STANDARD-Umfrage

43 Prozent wollen FPÖ in der nächsten Regierung

8. Mai 2011, 17:54

Nach kurzer Erholung beim Obmannwechsel ist die ÖVP wieder auf dem dritten Platz in der Sonntagsfrage gelandet - Eine große Mehrheit wünscht sie sich weiterhin in der Regierung

43 Prozent der Österreicher wünschen sich, dass die Freiheitlichen ab 2013 der Bundesregierung angehören - 47 Prozent sind dagegen. Das geht aus einer in der Vorwoche durchgeführten Umfrage des Linzer Market-Instituts im Auftrag des Standard hervor.

Die schärfsten Gegner einer freiheitlichen Regierungsbeteiligung finden sich bei dieser Umfrage in den Reihen der Maturanten und Akademiker, aber auch die Befragten unter 30 sind mit großer Mehrheit gegen Regierungssitze für Strache und Co. Auffallend auch: Etwa jeder zehnte erklärte FP-Wähler will seine Partei auch künftig in Opposition sehen. In derselben Umfrage wird den Freiheitlichen nämlich auch gute Oppositionspolitik bescheinigt.

Würde schon am Sonntag gewählt (und nicht erst 2013), so käme die SPÖ auf 27 Prozent, knapp gefolgt von der FPÖ mit 26. Die ÖVP kommt nur auf 23 Prozent, die Grünen erreichen 14 und das BZÖ sechs Prozent.

***

Linz - Koalitionsregierungen sind in Österreich äußerst beliebt - auch wenn man weiß, dass die darin vertretenen Parteien ihre politischen Ziele in einer Koalition nicht wirklich umsetzen können. Das geht aus einer in der Vorwoche durchgeführten Market-Umfrage für den Standard hervor.

der Standard ließ fragen: "Derzeit gibt es ja eine Bundesregierung aus SPÖ und ÖVP. Die SPÖ stellt dabei den Bundeskanzler. Was meinen Sie: Kann sich die SPÖ mit ihren wesentlichen Anliegen durchsetzen, oder ist das eher nicht der Fall?" Darauf sagen 53 Prozent der Befragten, die SPÖ könne sich nicht durchsetzen, 37 Prozent trauen ihr Durchsetzungsvermögen zu. Frauen halten übrigens die Sozialdemokratie für durchsetzungsfähiger, als das männliche Befragte tun.

Ältere und höher gebildete Befragte trauen der SPÖ tendenziell weniger zu, ihre Anliegen durchzubringen.

Market fragte weiter: "Und wie ist das mit der ÖVP in der Bundesregierung? Die ÖVP stellt dabei den Vizekanzler. Kann sich die ÖVP mit ihren wesentlichen Anliegen durchsetzen, oder ist das eher nicht der Fall?" Für die Partei von Michael Spindelegger gibt es eine etwas mildere Bewertung, ihr attestieren 43 Prozent Durchsetzungsvermögen, 49 Prozent sehen dieses nicht.

"Die Wähler beider Koalitionsparteien haben den Kompromiss quasi verinnerlicht, sie attestieren mehrheitlich sowohl der eigenen Partei als auch deren Koalitionspartner, dass sich diese mit wesentlichen Anliegen durchsetzen könnten", liest Market-Chef Werner Beutelmeyer aus den Details der Umfrage.

Und wie ist das mit der Opposition? Hier lautete die Fragestellung, ob die jeweilige Partei ihre wesentlichen Anliegen "gut vertreten" könnte - an eine Durchsetzung ist ja kaum zu denken. Die Bewertung der Parteien fällt dabei sehr unterschiedlich aus:

  • Der FPÖ attestieren 43 Prozent, dass sie ihre Anliegen gut vertreten kann, 48 Prozent meinen, das wäre nicht der Fall. Das Lob für die Freiheitlichen kommt in überraschend hohem Ausmaß von erklärten Wählern der SPÖ und von (einfachen) Arbeitnehmern.
  • Die Grünen werden als deutlich weniger geschickt bei der Vertretung ihrer Anliegen eingestuft: 65 Prozent sagen, dass sie das nicht so gut machen, nur 26 Prozent äußern sich positiv. Die Noten für die Grünen nehmen mit dem Alter und der Bildung der Befragten signifikant zu. Zufrieden sind auch ihre deklarierten Wähler.
  • Schlusslicht im Oppositionsranking ist das BZÖ: Nur acht Prozent sehen es als durchsetzungsfähig an, 81 Prozent meinen, das sei nicht der Fall.

