Einseitige Taubheit: Innenohrimplantate verbessern Hörqualität

13. Mai 2011, 15:47

Oft wird einseitige Taubheit von Tinnitus begleitet - Implantate vermindern diese Ohrgeräusche

Düsseldorf - Ein Großteil der Menschen, die unter einseitiger Taubheit leidet, hat mit starken Ohrgeräuschen, dem sogenannten Tinnitus, zu kämpfen. Bei anhaltenden Beschwerden ist die Lebensqualität der Patienten häufig durch Schlaflosigkeit und Depressionen mit nachfolgender Arbeitsunfähigkeit stark beeinträchtigt. HNO-Ärzte behandeln Betroffene seit einiger Zeit erfolgreich mit Hörschnecken-Prothesen, sogenannten Cochlearimplantaten (CI). Auf der 82. Jahresversammlung der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie erörtern Experten Vor-und Nachteile dieser Therapie.

Besserung beim Richtungshören und Sprachverstehen

Wie Wissenschaftler der HNO-Universitätsklinik Freiburg nachweisen konnten, profitieren einseitig taube Patienten ohne und mit Tinnitus vom Einsatz eines Cochlearimplantats. In einer Operation platziert der Arzt das Implantat in die Hörschnecke des Innenohrs. Dort ersetzt es die natürliche Reizübertragung der Sinneszellen auf den Hörnerv. "Unsere Ergebnisse zeigen, dass diese Hörschnecken-Prothese bei Patienten mit einseitiger Ertaubung alternativen Methoden deutlich überlegen ist", fasst Susan Arndt, Oberärztin an der Universitätsklinik für HNO am Universitätsklinikum Freiburg die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zusammen. Sowohl das Richtungshören als auch das Sprachverstehen verbesserte sich bei den Patienten erheblich. Selbst bei zusätzlicher Geräuschkulisse und wenn die Sprache von Seiten des tauben Ohres kam, konnten Patienten mit Implantat deutlich mehr verstehen als zuvor mit einem konventionellen Hörgerät. Das CI mindert zudem Ohrgeräusche: Bei 98 Prozent der Patienten verschwand der Tinnitus teilweise oder sogar vollständig, wenn das Implantat eingeschaltet ist.

Allerdings eignet sich die Methode nicht für alle Patienten mit einseitiger Taubheit. Unter welchen Bedingungen eine Versorgung mit einem CI erfolgreich ist und wann sich die Therapie mit herkömmlichen Hörgeräten weiterhin anbietet, erörtert Arndt auf einer Pressekonferenz anlässlich der 82. Jahresversammlung der DGHNO KHC in Freiburg. (red)

unknownID01
00
15.5.2011, 13:21
@ jüngstes Gericht ...

Mir scheint, Sie verdrehen da einiges ... Was sollte man denn mit 300 Hz Sampling anfangen?

Man muß hier einmal nach der Art des Implantats unterscheiden: Jene mit einem Transducer, der auf die Gehörknöchelchen aufgekrimpt wird und eine mechanische Anregung bis 8kHz erlaubt oder jene Systeme, die Elektroden in die Cochlea einbringen und die Nervenenden direkt stimulieren.

das jüngste Gerücht
20
14.5.2011, 18:48

meine Meinung leidet offenbar an zensurellen Schwierigkeiten...

das jüngste Gerücht
10
14.5.2011, 18:36
Also ich, al alter Sampler

möchte mal hinzufügen, dass Geräusche mit nichteigenen Samplingraten (die in den KI verwendeten) zu anderen Ergebnissen führen...Dies würde bedeuten, dass das Ergebnis des Hörens nicht mehr mit dem eigentlich Wahrgenommenen übereinstimmt.
Im übertragenen Sinne: Das eine Ohr funktioniert mit einer Trägerfrequenz von beispielsweise 300 Hertz, das andere wird standardisiert mit, würden wir mal sagen, 500 Hz, ans Gehirn angeschlossen, das würde bedeuten, dass dieses Ergebnis nicht mehr den Tatsachen entsprechen würde...2 Grundfrequenzen werden sozusagen auf das Gehirn losgelassen, dieses mixt sich demnach dieses Gemisch "sinnvoll" zusammen...Kommt mir so vor, als ob man sich im falschen Film, bzw. falschen Kopfhörer befindet...

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