Grenzkontrollen in der EU

Spindelegger: Nur vorübergehende Maßnahme

9. Mai 2011, 11:24

Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb Europas sei Rückschlag, so Brüsseler Politologe Emmanuelidis

Seit ernsthaft über die Wiedereinführung von Grenzkontrollen innerhalb Europas diskutiert, sei die EU in einer Krise, erklärte der Brüsseler Politologe Yanis Emmanuelidis. Das berichtet das Ö1-Morgenjournal. Demnach würden sich viele Bürger fragen, wo der Mehrwert der Europäischen Union noch liege.

Außenminister Michael Spindelegger hingegen spricht bei der Grenzdebatte von einer sinnvollen vorübergehenden Maßnahme. Im Ö1-Interview fordert Spindelegger, dass die Europäer nach außen hin stärker auftreten. Die gemeinsame Identität müsse gegenüber Dritten stärker betont werden - andererseits beschwört Spindelegger aber auch die nationale Identität: "Wir sollen Österreicher in Europa bleiben".

Für den Politologen Emmanuelidis stellt die Diskussion über die Wiedereinführung von Grenzkontrollen jedoch einen Rückschlag und den Ausdruck von nationalen Egoismen dar - man könne manchmal sogar schon von Renationalisierung sprechen. Daher sei momentan auch nichts mehr von jenem Geist zu spüren, den Außenminister Robert Schuman vor 61 Jahren verlangt hatte: "Die EU lasse sich nicht mit einem Schlag herstellen, Europa werde durch konkrete Tatsachen entstehen". (red)

world-citizen
02
Jedes Schulkind weiss heute ..........

......... daß man nur einen einigermaßen offroad tauglichen Wagen braucht, um Kontrollstellen umfahren zu können. Und daß die organisierte Kriminalität ohnehin der Polizei immer um einige Nasenlängen voraus ist. Die Realität ist ohnehin immer schon gewesen, daß die Polizei von den Kriminellen lernt und nicht umgekehrt.
Und den Nachteil aus der Dummheit werden dann jene rechtschaffenen Bürger zu spüren bekommen, die tagtäglich auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz oder zurück an sinnlosen Kontrollpunkten ihre Zeit totschlagen werden müssen. Und wieder müssen dann einige tausend Beamte beschäftigt werden, die anderenorts für sinnvolle Tätigkeiten fehlen.
Liebe Kommissare und liebe Mandatare! Bitte bewahrt uns vor diesem Schildbürgerstreich!

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.