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Investitionen in berufliche Weiterbildung rentieren sich. Das zeigt auch eine Studie des ibw - Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft zum Thema des "Nutzen der Weiterbildung" (2008). Der Fokus der Studie liegt auf der Analyse von Nutzeneffekten für Individuen, respektive Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die an primär beruflich motivierten Weiterbildungskursen teilgenommen haben, heißt es dort.
Befragt wurden Wifi-Kursteilnehmer ein Jahr nach Abschluss ihrer Ausbildung. Die Auswertungen basieren auf 1118 beantworteten Fragebögen. Die Ergebnisse der Umfrage, so Thomas Mayr, ibw-Geschäftsführer, seien aber durchaus auch für Absolventen anderer privater Anbieter berufsbezogener Weiterbildung am "freien Markt" repräsentativ.
Zunächst ging man an die Analyse der Motive für eine Weiterbildungsteilnahme - hier konnten "grob vier unterschiedliche Motivationslagen extrahiert werden", heißt es. Von besonderer Bedeutung für alle Kursteilnehmer sei die intrinsische Motivation, das inhaltliche Interesse sowie generell die Freude am Lernen. Gefolgt wird diese Motivationslage von Aufstiegsmotiven wie etwa interessanteren Tätigkeiten oder höheren Gehältern in den jeweiligen Unternehmen. Als dritter Motivationsgrund für die berufliche Weiterbildung wird die Qualifikationsanpassung genannt, an vierter Stelle stehen "spezielle Bedarfslagen", wie etwa die bevorstehende Selbstständigkeit oder der Aufbau eines zweiten beruflichen Standbeins.
Schritt halten wollen
"So wie ich das sehe", sagt Thomas Mayr, ist vielen Menschen bewusst, dass die Welt um sie herum permanent in Bewegung ist, dass sich die Anforderungen in und an Unternehmen verändern, dass sich die Märkte verändern und noch vieles mehr. Und der einzige Weg, um hier Schritt halten zu können, ist die individuelle Weiterentwicklung." Ein probater Weg dazu sei, diese über "formale Lernsettings" voranzutreiben, der weitaus größere Teil der individuellen Weiterentwicklung finde allerdings informell am Arbeitsplatz statt, so Mayr weiter.
Ganz klar stellt sich die Nützlichkeit des Erlernten am Arbeitsplatz dar. Zudem konnten alle befragten Absolventen ein Jahr nach Abschluss auf ein durchschnittlich um elf Prozent höheres Gehalt verweisen. Mayr: "Man muss sich, was die Einkommenszuwächse betrifft, der entsprechenden Selektion der Befragten bewusst sein. Die Annahme liegt nahe, dass jene, die Freude, Mühe und Geld in Weiterbildung investieren, eine Gruppe darstellen, die im Job leistungsbereiter und -bewusster ist." Tendenziell könne man sagen, so ist in der Studie zu lesen, dass "länger dauernde (und dadurch auch kostenintensivere) Kurse zu höheren Einkommenszuwächsen führen als relativ kurze/kostengünstigere Kurse".
Eine Kursfinanzierung seitens des Unternehmens hänge stark von einer entsprechenden Abstimmung mit dem Arbeitgeber ab. Je länger ein Kurs dauert, so die Studie, desto weniger oft findet eine Kursfinanzierung seitens des Unternehmens statt. Und auch Lohnerhöhungen gebe es für Arbeitnehmer nur dann, wenn sich das Unternehmen einen Nutzen von Weiterbildungsmaßnahmen verspricht. Grundsätzlich aber sei davon auszugehen, dass es sich bei Weiterbildung um eine "Win-win-Situation" handle. (Heidi Aichinger, DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.5.2011)
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Was soll man von einer Studie halten, die unter Punkt 3.2.1 folgendes einräumt:
Für eine adäquate Analyse von (Weiter-)Bildungserträgen sind entsprechende Informationen sowohl über die Kosten als auch den Nutzen erforderlich. Bei den meisten vorliegenden Datensätzen wurde eine der beiden Seiten meist überhaupt nicht erhoben oder ist nur sehr lückenhaft vorhanden.
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