DER STANDARD ließ - im Lichte der Diskussion, ob Bundespräsident Heinz Fischer allenfalls auch Heinz-Christian Strache angeloben würde - fragen, welche Parteien sich die Österreicherinnen und Österreicher in der nächsten, wahrscheinlich im Herbst 2013 zu bildenden Regierung wünschen würden. Gefragt wurde für jede einzelne Partei, sodass für jede Partei Unterstützer und Gegner ausgewiesen werden können.

Für die Partei von Bundeskanzler Werner Faymann ist alles klar: 69 Prozent wünschen sich, dass die SPÖ auch in der nächsten Regierung vertreten sein soll. Nur etwa jeder fünfte Befragte (aber mehr als jeder dritte Jungwähler) würde die Sozialdemokraten aus der Regierung werfen.

Die Grafik zeigt, dass es für die ÖVP ähnlich aussieht: 65 Prozent wollen die in der jüngsten Hochrechnung wieder auf den dritten Platz zurückgefallene Partei auch in der nächsten Regierung sehen. Jeder vierte Befragte (wiederum sind es unter den Jungen mehr) will die Schwarzen lieber nicht mehr regieren sehen.

Eine Pattsituation gibt es für die Grünen und die Freiheitlichen: Jeweils 45 Prozent sind dafür beziehungsweise dagegen, dass Grüne im Bund mitregieren, 43 Prozent wünschen sich ein Mitregieren der FPÖ (47 Prozent sind dagegen). Für beide Parteien ist das wesentlich mehr, als sie an der Urne zu erwarten hätten: Gewählt würden die Grünen nämlich nur von 14, die Blauen von 26 Prozent.(Conrad Seidl, DER STANDARD, Printausgabe, 9.5.2011)

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 896
hm tata
00
14.5.2011, 09:50
zählt man die paar hansln von den orangen

auch noch zum freiheitlichen lager, ist es bereits die #1 in ösistan. wenn jetzt nicht bei den roten und bei den schwarzen die alarmglocken läuten, dann nie, denn die stärke der blauen ist nichts anderes als die schwäche der roten und schwarzen. wenn das so weiter geht, drohen in ganz ösistan ähnliche verhältnisse wie in karintistan. aber vielleicht wäre das gar nicht so schlecht, weil dann könnte der strache den leuten unter beweis stellen, was er sich unter einer tatkräftigen regierung vorstellt.

Marlon62
00
13.5.2011, 10:15
Neue Deutsche Rechtschreibung:

Affe (sing.) der; die Äffen (pl.)

Alexander Patjomkin
00
12.5.2011, 21:02
.... Tendenz steigend.

Zwiebelbrot
00
12.5.2011, 11:47

BZwas die gibts auch noch?

Hinguckerl
00
12.5.2011, 09:10
liegt das ergebnis vielleicht in der fragestellung

des market instituts, das in die nähe der fpö vermutet wird? wer hat die befragung in auftrag gegeben? es wird langsam zeit, daß man die befrager hinterfragt. sie sind gefährliche meinungsmanipulierer.

Marlon62
00
12.5.2011, 17:41
Bei genauem Studium des Artikels

werden Sie erkennen, dass nur die Headline reißerisch klingt. Tatsächlich liegen die Äffen hinter den Grünen auf dem 4. Platz.

stretfordender
00
11.5.2011, 09:49
na dann ist ja eh alles klar

die Mehrheit will immer noch SPÖ und ÖVP in der Regierung sehen - also wurschtel ma halt ab 2013 weiter wie bisher :-)

Alexander Patjomkin
13
10.5.2011, 22:10
Es ist klar, dass eine etwas straffere Gesellschaftsordnung nicht jedermanns Sache..

Einschränkungen gewisser Praktiken wie z.B.:Leistungen zu beziehen ohne was selber auch zu leisten.., das würde von etlichen Leuten (Grünsympatisanten) als Menschenrechtsverletzung wahrgenommen. Menschen, die nur ihre Rechte nicht aber ihre Pflichten kennen, mögen ja sowas nicht...
Niemand ertwartet, dass solche Menschen Strache wählen würden.. .

Luky Pozzo
03
11.5.2011, 11:10
Leistungen beziehen ohne was selber auch zu leisten

Meischberger, Zierler, Rosenstingl, Schmid, Grasser, Strache, Sickl, Forstinger, Rossmann, Walch, Krüger, Riess-Passer, Scheuch, Stromberger, Koloini.

