Welthebammentag

Im Schlafzimmer entbinden

Güler Alkan, 5. Mai 2011, 13:49
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    foto: apa/michael sohn

    Die Hebamme unterstützt Mutter und Kind im Anschluss an die Geburt und stattet der Famile in den folgenden Wochen einen täglichen Besuch ab.

In vertrauter Umgebung entbinden ist in Österreich eher die Ausnahme - Risikoreicher als Spitalsgeburten, sind Hausgeburten nicht

Wer sich heutzutage gegen eine Entbindung im Krankenhaus entscheidet und stattdessen den Nachwuchs in den eigenen vier Wänden auf die Welt bringen will, erntet hierzulande nicht gerade Beifall. Zu groß sei das Risiko und außerdem in der heutigen Zeit der guten Spitalsversorgung auch gar nicht mehr nötig, so der Tenor. Beliebt sind Hausgeburten in Österreich auch nicht wirklich, rund 1,2 Prozent der Kinder werden im Elternhaus geboren.

Heidi Achter, seit mehr als 29 Jahren freiberufliche Hebamme, ist auf die Betreuung von Hausgeburten spezialisiert. Für Achter sind Hausgeburten "das Normale" und kein Risiko. "Untersuchungen belegen, dass geplante Hausgeburten genauso sicher sind wie Spitalsgeburten. Einer Hausgeburt muss daher der gleichberechtigte Platz eingeräumt werden", fordert die langjährige Hebamme. Das gilt allerdings nur, solange die Schwangerschaft normal verläuft. Bei anhaltend regelwidrigen Schwangerschaftsverläufen, einem vorangegangen Kaiserschnitt, Mehrlingsschwangerschaften, bei Quer- und Steißlagen oder vorhersehbaren Komplikationen ist ein Aufenthalt im Krankenhaus unabwendbar.

Maßband statt Ultraschall

Eine Hebamme ist Ansprechpartnerin und Vertrauensperson zugleich. Dabei hat sie nicht nur für die Fragen der werdenden Eltern ein Ohr, sondern auch für die Herztöne des Kindes. Anamnese, Erheben des Gesundheitszustands von Mutter und Kind, durch Abtasten des Bauches, Abhören von Herztönen und Durchführen von Vorsorgeuntersuchungen, gehört ebenfalls zum Aufgabenbereich einer Hebamme. "Bei jeder Visite wird der Körper genau beobachtet", so Achter. Ein Maßband darf daher in keinem Hebammenkoffer fehlen. Denn damit wird Größe und Lage des Kindes gemessen. Anhand standardisierter Tabellen kann dann abgeschätzt werden, ob das Kind zu klein oder zu groß ist. Diese Methode ist laut Achter nicht weniger genau als ein Ultraschall.

Während der Schwangerschaft sind, nach einem ersten Beratungsgespräch, drei bis fünf Schwangerschaftskontrollen vorgesehen. Diese Besuche, meist zuhause bei der Familie, dauern rund eine Stunde, manchmal auch länger. Achter bietet während der Schwangerschaft auch Geburtsvorbereitung in der Gruppe an. Drei Wochen vor dem errechneten Geburtstermin beginnt die Rufbereitschaft der Hebamme. Sie muss dann rund um die Uhr telefonisch erreichbar sein.

Geburt ohne Zeitdruck

Was nicht heißt, dass mit dem ersten Anruf auch gleich die Geburt bevorsteht. "Oft dauert es einen halben Tag bis die Wehen anfangen", erzählt die Hebamme. Zeitdruck möglichst schnell zu gebären, gibt es bei einer Hausgeburt nicht. Auch wehenfördernde und schmerzstillende Medikamente kommen bei einer Hausgeburt nicht zum Einsatz. "Als Hebamme beobachte ich, wie die Frau mit dem Schmerz umgeht, unterstütze sie in ihrer Atmung und helfe ihr sich in den Wehenpausen zu entspannen. Die Geburt ist ja nicht nur Schmerz. Wenn eine Geburt zwanzig Stunden dauert, dann sind in der Regel drei Stunden davon Schmerzen", weiß Achter und erinnert daran, dass während einer Geburt auch Endorphine, körpereigene, morphinähnliche Substanzen und Adrenalin ausgeschüttet werden. "Bei Wassergeburten wirkt das warme Wasser ebenfalls schmerzstillend", ergänzt die Hebamme.

