Neue Vorwürfe

Martin weist Ehrenhausers Verdacht von "Kick-Back-Zahlungen" zurück

7. Mai 2011, 11:24

"profil": Neue Vorwürfe von Ehrenhauser gegen Martin - Martin: "Behauptungen sind falsch und rufschädigend"

Wien - Die Auseinandersetzungen zwischen dem Europaparlamentarier Martin Ehrenhauser und dem EU-Abgeordneten und Parteichef der "Liste Martin", Hans-Peter Martin, gehen weiter: Ehrenhauser hege den Verdacht, dass die von Martin, an befreundete Unternehmer ausgezahlten Honorare dazu dienten, über Umwege Geld an Martin zurück zu leiten. Das berichtet das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe in einer Vorausmeldung. Martin weist das in einer Aussendung am Samstag zurück: Ehrenhausers "Behauptungen sind falsch und rufschädigend". Die Staatsanwaltschaft in Wien werde die Vorwürfe klären.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat ihren Antrag auf Aufhebung der Immunität Martins bereits ans Europaparlament übermittelt. Martin erklärte, er befürworte die Aufhebung seiner parlamentarischen Immunität. Rechtliche Schritte gegen Ehrenhauser seien "in Ausarbeitung".

Martin habe laut Ehrenhauser im Oktober 2010 im Zuge seiner Auseinandersetzung beim Europäischen Gerichtshof wegen zu Unrecht bezogener EU-Spesengelder die Hoffnung geäußert, dass die entstandenen Kosten von 300.000 Euro über Spenden wieder hereinkämen. "Er hat dabei angedeutet, dass Personen, die ihm jahrelang etwa als Berater oder Mediencoaches zur Seite standen, an die er auch Honorare gezahlt hat, als Spender Kosten übernehmen könnten", so Ehrenhauser im "profil".

Und Ehrenhauser weiter: "Er sprach in diesem Zusammenhang nur vage von einer 'Konstruktion', die er angedacht hat: Wenn er 300.000 Euro netto brauche, dann würde das in Summe, inklusive Steuern, Kosten von 720.000 Euro plus einem Honorar verursachen. Damit liegt der Verdacht auf dem Tisch, dass er Kick-Back-Zahlungen plante. Jedenfalls hatten wir keine andere Wahl, als es so zu verstehen." Die Summe "720.000 Euro plus Honorar" komme jenen 832.800 Euro, die Martin in zwei Tranchen an einen befreundetet Unternehmer in Tübingen weitergeleitet habe, sehr nahe.

Martin meint dazu in der Aussendung: "Wider besseren Wissens stellt er (Ehrenhauser, Anm.) nun die Abläufe um die Verwendung von Teilen der EU-Sekretariatszulage für parlamentarische Mitarbeiter dar. In der Sache ging es dabei immer nur um Formalfehler, nicht um Verschwendung oder gar Betrug. Konkret: In den Jahren 1999 bis 2003 wurden nur die Namen einiger Mitarbeiter irrtümlicherweise dem EU-Parlament nicht gemeldet und manche Gelder an Mitarbeiter - wie Prämien und Abfertigungen - erst im Folgejahr bezahlt. Alle Gelder wurden zweckentsprechend verwendet - jeder Cent ging nachweislich für geleistete Arbeit an parlamentarische Mitarbeiter. Dennoch verlangte 2007 der Generalsekretär des EU-Parlaments von mir die 'Rückzahlung' von 164.000 Euro plus Zinsen - obwohl ich diese Gelder selbst nie bekommen hatte, sondern sie immer an die Mitarbeiter gegangen waren".

Im "Zuge eines Spendenaufrufs" hätten nach Angaben Martins ihm "ehemalige, betroffene parlamentarische Mitarbeiter" angeboten, die Klage- und Prozesskosten mitzutragen. "Nie ging es da um Kick-Back-Zahlungen", so Martin.

Wie "profil" weiter berichtet, habe Martin im Juni 2010 seiner Ehefrau 481.150 Euro für Beratung überwiesen. Diese Zahlung scheine im Rechenschaftsbericht aber nicht auf. Wenig später sei eine ähnlich hohe Summe an das Tübinger Unternehmen gezahlt worden. Laut der bei der Staatsanwaltschaft aufliegenden Sachverhaltsdarstellung könnte der Schluss gezogen werden, dass "zunächst HPMs Ehefrau als Begünstigte eines Beratungsauftrages vorgesehen war".

