KSV-LiLi

Undogmatische Kommunisten kämpfen für freie Räume

Sebastian Pumberger, 17. Mai 2011, 13:51
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foto: derstandard.at/pumberger

Der Hof 2 im Alten-AKH, dem Campus der Uni Wien. Die Kommunistischen StudentInnen, also genauer der Kommunistische StudentInnen Verband - Linke Liste (KSV-LiLi), werben um Stimmen. Nur wenige Studierende finden sich zu dem Stand vor dem Hörsaalgebäude. Es ist ein sonniger Vormittag, viele schwirren vorbei ohne die Kommunisten wahrzunehmen. Für den KSV-LiLi treten Julia Kraus (links) und Sissi Luif als Spitzenkandidatinnen an.

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Repariertwaseuchkaputtmacht.
00
20.5.2011, 12:05
Die Diskussion zusammenfassend:

Die Meisten die hier über alternative Gesellschaftsformen schreiben, wissen (bis auf wenige) sehr wohl, dass die Umsetzung, die Theorie und die Praxis keine sicheren Sachen sind. Dann gibt es jene die diesen Leuten vorwerfen "Phantasten" zu sein - weil sie sich alternative Gesellschaftskonzepte ausmalen bei denen die systemischen Ungerechtigkeiten geringer ausfallen sollen.

Diese Gegner kommen dann mit den Worten: "Ja wenn man Ungleichheit bekämpfen will dann muss man Dinge verbieten und es wir noch schlimmer und Dikatur und böse."
Geht es noch fantasieloser? Was jene, die sich wie ich mit alternativen Gesellschaftskonzepten auseinandersetzen, beflügelt ist die idee dass es was anderes geben muss als das Jetzt.

Ich bin KEIN Kommunist!

tassen im schrank
14
19.5.2011, 07:59
Für alle, die sich weiter unten über feministische Konzepte mokieren:

aus http://de.wikipedia.org/wiki/Feminismus :
"Feminismus (...) ist eine Sammelbezeichnung für heterogene Konzepte, die die Rechte und Interessen von Frauen thematisieren. Von der gesellschaftlichen Ungleichheit zwischen Mann und Frau ausgehend, zielt der Feminismus auf eine verbesserte Lage der Frau und ihre faktische Gleichstellung in der Gesellschaft."

So. Damit sollte für alle klar sein, dass Feminismus nicht auf Besserstellung von Frauen abzielt, sondern auf Gleichstellung. Wer das nicht unterschreiben kann, muss erstmal seinen ideologischen Beissreflex überwinden oder der hat tatsächlich nur seine Eier im Hirn - und dem ist sowieso nicht zu helfen.

Got Your Noes!
01
23.5.2011, 15:57

niemand hat etwas gegen feminismus. wir haben etwas dagegen, dass unter dessen banner rache für jahrtausende patriachat wie eine selbstverständlichkeit gefordert wird. denn ich persönlich als individuum sehe nicht ein, warum ich mich bereitwillig bestrafe lassen soll, wo ich doch nie einer frau eine kleinere zahl auf den gehaltsscheck geschrieben habe, niemals eienr frau aufgezwungen habe zu hause die kinder zu hüten (zuerst habe ich einmal keine, zweitens ist kinder kriegen nicht allein meine sache, und drittens entscheidet bei mir das die jeweilige einkommens- und anstellungssituation.)
ich will gleichstellung, aber scheinbar wollen die damen mehr.

Graph Bobby
02
20.5.2011, 18:24
Stimmt, aber man muss schon zugeben...

...dass es tatsaechlich auch einige Feministinnen gibt, die die Ursache fuer wirklich jedes ihrer Probleme nur darin sucht, dass die Welt angeblich so maennlich bestimmt ist, ohne dabei jemals auch an sich selbst zu denken.

