Heimische Entwickler machen populäres Facebook-Projekt mobil - Automatische Filterung nach Priorität
Ein österreichisches Entwicklerteam will heimische Autofahrer künftig per Mobiltelefon über Polizeikontrollen informieren. Die kostenlose App für Android-Smartphones namens "Polizeiwarnungen" befände sich bereits in der abschließenden Phase der Entwicklung, erklärt Projektleiter Christian Haschek gegenüber derStandard.at. Innerhalb der kommenden Wochen werde zunächst eine geschlossene, dann eine öffentliche Beta-Version ausgeliefert.
Community-Projekt
"Polizeiwarnungen" basiert dabei auf der gleichnamigen Facebook-Initiative, bei der User über aktuell gesichtete Kontrollen informieren können. Die kommende Applikation soll die Filterung von relevanten Informationen ermöglichen. Haschek nach feile man etwa seit einem Monat an einem entsprechenden Algorithmus, der die Postings nach Faktoren wie Ort, Bestätigungsgrad, Kategorie (Zivilstreife, Radarmessung, etc...) abfragt und daraus die Wahrscheinlichkeit errechnet, wie aktuell die Meldung noch ist. Mit eingerechnet würden so auch Kommentare und "Likes" der User. Mit der Zeit falle die Anfangswahrscheinlichkeit linear ab, wodurch eine Meldung in der App herunterpriorisiert werde.
Für jedes Bundesland
Ziel sei es, für jedes Bundesland getrennte Meldungen bereitzustellen. Seinen Aufenthaltsort werde man in der App angeben können. Auf Facebook wurden dafür bereits landesspezifische Seiten eingerichtet. "Polizeiwarnungen Wien und Wienumgebung" zählt derzeit etwa 14.000 Mitglieder, der Ableger für Vorarlberg kann mit 50 Nutzern hingegen noch etwas Unterstützung gebrauchen.
Neben der Android-App sei eine eigene Webseite für PC und mobile Endgeräte in Arbeit. Weitere Informationen wollen die Entwickler in den folgenden Tagen über Facebook bekanntgeben. (zw)