"Du hasst mich, weil ich dich lieben könnte"

17. Mai 2011, 12:14
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Am 17. Mai 1990 wurde Homosexualität von der WHO-Krankheitsliste gestrichen

Wien - Der Internationale Tag gegen Homophobie findet seit 1990 alljährlich am 17. Mai statt. An diesem Tag beschloss die Generalsversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Begriff "Homosexualität" von der Liste der psychischen Krankheiten zu streichen. Seither werden an diesem Tag weltweit Aktionen für Toleranz und Anerkennung gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender durchgeführt.

Noch immer werden homosexuelle Menschen ungleich behandelt. In einigen Ländern der Welt werden Menschen, die nicht heterosexuell sind, noch immer verfolgt - oder gar mit dem Tode bestraft. Innerhalb des westlichen Europas sind die Rechte und die Akzeptanz mittlerweile gestiegen, aber auch hier sind gewalttätige Übergriffe und Ausgrenzung noch immer ein Thema.

"Dieser Tag erinnert uns daran, dass in rund 76 Ländern Homosexualität noch strafbar ist. Und er erinnert uns daran, dass Homophobie und Transphobie nicht hingenommen werden dürfen, sondern dass dagegen mit Mut und Entschlossenheit vorgegangen werden muss", erinnerte Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzender der SoHo (Sozialdemokratie und Homosexualität).

Die Grüne Bundesrätin und Sprecherin für Lesben-, Schwulen- und Transgenderpolitik Jennifer Kickert betonte, dass "die Regierung endlich im Österreich des 21. Jahrhunderts ankommen und alle diskriminierenden Partnerschaftsgesetze reparieren" müsse. Hierzulande dürfen eingetragene Partnerschaften nicht am Standesamt geschlossen werden. Auch das Namensrecht und das Adoptions- und Fortpflanzungsverbot diskriminiert.

Amnesty International beging den Tag gegen Homophobie bereits am 14. Mai mit einem Fest. Gegen Homophobie getanzt wurde bei der Veranstaltung der VSStÖ am Dienstag. Das Motto lautete: "Du hasst mich, weil ich dich lieben könnte." (red)


IDAHO-Night - Amnesty International feierte am Badeschiff

  • Internationaler Tag gegen Homophobie: Die VSStÖ tanzt gegen Homophobie am 17. Mai vor der Uni-Wien.
    foto: amnesty international/idaho-night

    Internationaler Tag gegen Homophobie: Die VSStÖ tanzt gegen Homophobie am 17. Mai vor der Uni-Wien.

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