"Guardian"-Bericht

61 Bootsflüchtlinge auf offenem Meer verdurstet - Nato bestreitet Vorwürfe

9. Mai 2011, 16:30
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    foto: epa

    Viele Flüchtlinge nehmen trotz großer Gefahren die Überfahrt nach Europa auf.

Einsatzkräfte sollen Flüchtlinge ignoriert haben - Nato-Sprecherin: "Schiffe sind sich ihrer Verantwortung voll und ganz bewusst"

Nach dem Bericht des "Guardian", wonach Einsatzkräfte der Nato im März und April ein steuerloses Boot mit 72 Flüchtlingen auf offener See ihrem Schicksal überlassen haben sollen und dadurch 61 Menschen ums Leben gekommen seien, wird dieser Vorwurf von Seiten des Militärbündnisses bestritten. Eine Sprecherin der Nato erklärte: "Die Nato-Schiffe sind sich ihrer Verantwortung gemäß dem internationalen Seerecht voll und ganz bewusst", sagte sie. Zudem habe sich zum fraglichen Zeitpunkt lediglich der italienische Flugzeugträger "Garibaldi" im Mittelmeer befunden - allerdings etwa 100 Seemeilen von der Unfallstelle entfernt.

Der "Guardian" hatte berichtet, dass der Flugzeugträger, von dem Überlebende des Flüchtlingsboot berichtet hatten, das französische Schiff "Charles de Gaulle" gewesen sei. Die Überlebenden hätten gesehen, dass zwei Jets aufstiegen und niedrig über die Schiffbrüchigen flogen. Allerdings folgte keine Hilfe für die Flüchtlinge. Französische Stellen hätten dieser Darstellung widersprochen, auf spätere Vorhaltung jedoch nicht mehr reagiert.

Warum half Küstenwache nicht?

Unklarheit herrscht weiterhin auch, warum die italienische Küstenwache nicht schon zuvor Hilfe geschickt hatte. Laut "Guardian" hätten die Flüchtlinge per Satellitentelefon einen Mittelsmann in Rom informiert, der wiederum die italienische Küstenwache benachrichtigt habe. Ein Hubschrauber sei dann über dem Boot angekommen: Die Besatzung habe Trinkwasser herabgelassen und Hilfe angekündigt. Diese sei jedoch nie angekommen.

Auf diese Vorwürfe reagierte die Nato-Sprecherin nicht, sie betonte lediglich, dass Nato-Soldaten erst kurz vor dem berichteten Zwischenfall bei zwei Aktionen rund 500 Menschen auf offener See vor dem Ertrinken bewahrt hätten.

Hintergrund der Tragödie: Zwei Wochen auf hoher See

Das betroffene Boot mit den 72 Flüchtlingen hatte am 25. März die libysche Hauptstadt Tripolis verlassen, der Kapitän verlor jedoch nach etwa 18 Stunden den Kurs auf die angesteuerte italienische Insel Lampedusa. Nachdem der Treibstoffvorrat zur Neige gegangen war, trieb das Boot ohne Steuermöglichkeit zwei Wochen lang auf dem offenen Mittelmeer. Als es am 10. April nahe der libyschen Stadt Zlitan angeschwemmt wurde, waren noch 11 der ursprünglich 72 Insassen am Leben.

Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge stammte aus Äthiopien, zwanzig weibliche Insassen und zwei Kleinkinder waren an Bord. Nato-Sprecherin Carmen Romero sagte zu dem Fall: "Wir sehen uns die Behauptungen des Guardian genau an und können hoffentlich bald Näheres sagen. Alle Nato-Kräfte sind sich voll und ganz bewusst, welche Verantwortung sie gegenüber der Sicherheit von Menschenleben auf hoher See haben." (red, derStandard.at, 9.5.2011)

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Elder Statesman
510
10.5.2011, 15:48
...ein alter Freund von mit würde für seine Farm in Vic falls so um die 160 Arbeiter suchen....

Komisch dort will keiner hin - alle nur nach euopa auf der Suche nach Sozialleistungen - Zaun rund um Afrika ab sofort

Malkaye
00
13.5.2011, 16:11
falls sie des nachdenkens mächtig sind, haben sie sicher geschlussfolgert bzw. woanders gelesen, dass es sich um gastarbeiter handelte, die in libyen eine beschäftigung gefunden hatten.

dort macht ihr lieber sozialleistungs-westen leider gerade krieg.

wir brauchen mehr flüchtlinge, damit die leute hier verstehen, dass unsere politik mord ist.

