derStandard.at-Interview

"Kinder sollen die Konsequenzen ihres Handelns spüren"

Rosa Winkler-Hermaden, 6. Mai 2011, 15:44
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    apa-foto: lehrergewerkschaft aps oö

    "In Oberösterreich habe ich den Ruf, nicht ein Verhinderer, sondern ein Macher zu sein."

Lehrergewerkschafter Kimberger fordert "effektivere Erziehungs­mittel" und eine Neuverteilung der Lebensarbeitszeit für Lehrer

In der Pflichtschullehrergewerkschaft gab es einen Wechsel an der Spitze: der 43-jährige Oberösterreicher Paul Kimberger folgt auf Walter Riegler. Er wird bei den Verhandlungen um das neue Lehrerdienstrecht mit SPÖ-Bildungsministerin Claudia Schmied die Forderungen der Pflichtschullehrer vertreten. Warum er sich gegen eine Erhöhung der Lehrerarbeitszeit ausspricht, sich aber vorstellen kann, eine "Lebensarbeitszeitmodell", das über die Jahre flexibel gestaltet wird, zu entwickeln, sagt er im Interview mit derStandard.at. Kimberger fordert außerdem mehr Entlastung für die Lehrer in Erziehungsfragen. Wenn Schüler Spielregeln verletzen, sollen sie ihre Fehler in Form von Sozialdienst wieder gut machen. 

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derStandard.at: Sie sind gestern mit 97 Prozent zum neuen Vorsitzenden der Pflichtschullehrergewerkschafter gewählt worden. Mit welchen Forderungen starten Sie Ihre Amtszeit?

Kimberger: Wir müssen ein attraktives, modernes Dienstrecht mit deutlich höheren Einstiegsgehältern und einer gleichbleibenden Arbeitszeit basteln. Im Moment bin ich nicht für eine Erhöhung der Lehrer-Arbeitszeit, wie sie von verschiedenen Seiten gefordert wird, zu haben. Außerdem brauchen wir moderne, zeitgemäße Arbeitsplätze in den Schulen, da haben wir höchsten Handlungsbedarf. Das hat natürlich auch damit zu tun, dass ich mir eine längere Anwesenheit von LehrerInnen an den Schulen nicht vorstellen kann. 

Weiters geht es um einen deutlichen Ausbau von Unterstützungssystemen. Wir brauchen mehr Schulpsychologen, Betreuungslehrer und Sozialarbeiter. Wir müssen Werkzeuge in die Hand bekommen, um zum Beispiel die Verhaltensauffälligkeit in den Griff zu bekommen. Da geht meine Forderung auch in Richtung effektiver rechtlicher Interventionsmöglichkeiten, sprich Erziehungsmittel.

derStandard.at: Was kann man sich unter diesen "rechtlichen Interventionsmöglichkeiten" vorstellen?

Kimberger: Im Sport gibt es Spielregeln und es ist ganz klar, wenn ein Spieler ein Foul begeht, wird er sich in erster Linie eine Verwarnung zuziehen. Wenn er sich dann weiterhin nicht an die Spielregeln hält, wird man ihn irgendwann von dem Spiel ausschließen. Das, was im Sport selbstverständlich ist, sollte auch in der Schule selbstverständlich sein. Kinder sollen die Konsequenzen spüren, nämlich die Konsequenzen ihres Handelns. Es geht nicht nur ums Negative, sondern natürlich zu allererst in die positive Richtung. Aber wir haben - zugegebenermaßen einen geringen Prozentsatz - von verhaltensauffälligen Schülern und Schülerinnen in den Klassen. Sie stören die anderen Kinder, gefährden Sicherheit und machen die Unterrichtszeit kaputt.

derStandard.at: Es gibt also derzeit zu wenige Möglichkeiten für Lehrer einzugreifen?

Kimberger: Letztendlich gibt es einige Möglichkeiten im Schulunterrichtsgesetz, aber die reichen bei weitem nicht aus. Wenn sich ein Lehrer von einem Schüler beschimpfen lassen muss - das kommt immer wieder vor - kann der Lehrer nur drauf sagen, wie hast du das gemeint? Das ist für mich etwas zu wenig. Ich kann mir durchaus Maßnahmen bis hin zu leichteren Suspendierungsmöglichkeiten vorstellen. Oder man könnte Kinder mit ihren Erziehungsberechtigten etwa zu einer sogenannten Wiedergutmachung heranziehen. 

derStandard.at: Eine Wiedergutmachung wäre zum Beispiel Sozialdienst zu leisten?

