Von Facebook über Twitter bis Zynga
Der weltgrößte Softwarehersteller Microsoft kauft den Online-Telefondienst Skype für 8,5 Mrd. Dollar (5,92 Mrd. Euro) - der WebStandard berichtet. Vor rund zwei Jahren war der in Luxemburg ansässige Konzern rund ein Viertel wert. Es folgt ein Überblick über weitere Internetkonzerne, deren Bewertungen in den letzten Monaten in die Höhe gesprungen sind.
FACEBOOK
Am 3. März wird das Soziale Netzwerk laut einem Bericht des US-Fernsehsenders CNBC vom Finanzinvestor General Atlantic mit 65 Mrd. Dollar bewertet. Im Jänner waren es noch 50 Mrd. Dollar gewesen. Das von Mark Zuckerberg in einem Studentenwohnheim gegründete Online-Portal hat binnen weniger Jahre mehr als eine halbe Milliarde Nutzer gewonnen und wird voraussichtlich 2012 an die Börse gehen.
TWITTER
Der Kurznachrichtendienst Twitter ist nach einer Versteigerung von außerbörslichen Firmenanteilen am 4. März schätzungsweise 7,7 Mrd. Dollar wert. Das ist mehr als doppelt so viel wie bei einer Bewertung im Dezember für die Zusammenstellung einer Finanzspritze. Der Dienst, über den 140 Zeichen lange Botschaften verschickt werden können, wurde 2006 gegründet. Im September vergangenen Jahres hatte Twitter rund 175 Millionen Nutzer.
GROUPON
Das Online-Schnäppchenportal Groupon könnte Kreisen zufolge bei einem Börsengang mit 15 bis 20 Mrd. Dollar bewertet werden. Bis zu einer Milliarde Dollar könnte das Unternehmen bei seinem Sprung aufs Parkett einnehmen, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person Mitte April. Mit einem IPO wird frühestens in der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Groupon hatte 2010 Medienberichten zufolge eine Übernahmeofferte des Internet-Giganten Google über sechs Milliarden Dollar ausgeschlagen. Groupon zählt mittlerweile 50 Millionen Nutzer und bietet weltweit in 500 Städten in 40 Ländern Rabattgutscheine für Waren und Dienstleistungen aller Art an.
ZYNGA
Der Online-Spiele-Anbieter Zynga könnte einem Zeitungsbericht von Mitte Februar zufolge bis zu neun Mrd. Dollar wert sein. Dies berichtete das "Wall Street Journal" (WSJ) unter Berufung auf nicht näher genannte Kreise. Das Unternehmen hat Spiele wie FarmVille oder Mafia Wars entwickelt. Über das soziale Netzwerk Facebook gewann Zynga etwa mit FarmVille Millionen neue Kunden.
LINKEDIN
Die Internet-Netzwerkfirma LinkedIn soll bei ihrem Börsengang mit drei Mrd. Dollar bewertet werden. Dies ging aus Unternehmensangaben von Anfang Mai hervor. Dem Börsengang wird besondere Aufmerksamkeit zuteil, weil LinkedIn eines der ersten sozialen Netzwerke ist, das aufs Parkett strebt. Der Xing-Konkurrent gibt die Zahl seiner Mitglieder weltweit mit 100 Millionen an. (Reuters)