Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Ein Achillessehnenruptur verursacht heftige Schmerzen. Vorbeugen können Sportler durch Dehnen und Aufwärmen.
Wenn es auf dem Fußballplatz oder Volleyballfeld plötzlich einen lauten Schnalzer macht, heißt das nichts Gutes: Die Achillessehne, die stärkste und kräftigste Sehne des menschlichen Körpers, ist gerissen. Sie verbindet das Fersenbein mit der Wadenmuskulatur. Ihre Funktion liegt darin, das Sprunggelenk zu beugen, indem sie den Vorfuß kraftvoll nach unten zieht. Diese Bewegung ist für den Abstoß des Fußes beim Gehen oder Laufen notwendig.
"Die Achillessehne ist einer hohen Belastung ausgesetzt, weil sie unseren Körper die ganze Zeit durch die Gegend tragen muss", erklärt Josef Niebauer, Vorstand des Instituts für Sportmedizin am Salzburger Universitätsklinikum. Die stärkste Sehne des Körpers wird ständig strapaziert, ist unentwegt im Einsatz, muss dabei immer eine gehörige Last tragen - beim Laufen angeblich sogar das Achtfache des Körpergewichts.
Wer viel springt, riskiert viel
In mehr als zwei Drittel der Fälle ist Sport die Ursache eines Achillessehnenrisses. Risiko-Sportarten sind all jene, in denen viel gesprungen wird: Fußball, Handball, Badminton, Volleyball, Basketball. Das Trauma passiert während der Belastung: Man will abspringen, plötzlich macht es einen Knall, die Sehne schwillt an. Jetzt heißt es schnell zum Arzt, dieser muss entscheiden, ob operiert oder das Trauma auf konservative Weise behandelt wird.
Letzteres heißt, den Fuß mithilfe einer Schiene in einer Spitzfußstellung ruhig zu stellen und zu hoffen, dass die gerissenen Teile wieder zusammenwachsen. Diese Methode hat Niebauer zufolge in den letzten Jahren an Beliebtheit zugenommen. Nach einem halben Jahr ist der Fuß dann wieder gut belastbar, nach einem Jahr wettkampfmäßig.
Wer sich nach der Ruptur weiterhin stark fordern will, für den kommt eine Operation infrage. Dabei werden beide Enden der Sehne wieder zusammengenäht, im Anschluss wird ebenfalls eine Schiene getragen, jedoch entsprechend kürzer. Nach einigen Monaten kann man die Sehne wieder belasten. Leistungssportler können nach durchschnittlich sechs bis acht Monaten wieder an Wettkämpfen teilnehmen, beim Hobbysportler dauert es bis zu einem Jahr, bis der Fuß wieder voll einsatzfähig ist.
"Wie aus heiterem Himmel"
Es heißt, dass die Achillessehne bei Sportlern häufig wie aus heiterem Himmel reißt. Das bedeutet lediglich, dass zum Zeitpunkt des Risses in einem normalen Ausmaß gesportelt und nichts "übertrieben" wurde. Häufig gibt es ohnehin Vorzeichen, denn die Sehne steckt über die Jahre Schäden ein, es kommt zur Degeneration, sie verliert an Elastizität, muss Einrisse verkraften. "Jemand, der ständig Beschwerden und Entzündungen hat, ist dafür prädestiniert, einen Achillessehnenriss zu erleiden", sagt Niebauer aus Erfahrung. Auch wenn jemand im Vorfeld keine Schmerzen verspürt, kann es bereits zu Irritationen gekommen sein. Es gibt auch andere Faktoren, zum Beispiel schwächt die Einnahme bestimmter Medikamente die Sehnen.
