Uni belohnt Mitarbeiter, die mit Fahrrad oder Öffis fahren

11. Mai 2011, 15:53
  • Wer ums Eck wohnt, muss das Auto stehen lassen: TU Graz
    foto: dpa/uli deck

    Wer ums Eck wohnt, muss das Auto stehen lassen: TU Graz

TU Graz bietet preiswerte Räder und Öffi-Tickets, dafür weniger Auto-Parkplätze

Graz - Die Technische Universität Graz versucht, ihre Mitarbeiter mit kreativen Methoden zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen: 50-prozentige Unterstützung beim Kauf von Jahres- bzw. Halbjahreskarten für Straßenbahn und Bus, also beim Umstieg vom Auto auf Öffis etwa. Oder die jüngste Fahrrad-Aktion, bei der Mitarbeiter Räder um rund ein Viertel des tatsächlichen Preises erwerben können. Finanziert werden die Aktionen mit Mitteln vom Bund und der Stadt Graz, aber auch mit den Einnahmen durch die - entgeltliche - Vergabe von Parkplätzen am Uni-Gelände.

600 Mitarbeiter haben auf Parkplatz verzichtet

Die TU Graz setzt seit dem Jahr 2006 verstärkt auf die sanfte Mobilität ihrer Angestellten: Bei Verzicht auf die Parkberechtigung erhalten sie eine deutlich vergünstigte Jahres- oder Halbjahreskarte für den öffentlichen Verkehr. "Über 600 Mitarbeiter haben auf ihre Parkberechtigung verzichtet", bilanzierte Rektor Hans Sünkel am Mittwoch. Statt rund 1.350 beruflichen Autofahrern sind es nur noch 740 Personen, die jährlich eine Parkberechtigung ausgestellt bekommen. Sie müssen belegen können, dass sie in mindestens eineinhalb Kilometer Luftlinie entfernt zum Dienstort wohnen - und für das Abstellen des Autos bezahlen.

Die Mittel aus der effizienter konzipierten Parkraumbewirtschaftung fließen in die Förderung von Rad- und öffentlichem Verkehr. Zum Beispiel auch in 760 zusätzliche überdachte Fahrradplätze, die Einrichtung von Self-Service-Radstationen mit Luftpumpe und den wichtigsten Werkzeugen an jedem TU-Standort oder ein kostenloser Fahrrad-Check zu Beginn der Radsaison.

Jetzt wird den TU-Mitarbeiter auch ein spezielles Fahrrad - für den Arbeitsweg und natürlich auch für Privatfahrten - zu extrem günstigen Konditionen angeboten. "Optisch und preislich sehr attraktive TU-Fahrräder für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten ist Teil unseres erfolgreichen Mobilitätskonzepts", so TU-Rektor Sünkel. Auch er will auf die gesunde und umweltfreundliche Alternative zum Auto umsteigen und hat sich eines der neuen Mitarbeiter-Fahrräder im TU-Design bestellt. Ein noch offener Wunsch der TU Graz: ein Radweg, der alle Standorte der TU Graz und damit alle Grazer Universitäten verbindet. (APA) -

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Super Vor-Bild

Mit dem radl übern Zebrastreifen ...

Gruß an die kreativen KollegInnen!

Yeah! Will auch haben!
Weiß jemand wies auf der TU Wien aussieht!

schöne Idee, leider bekommt man für die günstigen 150 EUR gerade mal ein Rad mit etwas mehr als Baumarktqualität, siehe: http://tinyurl.com/2abeacy

Die werden nicht lange Spaß machen und eh bald im Keller landen...

Habe 10 Jahre in Graz - auf dem Radl - gelebt

und finde diese Initiative super!
Auch wenn eine Initiative sicher nicht alle Verkehrsprobleme löst, tut die TU Graz wenigstens etwas.
Außerdem ist Graz zum Radfahren extrem gut geeignet...

Österreichischer Irrsinn

Zuerst brauchen wir ein Häuschen im Speckgürtel, sonst können die Kinder unmöglich glücklich im Grünen aufwachsen!

=> Wohnbauförderung f. neues Eigenheim od. Förderungen f. Sanierung, Wärmedämmung etc.!

