Facebook blamiert sich mit Schmutz-Kampagne gegen Google

13. Mai 2011, 11:17

Das soziale Netzwerk kritisiert Googles Umgang mit Nutzerdaten

Inzwischen hat die Aufdeckerstory um Facebooks geheime PR-Kampagne gegen Google weltweit die Runde in den Medien gemacht. Wie der WebStandard berichtete, beauftragte das soziale Netzwerk die namhafte PR-Agentur Burson-Marstellar damit, Negativ-Meldungen zu verbreiten. Dass nicht alle auf den von Facebook gesteuerten Zug aufgesprungen sind, zeigen zwei Beispiele. USA Today brachte einen ausführlichen Hintergrundbericht zum Plan von Facebook und der Blogger Chris Soghoian veröffentlichte die E-Mail-Konversation zwischen ihm und Burson.
Viele meinen, ein derartiger Anschlag hätte von Googles Rivalen Microsoft oder AT&T stammen können, aber nun hat sich Facebook als "feiger Attentäter" angepatzt. Jedenfalls wird es so lange Tischthema sein, bis es wieder nach WWW-Gedächtnisverlust-Manier verschwindet.

Privatsphäre

Nun hat Wired die Geschichte weitergesponnen und erklärt, wieso es sich dabei um eine beeindruckende Angelegenheit handelt. Falls es Probleme bei der Privatsphäre von Facebook-Daten in Googles Social Circle - inzwischen in Social Search umbenannt - gab, hätte dies durchaus aus Facebooks eigener Vorgehensweise resultieren können. Laut der Beschuldigung kralle sich Google Nutzer-Informationen ohne ihre Genehmigung. 

Datenzugang

Auf der anderen Seite sind zum Teil Informationen, die User über Facebook teilen, öffentlich zugänglich, sogar für Personen, mit denen man nicht "befreundet" ist oder die keine Facebook-Mitglieder sind. Und dies passiert nicht, weil sie sich den Zugang zu den Daten verschaffen, sondern weil - so die Behauptung von Wired - Facebook eine Veröffentlichung beschloss. 

Opt out

Facebook hat mit seinen weltweit knapp 600 Millionen Mitgliedern eine Art stillschweigendes Abgekommen getroffen. Grundsätzlich galt dabei: Was in Facebook passiert, bleibt in Facebook. In den vergangenen Jahren weitete Facebook diesen Deal etwas aus. Auch außerhalb des sozialen Netzwerks flitzen Profil-Informationen wie Anzahl und Namen der "Freunde" immer wieder durch das Web und können zum Teil auch über Google ausfindig gemacht werden. Mit der Opt Out Funktion können User zwar die Einstellungen verändern, die wenigsten nutzen diese allerdings, womit Facebook wohl auch rechnet. Google und auch jeder andere Nutzer hätte damit die Möglichkeit zahlreiche Namen aus der "Freundesliste" auszuforschen. 

Beweise

Viel leichter ist es, diese Information innerhalb des Netzwerks zu bekommen, aber mit dem Login wären einige Schwierigkeiten verbunden. Beispielsweise käme es damit zu einem Verstoß der Geschäftsbedingungen. Ob Google das tut, ist unklar. Burson verbreitete unter anderem, dass der Internetkonzern so vorgehe. Google selbst weist diese Anschuldigung zurück. Falls Facebook im Besitz von Protokollen ist, die eine solche Vorgehensweise bezeugen, wäre es interessant einen Blick drauf zu werfen. 

Unter Beobachtung

Auch im Falle, dass Google Informationen aus dem Internet sammelt, kann man Pro-Contra-Argumente vorlegen. Worüber sich weniger streiten lässt ist, dass nicht Google, sondern Facebook Teile von Facebook-Informationen in die Weiten des WWW hinausschießt. Deshalb mutet die PR-Kampagne gegen Google bizarr an. In den kommenden Jahren werden Unternehmen samt ihrer Datenschutz-Praktiken unter genauer Beobachtung stehen - mit Google und Facebook an vorderster Front. (ez, derStandard.at, 13. Mai 2011)

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der Vollständigkeit halber wieder mal:

The Facebook CIA Project (Onion News Network)
http://www.youtube.com/watch?v=cqggW08BWO0

;)

Facebook muss ja mal ganz still sein

Wer dem CIA die Scheunentore öffnet, darf nicht über Google meckern.

http://www.doppelklicker.de/Julian_As... 704.0.html

privacy on the web - da streiten zwei Böcke ums gärtnern, witzig ;-)

Big Players fight big battles

Na ja, ein Big Player neidet dem anderen seine Erfolge ... MS vs. Apple; Facebook vs. Google; usw. ...;
wir können nun halt mitlesen u. uns auf die eine od. andere Seite schlagen, viel ändern wird sich aber nichts.

In dem mich Facebook nie interessiert hat, interessiert es mich jetzt noch weniger.

"in dem" ?

In dem ihr post unnötig ist, ist er jetzt noch unnötiger.

In dem ihr kommentar unnötig ist, ist er jetzt noch unnötiger.

*scnr*

Volle Zustimmung

Ich finde, das zeigt was für ein jämmerlicher Pimperlverein Facebook eigentlich ist. So tief sinken sonst nur Politiker (sry fürs Klischeebedienen).

Nur Mal angenommen...

Google sammelt genau so eifrig Daten wie Facebook und Google sammelt vielleicht viel mehr Daten als Facebook.

Trotzdem ist mir wohler dabei wenn Google anstatt von Facebook meine Daten hat. Kann aber nicht erklären wieso. Geht es vllt. noch jemandem so?

der facebookchef ist eine schleimige kröte...

facebook scheixxt auf seine mitarbeiter,
google achtet sie.

vielleicht liegts ja daran.

das heißt jetzt nicht, dass man einem moloch wie google völlig unbefangen seine daten geben sollte, aber brin und co sind bei weitem sympathischer als dieser schleimige zuckerberg

hahah

sie glauben wohl alles was sie im fernsehn sehn.

dabei basierte der film gar nicht auf dem leben von zuckerberg.

hab seit 20 jahren keinen fernseher mehr

aber den Film haben sie schon gesehn, oder irre ich mich?

nö, würd ich mir niemals ansehen.

In letzter Zeit sind viele Mitarbeiter von Google zu Facebook gewechselt und das wahrscheinlich weil es ihnen dort besser geht.

Google ist symphatischer.

google hat ne weisse seite

feindbilder

früher was microsoft das "böse", seit einigen jahren wird auf google geschimpft und jetzt wird mehr und mehr gegen facebook gewettert...
Tja, die zeiten ändern sich...

:) interessant ist ja aus heutiger sicht, wie furchtbar es damals war, als damals der "verdacht" aufkam, windows könnte irgendwelche daten vom heimischen computer unbemerkt zu microsoft schicken (oder sogar nur einen microsoft timeserver zu kontaktieren) ...
heute scheint mir microsoft für die nutzer das absolut harmloseste "große" unternehmen zu sein.

Geh bitte.

Sollen sie doch machen was sie wollen.
Irgendwie muss ja jeder Geld verdienen.

Google ist ein Konzern mit einem philanthropischem Ansatz.
Auf jeden Fall besser als jede Ölfirma.

Mr Zuckerbergs Email-Verkehr...

und Abspracheversuche wurden öffentlich gemacht? Wie war das noch? The Age of Privacy is over, sagte der Gute doch? Klassischer Fall vom Schnitt ins eigene Fleisch...

"The Age of Privacy is over" hat der das wirlich gesagt?
Falls ja, ist das ja allerübelste Sorte.

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