Luky Pozzo
00
12.5.2011, 11:29

Nehmen Sie lieber das Brett vom eigenen Kopf weg, das geht leichter.

Barbarin
10
11.5.2011, 11:26
Also...

...was zahlt denn Dein Spezi so? Dürfte knausrig sein, weil mein Chef findet immer Leute, die für ihn arbeiten wollen...sogar mit Zug aus der Ferne anreisend. Es wird an Deinem Spezi liegen...Grüße nach Vic!

Du weißt schon, dass Asylwerber nicht arbeiten dürfen, gell?

Ernst Hirschmugl
 
22
11.5.2011, 19:25

Ah, und die wissen das und wollen trotzdem kommen ? Was reizt sie dann, wenn es nicht Gratis-Unterkunft, Ernährung und Geld aus unseren Sozialkassen ist ?

kakophobikerin
00
14.5.2011, 07:30
es reizt sie die Hoffnung, nach dem asylwerben vielleicht Asyl zu bekommen.

Ernst Hirschmugl
 
00
14.5.2011, 08:38

... und meinen, sie hätten gut genug gelogen ?
Hoffentlich werden unsere Asylgerichte schnell genug arbeiten, damit Österreich im Katalog des Reisebüros Schlepp & Co nicht mehr mit 5 Sternen steht.

Barbarin
22
12.5.2011, 14:22
Ja genau so wie Ihre Großeltern...

...nach dem II. Weltkrieg...woher kamen die Tschechei, Ungarn?

Sie kommen sicher aus so einer Schnorrer-Familie (wie ich und ca 80 % der österreichischen Österreicher) Sie Ausländer...ausländischer!

:-) Sie trinken viel Alkohol, gell?

Mynnia
00
14.5.2011, 20:54
Jetzt kummts ma erst, meine Urgroßeltern sind wie die bösen Ausländer vom Sarrazin

Allerdings auch erst nach viel Arbeit und durch die Versehrtenpension Uropas, der in den Krieg musste und sein Bein großzügigerweise daließ. Autonom, dann schließlich Lieferant für Gemüse und Fleisch - Bauernhof in klein, das kannten sie ja, das konnten sie ja - vermehrten sie sich auch noch wie die Kaninchen. 14 Kinder! Naja, haben sich halt einen eigenen Clan durch Hochzeiten geschaffen, ihre eigene Parallelgesellschaft, in der sie ihren Platz und Anerkennung hatten..Ich glaub, sie waren dann fast zum Trotz noch katholisch, als ihre Kinder schon längst irgendwas anderes christliches oder gar nix waren. Naja. Und alle meistens deutsch, blond, groß, blauäugig und mit altem deutschem Namen! Benehmen sich wie die bösen Ausländer *G*

Mynnia
00
14.5.2011, 20:48
Meine Familiengeschichte schützt mich vor gewissen Torheiten (aber nicht vor allen ;_;)

*aufzeig* Meine Urgroßelternpaare (lustigerweise väter- und mütterlichseits, aber nicht untereinander bekannt) wären heute Polen, sie stammen aus dem ländlichen Pommern. Deutschsprachige Polen wurden nach dem Krieg und den Grenzziehungen sehr schnell vertrieben, ein Paar ist "freiwillig" früher losgezogen um sich vorm Krieg zu schützen. Die waren nicht zimperlich. Dann haben sie sich am Meer niedergelassen, ein Paar an die Ost-, eins an die Nordsee, ich kenn nur die Nordseelen. Da hatten die es nicht grad einfach, sie wurden geschnitten und beschimpft, weil überall wirtschaftliche Not war und dann auch noch diese Bettelarmen kommen, die eher Hilfe brauchen als Arbeit leisten zu können. Sie haben aber irgendwie geschafft, Land zu kriegen.

Ernst Hirschmugl
 
00
12.5.2011, 18:33

Was Sie "sicher sind", schreibe ich jetzt nicht hin, weil das zählte als schlimme Beleidigung.

as ri
12
11.5.2011, 11:02

..komisch, die Gegner argumentieren immer mit "Sozialleistungen",..
und übersehen dabei daß es solche nur nach erbrachter "Leistung" gibt..;)

Barbarin
21
11.5.2011, 10:09
Hm....

...es wird daran liegen, dass Asylwerber in Österreich nicht arbeiten dürfen.

Nicht gewußt?

Bitte FPÖ-Hetze besser nachplappern...

