#io2011

Google I/O Tag 2: Viel Chrome(OS) und Angry Birds

Andreas Proschofsky, 11. Mai 2011, 18:48
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    Langfristig setzt Google auf ChromeOS - und damit auf ein Betriebssystem, bei dem praktisch alle Anwendungen im Web laufen.

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    Angry Birds gibt es künftig auch im Chrome Web Store, diese hat einige exklusive im Chrome-Stil gehaltene Levels.

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    Eines der ersten "Chromebooks" soll von Samsung kommen - ab dem 15. Juni.

Mittlerweile 160 Millionen aktive Chrome-NutzerInnen - Rovio bringt Web-Version von Angry Birds

Auch wenn man bei einem Gang durch die Hallen des Moscone Center West in San Francisco schon mal einen anderen Eindruck bekommen kann: Google hat neben Android noch zahlreiche andere Software im Angebot. Dem zweiten großen Schwerpunkt der EntwicklerInnenkonferenz Google I/O widmete man dann auch die gesamte Mittwochs-Keynote: Google Chrome und das Linux-basierte Betriebssystem ChromeOS, das ganz und gar auf Online-Anwendungen ausgerichtet ist.

Zahlen

Sundar Pichai, bei Google als Vizepräsident für alle Chrome-Fragen zuständig, lieferte zum Einstieg zunächst einmal einige Zahlen, die zeigen, dass der Browser im letzten Jahr ein beeindruckendes Wachstum hingelegt hat. Hatte Google Chrome vergangenes Jahr noch rund 70 Millionen aktive NutzerInnen, ist diese Zahl mittlerweile auf 160 Millionen angewachsen. Diesen Erfolg führt man nicht zuletzt auf den aggressiven Zeitplan zurück, mit dem man zwischenzeitlich alle sechs Wochen neue Features an die NutzerInnen ausliefert.

HTML5

Pichai lobte dabei auch die Bemühungen anderer Hersteller HTML5 weiter voranzutreiben, wovon das Web als Ganzes profitiere - und immerhin sei dies die aktuell wichtigste Plattform, wie Vic Gundotra, Vizepräsident "Social" bei Google, der auch heute wieder durch das Programm führt, in seinen einleitenden Worten schon betonte.

Sprache

Danach folgte die Demonstration einiger aktueller Features in Chrome, wie etwa die vor kurzem aufgenommene Spracheingabe, die man gleich mit einer Google-Translate-Übersetzung von Englisch nach Chinesisch demonstriert - samt folgender Sprachausgabe. Eine der zentralen Stärken von Chrome ist sicher die Performance, vor allem die rasanten Verbesserungen bei Javascript hätten hier ganz neue Klassen von Anwendungen ermöglicht, zeigt sich Pichai überzeugt.

GPU

Ein aktuelles Performance-Thema ist die Nutzung der GPU zur Hardwarebeschleunigung des Browse - was vor allem für Spiele äußerst relevant ist. Den Unterschied zu einem Browser, der die GPU nicht nutzt, demonstrierte man übrigens anhand des "FishTank"-Demos von Microsoft, wo die Hardwarebeschleunigung eine Verbesserung um den Faktor 10 bringt. Damit ließen sich jetzt Spiele kreieren, die noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wären, so Pichai.

Web Store

Auch den vor einigen Monaten gelaunchten Chrome Web Store sieht man - trotz all der Kritik - durchaus als Erfolg. Die NutzerInnen würden nun im Schnitt doppelt so viel Zeit in Online-Anwendungen verbringen als zu vor. Mittlerweile sei der Web Store übrigens bereits in 41 Sprachen verfügbar.

Verkauf

Neu verkündete man In-App-Verkäufe, mit denen Web-EntwicklerInnen unkompliziert - Google spricht von einer Zeile Code - zusätzliche Einnahmequellen für ihre Online-Anwendungen erschließen können. Für Szenenapplaus sorgte die Ankündigung, dass Google hier nur 5 Prozent der Einnahmen für sich haben will - bei mobilen Plattformen wie Android und iOS liegt dieser Wert üblicherweise bei 30 Prozent.

Angry Birds

Als erster externer Gast durfte dann Softwarehersteller Rovio auftreten, der eine kleine Überraschung in petto hatte: Angry Birds gibt es ab sofort auch im Chrome Web Store, lässt sich also direkt im Browser spielen. Zur Umsetzung greift man auf WebGL zurück, wird dies auf einer Plattform nicht unterstützt, nutzt das Spiel Canvas. Dank Hardwarebeschleunigung soll auch die HD-Version des Spiels auf halbwegs aktuellen Rechnern konstant mit 60 Bildern pro Sekunde ruckelfrei laufen.

