Koalition

SPÖ fordert ÖVP mit Steueransage heraus

10. Mai 2011, 11:27

Rot drängt auf höhere Bankensteuer ab Herbst - Rauch will mehr Einkommenssteuerzahler

Wien  - Die SPÖ schlägt jetzt schon die Pflöcke für denn nächsten Koalitionsstreit ein. Bis Herbst will sie die Gewinne der Banken beobachten, steigen sie weiter, dann "ist eine Erhöhung der Bankensteuer legitim", sagte Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter in der "Presse". Schon anlässlich der Feiern zum 1. Mai hatte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) "Spielraum" bei der Bankenabgabe diagnostiziert.

"Die Milliardengewinne zeigen, dass sich die Banken die jetzige Abgabe von 500 Mio. Euro problemlos leisten können" wird Kräuter in der Zeitung zitiert. Die Banken halten dem entgegen, dass die Gewinne noch nicht auf dem Niveau vor der Krise liegen. Im Büro von Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) will man über Steuererhöhungen überhaupt nicht nachdenken, um nicht potenzielle Investoren zu vergraulen.

Rauch will mehr Einkommenssteuerzahler

Hannes Rauch, Generalsekretär der ÖVP, erklärt im Gespräch mit derStandard.at eine Erhöhung der Bankensteuer würde nur auf die Kunden zurückfallen und erteilt dieser Idee "eine klare Absage". Die Bankensteuer würde vor allem den Mittelstand belasten und dem Wirtschaftsstandort Österreich schaden.  Sie sei daher abzulehnen. In Richtung Kräuter meint er: "Bei seinen Aussagen weiß man nie, ob sie überhaupt der Parteilinie entsprechen". Kräuter müsse sich zu diesem Thema keine Sorgen machen "denn wir haben eine sehr gute Finanzministerin".

Potenzial für neue Staatseinnahmen sieht Rauch vor allem "bei jenen 2,7 Millionen Menschen, die bisher keine Einkommenssteuer zahlen". Durch Bildung sollen diese höher qualifiziert werden und somit ein höheres Einkommen erzielen, "damit auch sie ihren Solidarbeitrag leisten".

Kritik für Fekter

Bei der gestrigen Klubklausur der SPÖ stichelte Kanzler und SPÖ-Chef Werner Faymann in Richtung Fekter: "Sie sagt, die SPÖ will Vermögenssteuern ab einer Million Euro - richtig - dass trifft, sagt sie, jene Leistungsträger, die das System erhalten. Liebe Freunde, die Krankenschwestern, die Arbeiter, die Angestellten, die erhalten dieses System in Österreich". Und weiter: Dass sie vom Elan unter Schwarz-Blau schwärme, könne ja wohl nicht auf die Beschäftigung gemünzt sein, habe es doch damals in Zeiten der Hochkonjunktur die höchste Arbeitslosigkeit gegeben. Für mehr Beschäftigung habe diese Regierung nur in der Justiz gesorgt, ätzte der SPÖ-Chef in Anspielung auf Skandale wie rund um die Privatisierung der Buwog.

Rauch sieht diese Kritik Faymanns an der ÖVP-Finanzministerin gelassen. "Er hat bei der Klubklausur gesprochen, da findet man oft schärfere Worte. Das ist das tagtägliche politische Geschäft", so Rauch. Aber wenn er schon die Ära Schwaz-Blau anspreche, so könne man auch den Bawag-Skandal nennen.

Auch SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas begibt sich auf Konfrontationskurs. Sie forderte gestern in einer Aussendung, eine "Bremse bei den Managergehältern". Dies sei eine Frage der Gerechtigkeit, vor allem auch den Steuerzahlern gegenüber. Es kann nicht sein, dass sich etwa die Banken vom Staat in der Krise mit Steuergeld helfen lassen, aber offensichtlich kein Problem haben, die Gehälter der Manager exorbitant zu erhöhen."  (10. Mai 2011, burg, apa, derStandard.at, )

 

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Freigeistin1
44
12.5.2011, 11:38

"Alles was die Sozis vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von den anderen haben wollen."