Wassergeburten in der eigenen Badewanne oder in einem aufblasbaren Geburtsbecken sind beliebt. Einen Gebärhocker hat Achter auch immer mit dabei. "Viele Geburten finden auch auf dem Boden im Sitzen, Hocken oder Knien statt. In so einer Position muss die Mutter nicht viel pressen, denn die Schwerkraft hilft mit", berichtet Achter. Der Partner packt ebenfalls mit an. "Der Mann ist nicht nur Zuschauer. Meist muss er die Frau beim Sitzen halten, das erfordert Kraft. Da rennen ihm schon mal die Schweißperlen von der Stirn," so die Hebamme.

Das eigene Heim muss für eine Hausgeburt weder speziell hergerichtet noch übermäßig desinfiziert werden. Plastikfolien für den Boden und das Bett, Einmalunterlagen, alte Lein- und Handtücher, Waschlappen, Mullwindeln werden beispielsweise benötigt. Aber auch fahrbare Heizkörper und ein Heizstrahler für den Wickeltisch sollten bereit stehen, genauso wie heißes Wasser. "Wegen der Hygiene braucht man sich keine Sorgen machen", beruhigt Achter. Sollte es zu Komplikationen kommen, wird die Hausgeburt abgebrochen und sofort ins Krankenhaus gefahren oder in Notfällen der Notarzt verständigt. "Auch bei einer geplanten Hausgeburt muss man den Geburtstermin im Spital melden und die verordneten Untersuchungen während der Schwangerschaft durchführen lassen", so Achter.

Intensive Betreuung hat ihren Preis

Im Anschluss an die Geburt bleibt die Hebamme noch drei bis vier Stunden im Kreis der Familie, untersucht das Neugeborene und die Mutter und unterstützt diese bei den ersten Stillversuchen. Danach stattet sie den Eltern in den nächsten drei Wochen fast täglich einen Besuch ab, um ihnen beim Umgang mit dem Baby weiterzuhelfen.

Diese intensive Betreuung hat ihren Preis. Achter ist Wahlhebamme beim Hebammenzentrum Wien, für eine Hausgeburt inklusive Betreuung während der Schwangerschaft und des Wochenbetts fallen rund 1.600 Euro an Kosten an. Ein Teil der Kosten wird auf Antragstellung von der Krankenkasse refundiert. Suchen sich die Eltern eine Hebamme mit Kassenvertrag aus, übernimmt die Krankenkasse die Kosten.

Wenn es nach Achter geht, die bereits bei mehr als 900 Geburten mitgewirkt hat, sollten Hebammen stärker in das österreichische Gesundheitssystem eingebunden werden. Wie in Holland, wo Hebammen statt niedergelassener Gynäkologen vorrangig für die Betreuung von schwangeren Frauen zuständig sind und die Hausgeburtsrate rund dreißig Prozent beträgt. "Die Frauen kommen dort besser mit der Schwangerschaft und Geburt zurecht. Wo gibt es im Spital mit all den Untersuchungen und Wartezeiten Platz für ein ausführliches Gespräch? Wer fragt, wie's der Frau geht?", fragt Achter abschließend und spart diesbezüglich nicht mit Kritik. (derStandard.at, 05.05.2011)

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darkblue2
00
13.10.2011, 08:07

wir haben selber mehrere kinder und finde diesen artikel sehr putzig. das ist so eine erstgebärende vorstellung von der geburt. aber die realität ist meist anderst. unsere geburten waren alle im öffentlichen krankenhaus, sind in der regel schnell verlaufen und vom krankenhauspersonal sehr kompetent, ruhig und sicher durchgeführt. bäder, ringe, hocker, bälle etc sind ehrlich gesagt aus unserer erfahrung heraus auch nicht notwendig. sie linderen weder den schmerz noch beschleunigen sie die geburt. eine geburt braucht ihre zeit und tut nun mal auch weh. so oder so.
und sollten komplikationen auftreten, werden die gebärenden sowieso ins krankenhaus abgeschoben. ob hausgeburt oder privatklinik ist dann vollkommen egal.

