Automatik ohne Mehrverbrauch

6. Mai 2011, 16:55
  • Heute verbraucht ein Automatikgetriebe nicht mehr als ein manuelles.
    foto: mercedes

    Heute verbraucht ein Automatikgetriebe nicht mehr als ein manuelles.

Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt

Früher war die Sache ganz einfach: Ein Auto mit Automatikgetriebe verbrauchte zehn bis 20 Prozent mehr Kraftstoff als eines mit manuellem Schaltgetriebe, das hieß rund einen bis zwei Liter mehr je 100 Kilometer. Der bei einem herkömmlichen Automatikgetriebe verwendete Drehmomentwandler ist nämlich eine Strömungsmaschine und hat immer einen gewissen Schlupf, der in der Folge auch den Wirkungsgrad verringert.

Dann kam die Wandlerüberbrückung, das heißt, in vielen Fahrsituationen in höheren Gängen wird der Drehmomentwandler durch eine Kupplung überbrückt, die aber aus Fahrkomfortgründen auch noch einen gewissen Schlupf bieten muss. Damit schrumpfte der Verbrauchsnachteil der Wandlerautomatik auf fünf bis zehn Prozent. Derweil stieg auch die Anzahl der Gänge auf fünf und sechs und sieben und acht - und auch von neun Stufen ist die Rede.

Mittlerweile lässt sich durch die exzellente elektronische Steuerbarkeit mit einer Wandlerautomatik gleich günstiger Verbrauch wie mit manuellem Schaltgetriebe darstellen, in Einzelfällen sogar günstiger. Auch automatische Getriebe nach dem Doppelkupplungssystem liegen im Verbrauchsverhalten etwa gleichauf mit manuellen Schaltgetrieben. Salopp gesagt: Alles nur eine Frage der Feinabstimmung.

Man kann also ruhig behaupten: Die Gesamteffizienz des Antriebsstrangs ist unabhängig vom verwendeten Getriebesystem. Mit manuellem Schaltgetriebe, automatischem Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik werden heute in etwa die gleichen Verbrauchswerte erzielt. Doppelkupplungsgetriebe und Wandlerautomatik sind teurer als Schaltgetriebe. In ihrer Wirksamkeit liegen die beiden Automatikvarianten aber sehr nahe beisammen. (Rudolf Skarics/DER STANDARD/Automobil/06.05.2011)

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und dann gibts noch das cvt (stufenloses getriebe)

von toyota, das günstig und extrem platzsparend ist und ohne anfällige kupplungen auskommt.
siehe:
http://www.priuswiki.de/wiki/Getriebe

DAS ABSOLUTE TOP GETRIEBE!

das kannst den vw-doppl-kuppl-müll einstampfen.

so, muss meine meinung revidieren, hab das mit einem normalen cvt verwechselst.

aber: so ein getriebe funktioniert NUR in einem hybrid (generator erzeugt gegenkraft im planetenträger), was natürlich ihr posting hier, unter einem artikel über "normale" autos, schon recht unpassend macht.

ein ahnungsloser mehr! cvt-getriebe sind nur brauchbar bei wenig drehmoment und leistung, sonst müssen sie aufwendig gekühlt werden und dann hat sich's mit effizienz. und braucht trotzdem noch mehr wartung als eine wandlerautomatik. und verbrauchstechnisch hat noch kein cvt-getriebe gepunktet, auch wenn's theoretisch einleuchten würde dass es sparsamer sein sollte.

das planetengetriebe im prius ist nicht das absolute top-getriebe, es funktioniert nur in verbindung mit den 2 e-motoren/generatoren stufenlos und ist daher nur in einem hybrid sinnvoll.

der Wirkungsgrad ist leider ein Problem

und um vom normalen Autofahrer akzeptiert zu werden mussten virtuelle Fahrstufen realisiert werden die die ganzen Vorteile der variablen Übersetzung wieder zunichte machen.

Funktioniert aber nicht bei hoher motorleistung/drehmoment. Bzw. funktioniert schon aber halt nicht lange.

CVT + Hybrid

ist eine sehr gute Kombination, das sonstig manchmal "unkontrolliert" wirkende Hochdrehen des Motors auch schon bei moderatem Beschleunigen ist stark vermindert, weil der E-Motor hier mit seinem Drehmoment kräftig stützt

die Spielerei mit den "virtuellen" Schaltstufen (wie´s bei Honda ist), lässt man nach kurzer Zeit bleiben, ist schlicht unnötig.

sind ca 8000 Bestriebsstunden eines 300 PS Fendt Traktors wenig ? Ist die Leistung dazu zu wenig ?
Sind die Zapfwellen-Leistungen die durch das Getriebe gefordert sind zu wenig Momentanspruch ?