Offline

Die Web-Version von Angry Birds kann übrigens auch offline gespielt werden, hier nutzt man aktuelle HTML5-Möglichkeiten.Zudem gibt es einige Chrome-spezifische Levels, die sonst auf keinen anderen Plattformen verfügbar sind - und ganz im Stil des Browsers gehalten sein. Von der Chrome-Version zeigte sich auch Sundar Pichai besonders angetan, könne er so doch endlich seinen Kindern erklären, dass er wirklich etwas sinnvolles mache.

Ausblick

Was folgt war eine kleine Vorschau darauf, was künftig alles im Browser möglich sein wird. Ein live erstellter Filme nutzte 3D-Grafiken und Shader-Effekte, ein "Model Viewer" zeigte die Darstellung von 3D-Wireframe-Grafiken direkt im Browser. Pichai betonte im Anschluss, dass man damit langsam dem eigenen Ziel immer näher komme - dass Web-Anwendungen kaum mehr von lokalen Programmen unterscheidbar sind.

ChromeOS

Damit hatte man natürlich die passende Überleitung zu ChromeOS gefunden, mit dem man sich ganz auf das Web als Plattform konzentriert. Eine Beschränkung, die man auch gleich nutzt viel Legacy-Technologien über Bord zu werfen. So sei etwa jedes "Chromebook" praktisch umgehend verfügbar, wenn man es öffne. Selbst der ursprüngliche Boot brauche gerade einmal acht Sekunden. Im Gegensatz zu klassischen Betriebssystemen werde ChromeOS über die Zeit sogar schneller, einerseits weil man Web-Anwendungen immer flotter mache, aber auch weil man den Browser selbst stetig optimiert. Updates für das System werden wie bei Google Chrome automatisch ausgeliefert.

Nachfrage

Eine stabile Version von ChromeOS gibt es bislang zwar noch nicht, das Pilotprogramm mit den eigenen Cr-48-Laptops sieht man aber schon mal als Erfolg an - mehr als eine Million Personen hätten sich dafür beworben. Nicht zuletzt dank dem dort gesammelten Feedback habe man einige aktuelle Verbesserungen vorgenommen. Dazu gehört ein eigener File-Manager, auch mit externen Geräten kann das Browser-Betriebssystem nun endlich umgehen. Web-Anwendungen können sich für einzelne Dateitypen registrieren, so dass Fotos, Dokumente und Co. direkt aus dem File-Browser auf die passenden Online-Services hochgeladen werden können.

Offline

Als weitere kritische Komponente für den Erfolg von ChromeOS sieht man den Offline-Support an, immerhin sollen die Anwendungen ja auch ohne aktive Internetverbindung funktionieren. So sollen denn auch im Sommer neue Versionen von GMail, Google Docs und Google Calender ausgeliefert werden, die offline genutzt werden können.

Hardware

In Folge kam dann worauf wohl viele gewartet hatten: Die Ankündigung der ersten im Handel verfügbaren Geräte mit ChromeOS. So wird das erste "Chromebook" von Samsung kommen, auch Acer will einen entsprechendes Device bringen. Verfügbar sollen diese unter anderem bei Amazon ab dem 15. Juni sein. Der Start wird zunächst in den USA und sechs anderen Ländern erfolgen - darunter Großbritannien, Deutschland und Spanien.

Kosten

Als Preis gibt man für das Samsung-Notebook - den Begriff Netbook vermeidet man mittlerweile - 429 US-Dollar an, dies für die WLAN-Version. Mit 3G-Support schlägt dieses mit 499 US-Dollar zu Buche. Das Acer Chromebook soll es schon ab 349 US-Dollar zu kaufen geben.

Business

Schon in den letzten Monaten hatte sich abgezeichnet, dass Google gerade im Business-Bereich eine besondere Chance für ChromeOS sieht. Entsprechend hatte man hier auch ein neues Angebot zu bieten: Mit der "Chromebox" for Business bekommen Firmen ein fertiges Hardware- und Softwarepaket, bei dem sich Google um alle Details kümmert. Eine eigene kleines Box sorgt für das Management der Logins und die Administration. Pro NutzerIn kostet das Ganze dann 28 US-Dollar, Google kümmert sich dafür dann auch um allfällige Hardwareupgrades.

Umstieg

Studien in Zusammenarbeit mit diversen großen Unternehmen hätten ergeben, dass 78 Prozent der Angestellten schon jetzt auf ChromeOS wechseln können, so Google. Dies natürlich nicht mit einem "puren" ChromeOS sondern in Kombination mit Desktop-Virtualisierungslösungen von VMware oder Citrix, die die Nutzung von Legacy-Programmen direkt im Browser erlauben.

Bildung

Als zweite Wachstumshoffnung hat man den Bildungsbereich ausgemacht. Hier wird es ein ähnliches Angebot geben, dies allerdings schon um 20 US-Dollar. Beide Chromebox-Angebote sollen ebenfalls ab dem 15. Juni erhältlich sein, die Startländer sind deckungsgleich mit den zuvor genannten Notebooks.

