22-Nanometer: Intel startet neue Generation der Chip-Technik

5. Mai 2011, 08:54

Einstieg in 22-Nanometer-Bereich soll neue Maßstäbe setzen - Bei Technologien für Mobilgeräte war Intel im Hintertreffen

Intel stößt bei der Entwicklung von Computer-Chips in bisher nicht dagewesene Mikrostrukturen vor. Mit der am Mittwoch vorgestellten 22 Nanometer-Technik können die Schaltungen für die Steuerung digitaler Signale noch dichter zusammengepackt werden als mit der derzeit aktuellen 32-Nanometer-Architektur. Die Produktion der neuen Chips kann laut Intel noch in diesem Jahr beginnen. Die Intel-Aktie setzte sich daraufhin mit 1,5 Prozent Plus an die Spitze im Dow Jones.

"Ivy Bridge"

Dabei hat Intel auch das Design der Transistoren, also der Schaltungen auf dem Chip, neu entworfen, wie Intel-Manager Mark Bohr in San Francisco mitteilte: Bei diesen 3D-Transistoren mit der Bezeichnung Tri-Gate werden digitale Signale nicht nur horizontal, sondern auch in vertikaler Richtung transportiert. Solche Transistoren sollen im ersten 22-Nanometer-Mikroprozessor mit der Bezeichnung "Ivy Bridge" zum Einsatz kommen.

"Die Forscher und Ingenieure von Intel haben den Transistor neu erfunden und gehen diesmal in die dritte Generation", erklärte Vorstandschef Paul Otellini. "Auf der Grundlage dieser Fähigkeiten werden neue faszinierende Geräte entstehen, die das Bild der Welt formen", fügte Otellini in einer schriftlichen Erklärung hinzu. Moores Gesetz sei weiter gültig. Diese 1965 von Intel-Mitbegründer Gordon Moore aufgestellte Regel besagt, dass die Zahl der auf einem Chip gepackten Transistoren alle 18 bis 24 Monate verdoppelt werden kann.

Energie-Ersparnis der 3D-Transistoren

Der Leistungsgewinn und die Energie-Ersparnis der 3D-Transistoren mit der Bezeichnung Tri-Gate reiche über das Ausmaß bisheriger Generationswechsel hinaus, sagte Bohr während einer Pressekonferenz. "Dies gibt Produktentwicklern die Flexibilität, um die gegenwärtigen Geräte noch intelligenter zu machen und völlig neue Geräte zu ermöglichen."

Der Einstieg in die 22-Nanometer-Technik gilt in der Branche als nächste Stufe in der Chip-Entwicklung. Ein Nanometer entspricht einem Millionstel Millimeter. Intel erklärte, mit dem frühzeitigen Einstieg in die neue Technik sichere sich das Unternehmen einen deutlichen Vorsprung im Wettbewerb. Wichtigster Konkurrent ist AMD, das seine Chips unter anderem in Dresden fertigen lässt, unter der Regie des ausgegründeten Untrernehmens Globalfoundries.

Die neue Technik ermögliche es Intel, seine Führung im traditionellen Geschäft mit Prozessoren für Arbeitsplatzcomputer und Server zu behaupten, hieß es in San Francisco. Intel wolle aber auch in den neuen Geschäftsbereichen der Prozessoren für mobile Geräte wie Smartphones und Tablet-Computer erfolgreich sein. Hier sei der Einstieg in die 22-Nanometer-Technik und die neuen Transistoren ein notwendiger, aber noch kein ausreichender Schritt, erklärte das Unternehmen. (APA)

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Intel

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Posting 1 bis 25 von 48
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Tante Herbert
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umgerechnet auf Fussballfelder?

spark
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31.10.2011, 20:49

stell dir vor, ein grashalm ist 22 nm breit. dann ist das fußballfeld daumen mal pi einen daumennagel groß.

zufrieden?

quisquam
01
tick tock

Reich sein muss sich lohnen!
00
Was hat 22 nm?

Ein Transitor, die Leitungen?

h 90
00
30.8.2011, 05:24

und wieviele davon bringt man auf ein Fussballfeld.

djang
00

Eine Längenskala im Bild wäre echt schön.

crazyTweek
11

Soweit ich weiß ist das die Größe eines einzelnen Transistors

Sie sind doch der Rührer!
05
Strukturbreite != Transistorgröße

Bei den 22nm handelt es sich um die Strukturbreite. Dies bedeutet nicht, dass der gesamte Transistor diese Größe hat, sondern dass die kleinsten Einheiten (typischerweise sind das z.B. Gate-Kanal-Längen bei FETs) 22nm groß sind. Der gesamte Transistor ist dann um einiges größer.