Die ganze Kreativität dieses roten Haufens erstreckt sich auf das Erfinden neuer Steuern. Vom Sparen haben diese Flaschen noch nie was gehört. Verwundern darf das aber ohnehin nicht, bei einer Partei deren Wähler zu 3/4 aus Kostgängern und Transferleistungsempfängern bestehen. Da hilft nur noch ABWÄHLEN, bevor sie uns endgültig in die Pleite ge/versteuert haben.

SPÖ = Sozialistische Plünderer Österreichs

Eva Ulrich
10
16.5.2011, 06:46

Ja, Sie sind wirklich frei von Geist!

Freigeistin1
00
16.5.2011, 07:47

Die Wahrheit tut halt weh ;-)
Aber wählen Sie nur weiter die Sozis, werden eh immer weniger ...

baroli
43
12.5.2011, 13:49

Ich rate Ihnen, sich wieder etwas einzubremsen.
Vielleicht fallen Sie einmal ganz schnell von Ihrem hohen Roß.

Freigeistin1
22
12.5.2011, 11:33

Neue Steuern braucht das Land
Das uns die OECD bereits einen Spitzenplatz bei Besteuerung und Abgabenquoten bescheinigt hat dürfte nicht ausreichen. Der 1.te Platz muss her.

Das es offiziell um die "Gstopften" geht ist klar, man will ja gewählt werden. Das man von denen aber, im Verhältnis zum Bedarf, nur marginale Beträge holen kann, detto.

Aber die Spielregeln sind auch klar:
1) neue Steuern für Reiche, mit einer Zahlengrenze.
2) Gibt's diese Gesetze schon einmal, ist es recht einfach, nur die Grenzen der Freibeträge nach unten zu verschieben.

PS: Wenn die derzeitige Inflation weiter so bleibt, ist jedoch nicht einmal das notwendig. Die Verschiebung ergibt sich dann eigentlich schon automatisch.

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32
12.5.2011, 14:08
zusatz zu "marginal":...

...wenn 5% der bevoelkerung ueber 60+% des volksvermoegens verfuegen, dann ist dort MEHR zu holen als marginales.

WESENTLICH mehr.

Freigeistin1
00
16.5.2011, 07:47

Und was wollen Sie von "denen holen"? Wollen Sie sie enteignen?

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00
16.5.2011, 09:17
es faellt in diesem als diesbez. unterdurchschnittlich bewerteten land ja weiter nicht, dass sie des lesens nur unzureichend maechtig sind,...

...aber sie sollten net damit hausieren gehen.

weiter oben und weiter unten wurde mehrfach auf die aufforderung der OECD verwiesen, vermoegen hoeher und loehne niedriger zu besteuern.

und weiters wurde explizit hervorgehoben, dass "vermloegen" in den usa 3-4x hoeher besteuert ist als hierzulande. ebenfalls lt. oecd statistik.

Freigeistin1
00
16.5.2011, 10:57

Sie wissen aber auch wie es in den USA in div. teuren und billigen Wohngegenden aussieht?!
Oder wenn die Grundsteuer erhöht werden würde, dass viele Familien auch bei uns Problem hätten diese (zusätzlich) zu bezahlen.
Wir brauchen drastische Steuersenkungen sowie ein striktes Sparprogramm - und erst wenn die ESt. radikal gesenkt werden würde, ja, DANN kann man über höhere "Vermögenssteuern" nachdenken! Aber Sie glauben doch nicht, dass wenn eine VSt. erst einmal eingeführt werden würde, noch irgendwer über eine Senkung der ESt. nachdenken würde. Und heute wäre die Grenze bei 1Mio und in 2 J. bei 500k - und dann trifft es die Mittelschicht mit voller Wucht!

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00
16.5.2011, 14:19
lesen sie doch die oecd-studie im detail...