Oprah

Hatte es am ersten Tag der I/O gleich ein Samsung Galaxy Tab 10.1 für alle BesucherInnen gegeben, wollte man sich auch am Mittwoch nicht lumpen lassen. So sollen alle TeilnehmerInnen nach der Konferenz auch noch ein Chromebook bekommen, immerhin würden viele der Anwesenden die Zukunft des Webs mitbestimmen, streute Sundar Pichai den Anwesenden Rosen. (Andreas Proschofsky aus San Francisco, derStandard.at, 11.05.11)

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24 Postings
Schlafsackerl
00
17.5.2011, 15:29
"die die Nutzung von Legacy-Programmen direkt im Browser erlauben."

Ach, alles nicht webbasierte ist jetzt schon legacy? :)

Schlafsackerl
00
17.5.2011, 15:25
Yeah,

...mit aktuellen Quad-Core Rechnern und 4 GB Ram geht auch ein Angry Birds auf HD flüssig :)
http://xkcd.com/619/
*g* Unglaublich, aber unter 1 Ghz rennt Angry anscheinend net flüssig (am Handy). Irgendwie find ich das net soo einen Fortschritt :)

Schemieschenie
00
12.5.2011, 14:56
kann man das Chrome OS,

dann eigentlich auch problemlos auf einen bereits bestehenden PC spielen !

sfb
00
12.5.2011, 08:15
angry birds - moorhuhn 2.0

angry birds ist ein sehr amüsantes spiel. aber der hype - und damit die berwertung von rovio - sind masslos überzogen. das gesamte unternehmen ist mit blick auf die anderen, eher durchschnittlichen spiele, ein one trick pony.

die angekündigte vermarktung von angry birds als lifestyle marke (!) kann nichts anderes als ein schlechter witz sein.

zandro
00
12.5.2011, 08:50
die präsentation von angry birds war auch irgendwie ziemlich absurd

die gewaltigen performancesprünge im web u.a. mit webgl und canvas bzw. zum teil auch das bezahlsystem von google demonstriert man anhand der umsetzung eines simplen handy-games fürs web? ich meine, gibt es da irgendjemand, der dann plötzlich mit offenem mund dasitzt: WOW! ich kann jetzt angry birds im browser spielen! :o

Inconnu
01
12.5.2011, 09:05
waaaaas?

man kann jetzt Angry Birds im Browser spielen??? WOOW!!! :O

mr. fusion
00
11.5.2011, 22:50

man kann angrybirds auch ohne umweg über den "store" aufrufen:

http://chrome.angrybirds.com/

geht bei mir in auch im safari

Flexman
00
12.5.2011, 01:17

man kann fast alle "Apps" vom Chrome ohne Webstore abrufen da es zu 99% nur um einfache Links zu Webseiten handelt.

Jede Internetseite als App - tolles Konzept. :)

PedaW
00
11.5.2011, 22:12

Also ein Galaxy Tab 10.1,
so ein 4G Verizon Wlan Teil und dan noch ein Samsung Chromebook!?!?!
Verdammt ich entwickle in der falschen Sprache..

Mr. Bubbles
03
11.5.2011, 21:56

dicker loot für journalisten. na dann... ;)

Argumentationslinie: Autovergleich
00
11.5.2011, 20:20

Angry Birds everywhere...

Gibts dazu noch keine Verschwörungstheorie?

PedaW
00
11.5.2011, 22:15

Der Vortragende von Rovio war auch ein bisschen komisch...Jedes zehnte Wort war "Really" und gleich danach kam "Go out and play it after the keynote" und das in einer Frequenz...Schon fast hypnotisch touch

in cider
00
11.5.2011, 20:42

solange niemand von einem vogel erschlagen wird...

Barney_Stinson
00
12.5.2011, 07:03

oder einen Vogel auf ein Schwein wirft *ggg*

Argumentationslinie: Autovergleich
00
11.5.2011, 20:52

http://www.gosee.us/images/co... 283722.jpg

Wär ja nicht das erste Mal...

Owizara
14
11.5.2011, 19:43
Chromebook for Education

und Österreich nicht dabei :(

nintendere
 
00
11.5.2011, 19:59

dafür hatten wir ja diese iPad-Schule... seufz.

massimofunghi
02
11.5.2011, 21:56
ist auch besser so

ipad ist gut und chromebook schlecht
ipad fliegt adler, chromebook specht

[[Object alloc] init];
 
00
11.5.2011, 22:07

LOL ?! Wtf?! XD ^^

BlackAdder
17
11.5.2011, 19:51

Wozu auch, ösis sind lernresistent ;-)

mightyplejaden
00
11.5.2011, 21:51

hat er nicht unrecht...

massimofunghi
00
11.5.2011, 22:06
des ösis neue freier

wer muss schon lernen wenn er das hier hat
http://www.youtube.com/watch?v=6xRm7OKH844

LoL
00
11.5.2011, 21:10

LOL

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