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Olof Palme: Der Kennedy aus Schweden

13. Mai 2011, 15:47
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    foto: verlag

    Henrik Berggren, "Olof Palme. Vor uns liegen wunderbare Tage. Die Biografie" . Aus dem Schwedischen von Paul Berf und Susanne Dahmann. € 27,00 / 720 Seiten. btb Verlag, München 2011

Ein Mann, der seinen Zeitgeist fand: Henrik Berggren hat einepackende Biografie des großen Sozialdemokraten Olof Palme geschrieben

Wenn heute unter Sozialwissenschaftern oder in Politikerkreisen darüber nachgedacht wird, wie denn eine einigermaßen optimale Gesellschaft aussehen könnte und mithilfe welcher Reformmaß-nahmen man dahinkäme, dann braucht es meist nicht einmal eine Minute, bis der Name eines geografisch etwas abseitigen Landes fällt: Schweden. Da gibt es gute Schulen mit Spitzenplätzen im Pisa-Ranking, eine fulminant hohe Erwerbsquote, hier werden deutlich mehr Kinder geboren als in den meisten westlichen Industriestaaten, nirgendwo sind die Frauen derart gleichberechtigt, und die Wirtschaft ist, trotz des geräumigsten Wohlfahrtsstaates, hervorragend konkurrenzfähig. Kurzum: Schweden mag nicht das Paradies sein, aber unter den real existierenden Staaten ist es jenes Gemeinwesen, das den Vorstellungen eines wundervollen Idealstaates am nächsten kommt.

Dieses "schwedische Modell" ist mit der jahrzehntelangen Dominanz der dortigen Sozialdemokraten verbunden, mit Premierministern wie Per Albin Hansson und Tage Erlander, vor allem aber mit einem Mann: Olof Palme, den sie in jungen Jahren den schwedischen Kennedy nannten und der 1986 in Stockholm unter noch immer ungeklärten Umständen nach einem Kinobesuch erschossen wurde. Jetzt, 25 Jahre nach seinem Tod, erinnert die monumentale Biografie des Journalisten Henrik Berggren an diesen Politiker. Um eines schon vorwegzunehmen: Dieses Buch ist ganz großes Kino. Selten liest man eine Biografie, die derart packend, gekonnt und luzide die Mentalitätsgeschichte eines Landes, die Kulturgeschichte einer Ära - der Modernisierungsphase der 60er- und 70er-Jahre - mit der Lebensgeschichte eines Menschen verwebt.

Palme wird immer in einem Atemzug mit den großen Sozialdemokraten dieser Ära genannt - mit Deutschlands Willy Brandt und dem Österreicher Bruno Kreisky. Tatsächlich gibt es zwischen den dreien, die eng befreundet waren, Ähnlichkeiten, aber doch auch signifikante Differenzen. Die Wichtigste: Brandt und Kreisky waren Männer, die noch in den ideologischen Debatten der Zwanziger-und Dreißigerjahre verwurzelt waren, beide entsprangen den marxistischen Strömungen der Zwischenkriegszeit, bevor sie die Modernisierungsprozesse in ihren Parteien verkörperten.

Palme war, nicht nur, weil er deutlich jünger war, ganz anders. Er stammt, so wie Kreisky, aus großbürgerlichem Haus, seine Mutter und seine Großmutter kamen sogar aus dem Adel. Aber anders als seine beiden späteren Alter Egos war er nicht als radikaler Jugendlicher ins Fahrwasser des Marxismus geraten. Er war bis in seine Zwanziger ein ernsthafter, politisch interessierter, aber keineswegs ideologisch gebundener junger Mann - am ehesten ein linksliberaler Demokrat.

Erst als Student in den USA machte er eine sanfte Linksentwicklung durch, er bewunderte das egalitäre Amerika des New Deal, begann sich für soziale Fragen und die US-Arbeiterbewegung zu interessieren und beobachtete den Wahlkampf Harry Trumans aus der Nähe - fasziniert, wie er in einem Artikel aus dieser Zeit schrieb, von dessen Unmittelbarkeit, seinem sozialen Pathos und seiner volksnahen Persönlichkeit. Palme war auch Kind seiner Zeit: Ende der Vierzigerjahre trampte er ganz allein durch 23 Bundesstaaten der USA.

