Einigung

Limewire muss Musiklabels 105 Millionen Dollar zahlen

13. Mai 2011, 11:44
  • Artikelbild
    foto: flickr/tpwp

    Limewire zahlt 105 Millionen Dollar an Musiklabels (Foto veröffentlicht unter CC BY 2.0)

Jahrelanger Rechtsstreit wegen Verletzung des Urheberrechts durch Tauschbörsen-Nutzer beigelegt

Nach einem jahrelangen Rechtsstreit und absurd hohen Forderungen der Musikindustrie, hat die Tauschbörse Limewire nun einer Zahlung von 105 Millionen US-Dollar zugestimmt. Der Dienst war bereits im Oktober vergangenen Jahres zwangsweise abgeschaltet worden.

75 Billionen Dollar gefordert

Mit der Zahlung sollen 13 Musiklabels, darunter Sony, Vivendi, Warner und EMI, Entschädigungen erhalten, die ihnen durch den Tausch urheberrechtlich geschützter Musik über Limewire entgangen sind. Zunächst hatten die Labels wie berichtet 75 Billionen Dollar Schadenersatz gefordert, was von der Richterin allerdings als absurd abgewiesen worden war.

Zufrieden, dass Fall abgeschlossen ist

Limewire-Gründer Mark Gorton sei froh, dass der Fall nun endlich abgeschlossen sei, teilte dessen Anwaltsfirma Willkie, Farr & Gallagher laut Reuters mit. Auch Mitch Bainwol, Chef der Musiklobby RIAA, zeigt sich mit der Einigung zufrieden. Er sprach von einem Sieg für Musikanbieter, die sich "an die Regeln halten". Bereits im März hatte Limewire eine Einigung in einem getrennten Fall mit 30 Musik-Publishern erzielt, die Details wurden jedoch nicht veröffentlicht. Musiklabels halten die Rechte an den Aufnahmen, während die Publisher Rechte an den Liedern an sich besitzen.

Klagen gegen Dienste

Die im Jahr 2000 gegründete Tauschbörse hatte nach Angaben der Betreiber etwa 50 Millionen Nutzer pro Monat. Im Oktober 2010 war der Dienst per richterlicher Anordnung mit der Begründung abgeschaltet worden, dass Unternehmen auf Urheberechtsverletzung geklagt werden könnten, wenn sie ihre Services für solche Zweck zur Verfügung stellen. Das sei auch dann der Fall, wenn die Tauschbörsen für den legalen Tausch von Inhalten genutzt werden. (red/derStandard.at, 13. Mai 2011)

Kommentar posten
17 Postings
Mooreel
00
16.5.2011, 00:13

das wurde wohl direkt übersetzt billionen kann ich mir ned vorstellen, werden milliarden gemeint sein. Aber natürlich unglaublich..

nasserfetzn
02
15.5.2011, 16:11

Warner Music, Sony BMG Music, EMI Music and Universal Music now have to pay Canadian artists $45 Million for the illegal use of thousands of tracks on compilation CDs.
http://bit.ly/epxXtv

Mirko Czentovic
00
13.5.2011, 23:48

FrostWire 4.21.5

Duck_Of_Death
00
13.5.2011, 17:38

Was für ein geiles Bild :)

StF753
00
13.5.2011, 21:04

Da habe ich nach Parties aber schon erheblich größere Limettenfriedhöfe gesehen ;-)

MBR
00
13.5.2011, 16:04

what the

carlos huankind
05
13.5.2011, 14:15
Auch Mitch Bainwol, Chef der Musiklobby RIAA,

zeigt sich mit der Einigung zufrieden. Er sprach von einem Sieg für Musikanbieter, die sich "an die Regeln halten".

wenn man die regeln selbst aufstellen kann ist es kein problem sich daran zu halten...

gogo gandalf
03
13.5.2011, 13:51
pfff tauschbörsen

in zeiten von handlichen terabyte platten hat das gute alte sneakernet sowieso den besten durchsatz.

Dirk Gently76
 
05
13.5.2011, 12:48
Den Anteil

welchen Sony bekommt kann es gleich weiterleiten an ihre Kunden als Entschädigung für schlechte Absicherung ihrer Kundendatenbanken.

servasgschaeft
04
13.5.2011, 12:39
schön, dass die labels kohle kriegen...

das verhübscht deren Bilanzen, denn die Künstler der Labels kriegen davon - und da bin ich mir fast zu 100% sicher - nix.

Andreas Frank1
01
13.5.2011, 17:51

wuerde mich auch interessieren, was die Kuenstler, die ja ach so sehr geschaedigt wurden, davon abbekommen. Nachdem die Branche ja detailiert vorliegt welche Songs wieoft gezogen wurden.

Gobi Todic
01
13.5.2011, 12:07
Woher

hat limewire SO viel kohle?

Hirostandard
00
13.5.2011, 13:00

hmm der Besitzt ne Maklerfirma und einen Hedge Fund... böse zungen könnten meinen er bezahle die Musikfirmen mit deren eigenen Geld oO

Gobi Todic
00
13.5.2011, 12:43
danke

trotzdem sollte das im artikel stehn.

Eisenstaedt
00
16.5.2011, 16:28

sie erwarten sich deutlich zu viel. ;)

Franz A.
00
13.5.2011, 12:16
Woher

*Genau* das habe ich mich beim lesen der Ueberschrift des Artikels auch gefragt. Leider antwortet der Artikel darauf nicht.
Laesst sich mit Tauschboersen auf wunderbaren Wegen doch Geld verdienen?

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.