Arbeit: "Milde Krankheit" oder Leben?

8. Mai 2011, 23:22
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    foto: standard/matthias cremer

    Den Job halten viele einfach nur aus - wie eine "milde Krankheit"

Die meisten Menschen empfinden ihre Erwerbsarbeit als eine Art "milde Krankheit", sagte der Arbeitsphilosoph und Gründer der New-Work-Bewegung Frithjof Bergmann. Am Mittwoch sagt man sich, dass man es bis Samstag eh im Job noch aushalten kann. Das tut man lang, und irgendwann sieht man dann den Spitzenmanager Anfang 50 mit einer ganz jungen Freundin, einem Riesenauto ... auf der Suche nach einem Stück "echtem Leben". Bergmann hat eine Reihe solcher Beobachtungen zu nennen - wir dürfen ergänzen.

Seine Analyse: Wir wissen nicht, was wir wirklich wollen. Wir fragen uns nicht schonungslos genug. Wir gestatten uns nicht die Vorstellung einer Arbeit, die Kraft gibt. Im echten Leben. Deshalb bleiben so viele nur Beobachter des Lebens, die nach einem Stück "echtem Leben" haschen. (Karin Bauer, DER STANDARD, Printausgabe, 7./8.5.2011)

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Posting 1 bis 25 von 44
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Juri G
00
14.5.2011, 18:30
ich mache meine arbeit ...

aber ich mache sie unversöhnt.

Ernesto Chavez
00
10.5.2011, 15:51
Es braucht nur die richtige "Motivation"

ABER:
Eine Arbeit für die man sich erst "motivieren" muss, ist doch schon von vornherein fragwürdig, oder?

Aber scheiss drauf, ich brauch das Geld...

Ole
00
10.5.2011, 08:31

Das Problem ist, das Personen die sich abrackern und Personen die gutbezahlte Vitamin-B-Jobs eine ganz eine andere Motivationskurve haben. Wenn ich z.B. EUR 10.000 pro Monat verdienen würde, würde ich diese milde Krankheit viel leichter ertragen.

Andreas Prucha
00
10.5.2011, 15:10

Da wäre ich mir nicht so sicher. Ich glaube der Wohlfühl-Effekt, den das zusätzliche Geld bringt hält nur kurz an.

jeffk
00
10.5.2011, 12:39

das glauben sie nur
geld ist in den seltensten fällen ein motivationsfaktor
natürlich nur wenn man eh "genug" davon hat, dann ist es egal ob sie 7000 oder 10000 pro monat bekommen (vom verdienen schreibe ich eh nicht;-)
ehrlich gesagt motiviert mich eine lohnerhöhung um 500.- ca. 1 monat lang

max grünzweig
10
10.5.2011, 06:55

Viele Beamte arbeiten doch sowieso während der Arbeitszeit in ihre eigene Tasche. Recherchieren wo es was günstiger oder gar gratis gibt. Und den Rest der Zeit mit Kaffee, Internet und tratschen totschlagen.

Post(er)
00

KÜNDIGEN ALLE SOFORT

Colette
00
der spitzenmanager...

ist aber hier ein schlechtes beispiel. und das auto und die freundin auch.

Freddie_Freeloader
019
Am Mittwoch sagt man sich, dass man es bis Samstag eh im Job noch aushalten kann.

nach über 20 jobjahren, sage ich mir schon am montagfrüh, dass ich es noch bis samstag aushalten MUSS! Und bitte kommts mir keiner mit beruf kommt von berufung...

Zielgrüppel
08

bei mir schon ab sonntagabend ...

DD1981
116

Das Jahr hat 365 Tage. Davon sind 104 Tage mal Wochenenden => Frei. Dann kommen nochmal 25 bezahlte Urlaubstage => Frei. Dann nochmal 10 bezahlt Feiertage => frei. Von den 365 Tagen bleiben also mal 226 an denen man arbeiten muss. Nehmen wir dann noch die Freitage dazu die nur halbe Tage sind, können wir nochmal ca. 25 Arbeitstage abziehen. Sind wir dann bei rund 200 Tagen Arbei im Jahr. Noch 1-2 Wochen bezahlt krank => 190 Tage.