Als politischer Aktivist war Palme ein "Spätstarter" , der es in wenigen Jahren bis an die Spitze der Macht schaffte, als bis dahin jüngster Premierminister. Und, wie gesagt, er war weder besonders ideologisch noch bloßer Pragmatiker in pejorativem Sinn des Wortes - schließlich rebellierte er in den Fünfzigerjahren schon gegen jene "Teile der Partei, die die totale Ideenlosigkeit zu ihrer politischen Ideologie gemacht hatten" . Er war also etwas Drittes, wie Berggren schreibt: "Palme war ein radikaler Idealist, der die Macht gewählt hat, um Veränderungen zu erreichen."

Idealist, Egalitarier, Weltverbesserer - das darf man ihn alles nennen. Aber von linken Wortradikalen, die an die Verbesserung "des Kapitalismus" keine Gedanken verschwenden, weil der ja prinzipiell ungerecht sei, war er meilenweit entfernt. Er war ein Realist mit ambitionierten Zielen. Und er hatte auch bestimmte Charaktereigenschaften: Er war ein energetischer Willensmensch, für etwas langsamere oder zauderhaftere Typen hatte er wenig Nachsicht; er war ein streitlustiger Polemiker, was ihm gelegentlich auch Probleme eintrug. Landesvater war er auch als Premier nie - eher polarisierte er.

Gewiss, er hatte in wichtigen Jahren auch den Zeitgeist im Rücken. Der Mann und der Zeitgeist fanden sich gewissermaßen. Beides zusammen führte dazu, dass Palme sein Ziel, Schweden noch moderner zu machen und ein Höchstmaß an Freiheit und Gleichheit zu realisieren, in erstaunlichem Ausmaß erreichte. Berggren: "Schweden wurde zu einem der egalitärsten Länder der Welt." Palme formte eine Sozialdemokratie, für die Freiheit und Gleichheit keine Antipoden, sondern Zwillinge waren. "Gerade ‚Wahlfreiheit‘" , schreibt der Biograf, "war ein zentraler Begriff für Palme.

Nicht ‚dieses laue liberale Gerede von Wahlfreiheit‘, sondern eine auf Gleichheit basierende Freiheit. Die privilegierte Minderheit hatte immer schon Wahlfreiheit genossen, befand Palme, die Aufgabe der Sozialdemokratie sei es nun, diese Freiheit auf die Mehrheit der Bevölkerung auszuweiten. Das Ideal der Demokratie, erklärte Palme, seien ‚selbständige und gleichberechtigte Bürger‘" .

Man liest solche Biografien immer mit dem Blick zurück, und damit auch aus der Perspektive unserer Zeit - einer Zeit, die davon überzeugt ist, dass die Politik ihre Ideale verloren hat, dass die heutigen Politiker immer fade und ideenlos seien. Oft geht das mit jenem nostalgischen Bewusstsein einher, dass es solche Politiker nun einmal niemals mehr geben würde, weil sie einfach aus einer völlig anderen Zeit stammten. Und oft stimmt das ja auch. Was aber an Palme irritiert, ist, dass dieser Mann eben nicht aus einer völlig anderen Zeit stammt, in der auch die Charaktere völlig andere waren. Wir sind keineswegs Lichtjahre von ihm getrennt.

Simpel gesagt: Einen wie Palme könnte es auch heute geben, und gäbe es ihn, es wäre ihm auch heute möglich, ein Gemeinwesen mit Beharrlichkeit gerechter, fairer, funktionstüchtiger zu machen und den Bürgern das Gefühl zu vermitteln, dass Politik mehr kann, als nur kleinlich zu verwalten. So münzt sein Biograf Henrik Berggren einen Satz aus einem Paul-Auster-Roman auf Palme: "Er mag sich nicht immer an die Regeln halten, aber er hat Schwung. Und solange noch jemand Schwung hat, gibt es Hoffnung für die Welt." (Robert Misik/DER STANDARD. ALBUM, 13./14.5.2011)

Kommentar posten
24 Postings
Atum.
00
15.5.2011, 08:29
Kleiner Systemvergleich Schweden Deutschland:

Lebenserwartung Männer
D: 78,29, S: 75,81

Säuglingssterblichkeit je 1000 Neugeborene
D: 4,12, S: 2,76

Gefängnisinsassen je 1000 Einwohner
D: 0,97, S: 0,77

Analphabeten (%) (Bevölkerung über 14 Jahre)
D: 0,7, S: 0,1

Staatsverschuldung ($) je Einwohner
D: 18.726, S: 20444

Alessandro Volta
00
15.5.2011, 08:06
Der Kennedy aus Schweden

Misik beleidigt grundlos Olof Palme!

