Antrag auf Bleiberecht abgelehnt

"Kirchenasyl" für 20-jährigen Gambier

11. Mai 2011, 16:33

Von Abschiebung Bedrohter wird von evangelischer Superintententin aufgenommen - "Erwarten, dass Polizei das respektiert"

Jener 20-jährige Gambier, der Dienstag morgen seiner Abschiebung entgangen ist (derStandard.at berichtete), hat nun "Kirchenasyl" bekommen: Die evangelische Superintendentin der Diözese Salzburg und Tirol hat Lamin J. bei sich aufgenommen. Lamin J. wohnt nun im Amtssitz in Innsbruck, während das Innenministerium darüber entscheidet, ob J.s Antrag auf humanitären Aufenthalt zu Recht abgelehnt wurde, oder nicht.

"Es ist ein symbolischer Schutz", erklärt Christoph Riedl vom Evangelischen Flüchtlingsdienst Diakonie. In anderen Ländern sei Kirchenasyl weit verbreitet, in Österreich indes noch eher ungewöhnlich. "Wir erwarten, dass die Polizei das respektiert und die geheiligten Räume achtet", meint Riedl.

"Den Behörden eine Gelegenheit geben"

Superintendentin Luise Müller erklärte via Aussendung, sie wolle "den Behörden die Gelegenheit geben, diesen komplexen Bleiberechtsfall noch einmal eingehend zu prüfen". Sie wolle verhindern, dass durch eine "voreilige Abschiebung Fakten geschaffen werden, die nur schwer rückgängig gemacht werden und den jungen Mann in seinem Menschenrecht verletzen könnten".

Auch der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich, Michael Bünker, meinte: "Wo Recht und Menschlichkeit unter die Räder kommen, muss die Kirche einspringen."

Es ist das erste Mal, dass eine evangelische Diözese einem Menschen Kirchenasyl gewährt. Zu einem vergleichbaren Akt, wenn auch nicht als "Asyl" deklariert, kam es im Fall Arigona Zogaj, deren Familie vom katholischen Ungenacher Pfarrer Josef Friedl aufgenommen wurde. (mas, derStandard.at, 11.5.2011)

Kommentar posten
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facebookler96
61
18.5.2011, 20:54
es gibt echt viele rechte ideoten in diesem forum

sorry dass ich sowas schreib' aber es stimmt

alexander mayr
22
16.5.2011, 22:00

nur weil etwas gesetz ist, ist es noch lange nicht gerecht. in einer demokratie müssen auch gesetze hinterfragt werden dürfen. und die österreichische asylgesetzgebung ist genau so ein fall.

Ernst Kratochwil
25
16.5.2011, 22:09
Hinterfragt werden, dürfen sie. Nur so lange sie gültig sind, müssen sie auch

eingehalten werden.

Javert
11
18.5.2011, 23:14

das hätten sie sicher zu den nürnberger rassegesetzen genauso gesagt!

Promille Prolet
22
19.5.2011, 13:30
he

man kann doch nicht demokratisch erlassene gesetze in österreich mit den gesetzen des 3. reichs vergleichen... :-(

das ist eine glatte verharmlosung des holocausts

LGM
00
19.5.2011, 10:51

war ja Zeit, dass wieder einmal den Godwin anpeilt

gunth3r
31
17.5.2011, 15:05

...so wie vor 70 Jahren.

van.der.stiege
02
17.5.2011, 16:16
ich dachte da hats eher an dem...

... demokratischen prozess der gesetzgebung gehappert?

oder wollen sie jetzt sagen, dass die demokratisierung österreichs - die einfuehrung von parteien die um eine mehrheit im parlament zu kämpfen haben und trotz unteschiedlicher ideologischer, sozialer, religiöser und kultureller zugänge dennoch "einen konsens" finden muessen der fuer alle vertretbar ist - eigentlich gar nicht gibt sondern nachwievor eine/r die gesetze macht? checks and balances? alles nur eine illusion?

Promille Prolet
01
19.5.2011, 13:31
aha

ich gleube eher, das gesetz ist ganz normal demokratisch und verfassungskonform zustande gekommen, aber einige wollen das halt nicht wahrhaben.

Ernst Kratochwil
03
17.5.2011, 15:33
Den Unterschied zwischen einer Diktatur und einen

demokratischen Rechtsstaat können Sie sich ja von irgend jemand erklären lassen.

bastie100
01
16.5.2011, 14:45
"wo recht und menschlichkeit unter die räder kommen, muss die kirche einspringen."

endlich sagt uns die kirche wieder, was recht ist. wer braucht schon gesetze und richter, die diese auf den jeweiligen sachverhalt anwenden, wenn wir dafür höchst kompetente pfarrer haben.
also, nieder mit dem sch**ß säkularismus.

Whitey Whiteman
00
14.5.2011, 23:35
Wenn mich jemand fragt wie der typische Österreicher so drauf ius

Jetzt!
00
16.5.2011, 23:12

...zitieren Sie hoffentlich nicht die üblichen forenbeiträge.

parapente
215
13.5.2011, 09:00
Wird ihm Asyl zugesagt -

bleibt er da.
Wenn nicht, dann ab nach Hause.

Wo ist das Problem??

as ri
11
14.5.2011, 19:40
Problem

Im Anachronismus steinzeitlichen Sozialverständnisses

noracismonearth
83
13.5.2011, 15:46
wo ist das problem wenn er ein humanitäres bleiberecht bekommt?

warum ist das dann ein Problem für alle?

nino808
06
14.5.2011, 15:23

warum nehmen sie ihn nicht bei sich auf?? WO ist das Problem? Ist eh nur ein bisserl straffällig aber sonst ok.

Felix Kuttinger
 
18
13.5.2011, 20:00

Die Voraussetzungen für ein humanitäres Bleiberecht liegen nicht vor. Außerdem ist der Mann straffällig geworden. Von gut integriert kann also nicht die Rede sein.

facebookler96
20
18.5.2011, 20:53

und österreicher bauen keinen scheiß oder was????

LGM
01
19.5.2011, 10:54

Der Unterschied ist ungefähr folgender: Familie kann ich mir nicht aussuchen, Gäste aber schon

LGM
011
12.5.2011, 21:14
Wir erwarten, dass die Polizei das respektiert und die geheiligten Räume achtet

Ich erwarte, dass die Polizei österreichisches Recht achtet!

Timagoras
 
82
12.5.2011, 21:47
"Ich erwarte, dass die Polizei österreichisches Recht achtet!"

.
und die menschenrechte?

masterpiece
08
13.5.2011, 22:38
wo werden menschenrechte verletzt wenn dieser mann in sein heimatland zurückgeführt wird?

LGM
02
14.5.2011, 05:15

Mittlerweile gibt es in diesen Diskussionen 3 Argumente, die so inflationär gebraucht werden, dass sie keine eigentliche Bedeutung mehr haben:
* Menschenrechte
* Vergleiche mit dem Holocaust und der damaligen Zeit
* das Bonhöffer-Zitat

masterpiece
01
14.5.2011, 09:55
..ja, das ist mir auch schon aufgefallen.. als nächstes wird vermutlich noch der sieg von cordoba über die deutschen einfließen..das hat uns demütig und dankbar allen anderen gegenüber zu machen ;-)

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