Bislang größte Klagewelle gegen Filesharer rollt an

Zsolt Wilhelm, 10. Mai 2011, 10:42

Bis zu 140.000 BitTorrent-Nutzer in den USA erhalten in diesen Tagen Abmahnbriefe - Ein äußerst lukratives Geschäft

In den USA bereiten die Vertreter der U.S. Copyright Group die bisher größte Klageserie gegen private Nutzer von Online-Tauschbörsen. Mindestens 23.000 Filesharer werden in den nächsten Tagen ein Abmahnschreiben von Anwaltskanzleien erhalten, weil sie den Film "Expendables" "illegal heruntergeladen" haben, berichtet das Branchenportal Wired.

Massenhaft

Ermöglicht wurde diese massenweise Abmahnung durch einen bundesgerichtlichen Entscheid, wonach Internet Service Provider (ISP) die Personendaten zu den IP-Adressen von Kunden herausgeben müssen, die gegen die besagten Urheberrechte verstoßen haben. Die Klagewelle könnte sich darauf basierend noch dramatisch ausweiten. Alles in allem dürften dem Bericht zufolge nicht weniger als 140.000 BitTorrent-Anwender von dutzenden Anwaltskanzleien ins Visier genommen werden. Dabei seien auch zahlreiche B-Movies und Porno-Filme Gegenstand der Klagen.

Sattes Körberlgeld

Die Vertreter der Filmstudios seien in erster Linie auf außergerichtliche Einigungen aus, die mit geringem Aufwand pro Verstoß etwa 3.000 US-Dollar einbringen. Sollten sich Geklagte zur Wehr setzen, drohen ihnen bei einer Niederlage vor Gericht nach dem U.S. Copyright Act Schadensersatzforderungen von bis zu 150.000 Dollar pro Verstoß.

Laut Wired seien diese teils per Online-Abwicklung automatisierten Abmahnungen derart lukrativ, dass sich zwei Unternehmen derzeit über die Rechte an dem Streifen "Nude Nuns with Big Guns" streiten - wobei beide Firmen bereits die selben Filesharer klagen.

Leichtes Spiel

Um die Urheberrechtsverstoßer ausfindig zu machen setzen die Medien-Unternehmen Spezialisten ein, um die Datenströme der Filesharing-Netzwerke IP-Adressen zuordnen zu können. Steht der gerichtliche Bescheid zur Datenherausgabe, ist es für die Copyright-Inhaber ein Leichtes, die Downloader ausfindig zu machen.      

Konsumentenschützer und Verteidiger geklagter Filesharer kritisieren seit Jahren die massenhafte Abmahnung von Privatpersonen durch die Medienindustrie, der vor allem in den USA seitens der Gerichte kaum Steine in den Weg gelegt werden. "Es ist längst Zeit, dass die Gerichte dieses automatisierte Geschäft, das zum Großteil von Steuerzahler finanziert und von Bundesgerichten aktiv unterstützt wird, unter Kontrolle gebracht wird", meint etwa Lory Lybeck, ein involvierter Anwalt aus Washington. (zw)      

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Wired

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Posting 1 bis 25 von 135
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Wishmaster
00
23.5.2011, 13:11
Ich wünschte, es gäbe mal 2 Monate kein Internet!

... oder zumindest kein Filesharing.

Dann würden diese Dep*en endlich mal erkennen, dass die Leute trotzdem nicht in die Kinos stürmen oder wie wild überteuerte DVDs/Blu-Rays mit teils schlechter Qualität und ohne Extras kaufen.

Wie kann es in der Post-Steinzeit tatsächlich wahr sein, dass vor obersten Gerichten noch immer Rechnungen wie "10 x Download = 10 x entgangene Käufe" durchgehen???

peak oil
03
12.5.2011, 08:08
wenn dies a****löcher einem das downloaden vermiesen,

dann muss mensch halt auf offline-filesharing umsteigen: d.h. seine freunde öfters in natura besuchen. das stärkt immerhin die sozialen kompetenzen...

Mathias
 
00
12.5.2011, 10:38
willkommen in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts...

... so haben damals die Tauschbörsen funktioniert.. was glauben Sie, wie teuer das via Schnarch-Modem sonst geworden wäre... wobei damals die Programme noch auf Disketten gepasst haben...*grübel*

die Resi-Tant Evil
50
12.5.2011, 13:09

Ach ja, die Zeiten der sogenannten Game-RIPs, wo man (Hintergrund)Audio und (Zwischensequenzen)Videos entfernte, um den Download möglichst gering zu halten. Mit dem Hintergrundgedanken, das Netz nicht durch übertriebenden Traffic zu belasten, bzw. Rücksicht auf Downloader, deren Anschluss über ein Datenlimit verfügt.

Heutzutage schiebt man die 45 GB Blueraykopien im Internet herum, welche von vielen einmal angesehen und dann gelöscht werden. Weil die Leitung schnell und flatrate ist und das Internet kommt sowieso aus einem Loch in der Wand, was interessieren mich da die anderen oder eine ökonomische Trafficnutzung. :(

Wishmaster
00
23.5.2011, 13:04
Richtig!

Eine "ökonomische Trafficnutzung" interessiert mich so etwas von einem feuchten Dreck!

Was soll das überhaupt sein oder wem soll das etwas bringen???