Palme ist kein Kriegsverbrecher, wie Kennedy, Herr Mislik!

Jürgen Rembremerding
00
14.5.2011, 22:57
Kapitalismus Luege
00
14.5.2011, 18:00
vormittags der peace-deal, nachmittags der Panzer-deal

das war er auch, der Palme.

Warentester
33
14.5.2011, 14:23

"Kurzum: Schweden mag nicht das Paradies sein, aber unter den real existierenden Staaten ist es jenes Gemeinwesen, das den Vorstellungen eines wundervollen Idealstaates am nächsten kommt."

So ein Schwachsinn. Das ist ein antiliberaler Vorschriftenstaat, dass es einen die Haare aufstellt. In jeden Mist mischt sich der Staat ein und macht Fortschriften. Fehlt nur noch, dass sie den Tatbestand des Gedankenverbrechens einführen. Wer auf Nannystaaten steht, bitte dem gefällt's dort sicher. Aber ich brauch's nicht.
Und Palme hatte auch seine dunklen Seiten: Seine US-Hörigkeit und das er oppositionelle Gruppen vom Geheimdienst bespitzeln ließ z.B..

diekleinefurie
33
13.5.2011, 20:34
Woher kommt eigentlich diese völlig maßlose Begeisterung für das "schwedische Modell"?

.
Sind hier SCHWEDENKENNER unter uns?

Könnte es sein, dass in Schweden viel mehr Menschen arbeiten MÜSSEN,
weil die Abgabenlast so hoch ist, dass von den einzelnen Einkommen relativ wenig übrig bleibt?

Ist das dann Wahlfreiheit?

Hat sich in dem für Außenstehende nicht ohne weiteres nachvollziehbaren "Fall Asange" eine besondere Stufe der Gleichberechtigung gezeigt?

Weiß jemand was über das schwedische Gesundheits- und Rentensystem?

mans zelmerlöw
14
13.5.2011, 22:11

ich wohne seit einigen jahren in südschweden und ja muss sagen schwedens beste zeiten sind leider vorbei.

das schwedische gesundheitssystem ist zb für mich im direkten vergleich zu österreich katastrophal. furchtbar bürokratisch und wer dienste in anspruch nehmen muss zahlt volle tube. der zahnarzt ist generell privatleistung, unter studenten gibt es etlich die seit jahren nicht mehr dort waren, da alleine die routineuntersuchung über 70 euro kostet! warteschlangen auf operation sind elendslange und es beginnt sich eine industrie zu entwickeln die operationen ins ausland (z.t. deutschland) vermittelt.

und das palme schweden mit dem start der unkontrollierten einwanderung ein ei sondergleichen gelegt hat ist eine andere geschichte...

Alessandro Volta
10
15.5.2011, 08:08
Südschweden?

Darunter verstehen die Bayern die Gegend um Braunschweig und Salzgitter!

Standard deviation
24
13.5.2011, 18:33
Palme-Sozialismus? Nein - Danke!

Was nicht gesagt wird, dass Besserverdienende
unter Palme auf geradezu kriminelle Weise ausge-
plündert wurden. Bestes Beispiel: Astrid Lindgren,
die weltberühmte Autorin, wurde mit einer Einkommensteuer von 101% (!) belegt.
Gleichzeitig wurde festgestellt, dass der sozialdem.
Finanzminister, der alle Steuertricks kannte, über-
haupt keine Einkommensteuer zahlte!

diekleinefurie
12
13.5.2011, 20:58
Leider habe ich im Internet nichts zum schwedischen Gesundheitssystem gefunden,

aber die Mutter eines Bekannten, die in Mittelschweden lebt, ist davon alles andere als begeistert:

Es gäbe extrem lange Wartezeiten bei Fachärzten.
(Sie führte das auf das von Ihnen bereits erwähnte Steuersystem zurück: es würde sich schlicht nicht lohnen, mehr zu arbeiten.)

