Schlumberger serviert statt Verführer Missbraucher

12. Mai 2011, 15:18
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Die heimische Sektkellerei bekommt eine Auszeichnung für die schlechteste Übersetzung

Ex-Vizekanzler Hubert Gorbach und das Transportunternehmen "Eurolines" haben ihn schon: den Preis für die "Übelsetzung des Jahres". Nun hat auch die heimische Sektkellerei Schlumberger das zweifelhafte Vergnügungen, die Auszeichnung für die schlechteste Übersetzung vom Österreichischen Übersetzer- und Dolmetscherverband Universitas verliehen zu bekommen. Der Grund: Auf einem Karton mit drei Sektflaschen wird aus der Bezeichnung "Der außergewöhnlicher Verführer" in der englischen Übersetzung "the exceptional abuser", also "der außergewöhnliche Missbraucher".

"Die Übersetzung ist nicht nur absolut falsch, sondern aufgrund der unfreiwilligen Assoziation zu Missbrauch in Verbindung mit Alkohol sehr bedenklich", erklärte Eva Holzmair-Ronge, Präsidentin des Verbandes, heute, Mittwoch, in einer Aussendung. Man bedaure das fehlende "Bewusstsein für die Notwendigkeit professioneller Übersetzungen" bei einem renommierten Unternehmen wie Schlumberger. Als Preis für die "Übelsetzung des Jahres" stellt der Verband eine Urkunde aus und lässt der Sektkellerei eine Liste mit Dolmetschern und Übersetzern zu kommen.

Schlumberger will sich bessern und in solchen Dingen künftig gerne Profis konsultieren. (APA/red)

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