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Es jährt sich wieder die Niederlage des Dritten Reiches. Im Parlament sprach die Autorin Ruth Klüger, eine Überlebende, die mit zwölf ins Lager kam und in einem weltberühmten Buch - "weiter leben" - darüber berichtet hat. Für sie ist der "Kern der Sache" nach wie vor "unbegreiflich" - "Wie kam es zum Völkermord?" "Wirtschaftliche Gründe reichten nicht hin, denn es gab ärmere Länder, wo so etwas nicht passierte. Unwissenheit erklärt die Handlungsweise der Täter nicht, denn sie hatten ein relativ hohes Bildungsniveau. Sie hatten entweder eine religiöse oder eine humanistische Erziehung gehabt, die leider nicht standhielt."
"Weder andächtiges Schweigen noch Reue, Andacht oder auch Hass und Verachtung geben uns Antwort. Und so belassen wir es bei der festen Überzeugung, dass jetzt alles anders ist. Das stimmt sogar, ich muss mich nur umschauen und an das Wien meiner Kindheit denken." Jedoch: "Wir sind nicht vorprogrammiert, ein Rechtsstaat bleibt nicht unbedingt ein Rechtsstaat, seine Bewohner können ihre Vorstellungen und Absichten jederzeit auch anders überlegen." Sie habe keine Erklärung - "und gewiss keinen Trost" - gefunden.
Aber es bleibe die Hoffnung, "dass weiteres Forschen, Dichten, Nachdenken und Diskutieren zu einer Erhellung unseres Tuns und Lassens und der Möglichkeiten und Grenzen unse-rer zwielichtigen, zweideutigen und zwiespältigen menschlichen Freiheit führen mögen".(RAU, DER STANDARD; Printausgabe, 6.5.2011)
Es ist ein Symbolthema: Straßen, die plötzlich anders heißen sollen, weil der Namensgeber doch nicht würdig und vertretbar ist
Österreich in seinen verschiedenen Formen war fast immer ein Zuwanderungsland
U-Ausschuss sieht "Totalversagen" der Sicherheitsbehörden bei den NSU-Morden
Beim Wording muss man höllisch aufpassen, weiß der Vizekanzler
Von grünen Radwegen und gelben T-Shirts
Ein Lehrbeispiel sozialbürokratischer Lebenslüge plus Mobbing gegen einen Engagierten plus Politikerfeigheit
Karl-Heinz Grasser oder die möglicherweise längste Unschuldsvermutung der Welt
Es gibt ein linkes grünes Potenzial, aber auch ein bürgerliches
Das Projekt "Fuzo in der Mahü" macht einen unentschlossenen, undurchdachten Eindruck
Leidet Heinz-Christian Strache unter einer gewissen Fixierung?
Pestizide bedrohen die Bienen - Warum ließ Umweltminister Berlakovich gegen ein EU-Verbot stimmen?
Wahlberechtigt waren 532.496 Personen, davon hielten es 298.696 für notwendig, hinzugehen
Und aus. Keine endlose Nachtsitzung ohne Ergebnis, kein Betongießen
Die "Werte" haben es in den Einbürgerungstest geschafft
Die Poster haben eine kleine Auswahl an Nervtötern zum Artikel über den Tag des Lärms angegeben
Diejenigen, die unverantwortliche Geschäfte gemacht haben, wurden nicht zur Verantwortung gezogen
Junge Männer ohne Perspektiven. Sie sind das explosivste Element in explosiven Zeiten
Allein in Oberösterreich fielen im Jänner und Februar fünf FP-Funktionäre durch rechtsextreme Aktivitäten auf, drei wurden zum Parteiaustritt gezwungen
Nach dem Schwenk Luxemburgs ist Österreich isoliert. Einen Plan B gab es bisher nicht
Anti-Kirchen-Volksbegehren - ob die Neos da aufs richtige Pferd setzen?
Blecha verkörperte aber auch die dunkle Seite der Reformmacht
Ob Europa- oder Innenpolitik, die Regierung ist im Nadelstichbereich angelangt
Man könnte argumentieren, dass ganz Österreich in einer "schwierigen Phase" ist
Es ist immer ein Missverständnis, wenn ein FPÖ-Funktionär einen kleinen Ausflug in die Nazi-Welt nimmt
Können wir auf das "Großmutter-Sparbuch", in das keiner reinschauen kann, hoffen?
