßig erworben wurde. leider ist es in österreich gang und gäbe, daß es umgekehrt ist.

Freigeistin1
01
20.5.2011, 08:25

Wie Sie meinen. Ich spreche nur aus meiner Erfahrung u wir u viele andere haben uns alles erarbeitet u auf vieles verzichtet, was für viele "normal" ist (Urlaub, Wochenenden ...).
Schwarze Schafe gibts überall - von "den Reichen" bis zu "den Sozialhilfeempfängern".

sonne-licht
 
00
20.5.2011, 16:40
tja

und derer gibt es in österreich immer mehr, ist wahrscheinlich vererbbar!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.