Ravenspower
00
13.10.2011, 04:38
Frauen - Back to the Roots

für alles wollen's an doktor... sogar für die natürlichste sache der welt.

ich bin für die alte methode.
frauen sollte zu hause gebären, mit anwesend ist höchstens eine hebamme welche ihr kruzifix schwingt.
geht was schief dann "is der teifl gwen", passt alles... dann hat der herrgott seinen segn gebn.

fertig!

wenn alles vorbei ist kommt der mann ins haus.
als erstes beschwert er sich über den schlechten geruch im haus und im zimmer wo geboren wurde.

er erblickt das kind.
is a bursch: bist a schöner bua, werst ganz der vota!

is a mädl: so a gschroppl bringst ma. noch a mund zum versorgen, dafür host so lang gebrütet!?

so oder so - sofort wieda hinaus aufs feld - die arbeit ruft.

:DD

oink
02
12.10.2011, 18:11

meine tochter ist vor 4 wochen im krankenhaus auf die welt gekommen.
genaues gegenteil von hausgeburt: pda, geburten fast wie am fließband (hat vielleicht am vollmond gelegen), wehenfördernde medikamente.
alles lief hervorragend und schmerzfrei. das personal war sehr freundlich (obwohl voll ausgelastet) und hat unglaublich professionell gearbeitet.
mutter und baby sind kerngesund. ich war die ganze zeit hautnah dabei und es war einfach nur schön.
hausgeburten haben auf jeden fall ihre berechtigung. ich finde es aber nicht in ordnung, die hervorragende arbeit der leute auf den geburtsstationen herunterzumachen.

zingarina
14
14.5.2011, 22:51
ich habe meine tochter zu hause bekommen...

... es war ein großartiges erlebnis. unser kind ist in unsere welt gekommen, in unser zuhause, nicht in eine unpersönliche pseudo-welt in einem krankenhaus. eine geburt ist grundsätzlich keine krankheit!
vielleicht war es "nur" glück, dass alles so gut und schnell und natürlich gegangen ist. ich glaube das aber nicht.
was wirklich wichtig ist, um sich auf eine geburt einzulassen, sind enge und gute beziehungen: zur hebamme, zum partner und dann natürlich zum kind.
in meinem bekanntenkreis gab es bisher nur gute hausgeburten, aber viele horror-geburten im spital!
ich wünsche allen eltern mut für eine geburt zu hause, oder zumindest, dass sie sich intensiv und positiv darauf vorbereiten.

was die hebammen leisten, ist unbezahlbar!!

tignosa
00
12.10.2011, 16:18
mir persönlich wäre es zu riskant

ich würde mich bei normalem Schwangerschaftsverlauf für eine ambulante Geburt in einem vertrauenswürdigen Krankenhaus entscheiden. Also eine Institution, wo die Gebärende nicht bevormundet oder gleich mit dem Rollstuhl reingeschoben wird. Eine Schwangerschft ist allerdings keine Krankheit und eine Geburt auch nicht, wenn es nicht nötig ist, kann ich mir nicht vorstellen, freiwillig im KH zu bleiben.

Dr. Seltsam
 
210
10.5.2011, 10:18

Habe 3 Kinder. Bei allen 3 Geburten hätte eine Hausgeburt fatal sein können. Ich verstehe nicht, warum jemand dieses Risiko eingeht.

Eine Freundin von mir hätte eine Hausgeburt fast mit dem Leben bezahlt. Ist es das wert? Ich glaube nicht!

Es gibt viele Spitäler mit sehr schönen Geburtsstationen, komplett entspanntem und sehr persönlichem Personal, sodass sich niemand vor einer Geburt im Spital fürchten muss.