Kimberger: Sozialdienst wäre eine Beispiel, da wäre einiges vorstellbar. Vielleicht auch eine finanzielle Gutmachung, wenn wirklich etwas in der Schule zerstört wird, das dann wiederherzustellen ist. 

derStandard.at: Wie viele Kinder in den Schulen sind verhaltensauffällig?

Kimberger: Man kann von fünf Prozent sprechen, Tendenz steigend.

derStandard.at: Ist die Zahl in den letzten Jahren gestiegen?

Kimberger: Ich würde nicht sagen, dass es unbedingt quantitativ eine Steigerung gegeben hat, aber qualitativ. Gewalt an Schulen ist ein Thema und die Verhaltensauffälligkeiten werden deutlich mehr. Das hat auch damit zu tun, dass die Schule sehr viele Aufgaben übernimmt, die früher eigentlich das Elternhaus geleistet hat. 

Wir müssen uns mit dieser Situation auseinandersetzen. Weil wir so viele Aufgaben in die Schulen hereinbekommen, geht das natürlich auf Kosten anderer Aufgaben, wie Unterricht oder Wissensvermittlung. Das muss uns allen klar sein. Weil wir Erziehung und grundlegende Dinge wie Sozialisierung permanent nachholen muss.

derStandard.at: Was sagt Ministerin Schmied zu diesen Forderungen?

Kimberger: Ich habe die Bildungsministerin mehrfach darauf aufmerksam gemacht, dass das Erziehungsthema ein ganz brennendes ist, sie hat es zur Kenntnis genommen. Ein Angebot von Seite des Dienstgebers ist mir bis jetzt nicht bekannt, aber wir werden weiterhin rechtssichere Interventionsmöglichkeiten und effektive Erziehungsmittel einfordern.

derStandard.at: Die Verhandlungen für das neue Lehrerdienstrecht sind schon gestartet. Was empfangen Sie bisher für Signale von Schmied?

Kimberger: Das Gesprächsklima ist im Moment ein sehr gutes und ein sehr konstruktives. In der ersten Verhandlungsrunde haben natürlich beide Seiten, nämlich einerseits das Ministerium und andererseits die Lehrergewerkschaften, ihre Vorstellungen, Forderungen, und Rahmenbedingungen präsentiert. Es wurde ein ungefährer Fahrplan festgelegt. Die verschiedenen Bereiche müssen jetzt abgearbeitet werden. Von meiner Seite kann ich sagen, dass ich die Verhandlungen wirklich ernst nehme und ich werde alles dazu tun, dass wir ein gutes Ergebnis bekommen: nämlich ein modernes, attraktives Lehrerdienstrecht. Das ganze muss so attraktiv sein, dass wir in den nächsten Jahren sehr, sehr viele junge Lehrer in den Schuldienst hereinbekommen. Wir werden sie nämlich brauchen. 

derStandard.at: Zur Lehrerarbeitszeit haben Sie vorgeschlagen ein flexibleres Arbeitszeitmodell zu entwickeln. Wie kann man sich das vorstellen?

Kimberger: Wir sollten über ein Lebensarbeitszeitmodell nachdenken. Das heißt, die Lebensarbeitszeit muss natürlich gleich bleiben, aber man könnte Sie anders gewichten. In jüngeren Jahren, wenn noch mehr Kraft da ist, könnte man durchaus eine höhere Lehrverpflichtung fahren, wenn es Richtung Pensionsalter geht, könnte man diese Unterrichtsverpflichtung abflachen, Stichwort Gleitpension, Stichwort Altersteilzeit.

derStandard.at: Was ist denn das Schöne am Lehrerberuf?

Kimberger: Es ist ein sehr positiver Beruf. Lehrer beschäftigen sich mit dem wertvollsten Gut, das wir in unserer Gesellschaft haben. Das sind unsere Kinder bzw. ist das die Zukunft unserer Kinder. Es gibt ja eine fälschliche Meinung: viele glauben, dass die großen Industriekapitäne massiven Einfluss auf unsere Welt, auf unsere Gesellschaft haben. Ich sage: den größten Einfluss auf die Formung und Heranbildung von Menschen haben Lehrer. Sie prägen Kinder, das wirkt sich dreißig, vierzig, fünfzig, sechzig, siebzig Jahre aus. Die Verantwortung ist eine ganz große. Das ist das schönste an diesem Beruf.

derStandard.at: Dennoch werden die Lehrer in der Öffentlichkeit oft angegriffen, wie geht man damit um?