Bei dem geplanten Demokratiepaket wird dem Bürger nachgeschnüffelt
Die Bundesländer wollen für die Wohnbauförderung eine Entschädigung
Aus der wunderbaren Welt der österreichischen Hochbürokratie
"Keine Verhetzung": Ja, und die Erde ist eine Scheibe
Es ist leicht, den Überblick zu verlieren, was Stronachs Personal in den Ländern betrifft
Gerhard Dörfler ist die freundliche Seite der politischen Verkommenheit
Der Parlamentsumbau wird viel kosten - aber das müssen wir uns leisten
Auch Generalstabschefs sind Beamte, die halt irgendwann in Pension gehen
Die Kräfte des "vernünftigen Kärnten" haben jetzt eine Chance
Die ÖVP will Gemeindebaumieter, die zu viel verdienen, ausfindig machen
Strukturelle Schwierigkeiten der EU sind evident, zerfallen wird sie trotzdem nicht so leicht
Hans Rauscher analysiert die ersten Ergebnisse aus Kärnten und Niederösterreich, ihre Konsequenzen für die FPK und Anzeichen für die Nationalratswahl im Herbst
Es gibt jede Menge nicht autorisierter "Augustin-Verkäufer", vor allem aus Rumänien
SPÖ, ÖVP und Grüne haben die Angst vor rechtspopulistisch anfälligen Wählern verinnerlicht
Fiona Grassers Sorgen und dem Rothschild sein Geld, könnte man mit einem Lozelach sagen
Mit dem Wortwechsel zwischen Darabos und dem Simon-Wiesenthal-Center ist erstmals eine unterschwellige, Debatte über die Politik Israels an die Oberfläche durchgebrochen
Ob es die AUA noch lange gibt, wenn es so weitergeht wie zuletzt?
So frech sind die extremen Rechten erst wieder in den letzten Jahren geworden
Bei aller Unschuldsvermutung: Die Aussagen Grafs reichen nicht
Immobilienmakler Plech war durch die schwarz-blaue Regierung plötzlich im siebenten Provisionshimmel
Es würde schön genügen, würden sich mehr Bürger in die Politik begeben, um ihr frisches Blut zuzuführen
Das Vertrauen in die europäischen Institutionen und die europäische Politik ist noch nicht wirklich beschädigt
Auch wer mit Mitteln der Steinzeit-Pädagogik erzogen wurde, kann Landeshauptmann werden - In Kärnten
Die ÖVP hat bisher nicht allzu viel Gehirnschmalz und Energie drauf verwendet, die Selbstständigkeit attraktiver zu machen
Diese Art von Justizversagen ist nichts Ungewöhnliches mehr
Eine Bewegung der besserverdienenden, eigentum-schaffenden Mittelschicht wäre eigentlich logisch, ist aber nicht auszumachen
Der Blödsinn, der über Natascha Kampusch von Wichtigtuern, Hobby-Detektiven verbreitet wurde, ist widerlegt
Pöchhacker nannte Meischberger, Hochegger und Plech. Drei Grasser-Freunde mit FPÖ-Nähe
Diese Mentalität ist nicht nur auf Griechenland beschränkt und nicht unbedingt nur linkspopulistisch
Dass Grasser mit dem "rauchenden Revolver" in der Hand erwischt würde, war nicht zu erwarten und trat auch nicht ein
Griechenland ist wohl auf dem Weg in die Unregierbarkeit
Es seien Protestwähler, versichert man uns beschwichtigend, und sie meinten es gar nicht so
Dieselben Leute, die sich heute über Dienstautos aufregen, fanden den Jörg, der mit von Industriellen gesponserten Hubschraubern übers Land flog, "volksnah" und "ehrlich"
Aufregung um das Dienstauto von Laura Rudas - Leute, geht's noch?
mit diesen schöngeistigen Reflexionen nichts anzufangen weiß. Der interessiert sich auch nicht für Nationalsozialismus oder Faschismus, sondern leidet einfach nur an einer gesellschaftlich tradierten und von ihm vollkommen unreflektierten Xenophobie sowie einer generellen Angst vor Veränderungen.
Und eigentlich will er nur, dass in seinem Grätzel alles so bleibt, wie er es gewohnt ist und dass ihm bitte bloß niemand in sein Schrebergarten-Weltbild spuckt. That's it.
Der intellektuelle Zugang zu diesem Problem ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, weil die handelnden Personen (Wähler) nicht einmal lesen, was wir hier von uns geben, geschweige denn es verstehen könnten.
