Österreicher sind keine Sportmuffel

Tiroler, Vorarlberger und Salzburger bewegen sich besonders häufig

Wien - Die Zahl der absoluten Sport-Muffel ist in Österreich deutlich geringer (29 Prozent) als in der EU (39 Prozent). Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) hervor, für die österreichische Erhebungen zwischen 2005 und 2009 sowie EU-Daten analysiert wurden. Tiroler, Vorarlberger und Salzburger ertüchtigen sich demnach besonders häufig, am faulsten sind statistisch gesehen die Niederösterreicher, gefolgt von den Kärntnern. Generell sporteln die Österreicher im EU-Vergleich durchschnittlich gerne.

Radfahren besonders beliebt

Ausflüge mit dem Drahtesel wurden in allen Bundesländern unter die Top drei gewählt. Das Wandern schaffte es - mit Ausnahme des Burgenlandes - ebenfalls durchwegs aufs Stockerl, so das Ergebnis der IFT-Studie. Wintersport haben nicht alle gleich gern: In Wien, Niederösterreich und im Burgenland schaffte es das Skifahren nicht unter die ersten drei Plätze. Weitere häufige Sportarten sind Laufen, Schwimmen und Gymnastik.

Einige Besonderheiten offenbaren sich beim Blick in die Bundesländer. Während sich Burgenländer überdurchschnittlich gerne mit Tischtennis, Basket- und Volleyball beschäftigen, schwören die Kärntner auf Eislaufen und -hockey. Die Steirer sind Kegel- und Bowling-Fans, die Niederösterreicher Wellness- und Yoga-Liebhaber. In Vorarlberg liegt Radfahren überdurchschnittlich im Trend, Winter- und Bergsportarten boomen vor allem in Tirol und Salzburg, so das IFT. Als Musterbundesland gilt Oberösterreich, dass so ziemlich dem Durchschnitt entspricht. In Wien ist hingegen alles anders: Statt Outdoor sind hier Hallen- und Randsportarten wie Kampfkunst angesagt.

Fleißige Skandinavier

Laut einer Eurobarometer-Umfrage sporteln 38 Prozent der Österreicher mindestens einmal wöchentlich, EU-weit sind es 40 Prozent, so das IFT. Fünf Prozent (Österreich) im Vergleich zu neun Prozent (EU) ertüchtigen sich sogar mindestens fünfmal pro Woche körperlich. Besonders fleißig sind die Skandinavier: Je 72 Prozent der Schweden und Finnländer sowie 64 Prozent der Dänen üben wöchentlich Sport aus. Das Negativranking führen die Südländer an: Über die Hälfte der Griechen und Italiener tun gar nichts für ihre Fitness. (APA)

Share if you care
1 Posting

warum sind die oberösterreicher eigentlich in so vieler hinsicht so mustertauglich durchschnittlich?
ernst gemeinte frage!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.