Kimberger: Ich glaube, dass wir mit konstruktiver Kritik sehr gut umgehen können, was ich aber ablehne, sind immer wieder die Klischees, die kommen, und eine sehr destruktive Kritik. Man sollte den Lehrerberuf wirklich sachlich analysieren: was kann die Schule leisten, was kann sie nicht leisten? Dass die Diskussion in manchen Medien, vor allem in den kleinformatigen, unter die Gürtellinie abgleitet, ist sehr bedauerlich und sollte eigentlich nicht passieren.

derStandard.at: Sie sind mehr als 15 Jahre jünger als Ihr Vorgänger Walter Riegler, auch bei den AHS-Gewerkschaftern hat es vergangenen Herbst mit dem neuen Vorsitzenden Eckehard Quin eine Verjüngung gegeben. Kann man von einem Generationenwechsel bei den Lehrergewerkschaftern sprechen?

Kimberger: Ich glaube schon, dass es sich hier um einen Generationenwechsel handelt, um einen ganz deutlichen. Ich denke, dass dieser Generationenwechsel insgesamt auch sehr gut über die Bühne gegangen ist, ich kann dem sehr viel Positives abgewinnen.

derStandard.at: Die Lehrer-Gewerkschafter haben ein Aussitzer- und Betonierer-Image. Mit welchen Eigenschaften wollen Sie Ihre Ziele durchsetzen?

Kimberger: Ich bin sehr oft gefragt worden, was ich zum Stichwort Beton zu sagen habe. Das ist ein moderner, sehr variabel einsetzbarer Baustoff, mehr kann ich mit dem Stichwort Beton nicht anfangen. In Oberösterreich habe ich den Ruf, nicht ein Verhinderer, sondern ein Macher zu sein. Und ich gehe pragmatisch, ziel- und lösungsorientiert an die Sache heran. Es kann natürlich auch passieren, dass von mir das Wort "Nein" kommt. Aber man muss sich dann auch den Gegenvorschlag anhören, der - das kann ich Ihnen versprechen - immer sehr konstruktiv und lösungsorientiert sein wird. Wofür ich nicht zu haben bin, ist eine Reform der Reform willen, sondern es muss etwas Gescheites, etwas Vernünftiges herausschauen. Ich gehe mit drei Dingen an die verschiedenen Herausforderungen heran: Das ist Vernunft, Augenmaß und - was mir ganz wichtig ist - Hausverstand.

derStandard.at: Wie wichtig ist Fritz Neugebauer in den Verhandlungen für die Gewerkschafter?

Kimberger: Letztendlich wird sich Fritz Neugebauer immer wieder in verschiedene Beratungen einbringen, er hat in der Gewerkschaft öffentlicher Dienst die Gesamtverantwortung, aber fachlich und sachlich werden wir das Lehrerdienstrecht autonom verhandeln. (Rosa Winkler-Hermaden, derStandard.at, 6.5.2011)

PAUL KIMBERGER (43) hat das Hauptschullehramt in Mathematik, Sport und Informatik. Er begann 1991 zu unterrichten, seit 1994 engagiert er sich in der Gewerkschaft. 2006 hat er den Vorsitz der oberösterreichischen Lehrergewerkschaft übernommen, nun wurde er mit 97 Prozent zum österreichweiten Vorsitzenden der Pflichtschullehrer gewählt. Er folgt Walter Riegler nach, der weiterhin neben Kimberger das neue Lehrerdienstrecht als Vermittler zwischen den einzelnen Lehrergewerkschaftern verhandeln wird.