Renegade Hardware Ltd.
01
12.10.2011, 19:49

Habe selber zwei Hausgeburten miterleben dürfen. Ich kann mir nicht erklären wie sie hier von Risiko sprechen können. Sie werden von zwei Hebammen begleitet, die sie auf alle Eventualitäten (zB: einem Abbruch der Hausgeburt) vorbereitet. Diese Hebammen sind auch keine Frischlinge, die das erste Mal eine Hausgeburt durchführen, haben somit auch einiges an Erfahrung.
Nur weil sie in ihrem persönlichem Umfeld eine schlechte Erfahrung hatten, spiegelt das nicht die Realität wider! - die Kaiserschnittrate in Ö ist extrem hoch (30%) ein Grund mehr für mich eine Hausgeburt dem Spital vorzuziehen, neben allen anderen Vorteilen wie z.B.: kein Hebammenwechsel während den Wehen, vertrautes Umfeld, Geburt passiert wo und wie die Frau dies möchte, etc.

Dagmar Rehak Wien
 
61
10.5.2011, 14:10

Was ist denn bei den drei Geburten passiert, was bei einer Hausgeburt hätte fatal enden können?

Gebäranstalten sollten übrigens nicht schön und nett sein (das bin ich selber), sondern fachlich kompetent.

Dr. Seltsam
 
02
10.5.2011, 15:34

1.)Massiver Herztonabfall => Saugglocke
2.)Sehr schneller Geburtsfortschritt => Kreislaufkollaps der Mutter
3.)Herztonabfall => Saugglocke

War jedes Mal froh, dass innerhalb kürzester Zeit ein Team aus Ärzten, Schwestern und Hebammen da war, um die Probleme kompetent und professionell zu regeln.

Fachkompetenz setze ich übrigens bei allen voraus. Das habe ich daher nicht extra erwähnt.

guggi102
02
12.5.2011, 17:23

Nur ins Blaue geraten:
1) zu langsamer Geburtsfortschritt laut Tabelle - Wehentropf - Herztonabfall...

2) Überschreitung des Termins - Einleitung - zu schneller Geburtsfortschritt...

3) Rückenlage - DauerCTG - verständliche Angst der Mutter nach den letzten beiden Geburten - sreßbedingte Uterusmangeldurchblutung - Herztonabfall....

Dr. Seltsam
 
00
12.5.2011, 17:34

Ad 1: denkbar
Ad 2: ganz falsch
Ad 3: ganz falsch, da bis zur Saugglocke komplett entspannt

Dagmar Rehak Wien
 
70
10.5.2011, 21:43

Sowas habe ich mir schon gedacht.
Fachkompetenz ist was anderes.

Dr. Seltsam
 
00
11.5.2011, 11:40

Aha, was ist daran nicht kompetent?

Dagmar Rehak Wien
 
21
11.5.2011, 13:17

1. In der Pressphase sinkt der komplette Stoffwechselumsatz des Kindes. Der Herzschlag wird physiologischer Weise langsamer. Das sollte man wissen, bevor man in die Praxis geht. Trotzdem sollte die Pressphase nicht zu lange dauern, weil das zu Schäden bei Mutter und Kind führen kann. Das Mittel der Wahl ist aber nicht die Saugglocke, weil die Anatomie des kindlichen Genicks nur Schub, aber nicht Zug toleriert, sondern eine technisch bessere Gebärposition; Rückenlage zB ist ein absolutes Tabu. Auch muss man darauf achten, dass die Frau in der Pressphase genug Kraft hat.

2. Der Kreislaufkollaps hatte sicher andere Gründe als ein zu schneller Geburtsfortschritt. Unterzucker ist sehr häufig, oder Wehenhemmermissbrauch.

Dr. Seltsam
 
00
11.5.2011, 17:25

Ad 1.) das war vor 15 Jahren. Da war vielleicht die Lehrmeinung zur Saugglocke eine andere. Der Abfall der Herztöne war so massiv, dass ein blitzartiges Eingreifen unabdingbar war. Da war nach meiner Einschätzung nicht mehr die geringste Zeit für irgendwelche Experimente, wie Änderung der Geburtsposition. Ich habe zwar nicht nachgefragt, aber das war ganz sicher nicht die natürliche Verlangsamung des Herzschlags in der Pressphase.