Dann: Wir pendeln jeden Tag m. PKW in die Stadt zur Arbeit => Pendlerpauschale!

Irgendwann nervt das im Stau stehen, ABER WOW: der Arbeitgeber fördert gerade die Jahreskarte für die Öffis, und das Land zahlt Zuschüsse zur Anschaffung von E-Bikes!

Wie werden eigentlich Menschen gefördert, die von vornhinein tatsächlich am Arbeitswort wohnen und sich eine Wohnung möglichst in der Nähe der der Arbeitsstätte suchen?

Wer bezahlt die ganzen Förderungen, für die österreichische Zersiedelungshäuselbaumanie?

hätte es die grünen vor 1.000 jahren gegeben wäre am ring mit der stadtentwicklung schluss gewesen

siedlungsentwicklung besteht eben NICHT in einer momentaufnahme. ;-)

Ich bin mit der grünen Politik in Wien zu wenig vertraut. Können Sie vielleicht ausführen, was Sie damit meinen?

die grünen haben im allgemeinen und besonders in sachen wien eigentlich noch nie was zu ende gebracht, geschweige denn (und sinnvoll obendrein) gewirtschaftet und regiert.

solche diskussionen sind allerdings müssig - beispielsweise der vorwurf hinsichtlich förderungen ist irrsinn. erstens bekommt man die in wien eh nicht durch, zweitens gibt es sowas für "nicht-eigenheime" auch und drittens hat mehr dichte nicht nur unbedingt charme.

wer will, kann ja beispielsweise in zhengzhou beobachten, wie eine stadt mit der bevölkerungsmenge österreichs so aussieht. der vergleich allerdings macht einem deutlich, dass österreich und landbevölkerung nicht automatisch schlecht sind.

kommt noch dazu:

dann wohnen wir in der einfamilienhaus-siedlungsmetastase im grünen (der erschliessung schon massiv vom steuerzahler subventioniert wurde), und irgendwann wundern wir uns dass die strassen im und um das dorf, in dem wir uns angesiedelt haben, überlastet sind - dann lassen wir uns von der öffentlichen hand auf steuerzahlerkosten eine umfahrung und dann eine schnellstrasse und schliesslich eine autobahn hinbauen.

UNSUMMEN werden da versenkt und an günstlinge verschenkt.

Nicht nur das...

Wir wundern uns auch noch drüber, dass die Infrastruktur an Kinderbetreuungsstätten am Land schlecht ist, und dass es tatsächlich keine höheren Schulen oder Lehrplätze in der Umgebung gibt. Spätestens wenn die Kinder Teenager sind, wird ihnen fad am Land, zum Studieren ziehen sie eh zurück in die Stadt, zahlen viel Geld für WG-Zimmer, bemerken aber sofort dass das Stadtleben viel mehr bietet, wollen nicht mehr zurück und die Eltern hocken alleine in einem viel zu großen Haus. Rasen mähen und Haushaltsführung wird irgendwann zu anstrengend, also will man verkaufen, aber man bekommt keinen vernünftigen Preis fürs Haus, weil ja jeder am Land sein neues eigenes Haus bauen will und kein altes kaufen...

Der Vollständigkeit halber solltens aber schon noch den computergesteuerten Rasenmähroboter, der über den mit unkrautvernichtendem Rasendünger behandelt wurde und die Thujenhecke sowie die gekärcherte Garageneinfahrt erwähnen.

Nicht zu vergessen: das obligatorische Hofer-Trampolin, auf dem nie jemand spielt, weil die Kids lieber Indoor mit Nitendo und co. spielen....

Fährt man aus Wien raus mit dem Zug Richtung Westen, blickt man vom Zug aus auf unzählige Einfamilienhäuser mit Gärten, in denen nie wer spielt (unabhängig von Wetter und Tageszeit). Die Eltern arbeiten, die Kinder sind eh nicht so scharf drauf, allein im Garten zu spielen. Große Spielplätze in der Stadt sind hingegen immer belebt!