Klar, dass solche Menschen bei der FPÖ sind, waren und sie wählen.

Alexander Patjomkin
00
12.5.2011, 21:04
Sie haben vielleicht Recht, nur die weitere Hunderttausenden haben Sie vergessen aufzulisten...

Hinguckerl
00
12.5.2011, 09:12

bravo Luky, 100% zustimme!

aus santiago de compostela
11
10.5.2011, 20:35
der österreichische prolet ist in seinem innersten faschistoid und tendiert nach rechts

zuwanderungspolitik, griechenlandhilfe, das aufstellen von zweisprachigen ortstafeln usw. mögen gut gemeint sein, aber diese politik treibt die unterschicht in die hände der FPÖ.

hugolino
 
00
10.5.2011, 17:04

der titel ist zwar inhaltlich nicht falsch, macht aber im zusammenhang mit dem artikel eher weniger sinn (abgesehen von zum lesen motivieren, was aber in einer "enttäuschung" mündet, da die fpö eig. eher unbeliebt ist...)
aber was erwartet man sich schon von der krone äh dem standard ;)

hugolino
 
00
10.5.2011, 23:42

wobei ich mich im nachhinein für den krone vergleich entschuldigen möchte!
tut mir leid und wird (solange der standard nicht auf krone niveau absackt) nicht wieder vorkommen :)

die Sonne hilft uns
02
10.5.2011, 15:48
Komische Umfrage

Was haben da die Leute alles ankreuzeln dürfen?

So wie es ausschaut, wollen die Österreicher, dass in der nächsten Regierung die SPÖ, die ÖVP, die Grünen und die FPÖ vertreten sind.

Na, servas, wer und wie wurde denn da gefragt...

Und auch ein komischer Beitrag.
Die FPÖ an vierter Stelle, aber in der Headline.

Die Headline hätte auch heißen können: 45 % wollen Grüne in der nächsten Regierung. Oder: 69 % wollen SPÖ in der nächsten Regierung.
Was ja an sich nicht so schlecht wäre.....

Alexander Patjomkin
00
10.5.2011, 13:56
Er ist der einzige, der was bewegen könnte..

Marlon62
00
13.5.2011, 10:13
Ja, rechte Arme zum Gruß,

aber sonst schon nix.

The_new_number_2
00
11.5.2011, 13:05

Hr. Seidel? Oder wen meinst du?

Aktive Arbeitslose
00
10.5.2011, 17:19

...nämlich noch weiter nach unten.

Österreicher, ein Volk von Masochisten. Für wirklich was Neues reicht es leider nicht.

Diese Umfrage hat aber sowieso nur reinen Unterhaltungswert bei dieser sehr eingeschränkten Fragestellung ...

Finn McCool
03
10.5.2011, 10:02
Irreführende Schlagzeile

43% klingt nach viel, ist aber nur der 4. Platz unter den Parteien, hinter den Grünen. Das ist nicht damit gleichzusetzen, wie viele die FPÖ wählen würden, das sieht man schon daran, dass die Summe aller Parteien weit über 200% beträgt.

mandamanda
00
10.5.2011, 08:22
jo spinnen die östarreicha?

Post-vom-Poster
 
12
10.5.2011, 07:12
43 Prozent wollen FPÖ

na Bravo - dumm geboren und nichts dazugelernt.
Genügt denen das Korruptionschaos der SCHÜSSEL-Regierung nicht? Schon vergessen? (die schöne Welt der politischen Amnesie ...)

Aber andererseits auch kein Wunder, wenn man berücksichtigt, dass in Österarm über 3 Mio von ca 6,5 Mio des Lesens (einigermassen) Mächtige für ihr geistiges Dasein die kleine Denkvorlage oder ein anderes Produkt des Geiferboulevards benötigen ...

Tiefer geht's immer ...

Marlon62
00
11.5.2011, 08:22
Artikel nicht gelesen, Graphik nicht studiert?

Die Äffen rangieren mit 43% hinter den Grünen an 4. Stelle. Man sollte nicht nur die Headline lesen!

asdf 1234
00
helft diesem jungen mann!

http://tt.com/csp/cms/s... lassen.csp

asdf 1234
00
helft diesem jungen mann!

http://tt.com/csp/cms/s... lassen.csp

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