Martin erklärt: "Meine hoch qualifizierte und politisch engagierte Ehefrau, eine studierte Politikwissenschafterin, hat außer einem Kostenersatz keine Gelder aus dem Wahlwerbe-Kostenbeitrag erhalten. Auch ihr Kostenersatz lag, anders als verschiedentlich berichtet, unter den tatsächlich entstandenen Kosten." (APA)

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loundy
 
00
23.5.2011, 11:22
ein bisschen schwierig im moment für hpm-wähler... es gibt leider nur 2 möglichkeiten:

1) hpm hat geld der steuerzahler missbräuchlich verwendet und gestohlen.

2) hpm ist seit jahren zu inkompetent um seine eigenen parteifinanzen mit brüssel abzurechnen.

egal welcher der beiden punkte zutrifft, in jedem fall verschwendet er nur platz und bringt den wählern gar nix.

jumpingjack flash
00
26.5.2011, 12:04

und die dritte - die eukollegen beseitigen einen lästigen, der sie aufgeblattelt hat.

loundy
 
00
26.5.2011, 15:07
seien sie mir nicht bös aber sie haben wenig ahnung über die eu.

die paar spesenritter, die hpm erwischt haben soll, haben weder konsequenzen deswegen befürchten müssen noch ist geklärt ob sie wirklich wegen etwas erwischt wurden.

wenn man bedenkt dass hpm offensichtlich nicht mal in der lage ist seine eigenen finanzen gegenüber der eu-kommision sauber abzurechnen, wie verlässlich sind seine infos das andere unsauber abrechnen...?

zudem geht es in der eu um budget-töpfe in zig-milliarden-höhe, glauben sie wirklich irgendwer interessiert sich für ein paar tausender erschummelte tagesgagen und spesenabrechnungen...?

jumpingjack flash
00
26.5.2011, 16:28

lol - ladendiebstahl wird straffrei, und was sind schon ein paar euro für eine gekaufte stimme/lobbying, und ein paar spesen für korrupte und unfähige - da brauchen wir uns gar nicht drum kümmern, wir habens ja....

loundy
 
00
26.5.2011, 17:53
ja! hahahaha!

2,3 millionen wahlkampfkosten
80-100.000 monatlich an sekretariatszulagen, abgeordnetengehalt, spesen, etc.

seinen job kann ein praktikant mit unterschriftenliste fürs rein/rausgehen aus einer plenumsitzung machen.

es ist eher wahrscheinlicher dass hpm ordentlich geschmiert wurde damit er von den wichtigen themen von wirtschaft über schuldenkrise bis zu versprochenen, aber niemals durchgezogenen, finanzmarktsreformen ablenkt oder wenigstens hier nicht auffällt.

aber so kirre wie der typ und seine wähler sind war es nicht mal notwendig ihn zu schmieren.

es war klar dass er irgendwann mal in die parteikasse greifen wird und seinen wählern ist es ohnehin zu anstrengend darüber nachzudenken welche themen wirklich wichtig sind.

skip it
00
12.5.2011, 09:51
hmmm, ein tangens: als nichtjurist denke ich nach diesem eugh-urteil ein bisserl weiter...

...und frage mich folgendes:

fakt: hpm hat lt urteil anerkannt, zulagen zu unrecht erhalten und das auch gewusst zu haben ("das war so ueblich").

frage: wenn er das WISSENTLICH hingenommen hat, ergibt sich da nicht der sachverhalt "VORSATZ"?

WENN der vorsatz gegeben war, dann waere der szt. BETRUGSvorwurf von OLAF ja begruendet: muesste die StA nicht den von OLAF uebermittelten akt ausgraben? der wurde ja angeblich wegen nicht erwiesenem vorsatz zurueckgelegt wurde?

oder waere das nun verjaehrt?

skip it
05
10.5.2011, 12:31
foromat und grundsaetzliches: dieser gerichtsurteil-verdreher lebt nur mehr DAVON,...

...dass dieses urteil lediglich in franz. sprache existiert. NICHTS von der obigen aussage ist wahr, ALLES wurde IM DETAIL widerlegt.

noch dazu wird aus dem urteil klar ersichtlich, dass hpm offenbar absolut unfaehig ist, simpelste finanz- und budgetregeln auch nur im ansatz zu kapieren.

wie man sich angesichts solch gerichtlich detailliertest beschriebener und nachgewiesener geballter, manifester sachbloedheit dazu versteigern kann, sich der ignoranten krone-leserschaft als "finanzkontrolleur" und "finanzaufdecker" anzupreisen, bleibt allein seiner seltsamen persoenlichkeit erschließbar.

entweder er luegt bewusst oder er hat das urteil dank der ihm offenbar eigenen abysmalen sachbloedheit schlicht ebenfalls net verstanden.