Zum Thema Gleichberechtigung meinte sie, dass sie das Gefühl hätte, sich noch viel stärker gegen Männer durchsetzen zu müssen.
(In D hat die Dame in der Baubranche gearbeitet.)

Das sind natürlich nur ganz subjektive, nicht verifizierbare Hörensagensberichte.

Aber es klang irgendwie ganz anderes,
als die Lobhudelei, die man bei uns sonst so lesen kann...

Und warum wohl fehlt in obiger Heldensaga ausgerechnet der sozialistische MP GÖRAN PERSSON?

mans zelmerlöw
05
13.5.2011, 22:16

ja aber genau wie ihre bekannte sagt ist es auch. es zahlt sich wirklich kaum noch aus zu arbeiten und auch wer studiert ist eigentlich dumm (wenn er in schweden bleibt), da ma damit nicht viel mehr verdient als derjenige der bei ica die regale einräumt oder bei mcdonalds burger brät. deshalb ist auch norwegen und dänemark (und übrigens auch österreichs wintertourismus)eine beliebte destiantion für junge schweden. es gibt kaum arbeitsplätze für junge, vor allem dann nicht wenn sie keinen migrationshintergrund haben. da zahlt der staat bis zu 80% vom lohn und dann hat man als ethnischer schwede kaum noch eine chance.

es ist einfach schwer in schweden etwas zu erreichen wenn man das wirklich möchte. dafür schränkt das system zu sehr ein!

van.der.stiege
11
14.5.2011, 00:59
so ist es... academic work, student consulting und sonstige jobvermittlungsagenturen...

... fuer studenten gibts wie sand am meer... "generation praktikum" halt - aber ein echter, längerfristiger, vollzeitjob mit einer bezahlung die einem das ueberleben sichert schaut dabei kaum raus. weiters ist es usus das derjenige der zuletzt eingestellt wurde in wirtschaftlich schlechteren zeiten auch zuerst gekuendigt wird (siehe hohe jugendarbeitslosigkeit), mit "leistung" kann die jugend daher kaum punkten.... und Mona Sahlins ausspruch "bei gleicher qualifikation soll natuerlich mohammed den job bekommen" in kombination mit mehr oder weniger offenen grenzen und freier zuwanderung macht's halt nochmals extra schwer fuer die "ethnischen" schweden.

alles in allem denkbar schlechte voraussetzungen fuer die zukunft des landes...

ulli52
 
15
13.5.2011, 18:00
Palme, Brandt, Kreisky

so es ist jetzt noch genug tageslicht, daß man mit der laterne einen solchen politiker finden könnte...

Lilly Rush
 
03
13.5.2011, 18:51

Tja ich dachte selbst nicht, dass ich Kreisky noch mal eine Träne nachweine würde.
Aber alles was danach kam war schlimm und noch schlimmer.

element of crime #V#
12
13.5.2011, 16:17
Schöner Text

Danke, Robert Misik.

Allerdings glaube ich nicht, dass Olof Palme heute den gleichen Erfolg haben könnte wie damals. Der Zeitgeist ist (leider) ein anderer.

Interessant ist auch, dass der Palme-Mord nie aufgeklärt werden konnte. Um hier Parallelen zu Barschel und Kennedy zu sehen, braucht man kein Verschwörungstheoretiker zu sein.

Lilly Rush
 
02
13.5.2011, 17:59

Dass der Mord an Olaf Palme nicht aufgeklärt werden konnte, ist nicht ganz richtig formuliert: Der Mord SOLLTE nie aufgeklärt werden.
Spuren führen in die rechte Polizeiszene Schwedens:
http://www.tagesspiegel.de/politik/m... 82670.html
Interessant ist: In diesem Artikel wird eine rechte Gruppierung namens "Baseball Liga" erwähnt. Und hier habe ich ein dejavue: Gerade lese ich Jo Nesbos "Rotkehlchen" und auch in Norwegen: rechte Polizisten und rechte "Baseballgruppierungen".
Vielleicht ist auch Stieg Larssons Sicht, der die schwedische Sicherheitspolizei mit Palmes Mord in Verbindung bringt, nicht ganz unrichtig.

diekleinefurie
00
16.5.2011, 23:54

Darf ich fragen:

Sind Sie die Lilly Rush aus dem Salon Seeh?

