Donau führt Niedrigwasser wie seit 100 Jahren nicht

10. Mai 2011, 17:25
  • Der niedrige Wasserstand der Donau macht es Schiffen schwer - im Bild ein Passagierschiff nahe Mariaposching 
(Niederbayern), das an einer ausgetrockneten 
Sandbank vorbeifährt.
    foto: dpa/armin weigel

    Der niedrige Wasserstand der Donau macht es Schiffen schwer - im Bild ein Passagierschiff nahe Mariaposching (Niederbayern), das an einer ausgetrockneten Sandbank vorbeifährt.

Schwierige Zeiten für die Schifffahrt

Die Trockenheit in Nord- und Ostösterreich hat nun auch für die Flusspegelstände erste Konsequenzen. So führt die Donau für diese Jahreszeit so wenig Wasser wie schon seit 100 Jahren nicht mehr, wie Reinhold Godina vom Hydrographischen Dienst in Wien berichtete. Auch die Oberste Schifffahrtsbehörde bezeichnet die aktuellen Pegel als "ungewöhnlich niedrig". Die Schifffahrt kämpft mit ersten Problemen.

Bei einer der Hauptmessstellen der Donau im niederösterreichischen Kienstock ist die langsame Talfahrt der Pegel deutlich feststellbar. Wo sonst ein Mai-Mittelwert von 2,50 Meter registriert wird, ist der Wasserstand allein heute, Dienstag, um einige Zentimeter auf 1,90 Meter gefallen. Ein schneearmer Winter und wenig Niederschläge seit Jänner sind laut Godina die Hauptgründe für die herrschende "Niederwasserperiode", von der nahezu ganz Österreich - aber besonders der Norden und Osten - betroffen ist.

In Korneuburg pendelte sich der Wasserstand am Dienstagnachmittag auf 2,14 Meter ein. Zum Vergleich: Beim Rekordhochwasser im Sommer 2002 zeigten die dortigen Messgeräte bis zu 5,90 Meter an. Nicht anders das Bild in Wildungsmauer nahe der slowakischen Grenze: Wo 2002 bis zu 6,30 Meter dokumentiert worden waren, befand sich der Pegel am heutigen Dienstag bei 1,71 Meter. Kienstock lag mit seinen heutigen 1,90 Metern stolze fünfeinhalb Meter unter dem Wert vom August vor neun Jahren.

Schwierige Zeiten

Für die Schifffahrtsbetriebe könnten - bei anhaltendem Schönwetter - schwierige Zeiten anbrechen. "Wir haben punkto Tonnagenmengen aktuell bereits ein minus von 30 Prozent", sagte Herfried Leitner aus dem Management der Unternehmensgruppe Helogistics Holding GmbH, zu deren Töchtern unter anderem die Erste Donau-Dampfschifffahrtsgesellschaft (DDSG) zählt. Soll heißen: Die Schiffe können ein Drittel weniger Fracht laden als normal. "Die Pegel sind katastrophal im Moment. Wenn wir nicht die volle Abladetiefe erreichen, hat das gravierende Folgen."

"Wir können überall anlegen", es gebe "kein Problem", hieß es bei der niederösterreichischen Brandner Schifffahrt. Die Fließgeschwindigkeit der Donau sei zwar geringer, es herrsche jedoch "ganz normaler Betrieb". Die Fahrpläne würden eingehalten.

Die Reederei Wurm + Köck mit Standorten in Linz und Passau hat seit dem Beginn der Saison Ende April mit Niederwasser zu kämpfen. "Donauabwärts kann es zu Verspätungen kommen", erklärte eine Mitarbeiterin. In der anderen Richtung sei man "relativ flott" unterwegs. Die jeweilige Situation hänge immer von den Schleusen ab. (APA)

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ähh... man möge mir helfen...

so einen grauslich verregneten sommer wie heuer hats schon lange nicht mehr gspielt.

jaja, keine rekord-niederschläge, das ist mir bewusst, aber doch... beständig.

ist mir so daher subjektiv nicht nachvollziehbar.

Schiffstyp und Niederwasser

Kann es sein,dass die mit der Rheinschifffahrt fusionierte DDSG versucht, mit Rheinschiffen auf der Donau zu fahren.

Die Österreichischen Frächter kommen mit ihrer Flotte anscheinend besser zurecht und beschweren sich eher über die Schleusen.

Die Donau ist und bleibt ein Mittelgebirgsfluss mit stark schwankenden Wasserständen. Es ist schlauer, die Schiffe und das Transportverhalten diesen anzupassen, als den Donaustrom mit Gewalt zu bezwingen zu versuchen.

