Volltreffer: "Iron Dome" fängt in der Nähe von Aschkelon eine "Grad"-Rakete ab
Seit Anfang April ist „Iron Dome", ein von der israelischen Firma Rafael Advanced Defense Systems entwickeltes Raketenabwehrsystem, im Einsatz. Zwei Batterien sind an der Grenze zum Gazastreifen stationiert, in der letzten Ausbaustufe sollen es bis zu 15 werden.
Das System trifft laut Herstellerangaben sowohl Artilleriegeschoße als auch Raketen. Allerdings kostet eine Abfangrakete 70.000 Dollar. Obwohl der Zielerfassungsmechanismus die Flugbahn angreifender Raketen analysiert und nur Flugkörper abschießt, die bewohntes Gebiet zu treffen drohen, kommt ein flächendeckender Einsatz teuer: eine Milliarde Dollar soll der Vollausbau kosten.
Israelische Kommentatoren argumentieren, dass dem Staat die Sicherheit seine Bürger diesen Aufwand wert sein muss. Der Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen konnte weder mit Bodenoffensiven noch Luftangriffen beendet werden, so dass ein Schutzschild an der Grenze die einzige Lösung bleibt.
Abwehrsystem für Busse
Seit militante Palästinenser einen Schulbus mit einer Panzerabwehrrakete trafen und einen Passagier töteten, wird auch die Ausrüstung aller Busse, die in Schussweite des Gaza-Streifens verkehren, diskutiert.
Rafael hat auch hier das passende Angebot: das "Windbreaker/Trophy"-Abwehrsystem sollte eigentlich Merkava-Kampfpanzer schützen und kostet 300.000 Dollar das Stück. Anfliegende Geschoße werden geortet, identifiziert und mit einer schrotähnlichen Ladung abgeschossen.
Die 2008 präsentierte russische Panzerabwehrwaffe RPG-30 soll jedoch auch dieses System überlisten können: wenige Zentimeter vor dem eigentlichen Sprengkopf fliegt ein Täuschkörper, der die Zielelektronik verwirrt. (red)
Neuere ballistische Raketen können Ausweichmanöver im Endanflug oder fliegen erst gar nicht auf einer rein ballistischen Kurve. Mal ganz abgesehen von Täuschkörpern ect.
wenn du weisst was notwendig ist um 'nicht ballistische' kurven bzw ausweichmanoever zu fliegen und trotzdem zu treffen, dann ist dir klar das das die feinde israels nicht entwickeln koennen.
taeusch koerper funktionieren wenn man dem ziel nachfliegt, da aufgrund des luftwiderstandes plus leichteres gewicht der taeuschkoerp langsamer wie das ziel ist.
iron dome fliegt nicht nach sondern entgegen.
Deswegen hab ich auch geschrieben
"ausweichmanoever zu fliegen und trotzdem zu treffen"
Dein vorschlag, verzicht auf berechenbarkeit, ist auch ein verzicht das ziel zu treffen.
Den endanflug macht die Tamir rakete (die eigendliche abfang rakete von iron dome) alleine mit einem optischer/IR sensor.
Sie kann kurven (mehere g) fliegen, deine mechanik und deine rakete selber muessen das auch aushalten.
Ich trau dir das auch zu aber nicht der hamas ;-)
ausserdem schuetzt Iron dome nicht gegen die selbstbau 5-10km raketen, sondern gegen die eingekauften 20-40km Grad raketen (russische bauart).
Der Schutz der eigenen Bevölkerung ist den Israelis sehr, sehr viel Geld wert, während die Geschosse der Hamas und anderer Terroristen auch gerne von einem Schulgelände oder einem voll besetzten Krankenhaus aus abgeschossen werden (in der Hoffnung auf möglichst viele Tote der eigenen Zivilbevölkerung - sprich israelische Aggression).
Man beachte den Unterschied zwischen einem zivilisierten Land und einer islamistischen Terror Hochburg!
Shalom & Am Israel Chai!
ich muss schon sagen, das man sich nicht sonderlich wohl fühlt, wenn man als Tourist in Betlehem unterwegs ist und Kampfjets Übungen über der Stadt machen.
Zu Ihrer Ausage mit Terrorhochburg und zivilisiertes Land - es gibt Gute und Böse auf beiden Seiten, daher ist eine Pauschalisierung immer schlecht.
Israelische Kampfjets, die hin und wieder Übungsflüge machen, und Ihnen nie etwas antun werden, machen Sie also nervös...
Dann sollten Sie mal als Tourist in Sderot oder Aschkelon unterwegs sein, vielleicht jagt Ihnen ein regelmäßiger täglicher Raketenbeschuss weniger Angst ein als ein paar sporadisch stattfindende Flugstunden der IAF-Piloten.
da die hamas dezidiert keine friedensverhandlungen will (und auch schon gegen die arabische friedensinitiative '02 gebombt hat), haben da selbst die besten diplomaten keine chance... 8-(
...ist eine ganze Menge Geld, aber verglichen mit anderen Raketensystemen ist das eigentlich sogar ein relativ guenstiger Stueckpreis.
Beispielsweise liegt der offizielle Stueckpreis der IRIS-T Lenkraketen (die z.B. am oesterreichischen Eurofighter eingesetzt werden) bei 400.000 Euro.
Eine IRIS-T ist aber auch nur dafür gedacht, andere Kampfflugzeuge abzuschießen, die ihrerseits mehrere Millionen Kosten.
Iron-Dome soll hingegen gegen billige Katjuschas und Kassam-Raketen eingesetzt werden. Letztere kosten vielleicht ein paar hundert Dollar in der Herstellung.
Es ist das Verhältnis zwischen dem, was der Gegner und dem was man selbst aufwenden muss, das dieses System so teuer macht.
stellt sich nur die frage ob die israelis damit nich angreifbarer werden...wenn die 100 Raketen starten und die israelis alle abfangen kostet ihnen das 7 Millionen, in zukunft starten die raketen los, nicht um menschen zu töten, sondern um Israel pleite gehen zu lassen...auch ein sieg
"Iron Dome schützt die israelische Bevölkerung am Boden, und die ist wohl mehr wert wie ein Kampfflugzeug!"
Das ist eine politische bzw. moralische Erwägung (die ich durchaus teile).
Ich habe aber aus einer taktischen Perspektive geschrieben. Und da ist Iron-Dome nun mal tatsächlich verdammt teuer - was ja auch in Israel so gesehen wird.
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