Aufwärmen hilft
Ein gut gedehnter, aufgewärmter, kräftiger Muskel kann helfen, einer schmerzvollen Ruptur zu entgehen. Das beugt bis zu einem gewissen Grad vor, mehr kann nicht tun. "Das Risiko ist größer, wenn man 'kalt' Vollgas gibt und eine ungewohnte Belastung auf sich nimmt", erklärt der Sportmediziner. "Der Vorteil des Aufwärmens ist ähnlich wie bei einem Auto oder Flugzeug: Man schaut, wie man an diesem Tag drauf ist. Bemerkt man Schwachstellen, nimmt man sich automatisch mehr zurück." (Maria Kapeller, derStandard.at, 16.05.2011)
Übertriebener Ehrgeiz, falsche Schlägerbespannung und Mängel in der Spieltechnik begünstigen die Entstehung eines Tennisarmes - Eine warnende Übersicht
Die Ringbandruptur ist der Klassiker unter den Verletzungen eines Sportkletterers - Eine Operation ist selten erforderlich
Die Einnahme von Schmerzmitteln dürfte sowohl im Amateur- als auch im Profisport relativ weit verbreitet sein - Der regelmäßige Griff zur Tablette ist riskant
Wissenschafter analysierten die wichtigsten Bänder des Sprunggelenks bei Handball
Tapeverbände dienen der Stabilisierung und Verletzungsprophylaxe - Falsch angelegt, erzielt man keinen Effekt
Wenn der Arm schmerzt, sollte man den Schläger beiseite legen - Der eigene Körper weiß am besten, wenn es ihm zu viel wird
Fördert oder reduziert "Angst" das Risiko von Sportverletzungen? Wie wichtig Angsterleben ist, weiß die Salzburger Sportpsychologin Sabine Würth
Herzinfarkte treten vorwiegend in den ersten Tagen körperlicher Anstrengung ein - Mangelhafte Vorbereitung und Höhenlage gelten als Risikofaktoren
Verkalkungen in den Schultersehnen heilen zwar von selbst ab, können aber extrem schmerzhaft sein - Ein operativer Eingriff ist in den seltensten Fällen nötig
Die Verletzungsgefahr ist bei diesem Sport besonders groß - Vor allem die Menisken machen Hobbykickern und Profis zu schaffen
Vor allen Ballsportler sind gefährdet, sich das Sprunggelenk zu verstauchen - Balance-Übungen zeigen dem Gehirn, wie es im Ernstfall zu reagieren hat
Unterschenkel sind prädestiniert für das schmerzhafte Kompartmentsyndrom - Amputationen drohen nur bei der akuten Form
Schläge oder ein Aufprall auf den Kopf können nicht nur eine Gehirnerschütterung, sondern auch gefährliche Begleitverletzungen hervorrufen
Blaue Flecken kommen schnell, sind unschön aber meist ungefährlich - Tauchen Hämatome grundlos oder im Bereich der Genitalien auf, dann lohnt sich ein Arztbesuch
Überkopf-Sportler leiden häufig am Impingement-Syndrom - Auslöser sind gereizte Schleimbeutel und Sehnen in der Schulter
Trainingsdefizit kann das Herz kurzfristig schädigen - Schmerzmittel verbessern nicht die Leistung, sondern erhöhen das Risiko für Kreislaufversagen
Tiroler, Vorarlberger und Salzburger bewegen sich besonders häufig
Bei Läufern ist ein Abriss oder eine akute Entzündung selten. Meist ist es eine degeneration der Sehne und bei dieser gibt es keine Wunder. Ist das fieseste was ein Läufer haben kann. Das einzige was hilft ist Schonung und Geduld. Die degenerierte Sehne braucht Monate wenn nicht Jahre bis sie wieder in Ordnung ist. In der Zwischenzeit kann man auf Ursachenforschung gehen.
Sämtliche Entzündungshemmenden Mitteln sind für die Würscht.
es gibt ein antibiotikum, das sogar den riss der achillessehne zur folge haben kann. angeblich ist es inzwischen in österreich verboten. ich habe es noch 2003 nach einer op bekommen und schwere probleme mit der achillessehne bekommen, konnte fast nicht mehr stufen steigen. ich haber erst später herausgefunden, was der grund war (buch: bittere pillen). im spital hat man angeblich keine ursache gefunden.
Eine Infektion im Jahr 2008 wurde bei mir mit dem Gyrasehemmer Ofloxacin behandelt.
Während der Behandlungsdauer riss meine Achillessehne bei einem Kurzsprint während eines Fussballspiels teilweise ein.
War ein sehr angenehmes Gefühl damals ...
ein Tipp, den ich auch Born to Run kenne: vor dem Laufen - oder auch anderen Sportarten - Sprungübungen machen (keine Laufschuhe!).
Mit kleinen Sprüngen beginnen und langsam die Höhe steigern. Dadurch wird die Sehne gestärkt.
Übrigens ist die Belastung der Sehne mit stark gedämpften Sohlen und falscher Technik höher:
http://www.youtube.com/watch?v=S... re=related
Aus eigener Erfahrung:
Barfuß am Asphalt oder sogar Feldweg mit etwas Schotter (ein paar km) ist fürs Laufen ein gutes Training, und zwar meiner Meinung nach vor allem, weil man mit wesentlich höherer Spannung im Bein läuft, um die Sohle möglichst sanft aufzusetzen. Sobald man was dazwischen tut (fingers oder so) hat man diesen Effekt nicht mehr. Hin und wieder barfuß gehen und Laufen ist für gute Läufer fast verpflichtend.
