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Salzburg - Salzburg und Österreich verabschieden sich in einer Sonderausstellung von einem der bedeutendsten österreichischen Landschafts-Gemälde: "Litzlberg am Attersee" von Gustav Klimt ist seit Jahrzehnten im Besitz des Salzburger Museums der Moderne (MdM), jetzt soll es an den rechtmäßigen Eigentümer zurückgegeben werden. Umfangreiche Provenienzforschungen haben den 83-jährigen Austro-Kanadier Georges Jorisch eindeutig als Eigentümer identifiziert. Nach der Sonderausstellung mit dem Titel "Einmalig - Letztmalig" im Rupertinum von 10. Mai bis 26. Juni 2011 wird "Litzlberg am Attersee" nach Übersee transportiert werden.
MdM-Direktor Toni Stooss sagte, "das Bild aus dem Jahr 1915 war der einzige Klimt in unseren Sammlung. Es hat uns viele Leihgaben auf dem Tausch-Weg ermöglicht. Salzburg und ganz Österreich verlieren einen herausragenden Klimt und eines der schönsten Landschaftsgemälde der österreichischen Kunst überhaupt."
Hintergrund
"Litzlberg am Attersee" wurde 1938 von Amalie Redlich erworben. 1941 wurde Amalie Redlich in ein NS-Konzentrationslager in Polen deportiert und dort ermordet. Die Gestapo hat das Bild aus Redlichs Wiener Wohnung beschlagnahmt (de facto geraubt) und an den Salzburger Kunsthändler Friedrich Welz verkauft. Von dort gelangte es in den Besitz des heutigen MdM.
Stooss vermutete, dass "Litzlberg am Attersee" auf einer internationalen Auktion durchaus 20 bis 30 Mio. Euro erzielen könnte. Eine Summe, die "wohl nicht nur für das MdM, sondern für viele Museen deutlich zu hoch sein dürfte". Erbe Georges Jorisch, der Enkel der ermordeten Amalie Redlich, hat sein Berufsleben als Angestellter in einem Fotogeschäft verbracht. Jetzt hat er zugesagt, vom Auktionserlös des Bildes 1,3 Mio. Euro an das MdM zu spenden. (APA)
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