Wenn ich mir in diesem Falle eine Anmerkung erlauben dürfte:

Ihr/e Heike schrieb in einem für mich als Piefkin (Piefke?) sehr bemüht deutsch klingenden Deutsch....

Es soll ja auch unter Bloggern die altbekannte Taktik des Agent Provocateurs geben, um Leser durch hitzige Diskussionen zu häufigeren Besuchen zu animieren...

Was aber eigentlich auf Grund Ihrer auch so schon spannenden Diskussionen gar nicht nötig gewesen wäre... ;-)

Lilly Rush
 
00
17.5.2011, 08:00

1. Nein mit der bin ich nicht verwandt, ich bin die echte Kathryn Morris :-)
2. Ihr/e Heike - also ich weiß nichts davon, dass ich eine/n Heike habe :-)
3. Ich habe im Salon Seeh nicht wegen Heike gepostet.
4. Ich habe in Heike nie einen "Gegener" gesehen.
5. Unter Blogger können sie höchstens Hr. Seeh verstehen, alle anderen sind nur Poster oder Forumsteilnehmer (mußte ich mich belehren lassen, gebe ich jetzt ganz oberschlau weiter).
6. Wie sie richtig sagen, zu einer spannenden Diskussion gehört nicht unbedingt Provokation.
Allerdings ist es nicht fein wenn man das Gefühl bekommt reingelegt zu werden. Da hört sich der Spassfaktor auf.

element of crime #V#
02
13.5.2011, 18:36
Danke für den Link

Es ist wie bei so vielen ähnlichen Fällen: Auch wenn man den unmittelbaren Schützen opfert, bleiben die Verantwortlichen doch unbelangt. Dass es sich um ein Komplott handelte, dürfte wohl unbestritten sein.

Larsson galt als profunder Kenner der schwedischen Rechtsextremenszene, seine Schilderungen dahin gehend werden dicht an der Wahrheit sein.

Interessant in anderem Zusammenhang ist auch Andreas Franz, speziell "Eisige Nähe". Furchtbar geschrieben, aber er soll einen außergewöhnlichen Einblick in die Arbeit gewisser Dienste haben.

Wenn ich eines gelernt habe, dann das: Gesetze gelten nur für das gemeine Volk. Macht bedeutet, gewisse Freiheiten zu haben. Das lässt sie für viele so erstrebenswert erscheinen.

Urias
00
18.5.2011, 22:43
Leseempfehlung für dieses Wochenende

Die Kritiken zu Andreas Franz klingen interessant. Sie meinen der ist empfehlenswert?
Gilt die Einladung noch?

element of crime #V#
00
19.5.2011, 10:06
Einladung

Grundsätzlich gilt die Einladung noch, trotz allem.
Leider habe ich aber, ausgerechnet an diesem Wochenende aus familiären Gründen kaum Zeit. Ein gemeinsames Kaffeetrinken wird sich aber wohl ausgehen. Welches Telefon nimmst du mit? Das Neue?

Lilly Rush
 
00
19.5.2011, 11:03

Gut. Das neue habe ich auch mit.
Fahre aber erst am SA.

element of crime #V#
00
19.5.2011, 10:00
Nein, keine Leseempfehlung

Ich weiß nicht, wie Andreas Franz zu seinen Auflagen kommt. Oder doch, ich ahne es, in Zeiten von Frank Schätzing, Dan Brown und Konsorten.

"Eisige Nähe":
Die Figuren sind unsagbar flach, der Haupterzählungsstrang dermaßen an den Haaren herbei gezogen, dass es (k)eine wahre Freude ist. Ich musste mich zum Weiterlesen richtiggehend zwingen.

Wie gesagt, das einzig Interessante an diesem Roman sind die mehrfachen Hinweise, dass Franz einen äußerst guten Einblick in die Struktur und die Interna gewisser Behörden und Dienste haben soll.

Wenn du willst, schreibe ich dir ein Exzerpt, und du kannst am Wochenende etwas vernünftiges lesen. Tipp: "Der Hypnotiseur" von Lars Kepler (Pseudonym).

Lilly Rush
 
00
19.5.2011, 11:11

Über das Exzerpt würde ich mich freuen, wenns nicht zu viel Mühe macht.
Dann erspare ich mir das Buch.
Danke

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