...ja, ich weiss um die usa ziemlich gut bescheid, danke.

und warum eine besteuerung nicht durchgezogen werden soll, weil sie wenn blitz und donner zu vollmond aufs christkind treffen den mittelstand treffen, das erschließt sich exklusiv ihnen.

auf deutsch: der kalten progression kann ein riegel vorgeschoben werden, das ist EINE sache.

mit dem prinzip hoeherer besteuerung von vermoegen hat das nichts zu tun.

"separation of form and function": nie gehoert, frau us-spezialistin?

me phisto
01
13.5.2011, 10:05
mit dem klitzekleinen zusatz, ...

... dass dieses vermögen eben kein VOLKSvermögen, sondern x-mal beim erwerb und beim zuwachs besteuertes PRIVATvermögen ist. eine besteuerung direkt an der substanz, wurscht mit welchen freibeträgen ist im grundsatz nichts weiter, als enteignung. ich weiß schon, dass die sozialdemokraten ideologisch mit dem eigentumsbegriff wenig anfangen können, aber in FREMDE taschen zu greifen, ist halt zumindest für mich eine keine denkbare lösung des problems.

Marode Staatsbetriebe die mehr Mittel brauchen, als sie erwirtschaften, ineffiziente Verwaltung staatswirtschaftlicher Aufgaben und ungenügender Output bei einem der teuersten Bildungs-, Kranken- und Sozialsysteme Europas sind die Geschwüre, die es zu verarzten gilt, nicht die Steuerquote!

Freigeistin1
00
16.5.2011, 07:48

Völlig richtig! Eigentum ist für Sozialisten ja ganz pfui ... ausser es gehört ihnen ;-)

Weltfremd ?
01
14.5.2011, 08:52
Ich kann Ihnen nur recht geben,

die SPÖ will zurück zum Raubrittertum, wenn es um die Vermögenssubstanzbesteuerung geht. Es ist jedoch verständlich, wenn man sich Gedanken darüber macht, ob Vermögenszuwächse "gerecht" versteuert sind.

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01
13.5.2011, 12:32
zusatz: dennoch gehoert die besteuerung von "vermoegen" auf zumindest us-niveau angehoben...

...aber wie gesagt: da die rote nomenklatura da selbst betroffen waere wird das nicht einmal angedacht.

mfg, ein schwarzer.

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00
13.5.2011, 12:29
der foromat doest...

...koennten sie bitte meine antwort hier reinkopieren?

danke im voraus.

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00
13.5.2011, 11:06
ich bin leider kein sozialdemokrat,...

...ich pflege oevp zu waehlen, wenn's ethisch vertretbar ist.

gleichzeitig oder eben DESHALB halte ich grosse stuecke auf die republikanische solidargemeinschaft.

zum unterschied von "sozialistischer solidaritaet".

und das mit dem VOLKSvermoegen stimmt schon: erkundigen sie sich. nennen s' es halt "nationalvermoegen", wenn sie sich damit besser fuehlen.

arbeitsfreies, wertschoepfungsloses einkommen aus aktiengewinnen zb nennen sie "privatvermoegen"?

wir haben da ein grundsaetzliches verstaendigungsproblem.

me phisto
01
13.5.2011, 18:08

aktiengewinne sind nichts weiter als (über die einkommensteuer besteuertes) einkommen durch den risikobehafteten erwerb von eigentumsanteilen an unternehmen, mit dem (persönlichen) risiko den eigentumsanteil zu erhalten, zu vermehren oder zu vermindern, bis hin diesen komplett zu verlieren. möglicherweise vergessen sie, dass aktienwerte sich nicht nur in eine richtung (norden) bewegen können, sondern auch in den süden.

ja das stimmt, wir haben ein grundsätzliches verständigungsproblem bzgl. des privaten eigentumsbegriffes.

das österreichische problem sind nicht die staatseinnahmen, sondern die überbordenden staatsausgaben!!!

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00
16.5.2011, 11:12
nichts gegen aktienbesitz! hab' ich auch, danke...