Man verwende Google für Details.

gilipollas
01

wirklich erstaunlich, wie Intel die Technologie vorantreibt - ich freue mich schon auf IvyBridge. Sie werden Moores Law noch einige Zeit aufrechterhalten. Bald lassen sich die Strukturen nicht mehr verkleinern, aber es gibt immer einen Weg besser zu werden - Stacken zb, ThroughSiliconVias statt Wirebonds, kürzere Wege zum RAM, weitere Integration von Peripherie etc. Mehr Rechenleistung/Watt zb. - ARM hat mit einem "IvyBridge-Atom" vermutlich keine Freude (bzw. wird sich halt eine Antwort überlegen). Es gibt sehr viele Schrauben an denen man drehen ohne die Strukturen weiter zu verkleinern.

Nitram1988
00
Wobei der Hauptgrund für TSVs die Kosten sind.

Die TSVs die ich kenne sind nicht wirklich besser als wirebonds, aber bei weiten billiger.

gilipollas
00

ich habe immer geglaubt die kürzeren Wege (bzw. Induktivitäten) sind der Hauptgrund für TSVs? Über Wirebonds bzw. Leitungen danach zum RAM kann man nicht beliebig hohe Frequenzen fahren. Mit TSVs in ChipStacks kommt man mit der Daten-bandbreite wesentlich höher rauf. Aber vermutlich ist der Preis der Haupt-Treiber...

Nitram1988
00
Die TSV die ich kenne sind recht groß, deswegen haben sie eine große Kapazität zwischen Via und bulk

Deswegen sind derzeit die meistem Packegeg chip-flip, die dies verden einfach mit Lötkugerln versehen und umgedreht. "High-Speed" TSV sind soviel ich weiß derzeit noch nicht marktreif. Hab aber derzeit auch nur peripher mit TSV zu tun.

Das hauptproblem ist die TSV recht klein herzustellen, immerhin muss man durch den ganzen Wafer ätzen.

Tompkins, Mr. Tompkins
 
03
Jetzt hat es sich dann bald mal mit ..

... dem Mooreschen Gesetz - ich mein, die Strukturen sind jetzt nur noch 200 Atome groß, da läßt sich nicht mehr viel halbieren.

Tante Herbert
00
Wird halt der Die grösser...

flonks
00

Transistoren aus Quarks!

Nitram1988
00
DaGateoxid wird sicher schon dünner als 1nm sein.

Die Atome kann man in der Vertikalen bald an einer Hand abzählen

gilipollas
02

ja - stimmt schon, die Miniaturisierung ist bald am Ende. Aber es gibt eben viele andere Wege damit Moores Law weitergeht. Moores Law handelt nicht von der Miniaturisierung - es war bisher einfach der Weg der Wahl um es umzusetzen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Moor... es_Gesetz:
"Das mooresche Gesetz sagt aus, dass sich die Komplexität integrierter Schaltkreise mit minimalen Komponentenkosten regelmäßig verdoppelt"

rudolf schladming
 
00

hehe, ich habs auch eben ausgerechnet. ;) ja, irgendwann ist schluss mit dieser technologie. die frage ist, was die alternativen wären. nichts von den technologien an denen geforscht wird ist in den nächsten jahrzehnten "serienreif" so wies ausschaut.

C2H6O
00
Irgendwann...

...wird sowieso mal eine Grenze erreicht sein, oder eben in bestimmten Bereichen kaum noch mehr Rechenleistung benötigt wierden. Ist ja heute schon so das bei den meisten Heimrechnern die CPU selten wirklich zu 100% ausgelastet wird.

Stefan Lindemann
03
Die Anzahl der Transistoren kann trotzdem noch erhoeht werden

Dann werden die Chips halt wieder groesser.

Fuer serielle Berechnungen stoesst man dann tatsaechlich bald auf Grenzen.

Fuer Parallel-Berechnungen (zB GPU) kann's mit dem Moorschen Gesetz aber noch Jahrzehte weitergehen.

Nitram1988
10
Das Mooresche Gesetz sagt etwas mehr.

Ich kann heute auch endlos viele CPU zusammenstecken. Es geht um mehr Leistung bei selben Preis. Dies kann nur durch bessere Technologien erreicht werden.

rudolf schladming
 
00

also mehr prozessoren, grössere chips und die sw darauf trimmen stärker zu parallelisieren?

Itsjustaday
 
00

Mhh im Sommer einen Sandy Bridge Laptop kaufen oder doch lieber warten auf Ivy Bridge?

Nicht Sicher
00

wenn deine kraxn nicht mindestens ein quad core ist, würde ich umsteigen. aber mit nem venüftigen quad core und 8GB ram kommst locker aus bis zum ivy.

h 90
00

Ich ueberlege mir auf Ivy Bridge zu warten und mir dann einen super Sandy Bridge schoen billig zu kaufen.

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