Da ist nur 1 cm Unterschied! Oder nur 34cm. Oder nur 96 Jahre....

Pegel Devin/Marchmündung Minimum:
2011 (vorläufig): 127cm
2010: 128cm
Quelle: http://www.shmu.sk/sk/?page=... =ran_sprav und braves tägliches Abschreiben
Am 20.1.2009 waren es übrigens nur 98cm.
Am 28.10.2008 und 9.11.2008 waren es 111cm,
am 1.1.2007 94cm, also 34 cm weniger.
Ein kurzes Jahrhundert.....

alles relativ

Die Wasserstände mögen für den Mai rekordverdächtig niedrig sein. Insgesamt sind sie es nicht und sind wir von Extremniedrigwasserständen weit entfernt. Wenn bei jenen die Schifffahrt aufrecht bleibt, umso mehr dann bei den aktuellen Werten.
Dass Schiffe nicht immer voll abgeladen werden können ist völlig normal, die sind eben so dimensioniert, dass sie Zusatzangebote bei höheren Wasserständen auch nützen können (nicht mit jeder Fracht ist übrigens eine volle Tauchtiefe überhaupt erreichbar bzw. erforderlich). Jedenfalls kein Grund also von "katastrophal" und "gravierenden Folgen" zu reden. Wie sich gezeigt hat, können Schifffahrtsunternehmen auch in solchen Jahren gut verdienen.

Ich empfehle allen jetzt zur Donau zu gehen! Traumhafte Schotterbänke zum spazieren gehen!

Kiesbrüter

Bei aller Euphorie. Bitte haltet euch zurück, vor allem im Bereich des Nationalpark. Auf den traumhaften Schotterbänken brüten auch gefährdete Kiesbrüter wie Flußregenpfeifer und Flussuferläufer.

im marchfeld

hoffen die leute teilweise auf eine trockenheit. der grundwasserspiegel ist regional so hoch, dass feuchtigkeit in die keller dringt. wenn die bauern viel gießen müssen, haben manche hausbesitzer eine sorge weniger.

Wohin, glauben Sie,

entschwindet ein Gutteil des Gießwassers?
Die künstliche exzessive Bewässerung ist auch einer der Gründe für den hohen Grundwasserspiegel dort.

der grundwasserspiegel steigt sicher nicht durch die bewässerung, sondern bestenfalls durch den machfeldkanal. ich bezweifel allerdigs, dass der die keller feucht macht.
ihr vorposter durfte vielmehr das marchfeld mit dem tullnerfeld verwechselt haben.

Zur Unterstützung von Abin_Sur:
Regenmenge Gänserndorf im Mittel 463mm, 2010 jedoch 770mm

der grund

für den hohen grundwasserspiegel war das regenreiche jahr 2010. ein trockenes jahr schadet in dieser gegen gar nicht.

das kommt schon wieder – keine sorge!!

UND noch HEUER wird es ein Hochwasser geben ...

In Ö.
irgendwo.
sicher.

Steyr.

In Steyr ist IMMER Hochwasser, wenn es mehr als drei Tage hindurch regnet.

wenn das heuer unser größtes Problem wird, können wir uns glücklich schätzen.

Der Bodensee trocknet auch bald aus.
http://www.vorarlberg.at/seewasser... glinie.pdf

Wird der Strand breiter.

Die Meßwertvergleiche mit 2002 sind ziehmlich für die Katz. In Grein haten wir 2002 einen Pegel von 14,94m und heute morgen ein Pegelstand von 7,13m. Obwohl der Wert um 7,8m niedriger ist entsprechen diese 7,13m aber ziehmlich genau dem Wert der Mittelwassermarke (7,15m).

KW Hainburg!

Die Flüsse fließen zu schnell!

War am Sonntag Paddeln auf der Leitha,

die ab Bruckneudorf ganzjährig befahrbar sein soll.
2x umgetragen auf den ersten 200 Metern, nach nochmal 200 Meter hab ich´s dann aufgegeben!

Der Vergleich mit dem Rekordhochwasser von 2002 .....

..... ist für die Fisch'

Standard- / Durchschnittswerte hätten im Artikel weitaus mehr Sinn ;)

stimmt - noch sinnloser wäre ein vergleich mit den aktuellen mississippi-pegelständen. ;-)

Außerdem sind die Pegelwerte auch noch falsch - bei 590 Korneuburg ist zB. das Strombad Kritzendorf noch weitgehend trocken. Tatsächlich waren es August 2002 789cm.

das hab ich mir auch gedacht.

und trotzdem ist der Unterschied drastisch

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