Landleben ist anders

Noch nie am Land gelebt, oder? Die Gärten sind ja eher für die Eltern da.
Die Kinder am Land spielen wenig in den Gärten, weil es für sie dort so viel anderes zu tun gibt, z.B. im Bach/ im Wald was bauen, auf den unbefahrenen Seitenstraßen Kastlhüpfen, aufs Fahrrad steigen und losdüsen, auf den schönen und gepflegten Ortsspielplatz gehen... kein Vergleich mit der Stadt, wo man - überzogen gesagt - auf einem eingegitterten Basketballplatz mitten am Gürtel mit einem Hufen Rowdys Ball spielen kann und das Hundegegacks einem am Fuße klebt.
Das Landleben ist einfach lustiger - ich kenne beides und würde nie wieder tauschen.

Übrigens bin ich der Meinung, die Pendlerpauschale müsste an den Kauf eines Tickets für die Öffis gekoppelt werden.

Bitte den Wohnraum in Wien frei machen... sie können sixher noch eine Familie in Ihrer Wohnung aufnehmen....

Interessanterweise besteht für Standard-Foren-Poster regelmäßig Österreich prinzipielle nur aus Wien + Umland...

1. Man könnte die ganzen tollen Förderungen auch einfach in Wohnraumschaffung möglichst "zentrumsnah" investieren - anstatt wie oben schon beschrieben, dann noch viel Geld in Ausbauung allerlei Infrastruktur am Land.
Kleines Beispiel: haben Sie Wien schon mal verlassen und waren in Vorarlberg? Dort wächst alles in die Breite, weil die Gemeinden einfach keine "Hochhäuser" haben wollen ("Hochhaus" beginnt dort so ca. ab 3 Stockwerken.... *g*). Das ist einfach nicht besonders effizient.

2. Und A pro pos Wien: da entsteht z.B. gerade ein neues Stadtviertel in zentraler Lage mit über 5.000 Wohnungen, Schulen, Park, Bücherein etc. - trotzdem werden viele schreien, dass man prinzipiell nur mit Einfamilienhaus glücklich sein kann...

Und Sie sind wahrscheinlich der Erste,

der sich über Kindergeschrei am Sonntag um 7.00 aufregt.

Das ist nämlich die Folge, wenn man die Leute eng zusammenpfercht.

Und Sie sind wahrscheinlich der Erste, der sich über Kindergeschrei am Sonntag um 7.00 aufregt.

Öhmm, nein bin ich eigentlich nicht. Was führt Sie zu dieser Annahme? Ich wohne immer schon sehr zentral und hatte noch nie Probleme mit "schreienden" Kindern, die "eng zusammengepfercht werden". Und übrigens: schreien Kinder am Land nie? Und was ist mit Rasenmäherlärm? Bohrmaschinen von den Häuslbauern? etc.

>> "Das ist nämlich die Folge, wenn man die Leute eng zusammenpfercht."

Wo fordere ich eine "enge Zusammenpferchung"? Wer sich Grund + Haus + 2 Autos + Moped f. die Kinder am Land leisten kann, kann sich genausogut eine große Wohnung in der Stadt leisten. Mit dem enormen Vorteil, dass diese vielleicht sogar noch einen vernünftigen Wiederverkaufswert hat, falls die Kinder außer Haus sind und die Wohnung mal zu groß wird.

Wohnen zentrumsnah wurde auch verdonnert.

Wie gross soll der Wasserkopf Österreichs eigentlich noch werden?

die politik sollte besser solche initiativen fördern als so schräge ideen umzusetzen wie derzeit in wien oder früher unter umweltminister pröll, sachpreise dafür auszuschreiben, dass bürger/innen eine gewisse zeit über mit dem rad zurückgelegte kilometer buch führen.
war nur die pröll-initiative ein global 2000-projekt oder geht auch die vassilakou-initiative auf eine global 2000-idee zurück?

es gibt aber noch andere Modelle

wie die Herren Chefs hier zeigen:
http://www.presse.tugraz.at/webgaller... 11_011.jpg

flotte schlitten :)

ui...

ok vielleicht ist es bequem und auf flachen strecken gemütlich zu fahren.

aber ich lassert mich auf sowas net erwischen ;-)

Vorbildlich.

stimmt. es fehlt, daß endlich alle autofahrfer, die auf fußgeherübergängen und fahrradfahrende zu tode gekommene menschen oder schwere folgenreiche verletzungen zu verantworten haben, mit unbedingten und längeren haftstrafen rechnen müssen.

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