Ökonomie

Kann Geld, Arbeit glücklich machen?

6. Mai 2011, 18:16

Ökonomen erfassen, analysieren und hinterfragen Einflussfaktoren des Glück

Das Thema, das heute in einer bemerkenswerten Zahl von Veröffentlichungen die Gemüter bewegt, hat offensichtlich schon den großen Aristoteles beschäftigt. "Alle Menschen wollen glücklich sein", soll er bemerkt haben. Doch wovon hängt es ab, ob sie es tatsächlich werden, sind und bleiben? Diesem Fragenkomplex hat sich der Professor für Volkswirtschaftslehre an der Uni Zürich, Bruno S. Frey, in Zusammenarbeit mit seiner Frau Claudia, ebenfalls Ökonomin, gewidmet. Herausgekommen ist ein handliches Büchlein, in dem das Glück mit den Augen der Ökonomie betrachtet, analysiert und hinterfragt wird.

Was glücklich machen kann

In zehn informativen Kapiteln loten die beiden Wissenschafter das schillernde Thema aus. Was die Lektüre über den unmittelbaren Erkenntnisgewinn im Blick etwa auf Fragen wie "Kann Geld glücklich machen?", "Kann Arbeit glücklich machen?" oder "Kann Gleichstellung glücklich machen?" aufschlussreich macht, ist die stets mitgelieferte hintersinnige Co-Fragestellung in allen Kapiteln. Als da wäre: "Warum uns Einkommen und Vermögen (allein) nicht glücklich machen." Oder: "Warum mehr Lohngleichheit die Frauen nicht unbedingt glücklich macht."

Das Autorenehepaar will mit dem lehrreichen wie unterhaltsamen Buch dem Einzelnen ein wenig Hilfestellung geben, damit sie oder er das ganz persönliche Glück finden kann. Immerhin liefert die moderne Glücksforschung nach Ansicht der Autoren dazu wichtige Einsichten. Anderseits möchten sie das Werk aber auch nicht als Ratgeber "Wie werde ich in meinem Leben glücklich?" verstanden wissen. So kommen sie denn zu dem salomonischen wie zutreffenden Schluss: Unser Buch soll aufzeigen, wie wir Ökonomen die Einflussfaktoren des Glücks erfassen und unter welchen Bedingungen Menschen (noch) glücklicher werden können. (Hartmut Volk, DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.5.2011)

Buchtipp

Bruno S. Frey, Claudia Frey Marti: "Glück - Die der Sicht der Ökonomie", Verlag Rüegger, 2010, ISBN 978-3-7253-0936-8

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 35
1 2
Knochenmann
00
10.5.2011, 08:08

Geld macht glücklich unter einer Voraussetzung: Man muss akzeptieren das man sich für Geld nichts kaufen kann das glücklich macht.

Thrillhouse van Houten
00

heute 100 mio euro im euro pot

ich hoff meine magischen 6 zahlen plus 2 zusatzzahlen machen mich heute glücklich

vince crue
01
money is the root of all evil!

Geld macht nicht glücklich! Im Gegenteil!!
Alle heutige Probleme (Armut, Umweltverschmutzung, Angst, Depressionen, Kriminalität, Überschuldung, Hunger, Wirtschaftskrisen) können auf die Geldwirtschaft zurückgeführt werden!! Wir brauchen eine Neugestaltung der Gesellschaft nach dem heutigen Wissensstand! Das Geldsystem hat ausgedient und ist in userere heutigen Welt irrelevant!
http://www.youtube.com/watch?v=PaKCa7BqtlQ
http://www.youtube.com/watch?v=4Z9WVZddH9w
http://www.zeitgeist-movement.at/

Ruth Schlabbeeritzka-Pangl
01
Ganz einfach:

Geld ist kein Garant für Glück, Armut aber ein Garant dafür, nicht glücklich zu werden.

linuxforeverlinux
01
geld kann schon glücklich machen

aber nur solange man es hat und es nicht durch die exfrau verloren hat, die sich mit dem kind/den kindern, alimenten und co aus den staub gemacht hat.
denn dann landen die meisten von den männern in der siemensstrasse, vorher durfte man sie in der meldemannstrasse begutachten!

Reich sein muss sich lohnen!
00
Ich denke Geld hat nur das potential unglücklich zu machen

nämlich dann, wenn man zu wenig davon hat.
Etwa durch die daraus resultierenden (Geld-)Sorgen.

Eine Studie geht zum Beispiel davon aus, dass mehr Geld ab einem Einkommen von etwa 2000€ im Monat nicht mehr glücklicher macht.

Oder wie ich es Ausdrücken würde:
Ab einem Einkommen von 2000€ im Monat kann mich Geld nicht mehr unglücklich machen.

Angelika70
00
16.5.2011, 16:00

Wirklich nicht? 800.- Alimente für zwei Kinder, die kleine Wohnung kostet 600.-, ein Auto brauchen sie auch, etwa 200.- Lebensmittel pro Monat...

Da darf mit 200.-/Monat nicht viel passieren und schon ist man ziemlich unglücklich.