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f.j.neffe
 
12
10.5.2011, 17:00
Besser mit den Kräften umgehen lernen

Wenn ein Lehrer "sich von einem Schüler beschimpfen lassen muss kann er nur sagen: Wie hast Du das gemeint?"?
Was soll diese Denkschablone? Und was soll es, mit etwas, was man a) nicht verstanden hat und b) auch nicht verstehen will, neue Waffen für den Kampf mit der eigenen Sturheit zu fordern?
Der Ich-kann-Schule-Satz 2008 sagt: "Wenn ich mit deinen Kräften BESSER umgehe als du, dann mögen sie mich und folgen mir lieber als dir." Hier streitet jemand für die Legitimation, mit den Kräften anderer noch schlechter umgehen zu dürfen als sie selbst. Allein schon, dass es in unseren Unterrichtsvollzugsanstalten zu Beshcimpfungen kommt, zeigt, dass wir mit den Kräften dahinter nicht umgehen können. Let´s learn!
Franz Josef Neffe

Kritifax
20
10.5.2011, 13:02

lehrer ebenfalls.

marie berg
10
10.5.2011, 08:54
inzwischen hat

sogar die römisch/kath kirche einen fortschrittlicheren zugang zur bildungspolitik:
http://derstandard.at/130455130... -1200-Euro

D/E
02
10.5.2011, 09:21
Und wo genau

ist Küberl hier "fortschrittlicher" als Kimberger?

kuonrad
01
10.5.2011, 09:27
Und wieder neu von oben her.

Carla Sociale
012
10.5.2011, 11:52
Einer meiner Schüler hat ein Firefox-Plugin programmiert,

nach dessen Installation man per Buttonclick die Beiträge von "marie berg" ausblenden kann.
Die erste Version funktioniert schon recht gut, hat aber den Nachteil, dass man jetzt noch Antworten auf nicht mehr vorhandene Beiträge sieht. Jetzt arbeitet der junge Mann an einer Version, die alle Beitäge aus Threads ab einem "marie berg"-Posting entfernt.
So einen Luxus kann er anscheinend nur für den Firefox-Browser programmieren. Benutzer des Internet Explorers müssen darauf verzichten.

annea
02
11.5.2011, 12:33

Gratulation zu solchen Schülern :) Und bitte um Bereitstellung des Plugins :)

D/E
02
10.5.2011, 12:43
Ich hoffe, das gibt's bald zum Download.

"nuke everything" funktioniert nämlich nicht und "tinted sheen" kann man so schlecht editieren.

hamburgrulez1
03
10.5.2011, 13:22

na dann, auf eine glorreiche bergfreie zeit :)))
wenn kein lehrer mehr diese sinnentleerten beiträge von m. b. liest, wird sie sicj vielleicht endlich die hilfe suchen, die sie brauchen würde.

marie berg
40
10.5.2011, 10:12
was

wollen sie genau ausdrücken, wenn sie "von oben her" schreiben? hören sie die stimme gottes?

D/E
02
10.5.2011, 09:29
Sie haben eh Recht.

Ich habe mir nur gedacht, man muss anerkennen, wenn sie versucht, so etwas wie einen sachlichen Beitrag zu liefern.

Ich bin ja des guten Willens voll.

Fritz Brause
22
Zuerst fordert er Sanktionen,

dann meint er es muss zuallererst in die positive Richtung gehen.
Ich fürchte das ist nicht nur ein rethorisches Problem, sondern verweist auf mangelnde pädagogische Kompetenz.

double standard
10

reichts nicht dass die kinder die konsequenzen des handelns der erwachsenen spüren werden?

Pfuideifi
206
Dieses wehleidige Gejammere

von seiten einiger Lehrer und ihrer Gewerkschaft legt Zeugnis ab von deren Realitätsferne.

"Zuwenig Platz in der Schule, aggressive kids, zuwenig Kohle" etc etc

Mag ja alles stimmen!

Aber:
+ Mögen sich diese Personen mal einen Tag lang in die Feinkostabteilung beim Billa stellen!

+ Mögen sie einen Tag lang am Kassenschalter eines Bahnhofes sitzen!

+ Mögen sie einen Tag lang am PSK-Schalter stehen!

Und sich in diesen teils mies bezahlten Jobs ständig anschnauzen lassen vom "Parteienverkehr". 40 Std/Woche!

Und wenn nun das Argument kommt: na selbst schuld, die habm halt nix glernt - dann schaunS mal, wieviele Akademiker mittlerweile in Subjobs arbeiten!

Arge Bedingungen, quer durch die Bank!
So: wake up to reality!