Gerade das CVT Getriebe wird im Landwirtschaftlichen Bereich gut und gerne genommen. Und wenn man so einem Forstmulcher mal gesehen und gehört hat, kann man das mit dem Moment nicht ganz glauben.

beim Fendt geht

die Zapfwelle DURCHS Getriebe ?

schönes beispiel. zeigt nämlich für was cvt-getriebe gut geeignet sind: für geringe drehzahlbereiche. bei einem motor der zwischen 700 und 6000/min dreht und dabei einerseits die drehmomentspitze möglichst früh haben soll, die leistungsspitze aber meist recht hoch liegt, schaut die welt schon ganz anders aus.

bin noch weit davon entfernt gänzlich zu verstehen wie das ding funktionierte - wenn es im buckligen prius eingebaut sein sollte - dann funktioniert das ding, das weiss ich weil eines meiner geschwister täglich damit herumfährt :-)

vermutlich können sie nicht glauben wie primitiv das ganze ist ;-) grundsätzlich wird der scheibendurchmesser einer scheibe, die ein keilriemen umlaufen muss, der vom motor angetrieben wird, verändert. damit wird stufenlos die übersetzung verändert. siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Cont... ansmission
wenn der drehzahlbereich, in dem das funktionieren soll, und der übersetzungsbereich groß sein muss (-> auto vs. nutzfahrzeuge) dann müssen diese scheiben recht spitz zulaufen, und das verringert die effizienz des ganzen systems (höherer anpressdruck da weniger auflagefläche, mehr verschleiss, etc.)

keilriemen? ok. schaut eher aus wie eine kette. ich hab PIVgetriebe als maturafrage gehabt - mit kette wärs formschlüssig und weniger ein problem von anpressdruck. ausserdem hängt an dem trum noch ein planetengetriebe dran - was weiss ich - im auto meines bruders funzt das ding - und wir warten alle gespannt wie sich das hybridauto bewährt auf dauer.

ich hab das mit der kette absichtlich weggelassen, weil ich sie nicht verwirren wollte - man weiß ja nie wieviel der andere schon weiß. und gach hätten's gedacht, da sind zahnräder wie bei einer fahrradschaltung im spiel wegen der kette ;-) hab aber jetzt erst bemerkt, dass der prius kein cvt mit kette hat sondern eine recht interessante anordnung von e-motor/generator und planetengetriebe nutzt um ein stufenloses getriebe zur verfügung zu stellen. das funktionier tatsächlich ganz anders.

Lesen Sie doch einmal

den Link vom wg 1980 (9.5.11.21:46)

Sie scheinen absolut ahnungslos über das dort verbaute Getriebe. Und darum geht es im Posting von wg 1980.

Auch wenn ich es nicht als das göttliche Wesen ansehe, so funktioniert es doch sehr einfach und ist nicht fehleranfällig.

sie haben vollkommen recht, ich hab das prius-getriebe mit einem normalen cvt wie von audi etc. verwechselt. sorry. man muss aber halt dazu sagen dass dieses getriebe nur in hybrid-autos funktioniert, was anlässlich des erstpostings, dass das das ultimative getriebe ist, schon recht unpassend ist. weil ohne hybrid funzt das ganze konzept nicht (gegenkraft im planetenträger).

Abschaltautomatik

Blöde Frage - die gibt's bei Automatik ja logischerweise nicht, da man nicht ein/auskuppelt?

Damit müßte die Gangschaltung dann doch wieder einen leichten Vorteil bekommen (habe irgendwie im Kopf, dass die Abschaltautomatik in der Stadt 20% im Verbrauch spart)?

natürlich gibts start-stopp für wandlerautomatik. haben zumindest bmw und mercedes.

Die 20% stimmen schon.

Wenn man die 0 wegläßt.

Natürlich gibt es Automatikgetriebe mit Start/Stop. Ist ja egal ob der Mensch oder die Automatik auskuppelt.

wie weiß dann die automatik dass ich jetzt vor einer ampel stehe und der motor abgeschaltet werden kann und ich nicht im stop and go verkehr bin?

berechtigte frage. vermutlich wird das verhalten der letzten zeit analysiert um festzustellen ob man ampelstopps hat oder eben stop&go. bei echtem stop&go schaltet aber auch bei einem handschalter der motor nicht ab da die wenigsten dauernd den gang rausgeben in solchen situationen. vermutlich reicht beim automatikgetriebe aber der wechseln von bremse aufs gaspedal um zu starten. habs selbst noch nie erlebt. aber geben tut's das zeug ja jetzt schon mehrere jahre für wanderlautomatik.

20%?! niemals.

das problem hat nix mit dem pedal zu tun sondern mit der ölversorgung des getriebes.

der Normzyklus ist für den Verbrauchsvergleich irreführend

da wird ja kaum geschalten und der professionelle Tester fährt immer im optimalen Gang. In der Praxis kann außer professionellen Rennfahrern kaum jemand so viele Schaltvorgänge durchführen wie ein Automatikgetriebe und fährt daher meist außerhalb der optimalen Drehzahl.
Ein Handschalter in der Praxis zuletzt vor ~40 Jahren einen Vorteil bedeutet, so ca. zu der Zeit, wo noch die 3-gang Automatik Standard war.

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