Wir arbeiten also ein halbes Jahr und haben ein halbes Jahr frei. Davon konnten die Menschen vor 100 Jahren nur träumen und können leider noch die meisten Menschen in anderen Erdteilen auch nur. Also sich als Österreicher aufzuregen so viel Arbeiten zu müssen ist ja so und so eine Frechheit ;)

Heinz Pepi
00

Also die Hälfte des Jahres in der Arbeit zu verbringen finde ich jetzt nicht gerade wenig. Besonders, wenn man dort eigentlich gar nicht hin will, sondern muss. Und nur weil es früher oder wo anderes ja noch schlimmer ist, heißt das nicht, dass man nicht andere Modelle anstreben sollte.

samanthadarko
00

Sind Sie Geburtsjahr 1981? Falls ja, reden wir in 20 Jahren weiter..

Dark_Bishop
20
Sehe ich ganz genau so.

In keinem Teil der Erde wird weniger gearbeitet als im alten Teil Europas, aber genauso wird nirgendwo häufiger gejammert wie schlecht man es nicht habe. Das ist wohl das Ergebnis einer völlig verweichlichten, realitätsfremden Wohlstandsgesellschaft.

Elfi...
02

Kennen sie das Gewerbe?.wenn ja, würden sie nicht solchen Unsinn in's Forum stellen.

von wegen Feiertagen Urlaub usw....

fröhn
01

nur leider sieht's bei vielen menschen mittlerweile nicht mehr so rosig aus, dass sie das luxusleben eines angestellten führen können. ich sag' nur: urlaub=teure & unbezahlte freizeit, kein anspruch auf mindestsicherung (aber weniger einkommen) weil selbstständig, arbeit am wochenende und feiertagen, kein halber freitag,...

ca ramba
02

Der Vergleich mit finstereren Zeiten und Ländern in denen es noch düsterer aussieht bringt uns nicht weiter.

evilweevil
05

wo sind freitage halbe arbeitstage?

randolf
04
Ja ja

tja, eine Zigarette verkürzt das Leben um eine Minute, ein Glas Bier, um fünf...

ein Arbeitstag verkürzt das Leben um 8 Stunden(mindestens), also sollte Arbeiten schon aufgrund seiner Gesundheitsschädlichen Auswirkungen verboten werden...

Oder glaubt die Dame, dass die Leute freiwillig arbeiten gehen? Sie gehen weil sie müssen, aber es wird nicht mehr lange dauern, bis es der dümmste begriffen hat...

"Sie haben dich belogen, mit jedem Wort mit jedem Wort, sie haben sich betrogen an jedem Tag an jedem Tag"

"He Brother i see what they done to you, he brother can you see what they done to me too?"

"They try to break me down, but i hold back and hold my ground"...

Harald Schoenknecht
04

... und das ist die Tragik. Menschen haben von sich aus den Drang "taetig" zu sein. Wenn sie nicht taetig sein koennen dann werden sie depressiv. Aber die Gesellschaft hat es geschafft die eigentlich lebendigen und gesunden Impulse durch Zwaenge und Druck zu einem erlittenen "Muss" werden zu lassen. Das hat viel mit unseren Bildern (/Vorurteilen) und den tatsaechlichen Freiheitsgraden in der Gesellschaft zu tun...

Oder anders: Wenn ich die Toilette fuer mich putze dann kann das sinnvoll sein (wenn ich es z.B. gerne sauber habe), aber wenn ich die Toilette von jemand anders putze, dann tu' ich mir schon schwieriger mit dem Sinn. Und dann vor allem wenn dieser "beputzte" fast ohne Arbeit alle Moeglichkeiten im Leben offen hat...

PeAcE

MrTee
07
tja

und eine Zigarrette verkürzt den Arbeitstag um 10 Minuten ;)

Ole
00
10.5.2011, 08:29

... und das Leben! ;-)

MrTee
00
10.5.2011, 09:33
Keine Angst!

Ich habe nicht vor 100 Jahre alt zu werden. Mit 70 wär ich schon vollkommen zufrieden...

Colette
02

1. seit man rausgehen muss.
2. nicht mal dann, weil man denkt während man raucht über die arbeit nach, mir kommen dann immer die guten ideen.

randolf
00
Ja ja

Sitmmt ;)

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