Insgesamt 68 Leichen gefunden
New York - Nach dem blutigen Machtkampf in Cote d'Ivoire
(Elfenbeinküste) haben UN-Mitarbeiter in dem westafrikanischen Land mehrere
Massengräber mit insgesamt 68 Leichen entdeckt. Die Gräber seien am Freitag im
Viertel Yopougon der Wirtschaftsmetropole Abidjan gefunden worden, teilte
UN-Sprecher Farhan Haq am Montag in New York mit. Es handelte sich demnach um
insgesamt zehn Gräber, in einem davon fanden sich allein 31 Todesopfer, in einem
weiteren 21 Leichen. Die UNO nimmt an, dass die Opfer alle männlich sind und am
12. April von Anhängern des abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo getötet
wurden.
Nach dem Fund seien Zeugen und Angehörige der Opfer von Ermittlern der Hohen
UN-Kommission für Menschenrechte befragt worden, sagte Haq. Außerdem gingen sie
Hinweisen auf weitere Massengräber nach.
Nach der Präsidentschaftswahl im vergangenen November hatte Gbagbo die Macht
nicht abgeben wollen. Daraufhin brach ein monatelanger blutiger Machtkampf
zwischen Gbagbos Anhängern und den Anhängern des international anerkannten
Wahlsiegers Alassane Ouattara aus. Dabei starben nach UN-Angaben mehr als
tausend Menschen, nach Angaben der ivorischen Behörden waren es fast 3.000
Todesopfer. Nach Gbagbos Festnahme am 11. April wurde Ouattara vergangene Woche
offiziell zum neuen Staatschef vereidigt. (APA)