lola1234
02
10.5.2011, 21:18

der vergleich mit 'falschparken' stimmt sicher nicht, denn er hat keine strafe erhalten, auch wenn er das so verstanden haben mag.
stimmt, was sie schreiben skip - formalfehler sind das wirklich keine. es handelt sich um eine größere anzahl von regelverstößen. wobei die regeln wirklich sehr einfach sind. wenn man diese nicht einhalten kann/will, steht man entweder mit regeln sowieso auf kriegsfuß, hat ein komplettes chaos in den unterlagen bzw im büro und im leben an sich oder man glaubt auf so richtig österreichisch: wird schon irgendwie gehen.
letztlich: der kontrollor ist erwischt worden.
p.s.: entzückend ist der kommentar des eugh zur ausrede, er habe die abrechnung nicht selber gemacht. der unfähige steuerberater sei schuld.

lola1234
00
10.5.2011, 15:00
würde ich gern lesen, das urteil

wenn möglich, bitte schicken: duesentrieb999@gmail.com

kerberos2
10
10.5.2011, 10:38
auch bei mir äußert sich ein verdacht

warum geschehen solche "missverständnisse" nur
bei kleinen parteien,he? na klar , bei den großen
ist die verteilung geregelt!

jumpingjack flash
00
26.5.2011, 12:08

so schnell können sie gar nicht schauen und sie fliegen raus.
erinern wir uns an dei firmenadressen eines ehemaligen lobbyisten an der tür von karas, oder an strasser - ich glaub nicht dass das einzelfälle sind.

skip it
02
10.5.2011, 11:14
stimmt sogar, wenn auch aus anderen gruenden:...

...die verteilung ist DESHALB "gesichert", wie sie sich ausdruecken, weil es in jeder groeßeren partei unterschiedliche interessenstroemungen gibt, die einander permanent auf die finger schauen.

skip it
00
10.5.2011, 09:16
"die StA" wird hier gar nix klaeren,...

...weilo die ergruendung von kick-back zahlungen NICHT gegenstand der dzt. untersuchungen ist.

das kann erst in anderen untersuchungen angegangen werden und hpm weiß das ganz genau.

skip it
02
10.5.2011, 09:09
genau DA spricht das ergangene urteil gaenzlich anderes:...

...zit: "In der Sache ging es dabei immer nur um Formalfehler, nicht um Verschwendung oder gar Betrug. Konkret: In den Jahren 1999 bis 2003 wurden nur die Namen einiger Mitarbeiter irrtümlicherweise dem EU-Parlament nicht gemeldet und manche Gelder an Mitarbeiter - wie Prämien und Abfertigungen - erst im Folgejahr bezahlt. Alle Gelder wurden zweckentsprechend verwendet - jeder Cent ging nachweislich für geleistete Arbeit an parlamentarische Mitarbeiter. "

es ging keineswegs um "formfehler", das geld wurde keineswegs "zweckgemaeß" ausgegeben.

nicht nur das: es wird ganz klar anchgewiesen, dass martin geld zu unrecht erhalten hat, und er selbst gibt das lt. urteil auch zu ("das war allgemein ueblich", auch das wurde widerlegt).

Selbständiger
00
10.5.2011, 05:46
Natürlich weist er "Kick-Back-Zahlungen" zurück.

Dies tun auch SPÖ, ÖVP und FPÖ.

Trotzdem werden bei öffentlichen Aufträgen 2,5 bis 3,5% des Auftragswertes von den Parteihandlangern als "Kick-Back-Zahlung" v e r l a n g t.

Mit der korrupten und auf diesem Auge blinden (weil selbst parteizugehörigen) Justiz wird dieser Diebstahl und die Veruntreuung des Volksvermögens weiter gehen. Und weiter dementiert werden.

Marlon62
01
Hmm,

am Sonntag konnte man erfahren, dass die letzte Honorarnote eines Unternehmens, welches zu 100% HPM gehört, just jenen Betrag auf den Cent genau in Rechnung stellte, welcher sich noch auf dem Konto der HPM als EU-Mandatar befand.

bully bullson
03
"In der Sache ging es dabei immer nur um Formalfehler, nicht um Verschwendung oder gar Betrug. .."

Ich finde es beinahe ja schon witzig...:

Dem (selbsternannten) Kämpfer für Korrektheit und Transparenz und der jede noch so kleine Verfehlung seiner Kollegin angezeigt hat, diesem Menschen passieren andauernd "Formalfehler"....