Beispielsweise glaube ich, dass der Mangel an Frauen in der IT nur zu einem geringen Teil dadurch verursacht ist, dass hier hauptsaechlich Maenner am Werk sind.
Die Resourcen, um in die IT einzusteigen, sind frei zugaenglich. Ich arbeite selbst in der IT, und viele hier sind Quereinsteiger, die genau damit alles das gelernt haben, was sie zum Arbeiten brauchen - es ist groesstenteils eine DIY-Mentalitaet. Was hindert eine Frau daran, das wenigstens zu versuchen?

gm_al
25
18.5.2011, 11:57
Naja...

"Linke Liste" alleine wäre wohl zielführender gewesen, so bleibt man halt Randgruppe.

Und weil alle "feministisch" sein wollen fragt man sich dann schon ob es links auch wählbare Gruppen für Männer gibt...?

phorus
10
20.5.2011, 00:00

feminismus ist auch für männer da.

Kein Begriff drückt Mich aus
21
18.5.2011, 17:48

Also ein Sozialist ist sowohl gegen Rassismus, Sexismus, wie natürlich Kapitalismus, also gegen jegliche Herrschaftsverhältnisse, die auf der dauerhaften Herrschaft einer Gruppe über eine andere basieren.

Waxolunist
03
18.5.2011, 21:25

"gegen jegliche Herrschaftsverhältnisse, die auf der dauerhaften Herrschaft einer Gruppe über eine andere basieren"

Lustig und warum sind die nicht antikommunistisch?

Repariertwaseuchkaputtmacht.
00
25.5.2011, 08:29

Ich bin zwar kein Kommunist, aber es gibt zig verschiedene kommunistische Konzepte, die andere Zugangs- und Ansichtsweisen im Bezug auf das Machtthema haben. Alles ändert nichts daran, dass aus der sicht von Michail Bakunin z.B. das Autoritäre schon in Marx angelegt ist.

Fazit: Bakunin lesen

Waxolunist
00
25.5.2011, 09:14

Hab mir mal den Wikipedia Artikel zu ihm durchgelesen.
Teilweise mag er recht haben, was Föderalismus, Sozialismus und Freiheit anbelangt. Jedoch ist er ein Anitsemit, Terrorist und Rassist.
Weiters sind mir Leute extrem unsympathisch, welche auch noch dazu antireligiös agieren.

Aber danke für den Tipp.

Repariertwaseuchkaputtmacht.
00
25.5.2011, 16:18

; )

Wenn ich sage Bakunin lesen, sage ich ja nicht, dass man ihn lieben muss. Z.B. Freud war auch kein angenehmer Zeitgenosse, trotzdem ist mir das egal, wenn ich über seine wissenschaftlichen Theorien lese. Klar - im Hinterkopf denkt man dann immer "Der war so und so und jetzt sagt er das und das" - aber du sagst es ja: Bakunin hat ein paar interessante Dinge geschrieben, auch wenn er selbst in manchen Bereichen komische Ansichten hatte (auch wenn man berücksichtigen muss, dass um 1900 fast alle ihre Macken hatten).

Oedipus
11
18.5.2011, 20:55

"... also gegen jegliche Herrschaftsverhältnisse, die auf der dauerhaften Herrschaft einer Gruppe über eine andere basieren."

^^
Soetwas von Gruppen die auf ihren T-Shirts zu Kannibalismus aufrufen und sich für eine Diktatur des Proletariats einsetzen. Gleichzeitig wünschen sie sich die Umsetzung einer Ideologie welche einem Gefängnis gleichkommt.

Interessant.

Birndi
02
19.5.2011, 13:11

Falls das eine Anspielung auf "eat the rich"-t-shirts der KJÖ sein soll: Falscher Artikel, hier gehts um KSV-LiLi und der ist aus solchen Gründen (Diktatur des Proletariats, …) eben was ganz anderes als die KJÖ und will mit solchen Vorstellungen nix zu tun haben.

DuesselDoofer
01
18.5.2011, 18:34
warum sollten die Fleißigen....

nicht über die Faulen herrschen??