Charlie Brown
00
13.5.2011, 14:58

"Mit dem Hintergrundgedanken, das Netz nicht durch übertriebenden Traffic zu belasten"

Ich würde ja eher sagen Game-Rips hatten den Grund, dass es keine erschwinglichen CD-Brenner gab und die Möglichkeit, CD-Spiele auf andere Medien zu kopieren, daher stark davon abhing, wieviel "überflüssiges" man weglassen konnte. Das waren ja noch die Zeiten der Streamer-Bänder und später Zip-Drives.

Gott
00
12.5.2011, 04:47
Die eigenen Kunden zu klagen ist echt gut

Lucius Vorenus
01
11.5.2011, 22:42

Einfach weniger Scheiß produzieren! Mit guten Filmen kann man nach wie vor viel Geld verdienen...

Mathias
 
00
12.5.2011, 10:38
zB: Star Wars, Herr der Ringe, .... ;-)

Surm
00
11.5.2011, 14:25

PeerBlock
gratis

Hirostandard
00
11.5.2011, 12:42

viel eher würde mich die rechtslage interessieren, wenn ich mir den Film im Kino angesehen habe, gekauft habe und trotzdem runterlade... ob dann auch "geklagt" werden kann mit dem Argument "Sie hätten ihn sicher 2x gekauft"... -.-

Die Filmindustrie ist schon sehr lustig...

Kino 12€
DVD 12€
BLU-RAY 15€
===
Kosten eines fans: 39€

...

da wird man sich ja den einen oder anderen film doch runterladen dürfen oO

NuMen
00
11.5.2011, 16:54

du hast recht. die filmindustrie sind nur noch geldgeile arschlöscher mehr nicht. auf qualität im film wird schon lang nicht mehr viel wert gelegt.

FS4 - the science channel
01
11.5.2011, 16:01

Gehen Sie einfach nichts ins Kino und kaufen Sie entweder die DVD oder die Bluray – schon mal mindestens 24 Euro eingespart.

Charlie Brown
01
11.5.2011, 14:51

"da wird man sich ja den einen oder anderen film doch runterladen dürfen"

Komische Logik.

NuMen
10
11.5.2011, 12:19
lächerlich

ich warte ja nur drauf, bis einer der abgemahnten wirklich geld in die hand nimmt und sich auf eine klage einläßt. da bin ich gespannt wenn der/die jenige eine gegenklage nach dem anti hacking act vornimmt.
denn so, wie die firlmen an die daten kommen ist nicht ganz legal.

T-C
00
11.5.2011, 16:14
Illegal?

Wo denn? Die IP-Adressen kriegt man völlig legal über das BitTorrent-Protokoll heraus. Die Beschaffung der Daten zu diesen IP-Adressen ist offenkundig -- wie im Artikel beschrieben -- durch bundesgerichtlichen Beschluss legitimiert. Nur weil's Ihnen nicht passt, dass es passiert, ist es noch lange nicht illegal.

NuMen
00
11.5.2011, 16:53

da zeige ich den behörden den mittelfinger. ich werde in zukunft die selben wege gehen wie die terror organisationen, kinderpornoseiten und ander kiminelle. mit Tor oder anderen tools ist es ganz leicht.

mic media
00
11.5.2011, 22:43

in deutschland wird auch schon abhemahnt!

Staatssekretär
011
11.5.2011, 12:00

Hihi, auch noch Geld zahlen, weil man "The Expandables" heruntergeladen hat.

Wenn man sich den Film danach anschaut, ist das bereits Strafe genug!

Nit Picker
 
11
11.5.2011, 16:06

Sie haben sich dieser Strafe offenbar schon unterworfen.

Zitronenbaum
00
11.5.2011, 11:56
In dem Zusammenhang:

Weil ichs ehrlich gesagt nicht so genau verfolge - gibts eigentlich auch schon Prozesse gegen österreichische User?
Also richtige Anklagen, etc.
Dass auch Spam-Mails verschickt werden zu dem Thema ist ja bekannt... (Ist meinem Vater auch passiert, obwohl der gerademal Privatkopien seiner CD-Sammlung erstellt. :'))

Mathias
 
00
12.5.2011, 10:41
Ist meinem Vater auch passiert, obwohl der gerademal Privatkopien seiner CD-Sammlung erstellt

Weder in Deutschland noch in Österreich ist es verboten, Privatkopien seiner CD-Sammlung zu erstellen!

Nur die Umgehung eines "Kopierschutzes" (Autostart deaktivieren hilft schon oder alternatives OS verwenden ;-) ist strafbar!

Der Leser für die Zeitung
00
11.5.2011, 16:16

download ist in österreich nicht verboten, bloß ein nicht autorisiserter upload kann gegen das urheberrecht verstoßen.

Zitronenbaum
00
12.5.2011, 08:04
Schon klar

:)
Nur, ob was passiert ist, weiß man nicht, oder?
Aber gut, ich schätze wenn so etwas passiert, würde es wohl zuerst in Zeitungen sein, die über jeden Müll schreiben (zB die Heute *grusel*).

rowdy
00
11.5.2011, 13:36
Was ich weiss

darf der ISP die Kundendaten zu IP Adressen nicht herausgeben. Damit sollte eine Klage nicht moeglich sein.

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