...und Arbeiter wollen auch gerecht entlohnt werden, überraschenderweise...wieviel täte Ihr Freund denn pro h löhnen?

Ernst Hirschmugl
 
31
11.5.2011, 19:27

... nicht angemeldet arbeiten dürfen, ja. Aber zum Dealen mit Rauscgift wollen die sich ohnehin keinen Gewerbeschein holen....

kakophobikerin
10
14.5.2011, 07:32
Sie sind ein ganz schön selbstgefälliger Scheibenbewohner.

Barbarin
20
12.5.2011, 14:52
Ist das Ihr outing?

Sie sind Drogen-dealer? Seit wann schon?

Wie wird man das und was bieten Sie Schönes an?

Oder hängen Sie Ihre dü**lichen FPÖ- Vorurteile Menschen um, die Sie alle nicht kennen?

Sie sind sicher Alkoholiker und beziehen Notstand, oder? Vorurteile sind was herrliches...
:-)

Josef Hader hat dazu einen schönen Beitrag...

raff1
33
11.5.2011, 00:34
generell zahlen die konzerne dort auch keine

monatslöhne mehr, sondern nur noch tageslohn, der nur für essen reicht.
dies basiert auf der mentalität dieser menschen dort.
einmal einen anständigen monatslohn ausbezahlt, und die arbeiter sieht man nicht mehr, bis alles aufgebraucht ist.

kakophobikerin
00
14.5.2011, 07:33

und dann fragt man sich nicht, wieso die menschen dort einen anständigen lohn offenbar nicht gewöhnt sind, bevor man es ihrer "mentalität" anlastet????

Barbarin
10
11.5.2011, 10:11
Also wie bei Ihnen/in Ihrem Fall...

...das ist also Ihr outing zu Ihrer Arbeitsmoral, die Sie Menschen ankreiden, die Sie noch nicht mal kennen (Vorurteile)?

Für Sie will ich keine Arbeitslose/Notstand mehr löhnen...Geldverschwendung!

Skeptiker_
33
11.5.2011, 10:59
Barbar/innen

Mein Arbeitskollege hat sich 1 Jahr karenzieren lassen und hat Telekommunikationsprojekte (Aufbau Richtfunkstrecken) in Afrika für einen Großkonzern geleitet.
Er hat mir genau diese von raff1 beschriebene Verhaltensweise seiner lokalen Arbeitskräfte bestätigt. Sobald eine größere Summe ausbezahlt wurde, kamen die Arbeiter wochenlang nicht mehr auf die Baustelle.
Aber bleiben sie ruhig bei ihrem Vorurteil, dass afrikanische Arbeiter genauso ticken wie Europäische, denn aus sicherer Entfernung, können sie ja nicht enttäuscht werden.

Barbarin
31
11.5.2011, 17:05
?

Ich war in Gambia (Serekunda -West) und Senegal (Dakar)...Sie lügen, aber wie1

Die Leute arbeiten dort mehr, härter und um viel weniger Geld!

Bitte nicht soviel Propaganda schlucken...!

Skeptiker_
24
10.5.2011, 21:30
es ist bezeichnend

daß hier im Forum von linken Grünen/innen vehement gegen die Unmenschlichkeit der EU-Flüchtlingspolitik Stimmung gemacht wird. Sobald aber konkrete Fakten zitiert werden, herrscht Ruhe im Wald.

Barbarin
20
11.5.2011, 10:11
Welcher konkrete Fall?

Skeptiker_
12
11.5.2011, 11:07
Welcher konkrete Fall?

Kommentare welche mit 2 Dreiecken (Pfeilen) gekennzeichnet sind, beziehen sich immer auf den vorausgehenden Kommentar welcher mit einem Dreieck gekennzeichnet ist.
Antworten auf einen Kommentar mit 2 Dreiecken, werden dann mit 3 Dreiecken gekennzeichnet, usw

Zekrec
03
10.5.2011, 14:58
Das muss aufgeklärt werden.

Nato-Sprecherin Carmen Romero sagte SPIEGEL ONLINE:
"Nato-Schiffe haben schon Hunderte von Leben gerettet und sind sich voll ihrer Verantwortung bewusst, die sie gemäß des Internationalen Übereinkommens zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) tragen", so Romero. So hätten Nato-Schiffe beispielsweise in der Nacht auf den 27. März mehr als 500 Personen rund 50 Seemeilen nordöstlich von Tripolis gerettet und nach Italien transportiert."

aus:http://www.spiegel.de/politik/a... 67,00.html

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