Dr_Olaf
 
04
12.5.2011, 00:23
Welch triste Epoche…

…in der die Arbeit von Billa-Verkäufern mehr geschätzt wird als die von Lehrern…

Yin Young
01
10.5.2011, 19:19

Ich kenne solche Billa-Feinkostverkäuferinnen; ich kenne PSK-Schalter-Steher, die angeschnauzt werden.
Und ich kenne sehr viele Schüler, denen es völlig wurscht ist und die einen nur arrogant angrinsen, wenn man sie auf die eventuellen Konsequenzen ihres jahrelangen Nichtstuns an der Schule aufmerksam macht ("Mir wurscht. Dann arbeite ich halt als Kassierin im Supermarkt. Aber ich heirate sowieso nur einen mit viel Geld."). Hoffentlich sind Sie auch in DIESER reality aufgewacht.

Cpt. Bligh
010
natürlich gibts auch in anderen berufen probleme,

ein problem im umgang mit verhaltensauffälligen schülern ist aber auch, dass sie ca. 30 bis 50% der kapazitäten eines lehrers binden. somit bleibt für die anderen schüler weniger übrig. gerade sehr schüchterne schüler, die wirklich die aufmerksamkeit des lehrers benötigen gehen völlig unter.

solange es gar keine handhabe gegen störenfriede gibt, solange zahlen die falschen drauf, und das sind bei weitem nicht nur die lehrer.

nina yankow
00

des weiteren gibt es für immer wieder auftretende problem mit einzelnen schülern erprobte methoden, für die es in manchen schulen zumindest teilweise schon die mittel gäbe. eine möglichkeit ist der "auszeitraum": dabei wird mit den schülern vereinbart, welches verhalten nicht tragbar ist. kommt ein solches verhalten vor, kann gefragt werden, ob der schüler in den auszeitraum gehen will oder sein verhalten beendet. kommt das verhalten wieder vor, muss er in den auszeitraum, der zB von sozialarbeitern, pädagogen oder psychologen betreut wird. dort muss zb ein plan besprochen werden, wie in der folge vorgegangen werden soll. in versuchen in deutschland wurde dieses verfahren von lehrern und schüler als überwiegend erfolgreich bewertet.

Daisy Lord
02

Ich finde die Idee gut...mir ist aber keine Schule bekannt, wo es einen solchen Raum gibt, geschweige denn die zur Betreuung nötigen Sozialarbeiter und Psychologen...

elennah
00
11.5.2011, 19:46
doch

bei uns im schulbezirk gibt es diesen trainingsraum schon seit einigen jahren. auf grund der fehlenden sozialarbeiterInnen und psychologInnen übernehmen die lehrerInnen selbst die betreungsaufgaben, was natürlich eine zusätzliche stunde bedeutet.

elennah
01
trainingsraum,

auszeitraum...diese verfahren werden auch in österreich schon seit einigen jahren angewandt. es hat auch ganz sicher seine vorteile, und sei es nur, dass der rest der klasse wieder ungestört dem unterricht folgen kann.
allerdings hat sich gezeigt, dass auch diese methode bei einigen wenigen versagt.

Denker9
00
10.5.2011, 14:59

Wenn man die ewigen Störenfriede immer wieder aus der Klasse nimmt, werden sie den durchgenommen Lehrstoff doch versäumen! Fazit: Sie haben eine gute Ausrede: "Die Hausübung konnte ich nicht machen, weil ich mich nicht ausgekannt habe, wie sie erklärt wurde! Ich war ja zu der Zeit im Trainingsraum!"

elennah
00
10.5.2011, 15:42
tja

prinzipiell sollten die schüler den versäumten lehrstoff nachlernen und sich auch über die nötigen hausübungen informieren. so stehts zumindestens auf dem papier. sie haben schon recht, dass das allerdings nur von denen gemacht sind, für die so ein trainingsraum wirklich etwas zu vermeidendes ist. und die wirklichen problemfälle (und um die geht es ja doch) lassen sich vom trainingsraum nicht beeindrucken.

Denker9
02
10.5.2011, 19:44

Ein störrischer Schüler wird nichts nachholen sondern alles vermeiden, was nach Arbeit riecht!
Schwierige Schüler suchen nach Beziehungen und die werden ihnen in der Schule wenig geboten werden können. Die Klassen sind viel zu groß, um sich als einzelner Lehrer wirklich um jeden einzelnen kümmern zu können.

nina yankow
00

bei einigen wenigen versagt sowieso jede maßnahme, das war schon immer so.

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