Repariertwaseuchkaputtmacht.
00
25.5.2011, 16:37

Weil die Fleißigen sobald sie herrschen nicht mehr arbeiten (müssen) und schließlich faul werden -> siehe Leistungsbegriff der ÖVP.

Die Fleißigen legen ihre Werkzeuge aus der Hand, wenn sie sehen, dass sie sie nicht mehr brauchen. Trotzdem reden sie sich dann ein, fleißig zu sein: "Regieren ist auch Arbeit!"

Naja ich hoffe die Gesellschaft lob es mir, dass ich darauf verzichte jetzt schon gleich arbeiten zu gehen sondern mich noch für diese Gesellschaft weiterbilde und studiere, damit wir eine gescheide Gesellschaft mit Zukunft werden. Ist das dann auch Leistung? Und warum bekommen die Unis immer weniger Geld, wenn Leistung sich lohnen muss?

DuesselDoofer
00
27.5.2011, 07:29
Studenten leisten erst mal per se gar nix...

erst wenn sie ihr Wissen dann in der Wirtschaft sinnvoll anwenden, leisten sie wirklich was.

Lg

Repariertwaseuchkaputtmacht.
00
27.5.2011, 11:09

Sie haben einen schönen Leistungsbegriff. Was ist Leistung? Wenn ich als Fliesenleger einen Boden verfließe, ist das dann Leistung? Wenn ich meinem Lehrling zeige wies geht ist das dann weniger Leistung? Und mein Lehrling, der mein Unternehmen mehr kostet als er vielleicht einbringt - bringt der Leistung? Er selbst würde Ja sagen, aber ich als Unternehmer würde sagen: "noch nicht."

Und Studenten? Klar leisten Sie was, sonst würden sie sich ja nicht weiterentwickeln. Blöderweise glauben manche Leute, dass die Gesellschaft erst von jemand mit akademischen Titel profitieren kann, dabei ist Bildung ja ein gesellschaftlicher Wert der sich nicht so einfach messen lässt.

Ein kluges Volk ist mehr Wert als ein verfliester Boden.

princeps legibus solutus
00
18.5.2011, 22:36

die frage ist aus sicht eines kommunisten relativ leicht zu beantworten....

DuesselDoofer
10
19.5.2011, 07:15
klar...

deshalb sieht's dann so aus wie beim Castro oder in N-Korea.

tassen im schrank
54
18.5.2011, 12:14
Auch Männer dürfen feministische Konzepte unterstützen.

Für Männer, die nix anderes als ihre Eier im Kopf haben, gibts den RFJ.

ricko
24
18.5.2011, 15:15
nicht mal der großteil der frauen unterstützt diesen sexistisch-opportunen feminismus

der verein zur förderung der peinlich-selbstmitleidigen opferrolle der frauen.

feministen haben mit differenziertheit so viel zu tun wie öl mit wasser. selten so viele (schlecht kaschierte) asoziale pro-argumente vernommen.

das dreieck passt nicht durch das runde loch, auch nicht mit dem hammer...

Ben Yamin
410
18.5.2011, 13:56
Männer können keine Feministen sein,...

...außer sie sind Masochisten.
Der Feminismus steht ja nicht für Gleichberechtigung - für die ich selbstverständlich bin - sondern letztlich für die Herrschaft eines Geschlechts über das andere.

ThePeanut
00
21.5.2011, 20:30

Feminismus ist ungleich Matriachat.

Bitte sachlich bleiben und nicht Bezug auf quellenlose RFS-Schriften oder die Krone nehmen.

SiSe
43
18.5.2011, 16:03

so a bledsinn

hackler
02
18.5.2011, 11:36

nicht mal eine anspielung auf die uni brennt bewegung? hm, vielleicht auch sympathisch, dann ist´s immerhin kein vereinnahmungsversuch. jedoch die themen der bewegung solltens nicht ignorieren und sich eben gegen studiengebühren und mehr kohle & ressourcen für die studierenden und lehrenden einsetzen

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