Arbeit: "Milde Krankheit" oder Leben?

8. Mai 2011, 23:22
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Die meisten Menschen empfinden ihre Erwerbsarbeit als eine Art "milde Krankheit", sagte der Arbeitsphilosoph und Gründer der New-Work-Bewegung Frithjof Bergmann. Am Mittwoch sagt man sich, dass man es bis Samstag eh im Job noch aushalten kann. Das tut man lang, und irgendwann sieht man dann den Spitzenmanager Anfang 50 mit einer ganz jungen Freundin, einem Riesenauto ... auf der Suche nach einem Stück "echtem Leben". Bergmann hat eine Reihe solcher Beobachtungen zu nennen - wir dürfen ergänzen.

Seine Analyse: Wir wissen nicht, was wir wirklich wollen. Wir fragen uns nicht schonungslos genug. Wir gestatten uns nicht die Vorstellung einer Arbeit, die Kraft gibt. Im echten Leben. Deshalb bleiben so viele nur Beobachter des Lebens, die nach einem Stück "echtem Leben" haschen. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.5.2011)

  • Den Job halten viele einfach nur aus - wie eine "milde Krankheit"
    foto: standard/matthias cremer

    Den Job halten viele einfach nur aus - wie eine "milde Krankheit"

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