Marktanalyse

IDC-Quartalsanalyse: PC-Prozessoren im Wachstum

9. Mai 2011, 15:18

Positive Prognose auch für ARM - Apple plant angeblich Architekturwechsel

Im ersten Quartal 2011 legten die Umsätze bei den x86-Prozessoren, hauptsächlich aus dem Hause AMD, Intel und VIA, gegenüber dem Vorjahresquartal um 7,4 Prozent zu, schreibt heise. Dies geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der Analyse der weltweiten Entwicklung von PC-Prozessoren hervor und liegt über der IDC-Prognose von einem Verkaufsrückgang um 3,2 Prozent.

Preisanstieg

Für das Jahr 2011 erwartet IDC einen Anstieg der verkauften PC-Prozessoren um 10,3 Prozent. Während der Average Sales Price (ASP) teurer wird, soll der Umsatz um 17,6 Prozent auf 43 Milliarden Dollar klettern. Ein Grund für die Preiserhöhung ist der gestiegene Marktanteil der Prozessoren mit leistungsstarken Grafik-Chips (GPUs). Dieser macht - dank des hohen Anteils von mobilen Prozessoren am Gesamtmarkt sowie der Sandy-Bridge-CPUs von Intel - insgesamt bereits die Hälfte des Gesamtmarkts aus.

Intel weiter ungeschlagen

Laut IDC-Analyse stagnieren die Marktanteile von AMD und Intel weitgehend, abgesehen geringer Verlagerungen bei Serviceprozessoren um 0,3 Prozent auf 6,1 Prozent und bei Desktop-PC-CPUs um 0,1 Prozent auf 27,4 Prozent Marktanteil erhöht. Einen Rückgang um 0,1 Prozentpunkte verbuchen AMDs Mobilprozessoren, wobei Intel 86,3 Prozent und VIA 0,3 Prozent des Prozessor-Markts auf mobilen Geräten hält. Gemessen an Stückzahlen steht Intel bei 80,8 Prozent aller Lieferungen von x86-CPUs, AMD bei 18,9 Prozent und VIA bei 0,3 Prozent.

iPad und Android-Tablets ausgenommen

Eine positive Entwicklung bescheinigen die IDC-Marktforscher den Systems-on-Chips (SoCs) mit CPU-Kernen von ARM, die bis 2015 um 13 Prozent des PC-Marktes einnehmen soll. Hierbei unterscheidet IDC zwischen Notebooks, Desktop-PCs und Tablets. iPads und auf Android laufende Tablets lässt IDC nicht in die Analyse mit einfließen. Obwohl ARM-Chef Warren East eine abgeschwächte Verwendung von ARM-CPUs in Windows-Rechnern ankündigte, rechnet IDC wohl damit, dass ein Großteil der Tablets mit ARM-Prozessoren mit Windows 8 laufen werden, so heise.

Apple plant CPU-Wechsel

Einer anonymen Quelle zufolge plant Apple neben Tablets ab 2013 auch Notebooks mit SoCs von ARM auszustatten, was dem Prozessorhersteller einen Antrieb auf dem PC-Markt bescheren würde. Mit der Verwendung günstigerer CPUs könnte Apple seine Produktionskosten und die Preise der Notebooks senken. Apple sei, wenn man Tablets zu Mobil-PCs zählt, heute der weltweit viertgrößte PC-Verkäufer.

Weiter brodelt es in der Gerüchteküche, dass Apple sich nach alternativen Auftragsfertiger für künftige ARM-SoCs umsieht. Intel soll sich zur Produktion von ARM-SoCs bereit erklären, heißt es. (red, derStandard.at, 09. Mai 2011)

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