2.) Der Kreislaufkollaps hatte sicher nichts mit Unterzucker zu tun, da die ganze Geburt knapp eine halbe Stunde dauerte. Wehenhemmer kamen gar nicht zum Einsatz.

Die ganze Mannschaft machte auf mich einen äußerst routinierten Eindruck.

Dagmar Rehak Wien
 
00
11.5.2011, 22:49

ad 1) Wenn die Herztöne so massiv abgefallen sein, könnte das auch a) durch ein Rausrutschen aus der Messzone verursacht gewesen sein oder b) durch Sauerstoffmangel. a) gehört so bei einer Geburt; das Baby ist ja auf dem Weg hinaus, aber b) darf einfach nicht passieren.

ad 2) Was auch immer die Ursache war, ein Kreislaufkollaps darf einfach nicht passieren.

Und wie routiniert auch immer die Leute gewirkt haben, es sind Dinge passiert, die weit entfernt von Fachkompetenz sind. Wenn sowas bei einer Hausgeburt passieren würde, wäre das ein Riesenskandal, und die Hebamme könnte auswandern.

Dr. Seltsam
 
00
12.5.2011, 10:27

Ad 1.) Was hätten Sie gegen den Sauerstoffmangel gemacht?
Ad 2.) Die Geburt lief ganz normal, ganz natürlich und wie aus heiterem Himmel kam dann der Kreislaufkollaps. Wie wollen Sie das der mangelnden Fachkompetenz des Personals anrechnen?

Wie oben erwähnt, kam es in meinem Bekanntenkreis zu einer sehr stressigen Hausgeburt, die die Mutter fast mit dem Leben bezahlt hätte.

Dagmar Rehak Wien
 
00
12.5.2011, 17:54

ad 1) Ein Sauerstoffmangel entsteht nicht von allein.
Zwar entsteht eine gewisse Konkurrenzsituation, weil das Kind Sauerstoff braucht und die Gebärmuttermuskeln bei jeder Wehe ebenfalls, aber bei einem normalen Wehenverlauf geht sich das bequem aus.
Wenn die Blutzufuhr zur Gebärmutter gedrosselt, die Blutzirkulation im Unterleib gestaut oder der Sauerstoffverbrauch von Gebärmutter oder Kind über das normale Maß hinaus erhöht wird, kann es vorkommen, dass es sich mit dem Sauerstoff nicht ausgeht.

ad 2) Wenn Ihre Frau einen Kreislaufkollaps hatte, kann man nicht sagen, dass vorher alles normal war.
Ich habe übrigens noch nie von einem Kreislaufkollaps bei einer Hausgeburt gehört zu haben.

Was war denn bei der Frau in Ihrem Bekanntenkreis?

Dr. Seltsam
 
00
13.5.2011, 09:17

Ad 1.) Wie gesagt, das mag schon sein, dass Herztöne bei der Geburt abfallen. Das, was wir erlebt haben, war aber weit außerhalb dessen, was normal ist. Ich nehme an, dass der Oberarzt, der dann die schnelle Beendigung des Geburtsvorganges eingeleitet hat, auch ein bisschen Fachwissen mitbringt.
Ad 2.) Auch wenn es Ihnen nicht passt, war es so, dass aufgrund des rasanten Geburtsfortschritts zu dem Kreilaufkollaps kam. Vorher war alles entspannt.

Details bei der Frau aus meinem Bekanntenkreis kann ich nicht sagen. Es endete auf jeden Fall damit, dass sie mitten in der Geburt mit der Rettung ins Karnkenhaus verfrachtet werden musste und aufgrund der hohen Blutverlustes mehrere Tage mit dem Tode rang.