...und alle (offensichtlich überhöhten) Zahlungen an dritte Personen sind sollen "astrein" sein, weil es sich immer um "ausgewiesene" Experten handelt...

"Meine hoch qualifizierte und politisch engagierte Ehefrau, eine studierte Politikwissenschafterin, ...":-)

Hätte HPM einer Klofrau € 10.000,-- überwiesen, hätte er es vermutlich auch als gerechtfertigt angesehen, weil diese "jahrelanger Berufserfahrung" und "biologisch abbaubare Putzmittel verwendet" gehabt hätte;-))

skip it
00
10.5.2011, 11:12
dieser gerichtsurteil-verdreher lebt nur mehr DAVON,...

...dass dieses urteil lediglich in franz. sprache existiert.

NICHTS von der obigen aussage ist wahr, ALLES wurde IM DETAIL widerlegt.

noch dazu wird aus dem urteil klar ersichtlich, dass hpm offenbar absolut unfaehig ist, simpelste finanz- und budgetregeln auch nur im ansatz zu kapieren.

wie man sich angesichts solch gerichtlich detailliertest beschriebener und nachgewiesener geballter, manifester sachbloedheit dazu versteigern kann, sich der ignoranten krone-leserschaft als "finanzkontrolleur" und "finanzaufdecker" anzupreisen, bleibt allein seiner seltsamen persoenlichkeit erschließbar.

entweder er luegt bewusst, oder er hat das urteil dank seiner offensichtlich abysmalen sachbloedheit auch net verstanden.

lola1234
01
Herr Martin über Herrn Martin - Auszug aus der homepage

"Lebensthema: Die Gerechtigkeit wurde zu meinem Lebensthema. Seit 1972 bin ich ein „political animal“ – leider oder zum Glück. Zuvor, als Kind, faszinierten mich Baustellen. Baupolier schien mir ein kaum erreichbarer Traumberuf, später war es Architekt. Das Interesse an der Architektur ist geblieben. Seit ich in der Politik bin, begriff ich aber endlich, wie kostbar Familie und echte Freunde sind. Mein Sohn Manuel Kaspar und meine Frau Heike – sie wurden mir wichtiger als alles andere. Dazu zwei Leidenschaften: Fußball und Tiefschneefahren."
Die geschiedene Frau, Mutter des erwähnten Sohnes, kommt nicht mehr vor. Wie so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den ersten Auflagen der 'Globalisierungsfalle" noch Credits hatten ....

lola1234
00
Fortsetzung

Wie so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in den ersten Auflagen der 'Globalisierungsfalle" noch Credits hatten, in späteren Auflagen nichtmehr zu finden waren. Wegen 'ungebührlichem Benehmen' im Gedächtnisloch gelandet.

AufdenPunkt
02
Änderungen sind gefragt

Das ist wie in einem Krimi, bloss dass man den Ausgang hier noch nicht kennen kann, wenn man sich das Parteienförderungsgesetz durchliest, und dass das leider eine sehr reale Geschcihte ist. Die ganze Geschichte ist zum "Kotzen". Es bleibt zu hoffen, dass die Republik daraus 'lernt' und jetzt die notwendigen Gesetzesänderungen vornimmt.

Und hinzufüge ich noch: so manche Postings sind so tief, dass ich froh bin, nicht zu diesem "erlesenen" Kreis von der Liste Martin zu gehören.
Es sollte eine sachliche Diskussion geführt werden.

Andrian Susu
53
beide typen sind zum kotzen!

der eine hochgejubelt von der krone weiß nicht wo er das parteigeld überall parken soll und holt sich noch mehr durch spesenabrechnungen, der andere wohl zu kurz gekommen, pinkelt dem andren jetzt ans bein und will selbst eine partei um das gleich zu tun.

beide raus aus der politik … rücktritt und zurückzahlung aller gelder an die EU + entschuldigung durch die krone, die den typen verbrochen hat und ihren leserdodeln eingerdet hat.

lola1234
40
vollkommen richtig, beide sind zum kotzen

und insbesondere sind jene leute zum kotzen, die vermutlich von ehrengrauser mit steuermitteln dafür bezahlt werden, hier redlichen bürgern aufzulauern. pfui, schämen sie sich.

Buntspecht12
01
10.5.2011, 17:13
na Danke lola

da Sie ja hinter jedem Poster der nicht auf Ehrenhauser und HP Martin los geht, einen bezahlten Mitarbeiter vermuten, (warum eigentlich?) müssen Sie sich ja die Seele aus dem Leib kotzen wenn Sie sich die Postings so durchlesen. Was meint eigentlich Ihr Partner dazu?

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Posting 1 bis 25 von 95
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