Und das weiß auch ein Herr Strache...
waehrend die intelletuelle elite noch gebannt in die vergangenheit blickt, hat sich laengst eine wesentlich gefaehrlichere bewegung gebildet, die abermals von den intellektuellen verharmlost wird. ihre mystische symbolfigur wurde vor einigen tagen beseitigt, waehrend ihre organisation von tag zu tag staerker wird. heute gehoert ihnen pakistan und morgen die ganze welt.
sich zu NS-Themen äußert, wünsche ich mir eine Verschärfung des NS-Verbotsgesetz:
http://derstandard.at/plink/129... 8/19307760
Was sagt der Winerib eigentlich dazu, dass sein Kumpel gerade wieder wegen Wiederbetätigung einsitzt?
sogar im ästhetischen Diskurs. (Darf man ein Gedicht über Auschwitz schreiben?)
Ruth Klüger ordnet sich nur in diese Tradition ein, wenn sie es hier noch einmal sagt.
Trotzdem haben sich die Philosophen die Finger wund geschrieben mit Erklärungen des Faschismus, von Popper bis Adorno, links und rechts, außerdem gibt es zuhauf soziologische, ökonomische, psychologische und psychoanalytische Erklärungen.
Inwieweit ist diese Rhetorik vom "Unbegreiflichen", der auf der NS-Zeit lastet, also gerechtfertigt?
Ist die Rhetorik des "Unbegreiflichen" nicht eher nur als ein symbolisches Ritual zu verstehen, das an unsere Schuld erinnern soll?
In Wahrheit ist der Faschismus auch nicht schwerer zu begreifen als andere Grausamkeiten der Menschen.
gerade jetzt wieder schön zu beobachten. wenn's nur die "richtigen" trifft, nimmt man es mit den hehren prinzipien halt nicht mehr so genau.
Wenn man den Faschismus und Holocaust als "Unbegreiflich" erklärt, macht man ihn gefährlich, weil er wird dann so dargestellt als sei er plötzlich ohne Genese in der Welt gewesen.
Damit beraubt man sich von vorn herein der Möglichkeit etwas dagegen zu tun, da er in seinem Werden nicht erkannt werden kann. Damit sabotiert man die gesamte Forschung.
Auch wenn die ökonomischen, soziologischen und politologischen Begründungen nicht ausreichen mögen, so geben sie Hinweise und die Aufmerksamen Beobachter des Weltgeschehens können diese auf aktuelle Entwicklungen beziehen und deren gefährliches Potential darstellen.
Wenn aber alles Unbegreiflich ist, dann kann man auch die Augen verschließen und warten bis sich der Faschismus wiederholt.
Ich finde dennoch, dass es trotz der gut erforschten Ursachen einen inneren Kern gibt, der unerklärlich bleibt.
Es ist mir, der ich mich mit dem Stalinismus beschäftige, zB nicht erklärlich, warum es 1937/38 zu diesem Blutrausch kommen musste. Und ich kenne keinen,der mir dies letztgültig erklären könnte.
Auch im Falle des NS "verstehe" ich nicht, warum das, was nicht hätte passieren dürfen (H. Arendt), alles "nötig" war. Ich denke schon, dass es eine gewisse Grenze des Verstehbaren gibt - einfach aus dem Grund, weil wir heute andere Menschen sind als damals.
Das heißt noch lange nicht, dass man faschistoide Tendenzen übersieht oder die seriöse Forschung sabotiert.
Mir scheint, Ruth Klüger sprach über diesen Punkt.
mag ich Ruth Klüger und Ihnen gerne zustimmen.
Ich denke aber so betrachtet bleibt alles Handeln von Individuuen und Gemeinschaften letzlich unbegreiflich.
Warum habe ich mich für zwei Kinder entschieden? Warum arbeite ich in diesem Job? Warum vertrauen die Menschen dem Geldsystem?
dh es geht dann um die Unerklärlichkeit des menschlichen Rätsels selbst.
Naja, auf diese elementare Stufe der individuellen Lebensgestaltung in Friedenszeiten würde ich es dennoch nicht herunterbrechen.
Zweifellos aber leitet das menschliche Handeln ein je unterschiedlich strukturierter Glaube. Aber darum ging es mir nicht primär.
Ich wollte nur den, wie Sie ja richtig schreiben, potentiell gefährlichen Begriff des Unbegreifbaren resp Nichtsagbarn im Fall von Ruth Klüger etwas kontextualisieren, weil ich nicht davon ausgehe, dass sie ein unterkomplexes Verständnis der Terrorgeschichte hat.