Allerdings muss man sich auch der Gefahren bewusst sein; nicht nur Verletzungen an der Sohle, sondern z.B. auch das Anstoßen an Hindernissen - wer schon einmal mit der großen Zehe über eine Gehsteigkante geschrammt ist weiß wovon ich spreche. Da hat man schnell eine Prellung oder Stauchung weg. Also immer nur ein paar
Also mir persönlich hat Dehnen geholfen. Meine beleidigten, weil entzündeten Achillessehnen haben sich durch folgende Übung beruhigt: Man stellt sich barfuß auf eine Stufe, sodass die Fersen über die Stufe hängen. Dann geht man abwechselnd in den Zehenstand und senkt dann wieder ab, sodass die Ferse bis unter das Stufenniveau geht und die Sehne gedehnt wird. Ca. 20x und am besten 2x täglich wiederholen (kann ein paar Wochen dauern). Auch sehr nützlich ist die Yogaposition "Hund, der nach unten schaut": http://de.ashtangayoga.info/praxis/as... anasana/). Habe seither keine Probleme mit der Achillessehne mehr.
Setzen Sie sich auf einen Sessel aufrecht hin Beine 90° zum Oberkörper, Unterschenkel 90° zum Oberschenkel (ergo gerade sitzen).
Als nächsten Schritt lehnen (lümmeln) Sie sich mit beiden Ellenbogen mittig oder hauchdünn außerhalb der Mitten auf Ihre beiden Oberschenkel (linker Ellbogen auf den linken Oberschenkel, etc). Sowohl in der Länge als auch Breite die Mitte (oder in der Breite knapp außerhalb). Wenn Sie dort, wo der Ellenbogen den Oberschenkel berührt unter dem Gewicht Ihres Oberkörpers einen Schmerz verspüren sind Sie am richtigen Punkt. Wenn nicht die Position der Ellenbogen leicht variieren (mm machen den Unterschied). An diesen Stellen 2-3 Minuten belasten (draufdrücken) und an der Achillessehne wird alles leichter ;)
2-3x ist ok. Je öfter desto geringer wird der Schmerz oder die Unannehmlichkeit da wie dort ausfallen. Ein guter Tipp ist sicher früh morgens, damit das Aufstehen leichter fällt.
Wenn dann noch Reste von Schmerzen in der Achillessehne übrig sind, könnte Sie auch einmal probieren gerade sitzend den Druckpunkt auf beiden Schenkeln nach außen wandern zu lassen und in einem 45° Winkel - besser mit Fingerknöcheln als den Ellenbogen - Richtung Beinmitte oder Oberschenkelknochen zu drücken (für eingeweihte am m. vastus lateralis).
Auch könnte Ihnen ein Eingeweihter die plantare Muskulatur des Fußes kranial der Sesambeinchen der Digiti lockern und etwaige verstellte Fußwurzelknochen manipulieren. Bringt bessere Beweglichkeit im Sprunggelenk.
versuchen sie es mit folgendem:
- lassen sie im schwimmbad die fersen über eine kante nach unten hängen und drücken sie die beine langsam nach unten;
- falls im schwimmbad eine frischwasserdüse - stellen sie sich dann hin und lassen sie den wasserstrahl darauf;
- ziehen sie ganz dicke wollsocken an, setzen sie sich auf den boden und dehnen sie die sehnen;
alles tänzertipps... hilft, sofern die sehne nicht verletzt ist...
grundsätzlich sollte man medizinischen rat beim experten einholen, aber wenn nix gerissen ist, wird es wohl eine entzündung sein - ist schmerzhaft und kann, wie ich aus eigener erfahrung weiß, sich lange hinziehen, wenn man sie anfangs ignoriert. therapie: ruhe und diclophenac aus der tube (voltaren, voltadol, diclostad, etc.)
Ich (früher Laufsport leistungsmäßig betrieben) hatte drei Mal in meiner Karriere gröbere, mehrmonatige Probleme der Achillessehne. Wie bei Ihnen half Schonung, Physiotherapie (Ultraschall, Strom), Dicloflenac, Ibuprofen etc. leider nichts. Die Probleme beseitigt haben dann zwei Mal Kortisoninjektionen (sehr geringe Dosis, mit dünner Nadel) und einmal sogenannte Querfriktionen (eine Art Massage - nicht gerade angenehm, aber wirkungsvoll).
Die Behandlung sollte von einem erfahrenen Arzt bzw. Therapeuten durchgeführt werden (mit Kortison muss man vorsichtig sein, eine mehrmalige Anwendung ist nicht empfehlenswert).
Falls Sie weitere Tipps (oder Ärztekontakte - weiß aber natürlich nicht, wo Sie wohnen) brauchen, können Sie mir gerne ein M
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.