...der punkt ist nur, dass der wildgewordene raubtier-kapitalismus moderner praegung mit einem kapitalismus, wie er zb von ford-hab-ihn-selig vertreten wurde nix mehr zu tun hat.

wenn ich trotz rekordgewinnen tausende arbeitsposten auf'n acker hau, nur um durch auslagerung NOCH mehr gewinn allein zur befriedigung der shareholder zu erzielen, dann hat's ein problem.

der klassische stake- shareholder konflikt.

wobie die shareholder leider allzu oft uebersehen, dass es bei veschwinden der stakeholder sie selbst auch nimmer lang geben wird ;-)

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03
12.5.2011, 14:06
WENN sie schon die OECD fuer ihre litanei mißbrauchen, sollten sie's RICHTIG wiedergeben:...

...die OECD kritisiert durchaus die zu hohe steuerlast auf arbeit, aber sie kritisiert ebenso vehement die ZU GERINGE besteuerung von vermoegen.

die empfehlung heißt durchaus: lohnbesteuerung senken, vermoegens- und besteuerung arbeitsfreien einkommens erhoehen.

Freigeistin1
00
16.5.2011, 11:01

Gerne, dann wie in den USA: 25% ESt. bis rd. 85.000,-- pa. und Abschaffung der SV (denn diese macht die Abgaben bei uns ja zusätzlich hoch)und eine Verm.St. von 25-35%. Gerne, sehr gerne!

skip it
00
17.5.2011, 08:13
was eine versicherung mit besteuerung zu tun hat,...

...bleibt wieder einmal lediglich dero schwurbligkeit ergruendbar.

und eine solidargemeinschaft ist nun einmal ein wesentliches merkmal einer republik. lesen s' doch einmal zu dem thema "gemeinsam" das letzwoechige profil.

uebrigens: nichts und niemand hindert sie, das erstrebenswerte ziel USA zu erreichen indem sie einfach auswandern. aber wetten, dass die sie nicht nehmen?

ich fuer mein teil leb ganz gern in einem land mit gutem gesundheitssystem. und ohne schlagloecher. und ohne haengende telefon- und stromleitungen, funktionierendem kanalsystem, etc. pp.

sie finden das nebensaechlich? ich ganz und gar nicht.

zusatzfrage: waeren sie von einer vermoegens-zuwachssteuer betroffen? ich naemlich sehr wohl.

Freigeistin1
00
17.5.2011, 10:35

Weitere Infos zur Vermögenszuwachssteuer

http://www.rzb.at/eBusiness... 1-9-DE.pdf

Freigeistin1
00
17.5.2011, 10:33

Nein, wir wären nicht von einer Verm.zuwachssteuer betroffen - bzw. kommt es natürlich auf die Höhe an und wie das alles bewertet werden soll (va. Immobilien - nach dem Verkehrswert? Dem tatsächl. Verkaufswert? Wie will man das berechnen?)

Hier einige Infos zu SPÖ Steuer:
http://www.format.at/articles/... achssteuer

Sie trifft eben keinesfalls nur "die Reichen"!!!

Freigeistin1
31
12.5.2011, 11:32

Und man darf auch nicht vergessen: nur Massensteuern bringen wirklich viel Geld. Deshalb freut sich der Staat schon jetzt auf die künftig explodierenden Steuereinnahmen durch "Reichensteuern"!

Freigeistin1
42
12.5.2011, 11:32

Bei der Vermögenssteuer passiert dasselbe! 700. 000 oder gar eine Million klingt viel, in ein paar Jahren trifft es aber alle, die ein Einfamilienhaus besitzen und nicht einmal genug Geld haben, um es wirklich in Schuss zu halten. Die zahlen dann auch noch "Reichensteuer"! Sie sind ja die "Gstopften", die man gar nicht genug schröpfen kann!
Wer so naiv ist, zu glauben, dass die Steuergrenze der Inflation angepasst werden wird, der vergisst, dass man eher einem Hund eine Wurst aus dem Maul zieht, bevor der Staat auf eine Möglichkeit, hohe Steuern einzuheben, verzichtet!

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