Es ist natürlich immer eine Schwierigkeit, Strukturanalysen mit Mentalitätsgeschichte und kollektiver Psycholgie zu verbinden. Man muss es wohl immer wieder versuchen,um mehr zu erfahren.
"Unbegreiflich" - ist das alles nicht, wenn man sich mit der Geschichte nur ein wenig befasst.
Die ganze "Hitlerei" kam nicht aus dem Nichts.
Da ist vorher sehr viel schief gelaufen, damit "die breite Masse" dem "Führer" gefolgt ist.
Und jetzt zum "Jetzt":
Die Skandale in Österreich werden immer größer. Dass offensichtliche Verbrecher jahrelang frei herumlaufen können, hat den Ruf der Ö-Justiz fast unwiderruflich ruiniert.
Der Lügen in der (EU-)Wirtschaftspolitiker sind nicht mehr zu vertuschen.
Die Lügen der USA-Administration - alleine der letzten Woche - durchschauen bereits die Dümmsten. Nachsatz: Manche Kommentatoren verteidigen sie (noch immer).
Ein Ruf nach einem "starken Mann" ist daher nicht "Das Unbegreifliche".
wenn ueberhaupt, dann als mensch ist eine armselige kreatur. und wer andere klein machen muss wird selber nie gross werden. stattdessen sollten wir danach streben jeden tag besser zu werden, als menschen, als freunde, als arbeiter, als partner, als elterteil, als sohn oder tochter, als mitglied seiner umgebung, und natuehrlich auch nicht zu letzt als liebhaber/oder in. wer dann noch zeit hat (dazu muss man schon eine menge haben) kann dann noch versuchen christ, moslem oder budhist zu sein. und bleibt dann noch zeit (die meisten schaffen schon eines nicht) kann noch versuchen ein besserer oesterreicher zu werden. aber wenn er das vorher jeden tag gemeistert hat, ist das dann das wenigste.
aufgrund der nachsicht der aliierten und der selbstluege der deutschen (dolchstosslegende) noch starke blueten getrieben hat ist schwer verstaendlich aber begreifbar. das es aber eine vernichtungsmaschinere und eine pseudorelgion mit ihrem wahn aufgerufen hat ist unbegreiflich. systematisches ausloeschen von menschen ohne grundlagen. wer jemals mein kampf gelesen hat oder als hoerbuch (am besten von somuncu) fragt sich wie das witzbuch jemand ernst nehmen konnte. und der nationalsmuss ist NICHT ueberwunden. die EU ist ein weg dazu, ein agieren von berlusconi und sakozy, merkel und dem der vor kurzem da die wahl im norden gewonnen hat. sorry aber wer sich zuerst als oestereicher oder deutscher oder sonst was fuehlt und erst in 2ter line
der ruf nach dem "starken mann" ist nicht "unbegreiflich" - der ist unbegreiflich dämlich, sonst nix.
abgesehen von ihrer litanei über gott & die welt, was sollte dieser "starke mann" besser machen? und warum sollte er es besser machen?
und de ganz wesentliche punkt: wie wird man den starken mann wieder los, wenn sich zeigt, dass er genau so ein depp ist wie seine vorgänger?
Ich wünsche mir "bei Gott" keinen "starken Mann",
Aber durch eine "Trottel-Politik" - wie derzeit - wird er nicht zu verhindern sein.
Wenn man die Vergangenheit betrauert - was ja ok ist - aber die Probleme "des Heute" nicht wirklich sieht / sehen möchte, nicht dagegen kämpft, ist die Gefahr sehr groß, dass sich die Geschichte eines Tages wiederholt.
Ich bin vollkommen bei Ihnen, dass es fast unmöglich ist, einen "starken Mann" wieder loszuwerden. Darum helfen Sie mit, dass das Volk nicht nach so einem Typen schreit.
Fordern Sie auch Ehrlichkeit und Gerechtigkeit - auch wenn es ein Kampf gegen Windmühlen ist.
Bestaunt ob dieser Kuriosität von aller Welt, die sich einst oder derzeit in gleichen Taten und Plänen üben, und nicht im Geringsten ihr Gewissen belastet fühlen.
Das es so weit kommen konnte lag vor allem an den wirtschatlichen Vorraussetzungen und einer großen Massenarmut.
Und überwunden ist der Faschismus im Westen noch lange nicht, oder wie soll man das interpretieren wenn die deutsche Kanzlerin sich über den Tod bin Ladens freut oder der niederösterreichisch Landeshauptmann von artfremden spricht...?
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