Freigeist
11
eine Suggestivfrage

glücklich sein ist ein emotionaler Zustand, der mit Geld nichts zu tun hat.

verstehe nicht, warum in unserer Gesellschaft Glück und Unglück immer von Geld abhängig gemacht wird.

linuxforeverlinux
00

suggestivfrage ist leider falsch!
denn derjenige der antworten kann, hat hier die möglichkeit mit ja oder nein zu antworten.
bei bestimmten, direkten suggestivfragen wird einem die antwort schon in den mund gelegt, was hier eindeutig nicht der fall ist!
derjenige, der antwortet, kann ja noch immer mit ja oder nein antworten!

Lectrice
03

Lt. Studien gibt es sehr wohl einen "Einkommensfaktor" der zufriedener und glücklicher macht - der liegt so um die 60 - 70 KEUR/Jahr. Danach gibt es keine signifikante Steigerund. Ich denke das ist in etwa ein Wert mit dem man recht gut uns relativ geldsorgenfrei leben konnte, was natürlich Ressourcen für anderes im Leben frei lässt als ständig ans (finanzielle) Überleben denken zu müssen.

Scheint irgendwie plausibel. Am Höhepunkt der Krise habe ich einen Artikel gelesen, dass in den USA sich Psyhologen auf Behandlugen von Millionären und Milliadären spezialisiert hätten, denn die hatten reihenweise ob der Verluste und trotz noch immer märchenhafter Besitzverhältnisse bedrohliche Existenzsorgen.

Es ist alles relativ ;-)

Freigeist
00
ist ja kein widerspruch, im gegenteil

zeigt ja eigentlich, dass "glücklich sein" grossteils erst dann beginnt, wenn man den geld-faktor ausser acht lässt (oder wie in deinem beispiel ausser acht lassen kann).

ich bezeifle auch nicht, dass ein hoher gewinn glücklich machen kann, aber das ist eben nur ein winziger teil des gesamten und wird deshalb meiner meinung nach sehr überbewertet.

wer ohne geld nicht glücklich ist, wird es mit geld auch nicht sein.

natoll
00

mag gültig sein bei doppelverdienern (wenn die 70K vor Steuer sind).

für viele ist aber die unsicherheit bezgl. job das größere problem als 10K auf oder ab. wer heute noch gut verdient, kann morgen auf der straße sitzen.

kapitän nemo
05
geld macht nur dann glücklich, wenn man es nicht braucht

die zwanghafte notwendigkeit vpn irgendwoher stets geld zu bekommen, macht hingegen abhängig.
Es macht abhängig von kreditgebern, arbeitgebern börsenkursen,und von der konsumfreudigkeit der kunden.
wer davon abhängig ist von anderen leuten geld zu bekommen, kann es sich oft nicht leisten bedingungen zu stellen.
wer bereits sehr viel geld hat, könnte sich zurücklehnen. aber auch dann haben viele angst ihr vermögen zu verlieren und stehen oft unter druck es zu erhalten, zu veranlagen und zu vermehren.

daher ist es besser von vornherein wenig geld zu brauchen, als möglichst viel zu verdienen

Carlos Clementin
26
Geld alleine macht nicht glücklich,

- es muß Dir auch gehören.
- es muß genug da sein
- Du mußt es für schöne Dinge ausgeben...
- ein Trottel muß es Dir für "nichts" geben ...
- es muß noch was Wert sein
usw...

Arbeit macht nicht Glücklich,
(außer Du glaubst an die depperten AMS Psychoweiber)
- Du mußt auch entsprechend dafür entlohnt werden.

verinus
00

eine sinnvolle und geschätzte tätigkeit ist schon wesentlich fürs glücklichsein.

eine möglichkeit wertschätzung auszudrücken ist das gehalt.

Anton J. Helmreich
52

sie tun mir leid
so werden sie wohl nie glücklich werden
immer schön den anderen die schuld geben fürs eigene versagen

Mary the Strange
00
Ja und wem

genau hat er die Schuld gegeben? Verstehen Sie überhaupt, worauf der Mann hinaus will?

Post(er)
05

Glück bedeutet, nach einer Kündigung mit ruhigem Puls und einem Lächeln die Firma verlassen zu können.

jassl11
03

nicht wegen des ausreichendem geld das ich verdiene oder habe, sondern die position, wo wir keiner mehr auf dem kopf schxxxx war das was mich gleucklich macht.

Post(er)
02

Deiner Ausdrucksweise zufolge hast du das Ziel nicht geschafft oder?

Herzerzog Johann
02

Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser, in einem Taxi zu weinen als in einer Straßenbahn.
[Marcel Reich-Ranicki]

Lectrice
02

Der Schlingel hat das von einer Französin (mir fällt jetzt der Name aber nicht ein) abgekupofert ;-);

E ist angenehmer in einem Penthouse zu weinen als in der Waschküche

Aber ich denke egal, wer mit wenig Geld nicht glücklich sein kann, kann es mit viel auch nicht und umgekehrt.

Post(er)
01

in einem Bentley Taxi.

Sabine Werner
12

Arbeit mach nur glücklich, wenn man eine tolle Firma und nette Mitarbeiter bzw. Kollegen hat. Heutzutage fast ein Unmöglichkeit geworden. Und Geld, natürlich macht Geld glücklich - wer keins hat ist wohl kaum ein superglücklicher Mensch. Alles Gerede von wegen Geld macht nicht glücklich ist ein Quatsch. Sicher macht es glücklich unabhängig und ohne permanenten Druck zu sein.

lieschen müller4
03

Man könnte auch sagen: Ich bin lieber unglücklich mit Geld als ohne.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 35
1 2

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.