Beobachtung aus Chat enthüllt angeblich weitere Hacker-Attacke
Sony kommt nicht zur Ruhe. Nachdem der Sony-Chef Howard Stringer gerade ein erstes öffentliches Statement zu den Datenschutzpannen abgegeben und sich dafür entschuldigt hat, bekommt der Konzern eine weitere Hiobsbotschaft. Einem Cnet-Bericht zufolge planen die bereits für den Sony-PSN-Angriff verantwortlichen Hacker am Wochenende einen erneuten Anschlag auf die Server des Konzerns. Damit sollen die mangelhaften Sicherheitsvorkehrungen bei Sony vergolten werden.
Quelle
Ein Beobachter des IRC-Kanal (Internet Relay Chat) hätte Cnet von der bevorstehenden dritten Attacke informiert, heißt es. Die Beteiligten würden die Veröffentlichung zahlreicher erbeuteter Daten planen: darunter Kundennamen, Kreditkartennummern sowie Adressen. Sie behaupten außerdem, noch immer Zugang zu einigen Sony Server zu haben.
Daten von 100 Millionen Kunden
Hinter dem Ende April verübten Diebstahl von Kundendaten des PlayStation-Netzwerks vermutet Sony eine Aktion der Hackeraktivisten Anonymous - der WebStandard berichtete. Kurze Zeit später folgte ein zweiter Angriff - auf das Online-Entertainment Netzwerk SOE des Konzerns. Insgesamt wurden die persönlichen Daten von über 100 Millionen Nutzern gestohlen.
In einem Blogeintrag wies Anonymous die Anschuldigungen von sich.
Sicherheitsmaßnahmen
Sony versucht derzeit sein angekratztes Image mit Bemühungen zur Verbesserung seiner Sicherheitsvorkehrungen aufzupolieren. Falls tatsächlich eine dritte Attacke auf Sony stattfindet, könnte sich zeigen am Wochenende zeigen, ob die Schutzmaßnahmen weiteren Identitätsdiebstählen standhalten. (ez, derStandard.at, 06. Mai 2011)