Uni belohnt Mitarbeiter, die mit Fahrrad oder Öffis fahren

  • Wer ums Eck wohnt, muss das Auto stehen lassen: TU Graz
    foto: dpa/uli deck

    Wer ums Eck wohnt, muss das Auto stehen lassen: TU Graz

TU Graz bietet preiswerte Räder und Öffi-Tickets, dafür weniger Auto-Parkplätze

Graz - Die Technische Universität Graz versucht, ihre Mitarbeiter mit kreativen Methoden zum Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu bewegen: 50-prozentige Unterstützung beim Kauf von Jahres- bzw. Halbjahreskarten für Straßenbahn und Bus, also beim Umstieg vom Auto auf Öffis etwa. Oder die jüngste Fahrrad-Aktion, bei der Mitarbeiter Räder um rund ein Viertel des tatsächlichen Preises erwerben können. Finanziert werden die Aktionen mit Mitteln vom Bund und der Stadt Graz, aber auch mit den Einnahmen durch die - entgeltliche - Vergabe von Parkplätzen am Uni-Gelände.

600 Mitarbeiter haben auf Parkplatz verzichtet

Die TU Graz setzt seit dem Jahr 2006 verstärkt auf die sanfte Mobilität ihrer Angestellten: Bei Verzicht auf die Parkberechtigung erhalten sie eine deutlich vergünstigte Jahres- oder Halbjahreskarte für den öffentlichen Verkehr. "Über 600 Mitarbeiter haben auf ihre Parkberechtigung verzichtet", bilanzierte Rektor Hans Sünkel am Mittwoch. Statt rund 1.350 beruflichen Autofahrern sind es nur noch 740 Personen, die jährlich eine Parkberechtigung ausgestellt bekommen. Sie müssen belegen können, dass sie in mindestens eineinhalb Kilometer Luftlinie entfernt zum Dienstort wohnen - und für das Abstellen des Autos bezahlen.

Die Mittel aus der effizienter konzipierten Parkraumbewirtschaftung fließen in die Förderung von Rad- und öffentlichem Verkehr. Zum Beispiel auch in 760 zusätzliche überdachte Fahrradplätze, die Einrichtung von Self-Service-Radstationen mit Luftpumpe und den wichtigsten Werkzeugen an jedem TU-Standort oder ein kostenloser Fahrrad-Check zu Beginn der Radsaison.

Jetzt wird den TU-Mitarbeiter auch ein spezielles Fahrrad - für den Arbeitsweg und natürlich auch für Privatfahrten - zu extrem günstigen Konditionen angeboten. "Optisch und preislich sehr attraktive TU-Fahrräder für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten ist Teil unseres erfolgreichen Mobilitätskonzepts", so TU-Rektor Sünkel. Auch er will auf die gesunde und umweltfreundliche Alternative zum Auto umsteigen und hat sich eines der neuen Mitarbeiter-Fahrräder im TU-Design bestellt. Ein noch offener Wunsch der TU Graz: ein Radweg, der alle Standorte der TU Graz und damit alle Grazer Universitäten verbindet. (APA) -

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