Dagmar Rehak Wien
 
31
29.5.2011, 03:09

Lieber Dr. Seltsam, verzeihen Sie, dass ich so spät antworte. Ich habe nur wenig Urlaub von der Front, und die nutze ich zum Aufarbeiten der Benachrichtigungen.
Zuerst einmal: Die Hausgeburtsgeschichte ist erfunden. Nach einem Blutverlust bekommt man Blutkonserven und ringt keineswegs mit dem Tod. Die Frau ist wahrscheinlich nach der Geburt wegen einem beunruhigenden Blutverlust ins Krankenhaus gefahren, aber dort hat man ihr wahrscheinlich nicht einmal Blutkonserven gegeben, sondern ein Rezept für Eisentabletten, und sie wieder nachhause geschickt.
Ansonsten finde ich es äußerst verantwortungslos, unverdrossen wo hinzufahren, wo ständig etwas schiefgeht. Spätestens nach dem zweiten Mal müssen Sie doch gemerkt haben, dass es so nicht geht.

tignosa
00
12.10.2011, 16:14
natürlich kann es bei Geburten zu hohem Blutverlust der Mutter kommen

darum ging ja früher so viel schief. Meine Mutter brauchte nach meiner Geburt auch Blutkonserven, obwohl abgesehen davon meine Geburt schnell und ohne gröbere Probleme abgelaufen sein dürfte (kann mich ja leider nicht dran erinnern)

Dr. Seltsam
 
06
30.5.2011, 12:27

Ich finde ihre ständig verfehlten Ferndiagnosen zum Zerkugeln. Sie bezichtigen mich der Lüge, während Sie sich auf skurrilste Art und Weise die Wirklichkeit zusammenzimmern!?
Sie machen aus einem Notfall, bei dem meine Bekannte unmittelbar nach der Hausgeburt mehrere Tage auf der Intensiv zwischen Leben und Tod schwankte, eine Kleinigkeit/Lüge! Wäre sie nach der Hausgeburt nicht von Notarzt ins Spital gebracht und dort notfallmedizinisch versorgt worden, wäre sie mit Sicherheit gestorben.
Es ist Fakt, dass diese Hausgeburt ein kompletter Fehlschlag war.
Ich finde Ihren unverdrossenen Glauben, bei einer Geburt alles kontrollieren zu können, schlichtweg gefährlich.

Dagmar Rehak Wien
 
00

Könnten Sie vielleicht bei Ihrer Bekannten noch einmal nachfragen, was da war? Ich kann mir einfach nichts vorstellen, was nach einer Hausgeburt zu einem mehrtägigen Aufenthalt auf der Intensivstation führen könnte.
Und wegen Fehlschlag: Die drei Geburten Ihrer Kinder sehen Sie aber hoffentlich nicht als den idealen Weg an, oder? Offensichtlich grobe Fehler, keinerlei Fehleranalyse und trotz schlechter Erfahrungen wieder hingehen... *räusper* Da klingt die Intensivstations-Hausgebärerin ein bissl wie eine Rechtfertigung.

Dr. Seltsam
 
00

Also ich nehme zur Kenntnis, dass bei Ihnen nicht sein kann, was nicht sein darf.

Zu den Geburten meiner Kinder kann ich nur sagen, dass diese keineswegs ein Fehlschlag waren. Mein Frau war auch immer bei Gynäkologinnen ausserhalb des gewählten Krankenhauses (vor und nach den Geburten) und KEINE von denen hat im Geburtsverlauf meiner Kinder einen fachlichen Fehler entdecken können.

Offensichtlich sind aber Ihre Fähigkeiten so sehr über die der gesamten Fachwelt zu stellen, dass Sie immer alles unter Kontrolle haben.

Ad meiner Bekannten: Vielleicht sollten Sie noch einmal fachlich in sich gehen wenn Sie sich nicht vorstellen können, was FAKTUM ist.

tignosa
11
12.10.2011, 16:15
wenn ich mir diese Diskussion anshee, kommt es mir vor, dass das der einzige Fall ist, wo sich ein Mann bei dem Thema besser auskennt als eine Frau ;-)

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